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t-u-f-k-a-h

Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.

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Mittwoch, 23. März 2011, 13:38

Bei den Probefahrten mit Kinokarten oder Tankgutscheinen wollen die Händler / Hersteller aber auch gerne einen 'Testbericht' haben.
Also wird der Kunde als 'Betatester' genutzt und dafür entlohnt. Und wenn die sagen, wir wollen 1000 Testberichte haben, dann wird halt in 1000 Gutschein zu 10€ bei Aral (wie hoch wird da der Einkaufspreis liegen? 3€ das Stück siehe Groupon?).

Und wenn von den 1000 Testfahrern auch noch 10 so ein Auto kaufen, dann hat sich der Spaß unterm Strich vielleicht schon wieder gelohnt.

Auch ich bin mit 18Jahren zu einigen Händlern gefahren (worden) um mir mein erstes Auto zu kaufen.
Ich erinnere mich da an eine Probefahrt mit nem Alfa 156 mit 155PS und 'volle Hütte'. Seit dem Tag hasse ich Holzlenkräder.
Desweiteren fuhr ich ein Smart Coupé (Roadster mit dem Buckel auf dem Kofferraum)

Mein Highlight war ein uralter total verbastelter Calibra 2.0 mit DTM Umbau und das alles in Leuchtgelb mit nicht zugelassener Auspuffanlage. Mein eigenes Auto war zu der Zeit locker 20'000DM mehr wert als der Wagen. Hat trotzdem Spaß gemacht.

An die anderen Probefahrten kann ich mich nicht mehr erinnern, da sie nichts besonderes hatten.
Die Autos die ich gekauft habe bin ich hingegen nie Probegefahren.

Ich hoffen, die Händler haben heute schon ein Gespür, wer ein entsprechendes Auto auch kaufen würde.
Und wenn Sie Dir den Wagen geben, sei es ein Smart oder ein Bentley, dann haben die sich das überlegt und das Risiko abgewogen.
Sind ja schließlich keine Automaten an irgendwelchen Flughäfen.

Ich hab für mich festgelegt, dass ich den Leute sage, worum es geht, weil nix nerviger ist, als 5 x im Jahr angerufen zu werden, ob ich den Eos 2.0 FSI denn nicht doch kaufen will. Ähmm nein! Das hab ich doch schon bei Rückgabe des Fzg. gesagt.

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svaeni

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Mittwoch, 23. März 2011, 14:24

Es wundert mich im übrigen das jeder hier so einfach Fahrzeuge scheint mitzubekommen, mir geht das eher nicht so und an mein Auftreten wird es eher nicht liegen. Das einzige Mal das der Verkäufer das angeboten hat war als ich bei Porsche war um mir den neuen Cayenne anzusehen, als eventueller Ersatz für unseren Firmen X5 (womit ich auch hingefahren bin). Probefahrt habe ich aber weiter nie gemacht da nach dem Besichtigen des Cayennes auch kein ernsthaftes Kaufinteresse mehr bestand, und ich den Händler eher ungerne auf Kosten jage wenn er nix drann verdient*.
Kommunizierst du schriftlich mit den Autohäusern? Dann liegt's daran. Syntax, Semantik, Orthographie, und Co können auch einen Eindruck von einem Mensch vermitteln. Ganz egal ob er Unternehmer sein mag (was mMn in Anbetracht tausender Start-Ups keine Qualifikation, und erst recht kein Zeichen harter Arbeit (vgl. sevenload) sein muss).

Der Verkäufer ist doch nicht hohl. Meistens haben gute Umgangsformen, und ein gewisser Intellekt auf den beruflichen Erfolg eines Menschen. Wenn der Autohändler der Meinung ist, er erkennt beides, und wenn er dazu noch eine grobe Idee vom sozialen Hintergrund hat, wird er abwägen, und entscheiden ob dort einer steht, der in 5 Jahren sein erstes Auto bei ihm least, oder eben nicht.

