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sonflex

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Samstag, 26. September 2015, 14:09

VAG-Skandal

Hallo zusammen,

ich bin ja schon etwas über die derzeitige "Bericht"erstattungbezüglich des VW-"Skandals" erstaunt!
Es wird über VW so berichtet, als wären das die größten Sünder der Nation, und eigentlich mit Schwerverbrechern gleichgestellt werden müssen.
Dabei wird außer Acht gelassen, dass ja (schätzungsweise) jeder Konzern betrügen muss, um auf dem Prüfstand gute Werte hinlegen zu müssen.

Problem aus meiner Sicht: Es werden auf dem Prüfstand andere Werte (Auch beim Verbrauch) ermittelt, da man nicht unter realen Bedingungen prüft und somit keine realen Werte erlangt. Da das Fahrzeug ohne Last in Form von Anhänger oder großem Gewicht, und ohne Wind gemessen wird, kann ein Guter Wert hingelegt werden - es bringt also rein Garnichts die Prüfungen stärker zu kontrollieren (wie heute im Radio vorgeschlagen).

Lösung aus meiner Sicht: Das Fahrzeug im durchschnittlichen Alltag testen!
a) In Gebieten bei +-20°C eine Runde drehen inklusive Innenstadt, Überland und Autobahn.
b) Die Abgase hinter der Blende mithilfe eines Sensors im Test zu messen.

Dabei müssen sowohl Licht, als auch Klimaanlage(etwa 21°C) und Radio eingeschaltet sein, das Auto (Beispiel Passat) mit vier Personen und Gepäck bepackt sein.
Somit sind durchschnittliche Werte ermittelbar und der Endverbraucher kann z.B. als Vertreter auf langen Strecken auch weniger verbrauchen.


Das ganze gilt für Diesel- als auch Benzinmotoren.
Wie sieht denn die Community das Ganze?


Grüße sonflex

gLu3xb3rchi

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Samstag, 26. September 2015, 14:29

Das Fahrzeug kann nicht im normalen Alltag getestet werden, da zuviele variablen vorhanden sind die die Testwerte beeinflussen. Du kannst nicht Fahrzeug A bei +22°C nachmittags im Feierabend Verkehr testen während Fahrzeug B früh bei 15°C und keinem Verkehr fährt, selbst wenn es die gleiche Strecke ist. Die Tests müssen im Labor erfolgen, natürlich zu reelleren Bedingungen.

pvl

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Samstag, 26. September 2015, 14:33

Du vergisst, dass die Autohersteller nicht "betrügen müssen", sondern selber von den bescheuerten Abgasvorschriften und Verbrauchsermittlung profitieren. Würden sie das nicht tun, gäbe es eine viel stärkere Lobby für sinnvolle Vorschriften.

Insbesondere beim Normverbrauch: Beim realen Verbrauch hat sich in den letzten 10 Jahren absolut wenig bewegt, aber die NCAP NEFZ (Edit: natürlich NEFZ statt NCAP) Werte werden stetig besser. Top Werbung...

Was Abgaswerte angeht, so hat VW ja offensichtlich die Möglichkeit, diese gut einzustellen (Siehe Prüfstand). Dann auf der Straße zugunsten der Motorleistung den Schadstoffhahn aufzudrehen, ist einfach nur Betrug. Und vom Umfang her ist der Konzern damit momentan einfach der größte Betrüger der Nation.
Traurig für die Beschäftigten und Aktionäre.

Jonny17192

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Samstag, 26. September 2015, 14:34

Nunja, VW hat hier (wie aber auch eigentlich Städte & Länder) einen Schaden in Milliarden-Höhe erzeugt.
Das schafft beim besten Willen noch nicht einmal ein Schwerstverbrecher.

