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PrognoseBumm

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Sonntag, 30. Juli 2017, 22:53

Kia Sorento 2.2 CRDi AWD AUT - Dem Schiff eine Chance (Europcar Berlin)



Dieses Wochenende gabs von Europcar für CWAR einen Kia Sorento aus SFAR. "Der einzige Automatik-Kombi, den wir noch haben", so der RSA. "Kombi" ist ein dehnbarer Begriff ;) Aber ich war neugierig und bei einem Sprung von C*** auf S*** hab ich's einfach drauf ankommen lassen. Da ich ein paar Bilder gemacht habe, gibt's hier noch ein paar Eindrücke.




Tatsächlich hat mir die Wuchtbrumme ganz gut gefallen - natürlich mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich nur C*** gebucht und bezahlt habe. Das lag vor allem an der "Platinum"-Ausstattungslinie, bei der Kia alles an Features reinstopft, was die Lieferkette hergibt. Das Leder war schnucklig, die Insassengesäße lassen sich auf allen Plätzen erhitzen vorne auch tiefkühlen. Elektrische Sitzeinstellung mit Memory gab's auch. Die Zweizonenklima kommt mit der Größe des Wagens gut zurecht, und das riesige, auffahrbare Panoramadach mit ausfahrbarem Windschott ist ein netter Partytrick, das den Mitfahrern gut gefallen hat. Die Heckklappe ist auch elektrisch.







Das Infinity-Soundsystem hat ebenfalls Spaß gemacht, zieht in den Höhen aber ein bisschen aggressiv und kommt insgesamt z.B. nicht ans harman/kardon-System von BMW ran. Nach kleiner EQ-Korrektur aber eine runde Sache. DAB-Empfang ist am Start.

Was im vollbesetzten Sorento auch für Stimmung sorgt, ist der Parkassistent. Der funktioniert einwandfrei und hat mir meine einzige Sorge - das Schiff ohne Gesichtsverlust und Passantengelächter in eine Berliner Parklücke zu bugsieren - direkt genommen. Arbeitete immer präzise und völlig ohne Fehlversuche. Surroundview mit wählbaren Kamera-Ansichten sorgt für extra Seelenfrieden. Gut so, denn übersichtlich ist das Ding nicht. Man muss im Sorento schon aktiv mitarbeiten, um beim Abbiegen keine Radfahrer umzunieten (was ich mir aber ohnehin antrainiert habe, besser isses).

Auch das ACC, bei Kia "Smart Cruise Control" getauft, hat top funktioniert und steht der VAG-Variante in nix nach. Entspanntes Autobahncruisen war kein Problem und auch in einem Stau hat es sich bewährt. Knöpfchen am Lenkrad drücken, dann geht die Fahrt nach dem automatischen Halt weiter, wenn mehr als 3 Sekunden vergangen sind. Nur der Totwinkelwarner dürfte ein bisschen entspannter arbeiten. Die Vorliebe für frühes, lautes und nachhaltiges Piepen bei allen Gelegenheiten teilt er sich mit seinen asiatischen Kollegen.

Das Infotainment war funktional und nervte nicht, Anspruch erfüllt. Es arbeitet schnell und ganz ohne Lags. Routenführung war gut. Was so ein bisschen schade ist, ist die niedrige Auflösung des Bildschirms in Verbindung mit der hässlichen Schriftart und den Windows 95-Gedächtnis-Icons. Technik einwandfrei, jetzt bitte ein paar Ästheten auf die Gehaltsliste setzen. Immerhin: Die Verkehrszeichenerkennung war zuverlässig und ergänzt mit Daten aus dem Navi.

Postiv überrascht war ich vom Tacho: Der ist nämlich inklusive Zahlen und Zeiger volldigital, nur Tank und und Drehzahl sind analog. Falls euch Opel, Ford oder Toyota mal wieder ein Cockpit unterjubeln, in dem rechteckige Bildschirme armselig vertuscht sind: Schelle mit dem Hyundaigruppenhandschuh! Es geht nämlich schöner. Mittig lässt sich alles anzeigen was man will. Navi, ACC, Musik, oder - HALLO AUDI, JETZT KOMMT EINE TOTAL VERRÜCKTE IDEE - die aktuelle Geschwindigkeit mittig in riesigen Ziffern.







Für ca. 45.000 Euro also ein echt beeindruckendes Paket. Jetzt aber zum gigantischen Nachteil, das das alles in Relation setzt und den Sorento für Vielfahrer praktisch disqualifiziert: Die Automatik ist unauffällig, aber der Motor... ist eine kleine Katastrophe. Auf Papier 200 Diesel-PS, aber sie fühlen sich an wie 130. Liegt sicher auch am Gewicht, aber der 20d von BMW mit seinen 192 PS treibt ähnlich schwere Gefährte an und fühlt sich im Verleich wie eine Interkontinentalrakete an.

Und damit zum Verbrauch: Nach 300 bunt gemischten Kilometern lag er bei sage und schreibe 9,2 Litern Diesel / 100km. Das ist in anbetracht des eigentlich toll gemachten Autos eine bitter vergebene Chance, denn für den Sorento gibt es keine andere Maschine. Vielleicht ist der Fronttriebler etwas sparsamer, aber viel Hoffnung würde ich mir da nicht machen.

Trotzdem, für diese Miete geht der Daumen klar nach oben. War eine interessante Erfahrung. Die ganzen Feautures gibt es nämlich auch in noch günstigeren Kias und Hyundais, und alles schreit nach einem Hybrid-Antriebsstrang. Wenn uns demnächst irgendwann die deutschen Dieselmotoren verlassen sollten, die ihre Arbeit bis jetzt mit dem halben Verbrauch und doppelter Spritzigkeit erledigen, müssen sich ein paar Hersteller eventuell warm anziehen.







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Montag, 31. Juli 2017, 10:06

Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht! Fun Fact zum Sorento: In Kanada habe ich Plakate der örtlichen Händler gesehen, die den Kia Sorento zu Preisen ab 20.000 CAD angeboten haben. Das sind - festhalten - ca. 13.500€! Und auch ein voll ausgestatteter Sorento mit 3.3l V6 und 290 PS kostet dort nicht mehr als 34.000€.
Highlights 2011-2017:

2011: Mini Cooper D
2012: Toyota Camry 2.5 Sport
2013: Jeep Grand Cherokee
2014: Jaguar F-Type S Coupe
2015: BMW 320d GT
2016: BMW 530d GT
2017: ...

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PrognoseBumm (31.07.2017), Pieeet (31.07.2017)

PrognoseBumm

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Montag, 31. Juli 2017, 10:22

Witzig, ich sagte meinen Mitfahrern am Wochenende noch, dass sich Sorento fahren total (nord)amerikanisch anfühlt. Fahrwerk auf Komfort getrimmt, isoliert, leichtgängige Lenkung, hoch, groß und durstig. Bei den Preisen würde ich nicht groß zögern, zumal ja 7 Jahre Garantie dabei sind. Wobei ich denke, dass auch hier ziemlich große Rabatte möglich sind, wenn man die Händler ein bisschen kitzelt. Nur, wie gesagt, der Verbrauch... :wacko:

Toni

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Montag, 31. Juli 2017, 19:14

Rein von den Bildern sieht der doch deutlich großzügiger wie ein GLA aus, der ebenso in der Gruppe drin ist.

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