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Djangojay

Anfänger

  • »Djangojay« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 7. März 2017, 06:03

Unfall

Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und brauch dringend Hilfe!
Ich hatte mit einem Carsharing Mietauto
einen Unfall. Leider ist es eine Vorfahtsmissachtung meinerseits. Es war eine extrem nebelige Nacht und an der Kreuzung parkte dann auch noch rechts von mir ein LKW der mir die Sicht nahm. Ich bin an die Kreuzung herangefahren, hab kurz gehalten und konnte nichts sehen. Ich bind dann losgefahren und wollte zügig über die Kreuzung. Plötzlich kam von rechts aus der Nebelwolke ein schwarzer SUV und ich hab ihn dann an Fahrerseite getroffen. Die Polizei die dann gerufen wurde und kam sagte sofort eindeutiger Vorfahrtsverstoß. Fotos konnten sie auf Grund des Nebels und der Dunkelheit nicht machen. Die Selbstbeteiligung wurde mir schon in Rechnung gestellt und ich habe sie bezahlt. Jetzt wurde ich von der Versicherung nochmal um Angaben gebeten. Ich hab mich seit zwei Tagen durch Foren gelesen und hab halt Angst das durch grobe Fahrlässigkeit mein Schutz weg ist. In den AGB's steht auch noch das ich ein Verschulden bei der Polizei nicht zugeben darf. Aber die Polizisten waren sich eh einig das es sich hier um einen klassischen rechts vor links Verstoß handelt. Und ich unter Schock wurde gefragt ob ich diesen Verstoß zugebe. Ich gab das dann in meiner Situation auch getan. Die Versicherung spricht von einem erheblichen Schaden, aber wie hoch der ist schreiben sie nicht.
Ich kann kaum schlafen vor Nervosität!
Ich habe zwei Kleinkinder und bin allein erziehend und Berufstätig mit geringem Gehalt. Jetzt lese ich im nach hinein in den AGB's das ich wohl so alles falsch gemacht habe was man nur kann um den Versicherungsschutz zu verlieren. :(
Hier mal ein Paar Auszüge:
7.3. Pflicht zur Beachtung der StVO und zur sorgsamen Behandlung des Fahrzeugs
Ein Anspruch auf diese vertragliche Haftungsfreistellung besteht nicht, wenn der Schaden vorsätzlich herbeigeführt wurde. Wurde der Schaden grob fahrlässig herbeigeführt, ist ... berechtigt, seine Leistungsverpflichtung zur Haftungsfreistellung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen.
8.7. Der Nutzer haftet vollumfänglich für von ihm begangene Gesetzesverstöße, insbesondere für Verstöße gegen Verkehrs- und Ordnungsvorschriften während der Nutzungszeit und im Zusammenhang mit dem Abstellen des Fahrzeugs.
8.8. Ein Anspruch auf die vertragliche Haftungsfreistellung nach Ziffer 8 Abs. 3 besteht nicht, wenn eine vom Nutzer zu erfüllende Obliegenheit, insbesondere bei Verstoß gegen seine Pflichten aus Ziffer 7, vorsätzlich verletzt wurde. Für den Fall einer grob fahrlässigen Verletzung einer vom Nutzer zu erfüllenden Obliegenheit ist ... berechtigt, seine Leistung im Rahmen der Haftungsbegrenzung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Abweichend verbleibt e bei dem vereinbarten Selbstbehalt pro Schadensfall, soweit die Verletzung der Obliegenheit weder für den Eintritt des Schadensfalls, noch für die Feststellung oder den Umfang des Schadens von ... ursächlich ist; dies gilt nicht, wenn die Obliegenheit arglistig verletzt wurde.
Dem Nutzer ist es untersagt, ein Schuldanerkenntnis abzugeben bzw. durch Zahlungsleistungen oder sonstige schadens- und/oder schuldanerkennende Handlungen der Regulierung etwaiger Haftungsansprüche vorzugreifen (Gefährdung des Versicherungsschutzes).
Ich bin fertig mit der Welt!
Danke für alle Antworten!!!!
Weis hier einer Rat? Oder was hier für ne Welle auf mich zukommt? Hier die Fragen vom Vermieter. Unter anderem Zweck meiner Anmietung? Zweck meiner Fahrt und Kennzeichen meines Privatwagens? Ist dieser Fall als grob fahrlässig anzusehen? Muss ich eventuell den Schaden des Gegners selber Zahlen? Und wozu die Fragen des Zwecks der Anmietung und Kennzeichen meines Privatwagens?
Hat hier jemand schon mal so einen Fall gehabt oder davon gehört?

EUROwoman.

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Dienstag, 7. März 2017, 07:42

Die wollen prüfen ob du dein eigenes Auto geschrottet hast.
Wäre blöd wenn der schwarze SUV dein Auto wäre.

Vielleicht können sie bei der Versicherung deines Privatwagens
auch nachfragen, was sonst so in der Vergangenheit passiert ist.
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

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Djangojay (07.03.2017)

Canaan

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Dienstag, 7. März 2017, 07:59

Was ich bei solchen Fragen immer nicht verstehe ist der Hinweis auf Kinder, geringes Einkommen usw. Das hat Null Auswirkungen auf den eigentlichen Sachverhalt.

