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Mittwoch, 5. Juni 2013, 14:47

Der BMW ActiveE bei DriveNow im Praxistest

Mietwagen-Talk.de durfte bereits vor der offiziellen Präsentation einen BMW ActiveE über mehrere Tage im Carsharing-Einsatz testen. Wir haben den Elektrostromer in und um Berlin für euch ausprobiert und können schon jetzt sagen: Das Gesamtergebnis fällt positiv aus!

Ein Elektroauto ist immer wieder ein Erlebnis, da waren wir uns auch nach diesem Test wieder einig. Diesmal ging es dabei um den neuen BMW ActiveE, der seit heute beim Carsharing-Dienst DriveNow in Berlin angeboten wird.

Als Grundlage für den BMW ActiveE dient das BMW 1er Coupé, das mit zusätzlicher Technik und einer eigenen Ausstattungslinie zum Elektro 1er umgerüstet wird. Neben einer ziemlich auffälligen Außenbeklebung und einer zunächst etwas überflüssig anmutenden Hutze auf der Motorhaube ist der BMW ActiveE aber sehr zurückhaltend und nur auf den zweiten Blick als Elektroauto zu erkennen.

Über allem steht dabei der Ausdruck „One-pedal driving“, der das optimale Fahren mit dem Elektrostromer aus München beschreiben soll. Im Grunde ist zum Fahren mit dem BMW ActiveE nämlich nur ein Pedal nötig. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt, bremst das Fahrzeug durch die Rekuperation automatisch ab, so stark, dass die Bremsleuchten zum Einsatz kommen. Mit etwas Übung lässt es sich damit an der Ampel perfekt abbremsen und gleichzeitig Energie zurückgewinnen.

Darüber hinaus noch eine grundsätzliche Anmerkung: Oft wird das Fahrzeug als Testträger und Erprobungsfahrzeug dargestellt, doch BMW relativiert diese Aussagen mit ein paar zusätzlichen Fakten: Insgesamt wurden von dem Elektromodell rund 1100 Fahrzeuge gebaut und seit geraumer Zeit im Alltag eingesetzt und erprobt. Laut aktuellen Angaben von BMW hat die Gesamtfahrzeugflotte im Bereich ActiveE dabei bereits über 22 Millionen Kilometer zurückgelegt, vorwiegend in den USA.

Steigen wir also ein und starten den Test! Innen dominiert vor allem weißes Leder und das gewohnte BMW Interieur. Die Tachoeinheit zeigt gegenüber dem Serienmodell allerdings nur eine Skalierung bis 180 km/h, was für ein Elektroauto aber absolut ausreichend und eher schon optimistisch erscheint. Die Worte „Charge“ und „eDrive“ enttarnen den Münchener dann allerdings doch als waschechtes Elektro-Fahrzeug.

Neben dem modifizierten Tacho und der nahezu geräuschlosen Fortbewegung ist der BMW ActiveE auch in Sachen Freiheit etwas eingeschränkt… und zwar am Boden der Tatsachen. Mit maximal elf Zentimeter Bodenfreiheit sollte man es bei Bodenwellen eher ruhig angehen lassen. Doch BMW versichert uns: Alles getestet, da passiert nichts!

Also auf geht’s: Motor an und losrollen. Geräuschlos natürlich. Und auch nach mehreren Elektroautos ist es immer noch ein komisches Gefühl, einfach nur mit einigen Abrollgeräuschen der Reifen durch das Parkhaus zu gleiten.

Nach den ersten Kilometern wird deutlich: Das Fahrzeug ist überraschend seriennah und macht wirklich Spaß, vor allem dürfte es im Carsharing aber sympathischer Botschafter für das Thema Elektromobilität sein.

Nicht nur wir sind begeistert… vor allem in der Mitte der Hauptstadt werden wir, mitunter sicher auch wegen der bereits erwähnten Beklebung, zu beliebten Fotomotiv und Aufklärer in Sachen Elektroauto. Unter den Linden entlang gleiten kann kaum schöner sein, nahezu geräuschlos rollen wir in Richtung Fernsehturm.

Doch auch eine schnellere Gangart liegt dem Stromer aus München. An der Ampel beschleunigt der BMW ActiveE spaßtreibend nach vorne lässt dabei regelrecht Fahrspaß aufkommen. Befremdlich für Fahrer, die sonst eher von Benzin und großvolumigen Motoren träumen. Doch der ActiveE macht einen überzeugenden Eindruck und wirkt auch in Sachen Fahreigenschaft als sehr ausgewogen.

Neben guten Fahreigenschaften ist aber vor allem das Thema Reichweite bei Elektroautos besonders wichtig. Laut Werksangabe soll der Stromer eine Reichweite von 160 km haben, bei unserem Test kamen wir mit vollen Akkus rund 130 km weit. Durch den Sparmodus „Eco Pro“ kann noch der eine oder andere Kilometer hinzuaddiert werden.

Der erste Fahreindruck überzeugt, nähern wir uns also dem zukünftigen Einsatzzwecks unseres Testfahrzeugs, dem Carsharing.

