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Talent

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Mittwoch, 28. Mai 2014, 23:45

Bericht - Städtereise New York City

Vorab:
Ich habe circa 750 Bilder geschossen und so viel erlebt, dass ich mehrere Tage bräuchte hier alles im Detail zu erklären.
Daher werde ich einige Dinge aus meinem Urlaub rauspicken und mit ein paar Bildern versuchen hier so gut wie möglich zu erklären.
Ein seperater Bericht zum Flug und zum Mietwagen wird noch kommen.
Dies ist übrigens mein zweiter Urlaub ohne Eltern und der erste Flug, den ich ohne Eltern gemacht habe :D.

Hier die "Fakten":
Urlaubsziel: New York City
Reisezeitraum: 7 Tage
Hotel: Best Western Jamaica Inn
Täglich zurückgelegte Strecke zu Fuß: ~ 20-45 Kilometer (Die Fotos von meinen abgeschürften und mit Blasen übersehenen Füßen erspare ich euch).


Die Planung
Zufällig unterhielten mein ehemaliger Mitazubi und ich uns im März über Orte auf der Welt, die wir schon immer ein mal bereisen wollten.
Dabei stellten wir fest, dass wir beide unglaublich gerne mal in die Staaten, besser gesagt nach New York wollten.
Ich fragte dann recht spontan, ob wir dort nicht zusammen hinreisen wollen, da sich dies ja anbot (Meine Freundin hat keine Kohle für sowas und mit ihm kam ich soweit gut zurecht).

Als er bejahte, checkten wir spontan auf Expedia.de via "Click&Mix" die Preise für die Monate April - Juni und suchten uns eine Woche Mitte Mai raus.
Als ein vom Preis und den Kritiken akzeptables Hotel und ein vergleichsweise sehr günstiger Flug mit guten Zeiten gefunden war, beantragten wir fix Urlaub bei unseren Managern und buchten.
Zwischen dem Plaudern über Urlaubsziele und der Buchung lagen übrigens zwei Stunden :D.

Circa zwei Wochen vor Abflug erstellte ich anhand der zahlreichen Beiträge im Internet so wie den sehr guten Tipps hier im Forum :206: die oben geschriebene Planung und druckte zusätzlich für jeden Tag noch die Karte von Google Maps samt den benötigten Subway-Verbindungen aus.

Eine Nacht vor Abflug wurde der Koffer gepackt, die Familie verabschiedet und der Hund gestreichelt.


Das Hotel
Nachdem wir die lange Schlange am Flughafen vor den Taxis passiert hatten, machten wir uns mit dem Taxi auf dem Weg zum Hotel.
Nach circa 20 Minuten waren wir dann am Hotel angelangt, da es Nacht war, sah man recht wenig von der Umgebung.
Der Check-In verlief ohne Probleme (Der vorher angekündtige Mutti-Zettel wurde nicht nachgefragt :rolleyes: ).
Das Zimmer war einfach ausgestattet, vll. etwas in die Jahre gekommen aber sauber.
Leider war es aufgrund der angrenzenden Stadtautobahn extrem laut, so dass mein Schlaf maximal 2 Stunden betrug.



Am nächsten Tag kaufte ich dann aber Ohropax "Made in America" mitdenen man wohl nicht mal ein Maschinengeweher gehört hätte, so dass ich die darauffolgenden Nächte perfekt schlafen konnte.

Das Frühstück war, nunja, gewöhnungsbedürftig.
Man konnte auswählen zwischen:
Waffeln mit Sahne, Muffins, Donuts, Burger Bulette mit "Brötchen", Ei welches aussah wie aus der Dose und zahlreiche Frühstücksflocken alá Frosties, diese bunten Zuckerringe und Schokokissen.
Das war´s. Kein Aufschnitt, kein vernünftiges Brot, nix.
Daher ernährte ich mich morgens täglich abwechselnd von einem Blaubeer Muffin oder einem Haselnuss Muffin :).
New York
An Getränken gab es die Auswahl zwischen Kaffee (Welcher lt. der Meinung meines Kollegen schmeckte wie gefärbtes Wasser, ich selbst bin kein Kaffee Trinker), Orangensaft (Der war recht lecker) und Milch.