Und ehrlich gesagt, hat mich die Probefahrt überzeugt. Sollte sich meine Karriere also halbwegs so, wie es sich im Augenblick abzeichnet entwickeln, hat der Händler mit mir einen Kunden gewonnen. Damit hat sich das für ihn gelohnt, auch wenn ich das im Augenblick nicht bezahlen könnte.

Ich glaube Händler, die schon 20 Jahre im Beruf sind, haben einen Blick dafür, und handeln genau so unmoralisch, wie es unmoralisch sein mag, sich Probefahrten zu erschleichen. Homo homini lupus … ist eben so.

Ganz am Ende glaube ich aber, dass niemand, der in diesem schönen Lande lebt, zum Herrgott gehen kann, und sich darüber beschweren darf, er sei zu kurz gekommen. Das würde ich mal bedenken, bevor ich mich hier künstlich echauffiere. :115:
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Mittwoch, 23. März 2011, 14:35

Es wundert mich im übrigen das jeder hier so einfach Fahrzeuge scheint mitzubekommen, mir geht das eher nicht so und an mein Auftreten wird es eher nicht liegen. Das einzige Mal das der Verkäufer das angeboten hat war als ich bei Porsche war um mir den neuen Cayenne anzusehen, als eventueller Ersatz für unseren Firmen X5 (womit ich auch hingefahren bin). Probefahrt habe ich aber weiter nie gemacht da nach dem Besichtigen des Cayennes auch kein ernsthaftes Kaufinteresse mehr bestand, und ich den Händler eher ungerne auf Kosten jage wenn er nix drann verdient*.
Kommunizierst du schriftlich mit den Autohäusern? Dann liegt's daran. Syntax, Semantik, Orthographie, und Co können auch einen Eindruck von einem Mensch vermitteln. Ganz egal ob er Unternehmer sein mag (was mMn in Anbetracht tausender Start-Ups keine Qualifikation, und erst recht kein Zeichen harter Arbeit (vgl. sevenload) sein muss).


Genau, ich bitte den Verkäufer ob er mir per Post einen Cayenne zuschickt damit ich mir das Fahrzeug ansehen kann, soviel zum Thema Intellekt.

Zitat

Der Verkäufer ist doch nicht hohl. Meistens haben gute Umgangsformen, und ein gewisser Intellekt auf den beruflichen Erfolg eines Menschen. Wenn der Autohändler der Meinung ist, er erkennt beides, und wenn er dazu noch eine grobe Idee vom sozialen Hintergrund hat, wird er abwägen, und entscheiden ob dort einer steht, der in 5 Jahren sein erstes Auto bei ihm least, oder eben nicht.


Die Händler hier in der Umgebung interessieren sich nicht dafür was in 5 Jahren ist, denn sie werden in diesem Jahr auf die Anzahl verkaufte Fahrzeuge angesprochen. Und Fahrzeuge, vor allem bei den Premiummarken, sind nicht umsonst. Egal ob das Autohaus selber ein Fahrzeug zulässt oder ob es sich eins besorgt, das kostet z.T. soviel Geld das der Mercedes-Händler wo ich oft komme sich die Vorführwagen bei Sixt besorgt (= günstiger) anstelle von dem Fahrzeugpool bei Mercedes Benz selber.

Und wir wissen alle was eine normale Tagesrate bei Sixt kostet, da überlegt der Händler zwei Mal bevor er ein Fahrzeug rausgibt für eine Probefahrt die zu einem sehr unwarscheinlichen Vertragsabschluß führt.
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Mittwoch, 23. März 2011, 14:37

Kommunizierst du schriftlich mit den Autohäusern? Dann liegt's daran. Syntax, Semantik, Orthographie, und Co können auch einen Eindruck von einem Mensch vermitteln.


Wir reden weiter wenn dein Holländisch so gut ist wie vP´s Deutsch.

MfG Jan
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Vorausschauendes Fahren: Guck da vorn ist die Baustelle zu Ende, ich geh schonmal wieder aufs Gas.