Da es einige Besonderheiten und weitere Regeln im Umgang mit Elektrofahrzeugen zu beachten gibt, wurden die BMW ActiveE bei DriveNow mit einem speziellen Informationssystem ausgestattet. Innerhalb des DriveNow-Menüs gibt das System wichtige Hinweise und nützliche Tipps zum Umgang mit einem Elektroauto, so gibt es Erklärungen und Informationen zum Fahrverhalten und zum Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Zurück auf der Straße meldet sich bald unser ActiveE und verlangt nach einer Ladesäule. Über die Sonderziele im Navigationssystem lassen sich entsprechende Ladestellen anzeigen, wir nehmen direkt die nächste.

Nachdem wir mit unserem Elektroauto vorgefahren sind, ernten wir neugierige Blicke. Doch auch für uns wird es jetzt noch einmal interessant. Wie war das gleich mit der Säule? Genau: Karte aus der Mittelkonsole nehmen und vor die Säule halten. Diese verkündet freudig Bereitschaft und wartet auf das Ladekabel. Das liegt bei den BMW ActiveE bei DriveNow übrigens im Kofferaum und ist…. sicherheitshalber angebunden.

Vor allem die Hauptstadt eignet sich übrigens als Testfest für die Elektromobilität im Bereich Carsharing sehr gut, denn hier gibt es deutschlandweit mit Abstand die meisten Ladesäulen und die beste Infrastruktur.

Leider bringt ein engmaschiges Netz an Ladesäulen überhaupt nichts, wenn die Technik nicht mitspielt. Die ersten Gehversuche, den Stromer an einer Säule aufzuladen, gelingen noch sehr gut. Das System ist simpel, deutlich weiterentwickelt als wir es bisher kannten und vom DriveNow Computer auch gut erklärt. Bei der abendlichen Heimfahrt stoßen wir jedoch auf die ersten Probleme.

An der gewünschten E-Säule angekommen stehen wir nun mit unserem Kabel und bekommen… keinen Strom. Ein Anruf beim Service von Vattenfall offenbart, dass hier theoretisch viel, praktisch aber wenig möglich ist. „Wenn’s nicht geht… müssen sie woanders hinfahren!“

So dicht ist das Netz an Ladesäulen dann aber doch nicht, zumal das Suchen einer neuen Ladesäule zusätzlichen Aufwand und vor allem Zeit bedeutet. Und das heißt im Carsharing am Ende auch: Es kostet zusätzlich Geld.

Nach einer geschlagenen halben Stunde und mehreren Versuchen, eine Kommunikation zwischen Autorisierungssystem, Auto und Ladesäule herzustellen blinkt der BMW ActiveE dann zufrieden und lädt Energie für den nächsten Tag.

Dieser beginnt eigentlich wieder jeder Testtag zuvor: Mit Begeisterung über Geräuscharmut und Sprintvermögen. Doch auch hier sei noch mal ein Wort gefallen: Der BMW ActiveE macht viel Spaß und lässt auch schnelleres Fahren zu. Trotzdem muss oder sollte man mit dem E-Auto umdenken und eher ressourcenschonend unterwegs sein.

Hier wird vor allem der Test in Berlin und München für DriveNow noch einige wichtige Erkenntnisse liefern. Ändert sich das Nutzungsverhalten? Werden die Fahrzeuge zuverlässig und eigenverantwortlich durch die Nutzer wieder aufgeladen? Zuletzt gab es zu diesem Thema bei car2go in Stuttgart einige Meldungen von Nutzern, die den Mietwagen zwar an der Säule geparkt, aber das Kabel nicht angeschlossen haben.

Sollte das vor allem auf Nutzerseite zuverlässig funktionieren, stellt der BMW ActiveE mit großer Sicherheit eine echte Bereicherung für die DriveNow-Flotte dar. Wir blicken daher schon sehr gespannt auf die nahe Zukunft und die Einflottung des neuen BMW i3.

Bis es soweit ist: Nutzt die Gelegenheit und probiert den neuen BMW ActiveE bei DriveNow in Berlin oder München aus und teilt uns euer Feedback mit. Wir bedanken uns bei dem Team von DriveNow für den Vorabtest und wünschen für die bevorstehende Testphase viel Erfolg!

Bilder zum BMW ActiveE:



















Bilder zur Telematik:

















Fotos: Mietwagen-Talk.de

Hat euch der Bericht zum BMW ActiveE bei DriveNow gefallen?
Könntet ihr euch den Elektro 1er als Mietwagen bzw. Carsharing-Auto vorstellen?

Wir freuen uns über eure Kommentare!
Fragen versuchen wir natürlich auch zu beantworten! ;)
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Mittwoch, 5. Juni 2013, 14:54

Also als Stadtlösung könnte ich mir den sehr gut vorstellen. Allerdings dann vielleicht mit ein bisschen mehr Kofferraum. :)

Gr3yh0und

Brummbär

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Mittwoch, 5. Juni 2013, 15:17

Coole Sache, werd ich mal testen.

Wielange die weißen Ledersitze aber durchhalten werden...
Bye
Gr3yh0und

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