Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal für Eure zahlreichen Tipps und Anregungen bedanken, von denen ich auch einige umgesetzt habe und hier kurz berichten möchte.
Zunächst ein paar Worte zur Führung beim
Berliner Unterwelten e.V.. Ich habe an Tour 3 teilgenommen, die sich vorrangig mit Zivilschutzanlagen und dem "Bevölkerungsschutz" im Kalten Krieg in Westberlin beschäftigt. Die Tour beginnt in der Anlage am Blochplatz, die aus Zeiten des 2.Weltkriegs stammt. Nach einem U-Bahn-Transfer geht die Führung am U-Bahnhof Pankstraße weiter. Dieser hätte im Falle des Falles fast 3.500 Menschen für rund 14 Tage Schutz bieten sollen. Man bekommt hier die verschiedenen Teile der Bunkeranlage, vom Eingang über medizinische Versorgungstationen, Schlafstätten bis hin zu Filteranlagen für die Luft im Bunker gezeigt. Die Führung vermittelt aber auch im Ansatz die Dimension des Wahnsinns, die den Kalten Krieg begleitet hat und regt auch dazu an, selbst nachzudenken. Wer sich etwas für Geschichte im Allgemeinen oder die Stadtgeschichte Berlins im Speziellen interessiert, ist bei dieser Tour (und sicher auch den anderen) gut aufgehoben!
Ein weiterer Tipp ist auf jeden Fall auch der Besuch im ehemaligen Meilenwerk, das heute unter dem Namen
Classic Remise residiert. Wer sich für Autos und besonders für Oldtimer interessiert, wird hier seine Freude haben. Auch eine Oldtimer-Vermietung hat ihren Sitz mit im Haus, ebenso einige Werkstätten und ein Ferrari-Händler. Der Lambo auf dem Bild unten (mit russischem Kennzeichen) wurde grade aus einer der Glasboxen dort rausgefahren. Der Sound war zum Niederknien...
Außerdem wurde mir ja auch noch die Führung durch das
ehemalige Flughafengebäude Tempelhof empfohlen. Auch das kann ich sehr empfehlen. Das gesamte Gebäude, dass von 1936 - 38 gebaut wurde, wird einem in seinem gesamten Ausmaß, von der geplanten, aber nie verwirklichten Dachterrasse bis zum Luftschutzkeller, gezeigt. Die Größe der Anlage ist einfach nur beeindruckend, das bogenförmige Hauptgebäude ist 1,4km lang. Unsere Gruppe wurde von einem älteren Herrn geführt, der 1960 als Gepäckträger am Flughafen angefangen hatte und sich bis zum Abteilungsleiter der Gebäudeverwaltung hochgearbeitet hat. Trotz seiner 78 Jahre hat der Mann uns fast 3 Stunden das riesige Gebäude gezeigt und danach glaubt man ihm, dass er 4 Jahre gebraucht hat, um alle Räume der Anlage in Augenschein zu nehmen, nachdem er seinen Dienst in der Gebäudeverwaltung angetreten hat.
