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Kaffeemännchen

Herr der Ringe

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Samstag, 30. Oktober 2010, 00:03

Alles nur Notstrom? - Der Mini-E im Selbstexperiment

Spannender Elektrozwerg
Be Mini. No… E-Mini.

Rund 240 Tage lang war unsere gemeinsame Zeit. Es gab viele interessante und vor allem kuriose Momente. Heute war unser letzter Tag. Ein Rückblick auf die letzten 8 Monate und das spannende und wohl für mich einmalige Projekt „Elektromobilität“.

20.000 Bewerber, aber nur knapp bemessene 500 Exemplare. Nein… hier geht es nicht um die neueste und angesagteste Modekollektion aus den Staaten. Hier geht es um spannendere Dinge. „Mini-E“ ist das Zauberwort, welches für derartige Begeisterung und strahlende Augen bei jedem Technikfreak sorgt. Und nicht nur in den USA, wo sich in der Tat rund 20.000 Menschen auf das Projekt beworben haben, ist der kleine Brite ein Renner. Auch in Deutschland existiert ein, zugegebenermaßen gegenüber den USA deutlich kleineres, Testfeld. Offizielle Beschreibung: „Alltagserprobung von Elektroautos in Kooperation mit Vattenfall, der TU Chemnitz und der BMW Group“. Rund 100 Fahrzeuge sind oder vielmehr waren in München und Berlin mit Testkandidaten im Einsatz. Ich war einer von ihnen.

Es ist Anfang 2010. Nach der Zusage von BMW Deutschland erhalte ich binnen weniger Tagen im Hause BMW eine Einführung in die Welt des Mini-E. Aufladen hier, Starten dort, Sicherheitshinweise. Im Grunde doch ein normaler Mini? Und doch ganz anders! Außen ist er schon recht hübsch verpackt. Eine Mischung aus US-Version und Cooper S-Kit gesellt sich zu einem neutralen Dunkelgrau, gemischt mit lemonfarbenden Highlights. Etwas kitschig, aber so ist das dann wohl bei neuartigen Trainingsanzügen.

Ein Blick in den Innenraum eröffnet den wohl signifikantesten Unterschied zum benzinbetriebenen Bruder. Es gibt nur zwei Sitzplätze. Alleine diese Tatsache macht dieses Auto auf seine ganz eigene Art zum Exoten. Jeder Mitfahrer, jeder Interessent und jeder „Schaufenstergucker“ stolperte über dieses Detail und fast jeder stellt die gleiche Frage: „Ist der denn überhaupt alltagstauglich?“. Nein, ist er nicht. „Willkommen bei real,-„ oder besser „Welcome to the real life“. Einmal hin und alles drin war gestern, denn für den Wochenendeinkauf bleiben entweder die gefühlte 15 cm Tiefe des eigentlichen und ursprünglichen Kofferraums oder der Beifahrersitz.

Doch es gibt immer und überall Vor- und Nachteile. Und auch der Mini-E hat viele Vorteile. Der größte sitzt ein gutes Stück vor dem Armaturenbrett und ist für alle Quartett-Spieler Objekt der Begierde. Machen wir es kurz: Mit seinem 204 PS-Elektroantrieb sprintet der kleine Brite in mehr oder weniger genau 8,5 Sekunden von 0-100 km/h. Schluss ist schon bei 152 km/h, elektronisch eingebremst. Aus Sicherheitsgründen.
Zahlentechnisch recht unspektakulär, oder? Doch wer die kleine Elektroschleuder einmal live erlebt hat, wird mir großer Wahrscheinlichkeit zustimmen, dass der Mini-E alles ist… aber nicht unspektakulär. Seine rund 220 Newtonmeter Drehmoment stehen (theoretisch) ab Drehzahl 1 zur Verfügung und ziehen den Mini, trotz seiner 300 Kilogramm Mehrgewicht gegenüber der Serienversion, überaus souverän und wie an einem Gummiband aufgezogen nach vorne. Man(n) muss zugeben, dass dieser Effekt vor allem im Stadtverkehr an der Ampel einen riesen Spaß macht und für reichlich Verwirrung bei anderen, meist PS-technisch potenteren, Verkehrsteilnehmern sorgt.

