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peak_me

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Freitag, 22. November 2013, 19:02

BMW 1er ActiveE | DriveNow Berlin


Seitdem einige große Hersteller Elektrofahrzeuge in Serienproduktion haben, hat sich das Image dieser Fahrzeuge insoweit gewandelt, dass sie nicht mehr wie Bastlerprojekte oder wie fahrende Gehhilfen aussehen. Neben den Fortschritten beim Design haben sich auch die Fahrleistungen auf ein annehmbares Niveau verbessert. Dennoch fühlt sich die Petrolhead-Fraktion von diesen Fahrzeugen tendentiell nicht angesprochen. Daher habe ich mit Interesse auf die Elektro-Interpretation von BMW gewartet. Die i-Fahrzeuge konnte ich noch nicht testen, dafür aber den 1er ActiveE.

BMW hat nach dem Mini-E noch ein weiteres Fahrzeug gebaut, um vor dem Start der i-Serie das Nutzungsverhalten von Elektrofahrzeugen zu untersuchen. Ähnlich wie beim Mini-E wurde der ActiveE an ausgewählte Leasingkunden herausgegeben und darüber hinaus bei DriveNow eingesetzt. Als Plattform wurde das 1er Coupe gewählt, welches meiner Meinung nach in den ersten BMW mit Heckantrieb verwandelt wurde, von der Isetta mal abgesehen. Der an der Hinterachse montierte Motor leistet maximal 125 kW und überträgt bis zu 249 Nm auf die Reifen.

Unter der mit einem Powedome gewölbten Motorhaube sitzen die Akkus, weiterhin sind diese im nun freigewordenen Getriebetunnel und im nicht benötigten Platz des Treibstofftank untergebracht. Da der Akku der Mini-E bei Kälte Probleme machte, kann der ActiveE seine Akkus über ein Flüssigkeitskühl bzw -Heizsystem im optimalen Temperaturbereich halten. So kann der 32-kWh-Lithium-Ionen-Akku bei nahezu jedem Wetter die nötige Energie und Leistung liefern, um das Fahrzeug innerhalb von knapp 9 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und darüber hinaus die Geschwindigkeit bis maximal 140 km/h zu erhöhen.
Dieses Beschleunigen geschieht so wunderbar progressiv und linear, dass die Fahrt eine reine Freude ist.

Durch meine Erlebnisse auf nasser Straße habe ich mir gewünscht, mit dem ActiveE mit deaktiviertem ESP abseits des öffentlichen Straßenverkehrs ein paar Kreise in den Asphalt zu brennen, aber dies ist natürlich mit den über DriveNow angemieteten Fahrzeugen nicht möglich. Doch auch unter den Rahmenbedingungen des Vermieters und des öffentlichen Straßenverkehrs kann man eine Menge Spaß mit dem ActiveE haben. Die Fahrt war deutlich emotionaler als mit dem Cooper S Coupé.

Über den Zustand des Systems wird man durch angenehm schlichte Instrumente informiert. Neben dem gewohnten Tacho gibt es daneben ein Zeigerinstrument, welches nach rechts bzw links ausschlägt, je nachdem ob und wie stark man positiv oder negativ beschleunigt. Zur negativen Beschleunigung braucht man im normalen Verkehr nahezu nie die normale Bremse; stattdessen verzögert der als Generator tätige Motor den ActiveE, in dem er Strom in den Akku einspeist. Nimmt man den Fuß vom Gas, verzögert das Fahrzeug ausreichend stark, um zB an einer 200 m entfernten Ampel von 50 km/h nehzu zum Stillstand zu kommen.


Der Innenraum hat mir besonders wegen dem weißen Leder sowie der weißen ActiveE-Leiste sehr gut gefallen.


