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peak_me

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Mittwoch, 25. März 2015, 14:54

C-Zero | Multicity Berlin


Überrascht habe ich festgestellt, dass es außer einem kläglichen Thread zu Multicity hier nicht viel gibt, von einem Erfahrunsbericht ganz zu schweigen. Dies ändere ich.
Die Idee des Free-Floating-Carsharings, die ich eine der besten überhaupt finde, wird noch besser, wenn die ganze Flotte elektrisch betrieben wird. DriveNow und Car2go wollen seit einer Ewigkeit umstellen, doch bei Multicity laufen schon seit Jahren mehrere 100 Fahrzeuge vollelektrisch. Der aus den Ladesäulen entnommene Strom wird zudem ausschließlich durch Wind- und Wasserkraft kompensiert.

Die C-Zero sehen ulkig aus, weil sie von Mitsubishi als i-MiEV entwickelt wurden und das japanische Design eigenwillig ist. Rausgekommen ist aber auch ein für Berlin passendes Carsharing-Fahrzeug: Ich kann mich an eine Situation erinnern, wo ein LKW unvermittelt vor mir in die Straße eingebogen ist und nur die geringe Breite des C-Zero mich vor einem Zusammenstoß bewahrt hat.

Der Innenraum ist praktisch gehalten, Multimediasystem gibt's nicht. Dadurch entfällt auch die wie bei DriveNow langwierige Startprozedur, der Schlüssel steckt wie bei Flinksterfahrzeugen im Handschuhfach. Vom Öffnen der Fahrertür bis zur Stromversorgung des Motors vergehen so nur fünf Sekunden.
Die Heizung funktioniert für Elektrofahrzeuge gut und bei Kurzstrecken kann man sie auch voll aufdrehen. Was mich aber extrem nervt, ist das Spiegelnavi. Erstmal muss man jedesmal wieder Berlin als Ort eintippen und dann ist das Teil einfach nur Mist und blendet nachts. Aber da bin ich schon durch meine Tätigkeit bei Hertz vortraumatisiert, wir hatten die immer in den alten Focus.

Die weißen C-Zero sind seit dem Start von Multicity dabei und die silbernen wurden später eingeflottet und haben die Flottengröße auf jetzt 350 Fahrzeuge vergrößert. Links auf dem Bild lädt einer an einer Chademo-Säule in Berlin, rechts an einer in Greifswald. Der Mietpreis beträgt 28 Cent pro Fahrtminute, behält man die C-Zero länger sind es 39 € pro 24 h, inklusive aller km und Treibstoff an allen RWE-Ladesäulen. An den normalen Säulen dauert das Aufladen um die sechs Stunden, an den Chademo-Säulen bekommt man sie in ner halben Stunde fast voll. Die Reichweite liegt dann bei 50 bis 100 km.

Da brezelt dann ordentlich Leistung rein, die Säule vermeldet hier 354 V Gleichstrom mit 118 A!
Man muss sich aber bei kurzen Mieten garnicht ums Laden kümmern. Ich schließe sie aber wenn möglich auch dann an, über die App kann man den Belegungsstatus der Säulen ermitteln und kann dort dann geschützt durch Parkverbot für Verbrenner parken. Wenn man die C-Zero bei einem Ladestand von unter 50 % anschließt und die Miete beendet, bekommt man auch 10 Freiminuten.

Die App funktioniert gut, hat aber wie die Öffnungsautomatik der Fahrzeuge manchmal ihre Macken. So tauchen in der App oft erst nach mehrmaligem Neuladen Fahrzeuge auf und in seltenen Fällen gehen die Fahrzeuge nicht auf, weil der Akku für die Bordelektronik leer ist. Die Problemhäufigkeit übersteigt aber nicht die von anderen Berliner Cahrsharinganbietern und man kann immer auf die kompetente Flinkster-Kundenbetreuung, die ihren Namen wirklich verdient, zurückgreifen. Eine gesonderte Multicity-Karte braucht man übrigens nicht, wenn man schon eine von Flinkster hat.

Mit den Fahrzeugen habe ich schon ausgedehnte Touren unternommen und letztens sogar einen Fotowettbewerb mit einem Bild von einer der Reisen gewonnen.

Die C-Zero machen richtig Spaß, sind praktisch, haben guten Durchzug und bei Vollgas tauchen in meinem Kopf nicht so vordringlich Gedanken zur globalen Erwärmung auf wie zB in DriveNow-Fahrzeugen.

Im Gegensatz zu den Flinkster-Fahrzeugen, die man Europaweit nutzen kann, sind die Multicity-Fahrzeuge leider auf Deutschland beschränkt. Sonst würde ich die Fahrzeuge nicht nur im Berliner Alltag und für Fahrten in Deutschland nutzen, sondern auch noch weitere Reisen mit ihnen unternehmen.

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Mittwoch, 25. März 2015, 15:30

Vielen dank für die Eindrücke, klingt so, als müsste ich das mal ausprobieren!
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schauschun

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Dienstag, 7. Februar 2017, 11:40

Danke für deinen Bericht @peak_me: - auch wenn er schon ein wenig aelter ist, habe ihn jedoch erst gerade gefunden.
Erst wenn die letzte Ölplattform versenkt, die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann !
Als ich jung war, hieß Twix noch Raider und Komasaufen hieß Vorglühen!

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