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Fabi

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Montag, 15. Juli 2013, 22:20

VW Polo 1.2 - Pannenersatzmiete | Europcar

VW Polo 1.2 Match - oder : mit drei statt sechs Zylindern gen Osten


Mitte Februar 2013, eiskalter Winter. Vorweg: genaue Daten zur Miete oder zur Anmietstation kann ich nicht mehr nennen, dennoch ist alles (bis auf die Fahrzeugwahl) zufriedenstellend gewesen. Danke nochmal an den ADAC und Europcar!


Vorgeschichte:


Meine Freundin und ich machen sich auf den Weg nach Polen um Verwandte zu besuchen und um ihren 190er zum Lackieren abzugeben.

Also machten wir uns mit zwei Mercedes, einem 190er und einem 320er T-Modell von Berlin aus auf den Weg ins nahegelegene Nachbarland.

Die Fahrt führte uns über endlose Autobahnen mit schieren Unmengen gähnender Leere und Tristesse auf beiden Seiten, während sich der Verkehr eher zurückhaltend gab.

Tempo 200, linke Spur, ich im 320er T-Modell hinter einem weißen 190er, hört sich nach einem gemütlichen Autobahnausflug an, nur plötzlich gibt der Motor unrunde Geräusche von sich, wird langsamer und der Fahrer wird von starken Vibrationen durchgeschüttelt. Ein vorsichtiger Blick in den Außenspiegel offenbart Schlimmes - das Auto zog eine graue Nebelwand hinter sich her (vergleichbar mit Rauch im Windtunnel bei aerodynamischen Versuchen). Also auf den nächsten Parkplatz abgefahren und auch hier gab es keinerlei gute Neuigkeiten, denn der Motorraum hatte sich seines Motoröls entledigt, welches nun an der gesamten Unterseite sowie im Motorraum zu finden war.

Also Vorsichtsmaßnahmen getroffen, denn der echte T-Modell-Fahrer hat immer einen Pappkarton auf dem Kofferraumboden, jenen unter das Auto gelegt, um das Öl so gut wie möglich aufzufangen, Autobahnmeisterei verständigt und den ADAC gerufen - das Unheil nahm seinen Lauf.

Man bat uns zur nächsten Autobahnausfahrt zu fahren, wo ein Abschleppwagen sich um den havarierten Patienten kümmern würde.



Bei der Abschleppfirma angekommen wurde dank ADAC Plus ein Mietwagen bestätigt, auf dem Parkplatz standen u.a. ein Golf und ein Touran von Sixt und ein Polo in schwarz von Europcar. Welches Fahrzeug bietet man dem Fahrer eines 220PS-Familienkombis mit Holz und Leder an? Genau: Das Kleinste.

Der Polo


Der Umstieg in Fakten:

1,2 statt 3,2 Litern Hubraum
70 statt 220PS
3 statt 6 Zylinder
Kleinwagen statt Kreuzfahrtschiff
Stoffstühlchen statt Ledersesseln

Die Anpassung an die Situation fiel nicht sonderlich leicht, denn irgendwie war der Motor plötzlich genausolaut wie der Mercedes mit Motorschaden und das Gefühl von Vortrieb wollte sich penetrant nicht einstellen. Komisch, nachdem wir den Polo mitgenommen haben, wurde mir auch noch verboten vorne zu fahren - denn der sei zu hässlich...

Nungut, so war also der Polo für Polen das Fortbewegungsmittel, shit happens, aber das Beste draus machen und freuen, dass es überhaupt ein Auto für die Rückfahrt gibt.

Der Polo an sich war recht gut ausgestattet (Teilleder, Tempomat, Klimaautomatik und so) nur wirklich dramatisch untermotorisiert für polnische Straßen, wo Fernstraßen nicht sechsspurig und die Fahrtrichtungen nicht von Leitplanken getrennt werden, sondern im Prinzip eine einzige Landstraße ist mit vielen Schlaglöchern und vielen LKWs , die überholt werden wollten. Dafür ist der Polo mit seinen 70PS sagen wir mal....suboptimal geeignet. Genau aus jenen Gründen sollte zum sicheren und effektiven Vorankommen der wunderbare Reihensechszylinder mit ausreichend Power in allen Lebenslagen mitkommen. Denkste.

Das Fahrwerk des Polo hatte da schon größere Reserven zu bieten und ließ das Fahrzeug „im großen und Ganzen“ gut beherrschbar wirken.

Während er in urbaner Umgebung durchaus benutzbar ist, ist der Motor auf Landstraßen, wo es auf schnelle Beschleunigung und Elastizität ankommt, unbrauchbar, das Runterschalten erfolgte in der Regel in den dritten von fünf Gängen.

Dennoch hat sich der Polo bewährt und hat es letzten Endes wieder unbeschadet nach Berlin geschafft, wo er im (meiner Meinung nach sehr schicken) Bomber-Look Eindruck schindete.

Fazit: Der Polo ist ein brauchbares Stadtauto in der getesteten Konfiguration, jedoch für polnische Überlandfahrten nur mäßig geeignet, wenn man vorankommen will.
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Dienstag, 16. Juli 2013, 10:25

Hi Fabi,


Naja das Haupteinsatzgebiet eines Polo 1,2 60/70PS ist eher die Stadt mit ab und an mal Landstraße und dort macht er wie ich finde eine richtig gute Figur. (hatte den 70PSer ne weile)
Und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, mir persönlich gefällt der aktuelle Polo besser als ein älterer Benz....

aber dennoch vielen Dank für deinen Bericht.

LG Franky :)
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Dienstag, 16. Juli 2013, 14:31

Als fahrer eines C124 fange ich ja fast an zu heulen wenn ich den S124 mit dem wunderbaren 320er Reihensechszylinder auf dem Abschlepper sehe!

Ich hoffe der wird wieder hergerichtet und drücke die Daumen.

Ich bin da anderer Meinung lieber ein 20 Jahre alter Benz als ein neuer Polo 8)
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Dienstag, 16. Juli 2013, 15:37

Als fahrer eines C124 fange ich ja fast an zu heulen wenn ich den S124 mit dem wunderbaren 320er Reihensechszylinder auf dem Abschlepper sehe!

Ich hoffe der wird wieder hergerichtet und drücke die Daumen.

Ich bin da anderer Meinung lieber ein 20 Jahre alter Benz als ein neuer Polo 8)

Ja, er wurde wieder gerichtet mit nem Austauschmotor, läuft wieder wie eine Eins ;)

Das einzig Positive am Mietwagen war übrigens der Verbrauch, das T-Modell schluckt gerne mal 20l/100km innerorts.... :101:
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Dienstag, 16. Juli 2013, 17:01

Ja, er wurde wieder gerichtet mit nem Austauschmotor, läuft wieder wie eine Eins ;)
Das einzig Positive am Mietwagen war übrigens der Verbrauch, das T-Modell schluckt gerne mal 20l/100km innerorts.... :101:
Es heißt ja net umsonst Kraft kommt von Kraftstoff :210:
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