Alleine für diese lohnt es, sich auf das Experiment Mini-E einzulassen. Zugegeben: Irgendwann nervt die Fragerei dann schon ein wenig, aber die meisten Fragen sind doch deutlich amüsanter als störend. Plötzlich wird man auf der offenen Straße vor der roten Ampel vom Fahrer des Nachbarfahrzeugs angesprochen und darf sich brav und freundlich den Fragen des Möchtegern Günther Jauchs stellen. „Ist das ein Elektroauto“ ist dabei immer wieder so die Frage gewesen, die mich und meine Beifahrer am meisten erheitert hat. Natürlich ist das kein Elektroauto, unsere Fortbewegung ist einfach auf wundersamer Weise geräuschlos. It’s magic! Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass der Mini nahezu lückenlos mit Aufklebern zugepflastert ist, die auf die Elektromobilität hinweisen sollen. Vor allem die beiden großen Plotts an den Seitentüren symbolisieren einen stilisierten Stecker. Gut, einen nicht besonders schönen muss ich zugeben.

„Ja… und womit fährt der so?“ Man sieht, es ist nicht immer ganz leicht, bei allen und vor allem solchen Fragen Ernst zu bleiben und sich das persönliche, innere Amüsement zu verkneifen oder zumindest nach Außen hin zu unterdrücken. Er fährt mit Strom. Und nein, man kann ihn nicht an der Tankstelle um die Ecke wieder auffüllen. Übrigens ein wesentlicher Nachteil, und das ist alles andere als witzig gemeint. In Momenten, wo man im Mini-E schwitzend seit 10 Kilometern auf Restreichweite unterwegs ist, wünscht man sich augenblicklich einen benzinbetriebenen Mini. Damit ab an die nächste Tankstelle, Tankstutzen rein, volltanken, fertig. Dauer: 5-35 Minuten, je nachdem ob man nun Payback-Punkte oder Treueherzen sammelt. Bei dem kleinen Elektroflitzer ist das leider nicht so einfach. Also, das Nachtanken. Hier dauert ein Ladevorgang nach Schweizer Prinzip (effektive Langsamladung) um die 6 Stunden. Erst dann ist der Mini fit für seine nächste Tour.

Vor allem Fußgänger und Radfahrer sind wahre „Opfer“ des Elektromobil-Konzepts. Durch die quasi geräuschlose Fortbewegung entstehen teilweise doch unliebsame Situationen. An eine erinnere ich mich recht gut, bei der ich im inneren Bereich von Berlin unterwegs war. Plötzlich rennt wenige Meter vor dem Mini eine Frau auf die Straße. Vollkommen in Gedanken vertieft schaut sie plötzlich erschrocken zu mir auf. Reaktion: Stehenbleiben. Wie angeklebt. Sie konnte nicht zuordnen und abschätzen, was gerade passiert. Stehe ich? Fahre ich? Durch diese mehrfachen „Begegnungen“ kann man die Bemühungen von Toyota und Tesla, Elektromobilen einen künstlichen Sound einzuprogrammieren, nur unterstützen. Safety first eben!

Sehen wir das Konzept mal praktisch: Von was reden wir hier? Von dem Alltagsauto der Zukunft? Eher nicht, jedenfalls nicht mit dem aktuellen Know-how und dem verbauten Technikstand. Der Mini-E ist ein wirklich interessantes und vor allem spaßiges Konzept, leider mit noch vielen offenen und zu klärenden Punkten. Da wäre ganz vorne die Reichweite. Ein ganz spezielles Thema.

Wie bereits zu Beginn des Artikels angesprochen besitzt der Mini-E keine Rückbank. Nicht, dass es sich in einem herkömmlichen Mini im hinteren Bereich sonderlich bequem sitzen ließe, aber in der Elektroversion ist nahezu jeder Freiraum im Heckbereich ausgekleidet und mit Akkus zugebaut. Rund 5000 leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus geben dem kleinen Kraftzwerg Energie, nach Angaben von BMW Mini für rund 250 Kilometer. In meinem Testzeitraum wurde ich dahingehend belehrt, dass die 250 Kilometer eher Wunsch als Realität sind. „Unter optimalen Bedingungen“ heißt es, wie so oft, wenn es um Verbrauchswerte geht. Schönmalen ist halt auch ein ausfüllendes oder vielmehr ausmalendes Hobby.

Vor allem extreme Außentemperaturen machen den Akkus schwer zu schaffen. Und dabei ist es egal, ob wir über -5 °C oder über +30° C reden. Das Optimum liegt irgendwo zwischen +15 ° C und + 22 ° C. Also wohl eher nichts mit „Probier was Neues und genieß Elektromobilität bei 3 Grad“. Schade. ;)

Sehen wir es also realistisch: Wer den Mini-E und seinen ausgeprägten Spaßfaktor wirklich nutzt, steht nach rund 100 Kilometern mit dem Stecker in der Hand an der Ladesäule. Durch die so genannte Rekuperation, also der Rückgewinnung von Energie beim Bremsen, lassen sich im Idealfall noch bis zu 20 % Energie zurückgewinnen. Doch spätestens dann schreit das britische Babyface vehement nach neuem Saft, oder besser gesagt: Energydrinks.