Die Lage war auch sehr spannend, als wir am ersten Tag vor die Tür gingen fiel uns (wie oben bereits gesagt) sofort auf, dass wir wohl die einzigen Menschen in diesem Viertel mit heller Haut waren. Ich persönlich habe damit absolut kein Problem, aber es hat schon ziemlich genervt, wenn man ständig wie ein Alien angeglotzt wird, teilweise komische Dinge hinterhergerufen bekommt und die Police Officer (Welche ggü. der deutschen "Polizei" in Deutschland übrigens extremen Respekt erhalten, überall zahlreich present waren und ausgesprochen freundlich ggü. Touristen sind) einen vorsorglich und ohne Aufforderung schon mal in die Metro begleitet haben, wenn am Bahnsteig mehrere düster dreinblickende Typen standen. Ansonsten war aber alles okay und ich habe mich auch aufgrund der zahlreichen Präsenz der Polizei wirklich nie unsicher oder bedroht dort gefühlt. Da sieht es in manchen Stadtteilen hier bei uns schon anders aus...

Was sofort auffiel und sich über den ganzen Trip hinwegzog: Die Amerikaner scheinen beim Thema Mülltrennung, Recycling und Energiesparen nicht besonders interessiert zu sein. So bekamen wir jeden Tag neues Einweggeschirr (Ich habe nicht einen echten Teller oder Besteck während des Urlaubs gesehen) und für sämtlichen Müll gab es genau einen einzigen Eimer. Die Autos wurden beim Einkaufen etc. von den Amerikanern teilweise angelassen und selbst in Manhattan war jedes zweite Auto ein Dodge RAM, Cadillac Escalade oder Chevy Suburban.


Der Urlaub
Mobil waren wir ausser am vorletzten Urlaubstag immer mit der Metro. Die "Metro Card" konnte man für 7 Tage für 30$ erwerben, mit dieser konnte man das Subway-Netz beliebig oft in alle Entfernungen hin nutzen. Entfernung vom Hotel in Queens bis zum Stadtzentrum waren so circa 30 Minuten, absolut problemlos. Die einzelnen Bahnen waren circa alle 5 Minuten und fuhren zu Stoßzeiten sehr langsam, da lt. Aussagen des Fahrers das Subway-Netz total überlastet sei.

Am ersten Tag fuhren wir mit der Metro gleich in Richtung "Empire State Building", welches wir durch einen Fußmarsch von einer etwas entfernten Station in circa 15 Minuten erreichten (War auch nicht zu übersehen :D ).
Ich muss sagen, als wir aus dieser Station an die Luft kamen, fühlte ich mich schon extrem beeindruckt von den gigantischen Häusern und der hohen Menschendichte und dieser Effekte zog sich über den ganzen Urlaub hinweg. Man fühlt sich dort echt wie in einer anderen Welt.

Nachdem wir von dem sehr freundlichen und passend gekleidetem Personal empfangen wurden, ging es nach circa 10 minütiger Wartezeit direkt mit dem Lift in den 86. Stock, wo wir eine Aussicht geboten bekamen, die uns den letzten Atem raubte und jeden Cent der 29$ wert war.


Nachdem wir diese großartige Aussicht genossen haben, ging es weiter in Richtung "Macys", dem größte Kaufhaus der Welt


Hier gab es über 9 Etagen verteilt alles, was man sich vorstellen kann. Vom klassischem T-Shirt über Brautmode bis zu Möbelstücken war wirklich alles vorhanden.
Gekauft haben wir nichts, sind aber alle Etagen einmal entlang geschlendert.