Über das DriveNow-System wird der Aufladevorgang verblüffend einfach erklärt. Im Handumdrehen wird einem eine Karte mit Ladestationen angezeigt, bei mir wurde die nächste mit "0,0 km" ausgewiesen und befand sich auf der anderen Straßenseite. An den RWE-Stationen kann man das Fahrzeug einfach mit der Ladestation verbinden, die Vattenfall-Säulen muss man wohl mit einer im Fahrzeug befindlichen Karte aktivieren.

Nachdem man das Kabel aus dem Kofferraum genommen hat, bleibt es mit diesem über ein Stahlseil verbunden. Das Seil liegt beim Schließen des Kofferraumdeckels einfach in der Dichtung und man hat so einfach sichergestellt, dass Fahrzeug und Ladekabel keine getrennten Wege gehen.

Als ich beim Abschied die Flanke des ActiveE sah, wusste ich auch endlich, wo Uberto sein Avatar-Bild herhat.
Die Miete hat meine Erwartungen bestätigt, dass mit der Hilfe von BMW nun auch Elektorfahrzeuge gebaut werden, die die breite Masse an Autobegeisterten emotional ansprechen können. Das Fahrgefühl ist wunderbar druckvoll und gleichmäßig, der Heckantrieb tut sein Übriges zur Fahrfreude. Das Aufladen im Rahmen von DriveNow wurde auf die denkbar einfachste Art umgesetzt. Durch die Miete bin ich nocheinmal neugieriger auf den i3 geworden.

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Freitag, 22. November 2013, 19:09

Danke für den Bericht :).

Deaktiviertes ESP bringt beim ActiveE soweit ich mich erinnere nichts.
Ansonsten haben alle, die bisher damit gefahren sind ein paar km gebraucht um sich daran zu gewöhnen. Vor allem die Energierückgewinnung über die Bremse braucht länger damit man damit klar kommt.

Um ganz zum Stillstand zu kommen braucht man schon die Bremse, zumindest bei den letzten Meter. Die automatische Bremse hört bei gefühlten < 10 km/h auf zu Bremsen - so war das zumindest bei mir...

DriveNow will soweit ich weiß ja den i3 auch einflotten?

Durch den ActiveE hat sich bei mir das Gefühl für Elektroautos wesentlich verändert. Davor war ich eher eigentlich dagegen, aber so einen Fahrspaß hatte ich noch in keinem Auto :).

Die Kiste hört sich beim Beschleunigen außerdem so cool wie eine U-Bahn an :D.

Bei meiner letzten Fahrt mit dem ActiveE ist mir übrigens ein sehr schönes Bild gelungen, ein Schnappschuss von dem ich nichts erwartet habe, das werden aber immer die Besten habe ich so das Gefühl.

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PeterMWT (22.11.2013)

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Freitag, 22. November 2013, 21:36

Zitat

Um ganz zum Stillstand zu kommen braucht man schon die Bremse, zumindest bei den letzten Meter. Die automatische Bremse hört bei gefühlten < 10 km/h auf zu Bremsen - so war das zumindest bei mir...
Ich konnte mich nicht mehr erinnern, ob die Rekuperation bis zum Schluss bremst. Ich habe oben das Wort "nahezu" eingefügt, danke für den Hinweis.

Zitat

Bei meiner letzten Fahrt mit dem ActiveE ist mir übrigens ein sehr schönes Bild gelungen, ein Schnappschuss von dem ich nichts erwartet habe, das werden aber immer die Besten habe ich so das Gefühl.
Der andere stand da schon?
Die "Ladestation" ist übrigens recht groß. Kann die was besonderes?

Mir ist noch was zu meiner Miete eingefallen. An der Ladestation stand ein "eingeschränktes Halteverbot"-Schild (Zeichen 286) mit dem Zusatzschild "Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs frei" o.ä. Es gab ja in der letzten Zeit mal Diskussionen, inwiefern der Carsharingmieter für zukünftige Halteverbote verantwortlich ist. Dabei kam raus, dass man den Parkplatz so wählen muss, dass das Fahrzeug in 48 bzw. 72 Stunden dort noch stehen darf. Wie ist das jetzt mit einem ladenden Elektrofahrzeug mit der beschriebenen Beschilderung? Als die Kiste mit dem Laden fertig war und das Halteverbot wieder in Kraft getreten ist, war ich schon sonstwo und konnte sicher nicht das Fahrzeug umparken. Da wird wohl keiner was unternehmen, aber dennoch gibt es dort formal ein Problem.