Beim Laden beginnt dann das Erlebnis „Menschheit“ Teil zwei. „Ja und können Sie den denn jetzt hier einfach so aufladen? Mit normalem Strom?“. Ja, ich kann. Und muss. Die Macht ist mit mir, denn ich habe die magische Karte die es mir ermöglicht an jeder öffentlichen Ladestation normalen Strom zu „tanken“. Wahnsinnig toll zu sehen, mit welch‘ einfachen Dingen sich Menschen doch begeistern lassen. Und die Verblüffung ist perfekt, wenn ich meinen Mini-E an die herkömmliche Haushaltssteckdose anschließe. Dazu ein kleiner Tipp für alle, die gerne Mal so einen Ladevorgang ausprobieren wollen: Vorher darauf achten, dass der Kleine nicht auf übermäßigen Durst getrimmt ist. Denn mit einer Ladeleistung von 32 Ampere an der Haushaltssteckdose macht man zwar dem Auto, aber keinesfalls den Nachbarn, eine Freude.

Kommen wir, nach so vielen Worten zum Fazit. Ich war dankbar für diese außergewöhnliche und buchstäblich spannende Testphase und weiß es zu schätzen, dass ich da an was Besonderem teilnehmen durfte. Trotz aller Euphorie und Begeisterung über das Auto selbst muss aber an dieser Stelle auch gesagt sein, dass Elektromobilität unter den aktuellen Voraussetzungen nicht der Antrieb der Zukunft sein kann. Die Aussage „Null CO2-Ausstoß“ mag für das Fahrzeug stimmen, doch irgendwo muss die gespeicherte Energie herkommen. Und damit ist das Konzept weniger umweltfreundlich als es zunächst erscheint. Gehen wir davon aus, dass der Elektroantrieb doch eine große Perspektive hat, muss von der technischen Seite her noch einiges passieren. Vor allem die Ladekapazität ist ein Problem, das sich im täglichen Alltag unangenehm bemerkbar macht. Ständig geht ein angstvoller Blick Richtung Restreichweite und hemmt den Spaßfaktor damit schon ungemein. Auch die Platzverhältnisse sind, dank der extrem platzsparenden Akkulagerung, nicht für den Alltag brauchbar. Keine Rückbank wäre noch okay. Aber keine Rückbank und nahezu kein Kofferraum sind eindeutig zu viel oder eher zu wenig des Guten. Es geht alles Hand in Hand… die Akkus müssen mehr Kapazität speichern können und gleichzeitig deutlich kleiner werden. Denn die zusätzliche Last durch Akku und erweiterte Technik drückt beim Mini-E auch deutlich auf’s Gewicht. Mit voller Besetzung, also ganzen zwei Personen, knackt der kleine Brite ohne Probleme die 1,5 Tonnen und ist damit alles andere als agil.

Trotzdem hab ich ihn irgendwie ins Herz geschlossen. Wir hatten ein ganz eigenes, spannendes Verhältnis. Ein absolutes Spaßauto mit Drittwagen-Charakter. Und wer koa der koa, oder? In diesem Fall leider nein, denn selbst wer könnte, dürfte nicht und kann sich trotz meines vielleicht unterhaltsamen und kaufanregenden Berichts den Besuch beim MINI-Händler sparen. Alle Testfahrzeuge sind unverkäuflich und eine Serienproduktion ist vorerst nicht geplant. Bei einem Preis von über 80.000 € wohl vorerst auch besser so.

"Richtige" Bilder reiche ich nach... habe ich leider auf dem anderen Rechner.

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Foto by Jan S.

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Samstag, 30. Oktober 2010, 00:13

Super Bericht! Schön das du versuchst objektiv an den Bericht ranzugehen und sofort versuchst den E-Mini mit einem benzingetriebenen Exemplar gleichzustellen. Ich kann deiner Meinung soweit ich das kann nur beipflichten. Solange es keine Entwicklungssprünge bei der Entwicklung von kleineren und effizienteren Akkumulatoren gibt und der Strom weiter aus dem Braunkohlekraftwerk kommt wird das Elektroauto bis auf weiteres keine praktische und vor allem grüne Alternative zum Verbrennungsmotor sein. :118: :60:
Mööp..Mööp..