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Mittwoch, 23. März 2011, 14:57

Ich wusste nicht das er Holländer ist. Wüsste der Händer aber bei emailkontakt auch nicht.

Also möchtest du mir erklären, gerade Premiummarken (gleich ob Autos, Kleidung, Uhren, oder sogar Zeitungen) hätten kein Interesse an frühzeitiger Kundenacquise?

Ich weiß nicht, wie das in Holland ist, aber wie eklärst du dir, dass es Arbeitgeber gibt, die Studienanfänger zum Golfen/Skiurlaub/Abendessen einladen, nur weil in 5 Jahren derjenige entscheiden wird, wo er arbeiten geht?

Und wie erklärst du dir, dass ich eben einen Lambo bekommen habe? Der Verkäufer kann nicht glauben, dass ein 21jähriger genug Geld hat, um selber einen zu kaufen.


Ich sage einfach nur:
Der Verkäufer wägt ob, ob ihm die Probefahrt mittel- oder langfristig einen Vorteil bringt. Niemand, der ernstzunehmend ist, plant kurzfristig. Die einzigen, die das tun sind Politiker.

Vielleicht läuft das bei holländischen Mercedes Händlern anders, das kann ich nciht beurteilen. Ich weiß, dass es bei der Audi AG nicht so läuft, sondern dort geht es darum Kunden möglichst vor der Konkurrenz zu gewinnen. Und die betreiben das wohl ziemlich erfolgreich, wenn man sich die letzten Zahlen so ansieht. Kann also keine ganz schlechte Taktik sein.

Wieso sollte auch sonst Porsche einer Hochschule einen Panamera zur Verfügung stellen? Damit die Studenten, die den fahren, den geil finden, und später wenn sie mal Kohle haben, bei Porsche kaufen.
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Mittwoch, 23. März 2011, 15:00

Der Verkäufer wägt vor allen Dingen eins ab: Wie schnell ist der Kunde wieder vom Hof, wenn ich ... ;)

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Mittwoch, 23. März 2011, 15:12

Assumptions are the mother of all fuck-ups, und svaeni begeht trotzdem gleich 2x den gleichen Fehler.

Ich wusste nicht das er Holländer ist. Wüsste der Händer aber bei emailkontakt auch nicht.


Wie sollte ich einen Händler per Email anschreiben? Wenn ich Zeit habe besuche ich lieber den Händler persönlich, denn dann kann ich mir von dem angebotenen Produkt ein besseres Bild machen.

Zitat

Also möchtest du mir erklären, gerade Premiummarken (gleich ob Autos, Kleidung, Uhren, oder sogar Zeitungen) hätten kein Interesse an frühzeitiger Kundenacquise?


Das ist die Erfahrung die ich gemacht habe, nicht nur persönlich, aber ich unterhalte mich auch gerne mit Autoverkäufer um die betriebswirtschaftliche Prozesse zu verstehen. Und ich sage lediglich das Autoverkäufer bei Probefahrten unterscheiden zwischen ernsthafte Interessenten und irgendwelche Möchtegernjangos die kein Kaufinteresse haben.

Eine kleine Anmerkung am Rande: das gilt jetzt nicht für jeden Händler, kann sein das der eine oder andere das anders handhabt, mein Eindruck ist aber das diese in der Minderheit sind.

Zitat

Ich weiß nicht, wie das in Holland ist, aber wie eklärst du dir, dass es Arbeitgeber gibt, die Studienanfänger zum Golfen/Skiurlaub/Abendessen einladen, nur weil in 5 Jahren derjenige entscheiden wird, wo er arbeiten geht?


Genau, in Holland ist das anders, da werden Studenten in der Masterfase bzw. letztes Jahr ihres Bachelor angeworben, weil diese in absehbarer Zukunft eine Entscheidung treffen werden.

Zitat

Und wie erklärst du dir, dass ich eben einen Lambo bekommen habe? Der Verkäufer kann nicht glauben, dass ein 21jähriger genug Geld hat, um selber einen zu kaufen.


Kenne dich nicht persönlich, aber in der Vergangenheit hat das viel mit E-Penis zu tun gehabt.