Der Prüfstand darf gerne weiterhin bestehen bleiben. Aber man sollte zusätzlich einfach eine Teststrecke haben, auf der das Auto dann einmal in einer realen Fahrt gefahren wird.
Einfach auf die Straße schicken und messen trägt aber wohl eher zur Ermittlung des Durchschnittsverbrauchs bei.
Wenn die Autos Schadstoffe ausstoßen, dann wird sich auch mit mehr Personen nichts daran ändern. Wenn ein Verbrennungsmotor keine Abgase erzeugen würde, wäre es wohl ein Wunder

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sonflex (26.09.2015)

pvl

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Samstag, 26. September 2015, 14:36

Das Fahrzeug kann nicht im normalen Alltag getestet werden, da zuviele variablen vorhanden sind die die Testwerte beeinflussen. Du kannst nicht Fahrzeug A bei +22°C nachmittags im Feierabend Verkehr testen während Fahrzeug B früh bei 15°C und keinem Verkehr fährt, selbst wenn es die gleiche Strecke ist. Die Tests müssen im Labor erfolgen, natürlich zu reelleren Bedingungen.
Aber natürlich ginge das. Die Standardabweichung ist halt immens und es käme bei hinreichend Tests eine Datenbank wie Spritmonitor o.ä. raus.
Das wäre sinnvoller Rat für die Kunden. Im Gegensatz zum NEFZ. Die Hersteller haben nur verständlicherweise kein Interesse daran.

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sonflex (26.09.2015)

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Samstag, 26. September 2015, 14:41

Das alte Thema, wird doch andauernd diskutiert, leider ist da wenig passiert.

Es wurde längst ein viel realistischerer Nachfolgerzyklus zum NEFZ entwickelt, der nennt sich WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure).
Der sollte schon längst eingeführt werden, wurde aber durch ein Veto gestoppt. Von wem? Natürlich von der deutschen Bunderegierung, denen die Lobbyisten was husten würden, wenn plötzlich die ganzen verkackten SUV etc. die Normen nicht mehr erfüllen würden.
Das Problem ist u.a. dass die EU-Abgasnormen, Flottenverbrauchsvorgaben, etc. die es einzuhalten gilt, auf dem unrealistischen, aber für die Hersteller vorteilhaften NEFZ beruhen, also müsste man auch da auf EU Ebene die Normen anpassen etc.

Das Problem bei VW ist, dass sie es mit Vorsatz gemacht haben. Dass der NEFZ unrealistisch ist, und die Hersteller da mit haarsträubenden Methoden arbeiten dürfen, ist bekannt und da arbeiten alle mit den gleich Tricks. Aber Vorsätzlich eine Steuergerät so zu programmieren, dass es nur unter Laborbedingungen ganz anders arbeitet, ist illegal.

Trotzdem finde ich es echt krass, dass da mit bis zu 18 Mrd Strafen gedroht werden, aber GM für den unter den Tisch gekehrten Zündschlossskandal nur ~900 Mio Strafe zahlen musst obwohl da fast 200 Menschen durch gestorben sind. Gab nen Artikel drüber, glaube von ntv gerade keine Lust zu suchen.

Edit:,

Und auf der Straße Testen ist natürlich quatsch, man braucht einfach nur einen vernünftigen Laborzyklus.
Der Ansatz einen zwar nicht realistischen, aber zumindest vergleichbaren Zyklus zu haben ist ja gut, nur werden durch den einfach nur behämmert aufgebauten NEFZ einfach bestimmte Fahrzeuggruppen und Antriebskonzepte übermäßig bevor- oder benachteiligt. Genau die propagierte Vergleichbarkeit ist somit genau nicht gegeben.

Lest euch mal die Bestimmungen zum NEFZ durch, das ist wirklich abenteuerlich.
kleinstmögliche Reifen extremst aufpumpen, absolut FKK Austattung mit nichts an, Klima abgehängt, Spalten an der Karosserie abgeklebt, in 26 Sekunden wird von 0 auf 50(!!!!) km/h beschleunigt, 30% des Zyklus ist Stillstand, ich glaube Motor und Getriebesteuerung darf auch noch angepasst werden, etc.
Beste Mieten seit 2011:
Audi TT 2.0 TFSI quattro, Audi A6 2.0 TDI, Audi A6 3.0 TDI quattro, BMW 330d, 335d Coupé, 335ix, 430dx (GC), 530dx, 535dx, 640d Coupé, 740dx, 760Li, BMW Z4 35is, Jaguar F-Type Cabrio, VW Golf GTI

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momomu (26.09.2015), Niko (26.09.2015)

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Samstag, 26. September 2015, 15:03

Bei allem großen Geschrei , wo war dies Geschrei als es um sehr viele Leute ging denen das zu Hause genommen worden ist , wo noch heute kaum beachtet Gerichtsprozesse geführt werden und in der Anfangsphase fast immer die Deutsche Bank gewonnen hat. Ich zitiere mal von n-tv.