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Zwangs-Pendler (30.10.2010)

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Samstag, 30. Oktober 2010, 00:14

Ich liebe es deine Berichte zu lesen, hat sich echt gelohnt wach zu bleiben. Danke

MfG Jan
Jan S.
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Du suchst Infos zu Mietwagen und Autovermietung? Hier bist du richtig. www.mietwagen-talk.de


Vorausschauendes Fahren: Guck da vorn ist die Baustelle zu Ende, ich geh schonmal wieder aufs Gas.

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mimimi

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Samstag, 30. Oktober 2010, 02:17

Sehr schöner Bericht KM! Vielen Dank dafür!

Harald

Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.

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Samstag, 30. Oktober 2010, 08:57


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Samstag, 30. Oktober 2010, 09:02

Es macht immer wieder Spaß, deine Berichte zu lesen, KM! Ein großes Danke dafür! :thumbup:

Interessantes Auto, der Mini-E. Allerdings müssen, wie schon erwähnt, die Autos einfach weiter kommen und günstiger werden, bis sie eine Alternative sein können.

Marco_01

Sparbaron

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Samstag, 30. Oktober 2010, 10:10

Danke für den Bericht.
Ob ich es überlesen habe aber wie ist den die KM leistung mit einem Ladezyklus

Gordon Alf S.

met Vla en Hagelslag

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Samstag, 30. Oktober 2010, 10:23

Ob ich es überlesen habe aber wie ist den die KM leistung mit einem Ladezyklus


Rund 5000 leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus geben dem kleinen Kraftzwerg Energie, nach Angaben von BMW Mini für rund 250 Kilometer. In meinem Testzeitraum wurde ich dahingehend belehrt, dass die 250 Kilometer eher Wunsch als Realität sind.

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Ein Leben ohne schöne Autos ist möglich, aber sinnlos

DMman

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Samstag, 30. Oktober 2010, 10:37

wie ist den die KM leistung mit einem Ladezyklus

hängt davon ab wieviel redbull morgens im Kühlschrank war
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

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Kaffeemännchen (30.10.2010)

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Samstag, 30. Oktober 2010, 11:17

Gerade nach diesem Bericht bleibe ich bei meiner Meinung, dass Elektromobilität, um dieselben Komfort- und Effizienzvorteile wie Verbrennermotoren zu erreichen, noch einen langen Weg vor sich hat. Der ganze Hype ist in meinen Augen ziemliche Augenwischerei. Leider steigen die großen Autokonzerne drauf ein. Schade.
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vonPreußen

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Samstag, 30. Oktober 2010, 11:31

Gerade nach diesem Bericht bleibe ich bei meiner Meinung, dass Elektromobilität, um dieselben Komfort- und Effizienzvorteile wie Verbrennermotoren zu erreichen, noch einen langen Weg vor sich hat. Der ganze Hype ist in meinen Augen ziemliche Augenwischerei. Leider steigen die großen Autokonzerne drauf ein. Schade.


Was meinst du wie Komfortabel und Effizient Verbrennermotoren zu Anfang ihres Entwickelungszyklus (anfang 20. Jahrhundert) waren?

Vergesse darum bitte nicht das diese Elektrotechnologie noch genau in dieser Anfangsfase steckt, aber weil wir heutzutage Technologie viel schneller entwickeln können, es nicht wie bei den Verbrennungsmotoren noch mal 100 Jahre dauern wird bis die Elektrotechnologie den gleichen Standard wie die Verbrennungstechnologie erreicht hat.

Und wenn die großen Autokonzerne nicht bei der Elektromobilität einsteigen, wer soll es dann machen?
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Mechnipe (30.10.2010)

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Samstag, 30. Oktober 2010, 12:24

Deswegen muss man aber noch lange nicht die Kundschaft mit total unausgereiften Produkten durch die Gegend fahren lassen. Mir ist klar, dass der Verbrennungsmotor 100 Jahre für das heutige Effizienzniveau gebraucht hat.

Trotzdem werde ich mich von diesem Hype nicht anstecken lassen. Mir scheint als denke die ganze Welt, dass Strom ja aus der Steckdose komme.
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Kaffeemännchen

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Samstag, 30. Oktober 2010, 12:46

Danke für das Feedback, freut mich dass der Bericht ankommt. :60:
Ist halt mal ein wenig exotischer. ;)

Einige User hatten ja die Möglichkeit, mit mir im Mini-E mitzufahren.
Vielleicht hat der ein oder andere Lust, hier nochmal diesbezüglich seine Eindrücke zu schildern!?
Ist ja vielleicht ganz interessant für alle, da verschiedene Eindrücke zu bekommen.