Zitat

Ich sage einfach nur:
Der Verkäufer wägt ob, ob ihm die Probefahrt mittel- oder langfristig einen Vorteil bringt. Niemand, der ernstzunehmend ist, plant kurzfristig. Die einzigen, die das tun sind Politiker.


Dazu sage: Investment banking und Daytrader, das hat auch nicht viel mit Langfristigkeit zu tun.

Und unser BMW-Verkäufer wird jeden Monat / jedes Jahr auf die Zahl von verkauften Autos beurteilt, nicht was er eventuell langfristig verkaufen könnte.


Zitat

Vielleicht läuft das bei holländischen Mercedes Händlern anders, das kann ich nciht beurteilen. Ich weiß, dass es bei der Audi AG nicht so läuft, sondern dort geht es darum Kunden möglichst vor der Konkurrenz zu gewinnen. Und die betreiben das wohl ziemlich erfolgreich, wenn man sich die letzten Zahlen so ansieht. Kann also keine ganz schlechte Taktik sein.


Diese Erfahrungen habe ich bei einem deutschen Mercedes Benz Händler gemacht.

Zitat

Wieso sollte auch sonst Porsche einer Hochschule einen Panamera zur Verfügung stellen? Damit die Studenten, die den fahren, den geil finden, und später wenn sie mal Kohle haben, bei Porsche kaufen.[/quote]

Porsche hat auch mehr finanzielle Mittel um Marketing zu betreiben wie ein selbstständiger Händler, denn bei vielen sind die Margen jetzt nicht so sonderlich groß.
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Mittwoch, 23. März 2011, 15:21

Ich wusste nicht das er Holländer ist. Wüsste der Händer aber bei emailkontakt auch nicht.

Also möchtest du mir erklären, gerade Premiummarken (gleich ob Autos, Kleidung, Uhren, oder sogar Zeitungen) hätten kein Interesse an frühzeitiger Kundenacquise?

Ich weiß nicht, wie das in Holland ist, aber wie eklärst du dir, dass es Arbeitgeber gibt, die Studienanfänger zum Golfen/Skiurlaub/Abendessen einladen, nur weil in 5 Jahren derjenige entscheiden wird, wo er arbeiten geht?

Und wie erklärst du dir, dass ich eben einen Lambo bekommen habe? Der Verkäufer kann nicht glauben, dass ein 21jähriger genug Geld hat, um selber einen zu kaufen.


Ich sage einfach nur:
Der Verkäufer wägt ob, ob ihm die Probefahrt mittel- oder langfristig einen Vorteil bringt. Niemand, der ernstzunehmend ist, plant kurzfristig. Die einzigen, die das tun sind Politiker.

Vielleicht läuft das bei holländischen Mercedes Händlern anders, das kann ich nciht beurteilen. Ich weiß, dass es bei der Audi AG nicht so läuft, sondern dort geht es darum Kunden möglichst vor der Konkurrenz zu gewinnen. Und die betreiben das wohl ziemlich erfolgreich, wenn man sich die letzten Zahlen so ansieht. Kann also keine ganz schlechte Taktik sein.

Wieso sollte auch sonst Porsche einer Hochschule einen Panamera zur Verfügung stellen? Damit die Studenten, die den fahren, den geil finden, und später wenn sie mal Kohle haben, bei Porsche kaufen.



DAs sind doch ein Haufen Einzelbeispiele:

Wieviele Unternehmen machen das Spielchen mit Früher Talentaquisionen in diesem Umfeld? Die Mehrzahl? Nein

Wieviele Hochschulen bekommen Panameras von Porsch gestellt? Antwort wie bei Bsp.1. Vorallem ist zu hinterfragen wofür.

Audis erfolgt kommt nicht unweigerlich durch Erfolge im Leasing /Flottengeschäft zu Stande... also wenig mit frühzeitiger Bindung. . .