Wo war denn eigentlich diese Empörung, als die Deutsche Bank von einem Milliardenskandal zum nächsten überging? Devisenmanipulation, Zinsmanipulation, Immobilienskandale, alles in Milliardenhöhe. Wo war hier die Empörung über das verlorene Vertrauen in die deutsche Wirtschaft? Wie viele Vorstände der Deutschen Bank sind deswegen zurückgetreten? Weniger als einer?

Für alle die den ganzen Artikel lesen wollen www.n-tv.de/wirtschaft/Mr-Dax-VW-Skandal…le16002516.html

Ich stimme nicht mit allen überein was dort geschrieben wird , aber mit sehr vielen.

Was ich wirklich sehr hart finde die ist die angesprochene Milliardenstrafe und wo es Tote gegeben hat in den USA mit Zündschlössern oder den Airbag Skandal , da war die Strafe unter 1 Milliarde.

EUROwoman.

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Samstag, 26. September 2015, 15:22

Ist aber nicht ganz fair die ca 1Mrd Strafe mit der zu erwartenden Strafe bei VW UND Klagen zu vergleichen.
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

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Flowmaster (26.09.2015)

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Samstag, 26. September 2015, 16:07

Ich persönlich finde ja die Ingenieurs- /Programmiererleistung diese manipulative Software so hinzubekommen auch erwähnenswert.
Die Amis haben das nicht geschafft. Also ist Made in Germany doch noch etwas wert.
Wie war das noch: Das Land der Dichter und DENKER. :)

PS: sind eigentlich alle Halter von betroffenen Fahrzeugen Steuerbetrüger?
Die gehören doch angezeigt und verklagt! ;)

Flowmaster

Pornröschen

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Samstag, 26. September 2015, 16:12

Ketzerisch: Wenn das bei Opel oder Ford passiert wäre in der medialen Aufmerksamkeit dann gäbe es kaum noch eine verteidigende Stimme so wie es gerade bei der heiligen Kuh passiert


Edit: so als den großen Skandal sehe ich es gar nich in Relation an: in welcher Branche (außer vielleicht bei hauptamtlichen Origami Faltern) wird den nicht getrickst und grau Zonen bis ins unerlässliche gebogen. Jetzt haben wir ein bisschen Aufschrei und die Politik reibt sich die Hände weil mal keiner über die wirklichen Verfehlungen in der Flüchtlingspolitik nachdenkt
"Liquor up front, Poker in the rear"

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Geigerzähler (26.09.2015)

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Samstag, 26. September 2015, 16:14

Richtig, da würde es aber auch nach 2 Tagen keinen mehr interessieren. Somit müsste nach 2 Tagen auch keiner mehr verteidigen.

Mietwagenkunde

Stolzer kein E10 Nutzer

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12

Samstag, 26. September 2015, 16:59



PS: sind eigentlich alle Halter von betroffenen Fahrzeugen Steuerbetrüger?

Die können keine Steuerbetrüger sein, weil VW den Ausstoß von Stickoxiden (NOX) manipuliert hat und sich die Berechnung der KFZ-Steuer auf den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bezieht.
Noch nie E10 getankt und Stolz drauf!

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SaCalobra (26.09.2015)

momomu

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Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:54

And the story continues

Hier ein Artikel welcher sagt, dass die entsprechende Software auch in den aktuellen
Modellen enthalten ist.

Klick
#refugeeswelcome

occasionalbrogue

Dem Aktionär ist nichts zu schwer...

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14

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:59

Leo DiCaprio will den Skandal verfilmen...

peak_me

Ich hab Polizei!

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15

Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:03

Es geht da nicht um "die" entsprechend Software, sondern um was anderes. Es wird wohl ein Katalysator aufgeheizt. Wieso man den nur bei den Abgastests und nicht im normalen Betrieb aufheizen sollte, verstehe ich aber nicht. Ein aufgeheizter Katalysator sollte nach meinem Verständnis die Motorleistung nicht beeinflussen.

"Regulators have not yet determined whether the code is a defeat device installed specifically to cheat on emissions tests, said Janet McCabe, acting assistant EPA administrator for air quality."
also mal abwarten

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