Erinnere mich noch an meine erste Tour im Tesla, quasi meine erste Begegnung mit der Elektromobilität.
Da hat man noch ganz andere, neue Eindrücke....und gerade die sind ja interessant.

Also... freue mich auf Geschichten, Erlebnisse und Erinnerungen. :)
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Cruiso

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Samstag, 30. Oktober 2010, 12:55

Na, dann will ich mal.
Erstmal danke für den Bericht!

Erfahrungen als Mitfahrer waren zwar nur kurz, aber dennoch interessant.
KM hatte vorher schon berichtet, dass der beschleunigt, wie Schmitz Katze. Also forderte ich ihn an der KReuzung auf, mal Gas zu geben. Erst hört man ein leises Summen in einer Tonlage und eine Sekunde später kommt ein anderer Summton. Naja, geht schon ganz nett vorran, aber ich hätte mir da wesentlich mehr erwartet!
Aber siehe da, man hat ja schon deutlich über 50kmh auf dem Tacho - hui!
Dadurch, dass der Schaltvorgang fehlt und die Kraft kontinuirlich anliegt, hat man absolut kein Gefühl für die Beschleunigung.

Auch die Geräuschkulisse ist gewöhnungsbedürftig, aber ich denke mal, dass man sich in 30 Jahren erstmal an einen Benziner gewöhnen müsste, wenn man vorher nur Elektroautos gefahren ist - oder was auch immer die Zukunft bringt.

Im Sommer hatte ich dann die Chance, mich selbst für den E-Mini anzumelden, was ich auch gleich tat. Wurde auch als Testfahrer "genommen", aber hab leider den Termin verwechselt, als es darum ging, einem das Automobil und den Umgang näher zu bringen. Leider war auch kein weiterer Termin geplant und mangels Interesse habe ich dann auch nicht nochmal nachgehakt.

Dann gibts auch noch die Erfahrungen von einem Freund von mir. Der ist den E-Mini auch schon öfter gefahren bzw mitgefahren. Er selbst ist eher der Motorradfahrer und liebt das Benzin.
Er fand den E-Mini komplett emotionslos. Es kommt kein Sound, die Beschleunigung ist durchgehend und es ruckt nicht so schön beim schalten, etc. pp.
Fazit: Er will den nicht nochmal fahren.


Insgesamt sind Elektro-Autos sicherlich ein Teil derZukunft, aber solange die per Kohlekraft aufgeladen werden, sehe ich den Sinn nicht so recht. Aber es sind eben Testautos und der erste Benziner hat es ja nichtmal auf 50kmh gebracht und sicherlich auch keien Reichweite von 250Km oder gar 600km gehabt :)

Kommt Zeit, kommt Rat. Ich bin gespannt!

Würde mir aber einen Soundgenerator wünschen, auch für die Außenkulisse
Cruiso
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Samstag, 30. Oktober 2010, 12:56

Ich glaube ich war einer der ersten Mitfahrer und kann mich noch gut daran erinnern. Ich war etwas erstaunt als KM mir sagte er holt mich im Mini vom Airport ab. Gut, dachte es hätte endlich mit nem Cooper S geklappt. Aber er kam mit dem Mini-E. War erstmal verwirrt weil: Komische Beschriftung und nur so ein Surren...NICE!

Dann aber schon der Blick in den Kofferraum, in dem meine Sporttasche nicht wirklich rein gepasst hat. Okay, reinsetzen. Mein erstes Mal dass ich in einem Mini gesessen habe, und dann auch noch der. :101:

Wir sind dann etwas durch die Stadt gefahren und ich muss sagen: Die Leistungsentfaltung ist schon geil, das ganze in Kombination mit dem surren im Hintergrund, einfach Toll. Das war für mich so der Punkt wo ich gesagt habe, Elektro im Auto ohne Motorsound? Ja wieso denn auch nicht ;)

Also es war echt schon ein Erlebnis dieser Wagen. Noch ein Wort zum Kofferräumchen:

Als Maßeinheit kann man sagen dass 2 12er Packungen von Dunkin Donuts hochkant rein passen, dann ist er voll.

Zum Bericht: Heute morgen nach dem Aufstehen bin ich iPhone in den MWT und habe dann sofort den Bericht gelesen. Toll geschrieben wie immer, herrlich deine Berichte! :118:

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