Nach zahlreichen weiteren Tripps ging es dann zufällig an der "Circle-Line" vorbei, mit der wir spontan noch die größte Tour über 2 1/2 Stunden unternahmen.




Diese Tour war einfach nur genial und überwältigend, nachdem wir wirklich einmal komplett um Manhattan gefahren sind und dabei super Informationen von einem alten und richtig echtem, sympathischem Amerikaner (Kriegsveteran) erhielten, spielte man auf den letzten 10 Minuten noch Lieder wie New York, New York und andere Titel, während man gemütlich um Manhatten schipperte.
Ein unbeschreiblich geiles Gefühl, die 40$ waren ebenfalls jeden Cent wert und ein absolutes MUSS für jeden New York Reisenden.

Abschließend machten wir noch ein paar weitere Unternehmungen in der Gegend.

Am nächsten Tag ging es dann mit der Staten Island Ferry noch ein mal an der Freiheitsstatue vorbei. Danach schlenderten wir durch die Wall Street (Absolut beeindruckend, was man so alles ohne Arbeit die auf echten Werten beruht finanzieren kann), gingen über die Brooklyn Bridge



und machten uns auf Richtung Chinatown. Dort sieht man wirklich zu 99% Asiaten, selbst die Polizei und McDonald ist dort asiatisch :D


Dazwischen gingen wir auch noch zahlreiche Straßen entlang, so dass der Tag dann auch dem Ende entgegen ging.

Am darauffolgenden Tag gingen wir durch die 5th Avanue Richtung Central Park, beeindruckend und wir dachten nach einer Stunden, dass wir am Ende seien, als wir am nächsten Tag auf die Karte schauten sahen wir aber, dass dies erst 15% des Parks waren und so gingen wir am darauffolgenden Tag einmal komplett vom Norden in den Süden durch den Park.
Einfach nur unfassbar und beeindruckend, muss man gesehen haben und ist nicht mit Worten zu beschreiben.


Die Tage danach folgte noch der Time Square (Ebenfalls unfassbar, mir fehlen da echt die Worte zum Beschreiben ausser WOW)


Ein Besuch in dem dortigen Toys R Us (In dem wirklich ein Riesenrad steht)


Ein Besuch in der Schokoladenmanufaktur "Hershey´s" und dem M&M Store, welcher sich auf über drei Etagen erstreckt.


Ein Besuch in einem der größten Kinos in New York direkt am Time Square (Das Kino erstreckt sich dort über drei Etagen, welche man mit riesigen Rolltreppen hochfährt. Die Platzwahl ist anders als bei uns komplett nach dem Prinzip komplett frei und die Lautstärke war gefühlt doppelt so laut als bei uns. Wir schauten "Godzilla" und als diese Dinosaurier da anfingen zu brüllen, bebte der komplette Saal und ich dachte, dass dies wohl das Letzte sei, was ich hören werde. Bemerkenswert war auch, dass fast alle Amerikaner bei jeder Szene, in der ein US Soldat was tolltes getan hat oder das gute Vieh das Böse umgelegt hat angefangen haben total zu jubeln und zu applaudieren.
Der 3D Effekt war auch sehr gut.)


Und zahlreiche andere Dinge, die diesen Bericht definitiv sprengen würden.

Die Tage danach waren ebenfalls sehr ausgefüllt und beeindruckend, unter anderem sind wir noch zu "Fatburgers", wo mein Kumpel tatsächlich diesen XXXL Burger bezwang und eine Urkunde erhielt, meine Pommes waren übrigens auch etwas größer, als die in Deutschland:


Außerdem waren wir noch beim "Ground Zero". Sehr eindrucksvoll, muss man ebenfalls gesehen haben, beschreiben kann man dies und die Atmosphäre nicht.