Von Einzelfallbeschreibungen auf Generellgültiges zu schließen funktioniert nicht immer..
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Mittwoch, 23. März 2011, 16:09

Es ist und bleibt beschi**en, sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Probefahrten zu erschleichen.

Was spricht denn dagegen, mit offenen Karten zu spielen? Wenn der Händler nein sagt macht das das Vorgaukeln von Kaufinteresse noch verwerflicher weil es ja ohne scheinbar nicht funktioniert.

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Mittwoch, 23. März 2011, 16:56

Um mal den finanziellen Aspekt aufzugreifen, der hier schon des öfteren genannt wurde:

Mehrfach wurde behauptet, dass durch Probefahrten ja nur geringe Kosten für die Autohäuser entstehen.
Und da kann ich aus erster Hand sagen, dass das falsch ist. Mein Vater war knapp 10 Jahre Leiter der Finanzen bei der größten BMW-Autohaus-Kette Norddeutschlands und hatte dort monatlich die Fakten auf dem Tisch liegen. Ich habe ihn mal zu der Thematik Probefahrten angesprochen und er hat erzählt, das da doch ein großer Haufen Kosten auf das Autohaus zukommen.

1. Sind es viele Autos, wenn es geht von jedem Typ einen, alle wurden zugelassen (Zulassung -> Wertverlust)
2. Werden die Autos ja auch bewegt -> Kilometerzähler steigt und steigt, jeder Kilometer kostet
3. Wer tankt die Fahrzeuge nach der Probefahrt? -> Das Autohaus
4. Wer wäscht das Auto nach der Probefahrt (oder nach jeder 2.)? -> Das Autohaus

...
Die Liste lässt sich ewig so weiterführen und da kommen Summen zusammen, da kann ich gut verstehen, dass BMW versucht hat Geld für Probefahrten zu verlangen. Bei den BMW Autohäusern wo mein Vater gearbeitet hat wurden die Verkäufer dann irgendwann einmal im Jahr geschult um das Publikum eben genau sortieren zu können. Die Leute, die sich Probefahrten erschleichen wollen von denen selektieren, die vielleicht wieder kommen werden um einen BMW zu kaufen. Das war dann auch recht erfolgreich und das Verhältnis Probefahrt -> Vertragsabschluss wurde kleiner.

Ich bleibe bei meiner Meinung, man sollte nur eine Probefahrt beim Händler machen, wenn man entweder mehrere Autos vergleichen will, die man sich kaufen wird, oder wenn man sich speziell für ein Auto interessiert. Ich finde es peinlich dort anzukommen und eine Probefahrt mit nem krassen 3er BMW machen zu wollen, den man sich wirklich nicht leisten kann, nur um damit zweimal durch die Stadt zu fahren um anzugeben. Ich hab viel Zeit in einem BMW Autohaus verbracht und mich herzlich über einige Leute amüsiert, die da ankamen. Ich sag nur Typ Südländer (ey kann isch mal neue 5er fahren? Wenn der geil is kauf isch den sofort altah)
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Mittwoch, 23. März 2011, 17:04

Das ist die Erfahrung die ich gemacht habe, nicht nur persönlich, aber ich unterhalte mich auch gerne mit Autoverkäufer um die betriebswirtschaftliche Prozesse zu verstehen. Und ich sage lediglich das Autoverkäufer bei Probefahrten unterscheiden zwischen ernsthafte Interessenten und irgendwelche Möchtegernjangos die kein Kaufinteresse haben.
Ich weiß nicht ob du mich nicht verstehen möchtest, oder wie ich mir das erklären soll.
Stell dir vor, ich gehe zu einem Premiumautohändler, und erschleiche mir eine Testfahrt mit einem sau-teuren Auto. Höchst verwerflich. Ich finde das Auto in der Konsequenz aber ziemlich gut. 5 Jahre später, gehe ich zuerst zu dem Händler, an den ich gute Erinnerungen habe, wenn ich ein echtes Auto brauche. Wenn ich den dann immer noch toll finde, werde ich dort (Stamm-)kunde.
Markentreue ist ja kein all zu neues Phänomen, und dir sicher bekannt, da du dich ja mit BWL und Marketing auskennst. Das die Affinität sowas auszubilden bei jungen Menschen besonders hoch ist, ist wohl auch klar.

