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gwk9091

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 19:44

Infiniti QX70 3.0d S-Premium | Europcar Langenfeld

KM-Stand Abholung: 6.000
Gefahrene Kilometer: 500
Erhaltene Klasse: LFBR
Erhaltenes Fahrzeug: Infiniti QX70 3.0d
Motor: V6-Dieselmotor mit 2.993 ccm Hubraum und 175kW (238PS), 550 nM Drehmoment bei 1.750 rpm, Beschleunigung auf 100 km/h in 8,3 Sekunden
Ausstattung: S-Premium (zweithöchstes Ausstattungspaket) hinzu kam nur noch die Lackierung (Moonlight-White, Aufpreis 950 Euro). S-Premium enthält die großen Felgen, alle Assistenten (Abstandstempomat, Totewinkel- und Spurverlassungswarner), Xenonlicht mit Kurvenfunktion, Navi mit Touchscreen, Bose-Soundsystem (11 Lautsprecher), mitlenkende Hinterachse. Man kann hier mit gutem Gewissen “voll” rufen.
Fahrzeugpreis: 61.600 Euro (Basis 60.650)
Bereifung: 21-Zoll-Winterreifen (bis 210 km/h, passt schon, Fahrzeug fährt nur 213 km/h)
Durchschnittsverbrauch: 10,0 l / 100km

Reservierung / Abholung

In meiner Europcar-Stammstation in Langenfeld (wenn ich nicht gerade die Selectionflotte in Köln nutze) bin ich schon seit 2004 bekannt. Dort war damals Hertz beheimatet. Nach einem fliegenden Wechsel zu Europcar im Februar dieses Jahres (bei dem die Farbe, aber nicht die Betreiber verändert wurden) sieht man mich dort regelmäßig.

So auch an diesem Tag. Freundlich werde ich mit Handschlag begrüßt und der RSA holt sofort einen Schlüssel, den ich von seiner Form nicht zuzuordnen weiß. Einen Infiniti habe man heute für mich. Passt schon, ich mag Abwechslung.

Drei Minuten später stehe ich mit dem RSA beim Fahrzeug, das wir noch gemeinsam nach Schäden absuchen und schon habe ich Mietvertrag und Schlüssel in der Hand.



Infiniti QX70

Da stehe ich also vor dem wirklich fantastisch aussehenden Infiniti QX70. Weiß mit großen Felgen löst bei mir immer einen Aha-Effekt aus. Ich beschaue mir die Felgen: 21-Zoll. Das hatte ich zuletzt bei einem Audi Q7 4.2 TDI (der hatte dann auch 305er-Walzen). Hier muss man „nur“ mit 265er Vorlieb nehmen.

Es ist auch nicht der erste Infiniti, den ich in meiner Mietwagenkarriere bewege. Bei Hertz gab es (vor langer Zeit) mal M30 (die wohl jetzt Q70 heißen). Den hatte ich mindestens zweimal. Hier ein Bericht zur Premiere: Infiniti M30d | Hertz Langenfeld

Von daher war ich nicht vollständig überfragt als es dann daran ging, verschiedene Einstellungen vorzunehmen. Das ist nicht immer ganz einfach (aber dazu gleich mehr). Aber first things first:

Außen

Ja, geil! Mehr muss nicht gesagt werden. Bin jetzt kein SUV-Fan, aber der gefällt mir wirklich gut. Er sieht nicht so SUVig aus (wenn ihr versteht was ich meine). Die gerundete und irgendwie schuhförmige Karosse vermittelt einen Eindruck von Eleganz und Sportlichkeit.

Der Infiniti versteckt somit ganz gut, dass er eigentlich ein kleines Monster ist: Fast 2,2 Tonnen Leergewicht und 2,1 Meter breit und 4,86 lang. Also nicht gerade possierlich.



Innen

Auch der Innenraum wirkt einladend, luxuriös und komfortabel. Die 14-Wege-Sportsitze können gut eingestellt werden und lassen keine Beschwerden aufkommen (wenn sie auch nicht an die Sitze von BMW oder Audi herankommen). Trotzdem ist das Jammern auf allerhöchstem Niveau. Der Rest der Materialien (bis auf die Knöpfe) fühlen sich gut und hochwertig an.



