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Dienstag, 30. April 2013, 11:29

Tipps vom TÜV Süd zur Überprüfung der Sicherheit von Carsharing-Autos

TÜV SÜD: Autos sicher teilen

30.04.2013 - Carsharing boomt – vor allem in den Metropolen. Mehr als 450.000 Autofahrer nutzen inzwischen die stationären sowie die Angebote verschiedener Autohersteller. Damit liegt Deutschland auf Platz zwei im internationalen Vergleich. Aber wie sieht es mit der Sicherheit aus, wenn das Auto von Fahrer zu Fahrer weitergereicht wird? Luftdruck, Motoröl, Wischwasser: Worauf muss der Fahrer achten, wenn er ein Fahrzeug übernimmt? Nützliche Praxistipps fürs Fahren mit dem geteilten Auto von TÜV SÜD.

270.000 Nutzer von 3.250 Carsharing-Stationen in 340 Städten und Gemeinden, 146.000 Neukunden bei den sogenannten Free Floating-Angeboten der Autohersteller. Zum Jahresbeginn 2013 teilen sich 453.000 Autofahrer hierzulande insgesamt mehr als 11.000 Fahrzeuge. Wo der nächste Wagen steht, das erfährt der Auto-Teiler im Internet oder übers Smartphone. Wie lange und wohin gefahren werden soll, ist erst einmal egal – ein klarer Vorteil gegenüber Mietautos. Wann der letzte Technik-Check war, darüber muss man sich auch keine Gedanken machen: „Die Wagen werden regelmäßig gewartet und in Ordnung gehalten“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD, schränkt aber ein: „Trotzdem sollte man vor der Tour den Wagen genau auf mögliche Schäden überprüfen. Nicht nur wegen der Versicherung, sondern vor allem auch wegen der Sicherheit.“

Kontrolle: Sehr wichtig bei der Übernahme ist ein sorgfältiger Check des Fahrzeugs auf Schäden. In aller Regel fordern auch die Nutzungsbedingungen dazu auf. Nötig ist mehr als ein schneller Blick. „Selbst kleine Dellen an einem Kotflügel oder lackiertem Stoßfänger können schnell tausend Euro Reparaturkosten verursachen“, sagt Lang. Die meisten Verträge sehen dabei Selbstbeteiligungen von bis zu 1.500 Euro vor. Deshalb auch die tiefer gelegenen Teile der Karosserie gründlich in Augenschein nehmen! Was zu tun ist, wenn das Auto nicht tipptopp dasteht, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich geregelt. Oft kann man neue Schäden gleich online in den Bordcomputer eingeben. Im Zweifelsfall beim Unternehmen anrufen.

Gummiprüfung: Besondere Aufmerksamkeit gilt den Reifen. Sie sollten nicht weniger als vier Millimeter Profil haben und keine Beschädigungen aufweisen. Letzteres gilt speziell für die Seitenwände der Pneus. Auch die Felgen genau anschauen – Bordsteintreffer hinterlassen Spuren auf beiden: Reifen und Felgen. Bei Winterwetter müssen Reifen mit M+S-Kennzeichnung montiert sein. Die Carsharing-Unternehmen lösen dies oft durch Ganzjahresreifen. Die erfüllen alle juristischen Anforderungen und sind für den Stadtverkehr ausreichend. Anders sieht das möglicherweise in anderen Regionen aus. Der Fahrer ist nach dem Gesetz mitverantwortlich für die Bereifung.

Druckkontrolle: Entsteht nur der geringste Verdacht, ein Reifen hätte zu wenig Druck, zur nächstgelegenen Tankstelle fahren und den Luftdruck prüfen! Die Werte stehen in der Betriebsanleitung und auf einem Aufkleber in der Tankklappe oder einer Türleibung. Lieber etwas zu viel als zu wenig aufpumpen. Dabei auch einen Blick in den Kofferraum zum Ersatz- oder Notrad werfen. Ist zu wenig Puste auf dem fünften Rad, nutzt der Reservepneu im Fall der Fälle nichts. Der Druck von Noträdern ist höher als bei der Serienbereifung, etwa 3,5 bis 4,5 bar. Rund ein Viertel der Autos hat gar kein Reserverad mehr. Dann lohnt sich der Blick aufs Pannenset. Ist es geleert, wurde ein Reifen damit provisorisch gedichtet. Damit nicht mehr fahren, sondern den Verleiher kontaktieren!

Füllstände: Dann noch einen Blick auf den Füllstand der Scheibenwaschanlage werfen und auch aufs Motoröl schauen. Der TÜV SÜD-Experte: „Moderne Fahrzeuge haben Ölwechselintervalle von bis zu 60.000 Kilometern. Trotzdem kann der Stand auch schon vorher einmal absinken.“ Deshalb vorher checken!

Lichttest: Eigentlich sollte jeder von Rechts wegen vor der Fahrt die Beleuchtung checken. Also auch bei Carsharing-Autos. Alle Scheinwerfer und Leuchten müssen einwandfrei funktionieren. Apropos Licht: Bleibt eine rote oder gelbe Kontrolllampe im Cockpit nach dem Anlassen dauerhaft an, liegt ein Fehler vor, der dem Unternehmen gemeldet werden muss.

Vertrautheit: Für den Tagestrip im Sommer ein Cabrio, für den Familienausflug einen Kombi, um das neue Sofa zu transportieren, einen Van: Ein großer Vorteil von Carsharing ist, dass man sich für jede Tour das passende Gefährt aussuchen kann. Wer einen Wagen noch nicht kennt, für den empfiehlt es sich auf jeden Fall, ein paar Runden auf gewohntem Terrain zu drehen. Bremsen, Lenkung, Kurvenfahren, Schaltung – jedes Auto fährt sich anders. Und wo welche Schalter und andere Bedienelemente sitzen, weiß die Betriebsanleitung – eine wichtige Lektüre für den Carsharer.


Foto: TÜV Süd

Pressemitteilung TÜV Süd vom 30.04.13
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Dienstag, 30. April 2013, 17:00

Zitat

Und wo welche Schalter und andere Bedienelemente sitzen, weiß die Betriebsanleitung – eine wichtige Lektüre für den Carsharer.
selten so gelacht - abgesehen davon, dass die meist sowieso fehlen, werde ich mit Sicherheit nicht erst fuer den vollen Minutenpreis Anleitung lesen.......

Die Fehlersuche und ggf. -meldung reicht mir schon, dass ich dafuer den Minutenpreis zahlen soll/muss :(
wer reitet so spaet durch Eis und Gischt? Schietwetter, aber macht mir nischt!

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