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Krümelmonster

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Samstag, 18. März 2017, 19:33

VW Beetle Cabrio | Europcar Valencia Airport

Valencia - eine 800.000-Einwohnerstadt an der Mittelmeerküste in Spanien und erfreulicherweise die Heimat meiner besseren Hälfte für mehrere Monate. Nicht, dass ich sie nicht lieber bei mir wüsste, aber so eine "Ferienwohnung" in wärmeren Gefilden kam mir in diesem Winter gerade recht. So standen dann Anfang März 2 Wochen Spanien auf dem Programm. Wie in meine aktuelle Miete bereits "veröffentlicht", standen zur Erkundung zwei rollende Gefährte zur Verfügung, um die Umgebung zu erkunden. Aufgrund der Ausrichtung dieses Forums möchte ich mich im Folgenden auf den Käfer beschränken:

Anmietung
Der Käfer bzw. aktuell VW Beetle wurde von Europcar am Flughafen Valencia bereit gehalten. Nicht nur, dass es das erste Mal ein Beetle werden würde, auch mit Europcar war es "das erste Mal". Ich war gespannt, ob dies nur eine zweimalige Wochenendaffäre werden würde, oder tatsächlich eine Beziehung mit Zukunft.
Die letzten 3 Jahre standen unter dem Sixt'schen Stern und davor war ich Hertz ein treuer Kunde - dem günstigen ADAC-Allinclusive-Tarif für Jungspunde sei Dank. Doch diesmal lag der Europcarpreis für 3 Tage ITMR am Wochenende bei einem Zehntel des Sixt-Preises - die Entscheidung war denkbar einfach. Angekommen an der Station wurden schnell und effizient die Daten aufgenommen und der Schlüssel übergeben. Das zweite Mal dauerte der überaus freundliche Anmietprozess keine 2 Minuten und auf sämtliche Verkaufsgespräche wurde verzichtet. Gleiches gilt für die Abgabe: Der Checker ist sehr freundlich und erklärt einem sehr genau was er aufnimmt und was man unterschreibt. Selbstverständlich erhält man hier das Rückgabeprotokoll auch per Mail.
In Hinblick auf die Frage "Affäre?" und Europcar kann ich damit nach dieser Erfahrung nur "gerne wieder" sagen.

Das Auto
Ein VW Beetle Cabrio ist für viele sicherlich noch das "Blümchen-Auto". Ich gebe zu, dass auch ich nicht gerade begeistert war, aber es war das erwartete Fahrzeug, weshalb es mich auch nicht unvorbereitet getroffen hatte. Es sollte sich in den insgesamt 6 Tagen und auf knapp 1200km auch herausstellen, dass Zweifel unbegründet gewesen wären.





Das Fahrzeug wartete in der Ausstattungslinie "Beetlemania", d.h. der günstigsten in Spanien erhältlichen Variante, auf mich. Auch waren keine Zusatzausstattungen verbaut, denn hier wären ohnehin nur weitere Außenfarben oder ACC und USB-Anschluss für iPhone neben VW-Zubehör erhältlich gewesen. Erfreulicherweise wurde der 2.0TDI gewählt, der 110PS bereitstellt. (Alternative: 1.2TSI mit 105PS) Es hat sich aber gezeigt, dass die Leistung für die spanischen Bergstraßen mehr als ausreichend war. Die Bergstraßen? - Ja, das war die Heimat des Beetle Cabrios und die folgende Bilderreihe soll zeigen, warum dies so war.



Gestartet wurde zunächst Richtung Süden (1) in die Provinz Alicante. Den meisten ist sicherlich die Costa Blanca ein Begriff, der den Küstenabschnitt zwischen Dénia und Alicante bezeichnet. Es reihen sich Hotel an Hotel und zeitweise könnte man das Gefühl bekommen unbewusst die (Sprach-)Grenze nach Deutschland überschritten zu haben, wenn man an "Deutsche Bäckerei" und "Supermarkt" vorbeifährt. Es empfiehlt sich also in die einsame Bergwelt des Hinterlandes abzubiegen.



Der Blick auf das Mittelmeer konnte natürlich am Besten bei offenem Verdeck und angenehmen 20-25°C genossen werden.