Fahren

Wenn 2,2 Tonnen Masse mit einem 238-PS-550-nM-Diesel gekoppelt sind, so wird man erwarten dürfen, hier nicht gerade ein Verkehrshindernis zu bewegen. Aber man wird auch annehmen müssen, nicht einen jungen Springinsfeld zu fahren. Und genau das erfüllt sich. Man ist ganz flott unterwegs (besonders in den unteren Drehzahlbereichen), aber man reißt nicht gerade den Asphalt auseinander.

Lasst mich noch zwei Worte zum Motorsound sagen. Der ist immer präsent. Das ist bei einem 6-Zylinder-Motor ja normalerweise nicht weiter schlimm, eher im Gegenteil. Hier hatte ich aber hin und wieder das Gefühl, dass mich die Geräuschkulisse doch leicht nervte. Nicht wirklich übermäßig, aber irgendwie kann die deutsche Konkurrenz das besser. Ich wollte einfach einen Gang runterschalten, sah dann aber, dass der Motor gerade bei 1.500 rpm drehte. Besonders im hohen Drehzahlbereich klang der Motor dann sogar schrill-brummig. Fasst so, als sei er überfordert.

Auch irgendwie seltsam: Bei schnellerer Autobahnfahrt (sagen wir so 140 km/h) will man schneller werden und betätigt die Pedal-To-The-Metal-Stellung. Das Getriebe schaltet gehorsam einen Gang runter und ist jetzt oberhalb des maximalen Drehmoments. Lustigerweise fühlt sich das so an, als würde man kurz langsamer werden oder irgendwie festgehalten. Also kein Kickdown sondern einfach das Pedal an den Widerstand treten und dort belassen. Dies führte nach meiner Meinung zur optimalen Beschleunigung.

Davon abgesehen ist der QX70 fast schon ein Kurvenmeister. Die mitlenkende Hinterachse (oder was weiß ich) erlauben wirklich auch scharf gefahrene Kurven. Wirklich sehr nett. Er ist sehr kontrollierbar und neigt nicht zu Wankbewegungen. Die Sportschaltung der Federung hat keine spürbare Auswirkungen.



Einstellen / Elektronik

Nicht ganz so gut, sieht es mit der Elektronik und den Einstellungen aus. Es ist mir z. B. nicht gelungen mein Handy per Bluetooth zu koppeln.
Das Einstellen der Außenspiegel ist auch eher unorthodox. Links unten neben dem Lenkrad sind zwei horizontal angeordnete Schalterreihen. Dort ist auch ein Pfeilkreuz für die Verstellung der Spiegel. Wenn man das nun endlich gefunden hat, muss man sich leicht vorbeugen um an den Taster heranzureichen. Zum Überprüfen der Einstellungen muss man wieder zurück und zum nachjustieren wieder nach vorne. Nicht so nervig (macht man ja nicht ständig), aber sicher alles andere als gut. Den Schalter zum Umschalten von Fahrer- auf Beifahrerspiegel findet man nur per Zufall (er ist direkt rechts neben dem Pfeilkreuz) über einer anderen Taste (zum Anklappen der Spiegel). Im Dunkeln und ohne Handbuch eine interessante Herausforderung.

Die Musik vom USB-Stick klappt allerdings ohne Probleme und auch das Navi scheint ganz brauchbar zu sein.

Den Touchscreen benötigt man nicht notwendigerweise. Alle Funktionen können über die darunter angebrachten Tasten angesteuert werden. Im großen und ganzen sehe ich hier auch keine Schwierigkeiten.

Die Spurverlassenwarnung konnte zwar mit Tastendruck ausgeschaltet werden (ja, das will man), war aber nach dem Neustart wieder eingeschaltet (ich habe kein Menü gefunden, diese dauerhaft auszuschalten, Handbuch gab es leider keines). Wenn man nur in die Nähe eine Linie fährt wird erstmal rumgepiepst.

Nerviges Gepiepe gibt es auch beim Schließen (per Knopfdruck) der Heckklappe. Wenn man gleichzeitig das Fahrzeug abschließen möchte (per Druck auf den Knopf im Türgriff) gibt es eine richtige Piepophonie. Oh man wie nervig. Kann ja sein, dass Japaner und Amerikaner das so mögen, aber ich bin da kein Fan von.