Mal davon ausgehend, dass die Schilderung korrekt war und den Sachverhalt richtig wiedergibst, wird es schwer dir hier grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen. Auch das Schuldeingeständnis kam nicht aktiv von dir. Du hast eine Frage des Försters beantwortet - auf die man zwar auch hätte antworten können, dass man dazu nichts sagt - aber das wird dir ein Richter sicherlich abnehmen bzw. Nicht negativ auslegen.

Ansonsten abwarten und Tee trinken was die Versicherung mit dem Fragebogen macht. Wahrscheinlich macht sie danach nichts weiter. Wenn doch, Anwalt suchen und gegen vorgehen. Ist zwar blöd, wenn keine Rechtsschutz vorhanden ist, der kennt sich aber in der Materie aus und kann den Sachverhalt aufgrund der Aktenlage besser einschätzen als ein Internetforum.

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Geigerzähler (07.03.2017), Djangojay (07.03.2017)

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Dienstag, 7. März 2017, 08:21

Also mal unterstellt, es ist wahr, würde ich sagen, dass der oder die TO, mit den Hinweisen einfach mal seine/ihre Verzweiflung auf den Punkt bringen will, was ich Angesicht der Umstände auch verstehen kann.
Wer ander'n eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.

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pvl (07.03.2017), schauschun (07.03.2017), lieblingsbesuch (07.03.2017), wasi1306 (07.03.2017), Djangojay (07.03.2017)

karol2gb

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Dienstag, 7. März 2017, 08:40

Ich verstehe nicht ganz wieso du dir so große Sorgen machst. Du fährst mit einem gut versichertem Fahrzeug durch nacht und nebel und es kommt zu einem Unfall. Ist nicht schön, kann aber passieren. Die Versicherung möchte jetzt (verständlicherweise) ausschließen das du diese Situation nicht ausgenutzt hast und dein privates Fahrzeug in den Unfall verwickelt war. Ich war zwar selbst nie in so einer Sitaution aber ich gehe davon aus, dass dort nicht mehr viel kommen wird bis auf das ganze Erklärungs-Zeug was mit einem Unfall halt zusammenhängt.

Was ich mir als Worst-Case-Szenario vorstellen kann:
Die Polizei wird dir wegen der Vorfahrtsmissachtung noch ein Knöllchen ausstellen und DriveNow wird dir kündigen, das handhaben die so bei ungemütlichen Kunden.

Toy toy toy, dass alles gut geht und halt uns auf dem Laufenden.
Driving - cause Football, Basketball and Tennis only require one ball.

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Djangojay (07.03.2017)

pvl

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Dienstag, 7. März 2017, 08:46

Zitat

Also mal unterstellt, es ist wahr, würde ich sagen, dass der oder die TO, mit den Hinweisen einfach mal seine/ihre Verzweiflung auf den Punkt bringen will, was ich Angesicht der Umstände auch verstehen kann.


Jep, ein bisschen Empathie hat noch keinem geschadet.
Die Situation ändert sich nicht, wohl aber, wie lange man braucht, um herauszukommen.

Grundsätzlich ist bei der Haftpflichtversicherung eine Einrede grober Fahrlässigkeit seit einiger Zeit unzulässig. Was den Schaden am anderen Auto angeht, bist du also safe (es sei denn, es lag Vorsatz vor). Bei der Vollkasko sieht das anders aus, den Schaden muss man je nach Situation und je nach Versicherung selber zahlen.


Ich würde an deiner Stelle die Füße still halten und bloß nichts von "schnell über die Kreuzung" sagen. Der Sachverhalt ist klar, rechts vor links- Verstoß, das impliziert aber nicht zwangsläufig grobe Fahrlässigkeit. Je nachdem, wie das zustande kam, kann es aber selbige sein, deswegen einfach klar an die Fakten halten (Auto nicht gesehen, Unfall) und nicht unnötig ausschmücken.

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Hat den Wegfall des Klinkensteckers überlebt.

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Dienstag, 7. März 2017, 10:39

Würde auch sagen, dass du nichts zu befürchten hast. Ich denke, du hast im Endeffekt nicht "Vorfahrt missachtet", sondern einfach eine unglückliche Wetterkonstellation vorgeherrscht hat.

Ich würde mir da eher keinen Kopf machen.
"Miete bei Sixt oder miete nicht bei Sixt - du wirst beides bereuen"

- Albert Einstein

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Djangojay (07.03.2017)

Drunkenstylz

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Dienstag, 7. März 2017, 13:04

In erster Linie ist die Versicherung in der Beweispflicht einer groben Fahrlässigkeit (Beispiel Rotlichtverstoß mit Unfallfolge).

Sollten die Umstände die du beschrieben hast stimmen, ist ja auch das Schuldeingeständniss keine Angabe zu einer groben Fahrlässigkeit. Anders gesagt: Wenn du nicht mit Vollgas an der Rechts-vor-Links vorbei bist und dabei wissend, dass du Vorfahrt gewähren muss, das andere Fahrzeug abgeräumt hast, ist es einfach nur ein normaler Unfall und sollte auch von der Versicherung gedeckt werden.

P.s. Aus eigener Erfahrung aber ohne Mietwagen kann ich sagen, dass eine Versicherung auch gerne zwei oder drei Mal nachfragt um auch sicher zu gehen, dass du nicht versucht die zu Betrügen :rolleyes: Die zahlen nun nicht so gerne
Make LDAR great again :106:

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Djangojay (07.03.2017)

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