Die kurvenreichen Straßen aber einsamen Straßen luden mit perfektem Asphalt zum Kurvenräubern ein. Hier zeigt der Beetle, dass er zwar recht komfortabel abgestimmt ist, aber trotzdem in Kurven nicht die Haltung verliert. Gemeinsam mit der akzeptablen Lenkung war das definitiv die erste Überraschung: er war sportlich zu fahren und schien einem das auch nicht böse zu nehmen. Ab und zu musste man aber auch mal wieder die Landschaft genießen - es lohnt sich einfach.







Ein recht bekanntes Ziel ist das Castell de Guadalest nördlich von Benidorm an der CV70/CV755. Auch wenn man hier auf die großen Touristenströme stoßen wird, kann man im März noch vergleichsweise ruhig die Aussicht hinab auf das MIttelmeer genießen.



Doch schnell zog es uns weiter zurück Richtung Valencia - aber keineswegs auf der Autobahn sondern mit vielen Schleifen auf den Bergstraßen (CV710 / CV711) Richtung Xàtiva

















vorbei am Stausee von Beniarres.



In Xàtiva gilt es unbedingt die Burg zu erkunden und den Ausblick über die Landschaft und Richtung Valencia zu genießen.






Nach über 500km am ersten Wochenende ging es für den Beetle zurück zu Europcar, um nur 5 Tage später frisch gewaschen und ohne Zwischenmieter wieder bei mir zu landen. Nach den Erfahrungen vom ersten Wochenende und den zwischenzeitlichen Touren aufm Zweirad ging es unmittelbar nach Abgabe in die Berge westlich von Valencia. Ziel war hier zunächst das abgeschiedene Örtchen "Dos Aguas"(2).



Als besonderer Tipp wurde das Sträßchen nach Otonel genannt und dieser Tipp war Gold wert. Hoch über den tief eingeschnittenen Tälern ging es auf einer schmalen Straße entlang von Felswänden und durch viele Naturtunnel.







Der Weg zurück Richtung Valencia wurde auf der CV425 zurückgelegt - ein Genuss.




Nachdem bereits der Süden und der Westen erkundet wurde und im Osten das Meer liegt, bleibt für die letzten 2 Tage noch der Norden. Auch hier zeigt sich nochmals eine komplett andere Landschaft als zuvor bereits entdeckt. Aber eins haben alle drei Himmelsrichtungen gemein: einsame Bergsträßchen mit vielen vielen vielen Kurven. Ein Grinsen auf den Lippen ist garantiert.

Ganz im Norden der autonomen Gemeinschaft Valencia liegt das Örtchen Morella (3). Die Burg wurde im 8.Jh. erbaut und dominiert nicht nur das Stadtbild, sondern bietet einen super Ausblick auf die Umgebung. Auch der Beetle präsentiert sich gerne in ihrem Anblick, hat aber aufgrund der frischen Temperaturen auf rund 1000m ü. NN. sein Stoffmützchen aufgezogen.





Auch hier kann man im März noch die menschenleeren Gassen im Sonnenuntergang genießen.



Der Weg nach Morella sollte über den Coll d'Ares auf der CV15 führen, um auch kurz das Dorf Ares del Maestrat zu besuchen.



Am letzten Tag der Tour ging es über Culla und La Vall d'Alba in den Naturpark "Desert de las Palmas".





Der Ausblick vom Gipfel des Bartolo zeigt die kurvenreiche Strecke, die stets einen beeindruckenden Ausblick auf das Mittelmeer ermöglicht.




Leider neigte sich auch dieser Tag dem Ende entgegen, aber ein Eindruck bleibt: Der Beetle ist kein "Blümchenauto" mehr, sondern weiß sowohl fahrerisch als auch optisch zu gefallen. Der Ausblick auf den Penyagolosa und die Blüten der Mandelbäume tun ihr übriges, um dies erfolgreich zu untermalen.






Was bleibt: Die uneingeschränkte Empfehlung die Region rund um Valencia zu erkunden - gerne auch in einem VW Beetle Cabrio von Europcar.

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Sonntag, 19. März 2017, 11:50

Damit der ein oder andere vielleicht bei Interesse leichter findet welche Strecken ich meine, habe ich diese mal nach Himmelsrichtung zusammengefasst. Die Links führen zu google-maps.

Süden (320km)

Westen (170km)
(Hier kann man auch weiter nach Süden in Richtung des Tous-Stausees fahren. Ist sehr schön und kann dann mit einem Ausflug nach Xàtiva verbunden werden.

Norden (460km)

Selbstverständlich lohnt es sich sicherlich auch die kleinen Straßen links und rechts davon mitzunehmen. Die Möglichkeiten sind ja doch recht vielfältig und schön!

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