Etwas ungewohnt ist auch der Abstandstempomat. Auch der bremst (wie man das von den deutschen Herstellern gewohnt ist) bis zum Stehen ab. Dann allerdings schaltet er sich aus (ihr werdet es schon erraten haben: Es piepst und man muss den Fuss auf die Bremse stellen). Wenn es dann wieder weitergeht, tippt man das Gaspedal an und muss im Lenkrad die Resume-Taste betätigen. Echt jetzt? Ja, echt!



Fazit

Eigentlich ein schönes und gutes Fahrzeug, wenn a) der Motorsound gefälliger wäre, b) die Schalter, die Bedienung und die Assistenten besser wären und c) keinerlei Pieptöne erzeugt würden.

Klingt fast wie ein Zeriss: Soll es aber nicht sein! Denn der QX70 macht trotzdem Spass. Besonders seine Kurvenfertigkeiten wissen zu überzeugen. Wenn man dann noch bedenkt, dass man hier für 60.000 Euro ein wirklich voll ausgestattetes Fahrzeug (ein BMW X3 oder Audi Q5 dürfte locker die 80.000-Euro-Marke reißen) und (in vielerlei Hinsicht) eigenständiges Fahrzeug erhält, muss man klar sagen, dass der Infiniti seine Sache sehr ordentlich macht.

Hier käme jetzt normalerweise mein Satz, dass ich das beschriebene Fahrzeug auch noch ein weiteres mal fahren würde. Dies hat sich hier aber bereits erledigt, denn genau eine Woche später hatte ich erneut das Vergnügen.
Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
Otto von Bismarck ( 1815 - 1898 )

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Dienstag, 15. Dezember 2015, 20:22

Hieß der nicht mal FX? Denn so einen hatte ich vor 4 Jahren.

Insbesondere das Äußere hatte es mir angetan, daher vielen Dank, dass du die Erinnerungen wieder hochbringst :)


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Dienstag, 15. Dezember 2015, 20:52

@Neuschwabe: Jap der hieß mal FX (30D) usw. Auch die Limos hießen früher M.
Infiniti hat sich aber dazu entschieden wie Mercedes-Benz, ihre kompletten Namen über den Haufen zu werfen und sich nun mit Q's zufrieden zu geben.

Momentan gibt es
  • Q30(Kompakt-Wagen, im Bereich von 1er, A3, und A-Klasse, welche auch die Basis davon erzeugt.)
  • Q50 (Limo, im Bereich von 3er, A4 und C-Klasse, welche auch die Basis davon erzeugt AFAIK) Interessant wird dann der "Eau Rouge, mit GT-R Motor :rolleyes: :love: )
  • Q70 (Limo, im Bereich von 5er, A6 und E-Klasse, welche auch die Basis davon erzeugt. Sicher.)
  • QX50 (Kleines SUV, geht so in X1, Q3 Größe)
  • QX70 (der im Bericht)
Ausserhalb von Europa gibt es auf dem US-Markt noch
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Dienstag, 15. Dezember 2015, 22:37

An die enorme Gedenksekunde beim Kickdown kann ich mich auch noch erinnern.

dl1982

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 07:28

Danke für den tollen Bericht, der Wagen steht auch noch auf meiner Liste, ich hoffe ich bekomme den mal

Weis zufällig jemand ob LFBR was besonderes ist, kann es weder in Hagen noch Dortmund buchen, und lt. Wiki sind das die normalen SUVs die ich zum Teil ja auch bei Sixt bekomme

gwk9091

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:08

Weis zufällig jemand ob LFBR was besonderes ist, kann es weder in Hagen noch Dortmund buchen

@dl1982: Ja, Europcar ist durchaus seltsam. Im Sommer gab es drei Jaguar F-Type Cabrio in Köln, buchbar war die Kategorie aber nie. Die nicht ganz so große Station in Langenfeld (Platz für 10 Fahrzeuge auf dem Hof) hatte über einen längeren Zeitraum einen neuen Audi Q7. Konnte man nie buchen. Den Infiniti hatte ich - wie erwähnt - direkt an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in Langenfeld. LFBR konnte man am Freitag buchen, am Montag aber nicht mehr. Zur Not einfach mal mit der Station sprechen (persönlicher Kontakt hilft).
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