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logitune (22.11.2013)

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Freitag, 22. November 2013, 21:44

Der andere stand schon da, ja :), hab meinen daneben hingestellt.

Die kann eigentlich nichts besonderes, die ist direkt bei einem MVG-Bus-Betriebshof (bei der Westendstr. in Muc), sind halt 2 Ladestationen in einer mit 2 Displays...


Zum eingeschränkten Haltverbot, nachdem du von DriveNow die ausdrückliche Möglichkeit hast die Buchung für das Laden zu beenden. Außerdem ist ja fraglich ob der Ladevorgang nach dem Verkehrsrecht beendet ist wenn der Akku voll ist, oder erst wenn das Fahrzeug abgesteckt wird.
Ich denke in dem Fall ist es zweiteres, also wenn das Fahrzeug abgesteckt wird. Würde mal annehmen, dass kein Verkehrspolizist auf die Idee kommt und nachschaut ob das Auto schon voll beladen ist, außerdem weiß der ja auch nicht wie lange das schon voll ist :D.
Könntest aber mal DriveNow fragen, ist ja immerhin nicht unberechtigt...

Der Hinweis mit der Bremse war keinesfalls böse gemeint, war zunächst auch sehr verwirrt von der "sofort-bremse-wenn-man-vom-Gas-runtergeht" und hab erst so knapp 30 km gebraucht um mich da wirklich daran zu gewöhnen.
Mit dem Tempomat fährt sich das Ding übrigens viel stromsparender, also als kleiner Tipp, den bei Möglichkeit auch in der Stadt immer einschalten, so kommt man nicht so schnell an die Ladepflicht :D.

gubbler

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Samstag, 23. November 2013, 16:34

progressiv und linear


Was denn nun? :P
Gott hat die Erde nur einmal geküsst. Genau an der Stelle, wo jetzt Affalterbach ist!

Wenn ich schneller fahre, ist auch die Umweltverschmutzung schneller wieder vorbei.


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Samstag, 23. November 2013, 16:38

Zitat

Was denn nun? :P
Ich habe mir mal die Begriffsbedeutung angeschaut und Progressivität scheint gerade Nichtlinerität zu kennzeichnen. Ich habe das Wort bisher anders benutzt und seine allgemeine Bedeutung war mir so nicht bekannt. Danke für den Hinweis, leider kann ich oben nicht mehr editieren. :)

Zitat

Der Hinweis mit der Bremse war keinesfalls böse gemeint,
Böse habe ich das auch nicht aufgefasst, sondern als wohl berechtigten Hinweis.

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logitune (23.11.2013)

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Montag, 20. Oktober 2014, 02:28

Auch wenn der Bericht schon fast ein Jahr alt ist, ich bin vor zwei Wochen das erste mal mit dem Active E gefahren, weil ich nicht mehr auf den i3 warten wollte.

Es macht wirklich Spaß mit dem Auto zu fahren, man gewöhnt sich innerhalb von zwei Minuten an das geräuschlose und das selbständige bremsen und man kann sie so fahren, dass man selbst im Stadtverkehr kein einziges mal bremsen muss. Das tanken klappt mittlerweile auch, da hatte ich ja ein kleines Problem, dass dank dem Forum und den Nutzern hier gelöst wurde.

Was ich mich gleich als erstes gefragt habe ist, ob man die relativ hohe Leistung nicht teilen könnte und die Hälfte der KWs z.B: irgendwie zur Energiegewinnung verwenden könnte. Ich finde den Abzug bzw. Beschleunigungsdruck viel zu stark, da das Auto ja fast nur in der Stadt benutzt wird.

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