Am vorletzten Tag vor der Abreise waren wir dann noch im "Six Flags Great Adventure Park"
Gegen diesen Park sind die deutschen Freizeitpark einfach nur Kinderspielplätze.
Das Parken (30$) und der Eintritt (70$) waren zwar vergleichsweise teuer, aber auch da hat sich jeder Cent gelohnt.
Es war übrigens auch der einzige Ort, der wirklich zu 95% mit "Klischee Amerikanern" überseht war :D.


Kingda Ka war einfach nur das Geilste Teil, was ich jemals gefahren bin. Gleich bei unserer ersten Fahrt konnten wir ganz vorne sitzen, so dass wir die 207 km/h, die in 3,5 Sekunden erreicht werden, direkt im Gesicht zu spüren bekamen. Die komplette Haut zog sich nach hinten und man dachte, dass die Augen auch gleich im Körper verschwanden. Einfach nur absolut geil und unvergleichbar.


Witzig war auch "Superman" bei der man wie ein echter "Superman" an die Schiene gedrückt wurde und dann durch die einzelnen Loopings geschossen wurde, so dass man sich wirklich wie die Figur gefühlt hat :D


Oder aber auch "Green Lantern" (Unsere erste gefahrene Achterbahn dort) in der man komplett steht und dann durch die Strecke und die Loopings geschossen wird :thumbsup:


Am längsten standen wir bei "The Nitro" an, die Achterbahn mit ihren 1,7 Kilometern Strecke besuchten wir aber auch zuletzt, so dass die zwei Stunden Wartezeit noch ok war. Ansonsten standen wir nie länger als 40 Minuten an und dies ohne den teuren Goldpass, so dass wir es schafften zumindest die größten Achterbahnen ausser "Batman" zu fahren.

Abschließend ging es dann noch fünf Minuten weiter in die "Jackson Premium Outlets" wo dann wohl endültig das Limit der Kreditkarte ausgereizt wurde :D (Ich hatte während des gesamtem Urlaubs übrigens nicht einen Cent Bargeld, selbst eine Flasche Wasser konnte ich im Supermarkt mit meiner Mastercard zahlen. Zu 80% musste ich nicht ein mal eine Unterschrift leisten und die PIN wurde nie abgefragt).

Dort gab es Sachen von Hilfiger, Levis, Nike usw. zu Preisen, welche teilweise sogar unter dem C&A Niveau lagen. Meistens war der ausgewiesene $ Preis schon sehr nett, als dann aber noch immer mindestens 50% Rabatt an der Kasse berechnet wurden, war das Shopping Fieber endgültig ausgebrochen.
Mein Kollege kaufte sich einen kompletten "Van Heusen" Anzug für 78€, welcher einen Ursprungspreis von knapp 340$ hatte....
Selbst Marken wie "Calvin Klein" waren dort echt spottbillig:



Insgesamt war dieser Urlaub der allerbeste meines Lebens, den so schnell wohl auch nichts toppen wird.
Von vorne bis hinten verlief wirklich alles einwandfrei und wie geplant.
In dieser Stadt gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt (Außer gutes und bezahlbares Essen vielleicht) und jeder Tag war ein absolutes Erlebnis.
Ich kann nur jedem (Der einigermaßen Englisch spricht) ans Herz legen diese Stadt einmal selbst erlebt zu haben.
Die Preise für alles mögliche (Attraktionen, Essen/FastFood, Klamotten, Mobilität usw.) waren im Vergleich mit anderen Großstädtenn spitzenmäßig, selbst in den absoluten Touristenmetropolen waren die Preise für diese Sachen meist noch unter den Deutschen "Einöden".

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die zahlreichen Tipps und für das Lesen :206:

Fragen beantworte ich gerne, Lob und Kritik sind ebenfalls gerne gesehen.


Beste Grüße vom übermüdeten
Talent

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Donnerstag, 29. Mai 2014, 01:22

Die Fotos sollten nun auch für "Nicht-Freunde" sichtbar sein, sofern ich keine Einstellung übersehen habe :).

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