Vielleicht bin ich 35 wenn ich meinen ersten Wagen dort kaufe oder Lease. Sagen wir im Wert von 100.000 Euro. Und dann kaufe ich alle 3 Jahre ein neues, oder alle 4. Vielleicht kauf ich sogar meine Firmenwagen dort.

Hätte er mich nicht Probefahren lassen, wäre ihm Haufenweise Umsatz verloren gegangen. Jetzt kannst du ausrechnen, dass ein einziger gewonnener Stammkunde ab dem Moment Gewinn bringt, in dem die Summe der Kosten aller Testfahrten kleiner ist als die aggregierte Gewinnmarge aller zukünftigen Autokäufe des Stammkunden. Ich bin kein Autohändler und kenne die Margen daher nicht, aber der Lambo Händler verdient bestimmt mehr als ein Appel und ein Ei.

Der Händler muss also nur noch die absoluten voll Horste aussortieren, und beim Rest geht er Risiko. Aber so ist das nunmal, will man viel gewinnen muss man viel riskieren.
Eine kleine Anmerkung am Rande: das gilt jetzt nicht für jeden Händler, kann sein das der eine oder andere das anders handhabt, mein Eindruck ist aber das diese in der Minderheit sind.
Das kann ich auch nicht beurteilen, ich kenn mich nur in der Gegend um Köln und Hamburg aus.
Zitat


Ich weiß nicht, wie das in Holland ist, aber wie eklärst du dir, dass es Arbeitgeber gibt, die Studienanfänger zum Golfen/Skiurlaub/Abendessen einladen, nur weil in 5 Jahren derjenige entscheiden wird, wo er arbeiten geht?
Genau, in Holland ist das anders, da werden Studenten in der Masterfase bzw. letztes Jahr ihres Bachelor angeworben, weil diese in absehbarer Zukunft eine Entscheidung treffen werden.
Blöd nur, wenn du dem Student den Golfurlaub zahlst, der hat sich aber schon vor 3 Jahren für deinen Konkurrent entschieden, der den Party-Urlaub in Monaco bezahlt hat, oder?
Zitat


Und wie erklärst du dir, dass ich eben einen Lambo bekommen habe? Der Verkäufer kann nicht glauben, dass ein 21jähriger genug Geld hat, um selber einen zu kaufen.
Kenne dich nicht persönlich, aber in der Vergangenheit hat das viel mit E-Penis zu tun gehabt.
Verstehe ich nicht. Wenn ich's nicht selber erlebt hätte, hätte ich wohl kaum die Muße hier so viel zu schreiben, oder?
Zitat
Ich sage einfach nur:
Der Verkäufer wägt ob, ob ihm die Probefahrt mittel- oder langfristig einen Vorteil bringt. Niemand, der ernstzunehmend ist, plant kurzfristig. Die einzigen, die das tun sind Politiker.
Dazu sage: Investment banking und Daytrader, das hat auch nicht viel mit Langfristigkeit zu tun.
Stimmt … Weshalb gibt es Investment Banking, CMF, daytrading, gehebelte PRodukte, etc? Doch nur, damit langfristig die Eigenkapitalrendite stimmt, oder? Die wirklich großen Kreditgeber der Banken sind eher weniger kurzfrisitg orientiert, oder? Buffet kauft doch nicht MüRü weil er übermorgen 10% haben will, sondern weil er denk, dass die ihm vielleicht zwischen 10% und 15% bringen (Ackermanns 25% halte ich für unrealistisch). Und 10%-15% erreichst du auch langfristig nur, wenn du Risiko gehst. Aber die investieren ja auch nicht nur in irgendwelche hochspekulativen Produkte, sondern sind gesplittet. Weil kurzfristige Investments eben eine Tendenz zum schief gehen haben. Genau das spricht ja auch dafür, dass daytrades nicht zum kurzfristigen Gewinn geeignet sind, und genau das ist das, was die ganzen Kämmerer und Gemeinderäte nicht kappiert haben. Die dachten eben man könne kurzfristig Renditen von über 5% bekommen. Das ist einfach nicht so, zumindest nicht ohne vertretbare Streuung und bei angemessenem Risiko.

Und wenn du eh alles auf Rot setzt kannst du auch Roulette spielen, da sind wenigstens noch die Drinks umsonst.
Und unser BMW-Verkäufer wird jeden Monat / jedes Jahr auf die Zahl von verkauften Autos beurteilt, nicht was er eventuell langfristig verkaufen könnte.
Wie gesagt, ich kenne die Branche nicht. Wenn der BMW Händler aber ein schlauer war und vor 5 Jahren mittelfristig gewinnorientiert gearbeitet hat, kann er heute ernten, und gute Zahlen haben, obwohl er nur mittelfristig plant. vicious circle.
Zitat
Vielleicht läuft das bei holländischen Mercedes Händlern anders, das kann ich nciht beurteilen. Ich weiß, dass es bei der Audi AG nicht so läuft, sondern dort geht es darum Kunden möglichst vor der Konkurrenz zu gewinnen. Und die betreiben das wohl ziemlich erfolgreich, wenn man sich die letzten Zahlen so ansieht. Kann also keine ganz schlechte Taktik sein.
Diese Erfahrungen habe ich bei einem deutschen Mercedes Benz Händler gemacht.
Darf ich fragen in welchem Ort, und in welcher Niederlassung?
Zitat

Wieso sollte auch sonst Porsche einer Hochschule einen Panamera zur Verfügung stellen? Damit die Studenten, die den fahren, den geil finden, und später wenn sie mal Kohle haben, bei Porsche kaufen.
Porsche hat auch mehr finanzielle Mittel um Marketing zu betreiben wie ein selbstständiger Händler, denn bei vielen sind die Margen jetzt nicht so sonderlich groß.
Wie hoch sind die Margen denn?


@Satrian: Und wie viele Probefahrten darf man maximal anbieten, ohne dass man bei Gewinnung eines einzigen Kunden verlust macht? Daas wäre doch mal eine Interessante Zahl.
Davon abgesehen würde ich vielleicht irgendwo zwischen Typ Südländer, und jemandem der ein Auto Probe fährt, und bei dem die Chance besteht, dass er sich das mittelfristig auch leisten kann, differenzieren.
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Mittwoch, 23. März 2011, 17:10

Hätte er mich nicht Probefahren lassen, wäre ihm Haufenweise Umsatz verloren gegangen


Bringt dem Händler aber nicht viel, wenn er in der Zwischenzeit aufgrund zu hoher Kosten Insolvenz beantragt! ;)

Satrian

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Mittwoch, 23. März 2011, 17:11

Ich hab lediglich gesagt, dass ich mich über den Typ Südländer am meisten amüsiert habe, weil es bei denen einfach oft sehr aggressiv wurde wenn sie den Schlüssel nicht bekommen haben. Und das man solche dann eben eher bei BMW trifft und nicht bei Ford ist ja klar.

Ich kann meinen Vater ja mal nach konkreten Zahlen fragen wenn er wieder da ist. Bezweifel zwar das er noch Unterlagen davon hat, aber grobe Zahlen wird er sicher nennen können.
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Mittwoch, 23. März 2011, 17:12

Immer dieses Rumgehacke auf den Südländern...! :cursing:

Gibt auch Südländer, die sich ganz normal verhalten, Geld haben und sich so ein Auto auch kaufen.

Gibt genug assige Deutsche in Deutschland. :thumbdown:

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Mittwoch, 23. März 2011, 17:17

Immer dieses Rumgehacke auf den Südländern...! :cursing:

Gibt auch Südländer, die sich ganz normal verhalten, Geld haben und sich so ein Auto auch kaufen.

Gibt genug assige Deutsche in Deutschland. :thumbdown:

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