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gwk9091

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Samstag, 3. November 2012, 15:15

Volvo V70 T4 | Hertz Langenfeld

KM-Stand Abholung: 4.900
Gefahrene Kilometer: 460
Erhaltene Klasse: V (PWMR)
Erhaltenes Fahrzeug: Volvo V70 T4
Motor: R4-Benzinmotor mit 1.596 ccm Hubraum und 132kW (180PS), 240 nM Drehmoment zwischen 1.600 und 5.500 rpm, Beschleunigung von 9,9 Sekunden auf 100km/h (Schaltgetriebe seltsamerweise in 8,7)
Sonderausstattung: Summum-Ausstattung (Navi, Xenon mit Kurvenfunktion, Einparksensor vorne und hinten), 6-Gang-Direktschaltgetriebe, Savile Grau-Metallic
Fahrzeugpreis: 46.000 Euro (Basis 35.480 Euro)
Bereifung: 16-Zoll-Winterreifen (bis 190 km/h, dafür aber gute Contis)
Durchschnittsverbrauch: etwa 11,0 l / 100 km

Volvo V70 oder: Das vierrädrige Billy-Regal

Zu einer Helloween-Veranstaltung (Whisky-Tasting included) benötigte ich ein Fahrzeug. Ein wenig dem den Tarifen der für mich in Frage kommenden Vermieter herumgespielt und mich für Hertz entschieden.

Am Donnerstagmorgen an der Station ankommend sehe ich einen Volvo direkt vor der Tür stehen. Dies ist ein (normalerweise) untrügliches Zeichen, dass das Fahrzeug bald abgeholt wird. Beim Vorbeilaufen fallen mir die 16-Zoll-Winterreifen auf und das V70-T4-Typenschild. Ich glaube dieses Fahrzeug einige Wochen zuvor bei einer Radtour bei der Station in Langenfeld gesehen zu haben. Zumindest stand dort damals ein V70 T4.

In der Station angekommen, bestätigte sich meine Vermutung: Der V70 T4 würde für zwei Tage mein Begleiter sein.

Außen

Von Außen ist der V70 als das zu erkennen was er ist. Der absolut typische Volvo! Kantig und unkonventionell steht er da. Wenn auch an der ein oder anderen Stelle sanfte Überarbeitungen zu finden sind, gibt es keinen Zweifel. Wo man bei anderen Fahrzeugherstellern rätseln muss, um welchen Fahrzeug es sich handelt, ist hier alles klar: Volvo! Punkt!

Innen

Sehr schön – wie bei Volvo eigentlich immer – die Sitze. Elektrisch verstellbar und mit Memoryfunktion. Dazu Lordosenstütze (per Rad an der Seite einzustellen). Alles sehr bequem. Der Blick fällt auf die neue Mittelkonsole. Was sehen meine Augen da? Ein NAV-Button? Man wird doch nicht etwa die – euphemistisch formuliert – unorthodoxe Navibedienung an der Rückseite des Lenkrads entfernt haben? Doch hat man! Alles ist jetzt in etwa so, wie man es erwarten würde.

USB-Eingang befindet sich unter der Mittelarmlehne und Bluetooth-Kopplung des Mobiltelefons lassen keine Fragen aufkommen. Spiegel und Sitze einstellen und Start-Knopf-Drücken.

Motor und Getriebe

Mal was ganz ungewöhnliches: Ein Benzinmotor mit 180 PS und ein Direktschaltgetriebe. Das klingt (im wahrsten Sinne) nach Spaß. Und davon kann man tatsächlich einiges haben. Wie schon beim Golf GTI (mein einziges anderes Fahrerlebnis mit Benzinantrieb und Direktschaltgetriebe) ist der Motor mit einem tiefen Brummeln sofort akustisch präsent. Bei niedrigen Geschwindigkeiten und kleinen Gängen geht es auch munter voran. Später wird es dann etwas träger (immerhin wiegt der V70 fast 1,8 Tonnen). Man ist aber immer mit genug Leistung ausgestattet um gut voran zu kommen.

Lediglich den Kickdown mag der Volvo nicht so. Fährt man gemütlich mit 70 km/h und tritt auf das Pedal, so schaltet das Getriebe vom 6. in den 2. Gang und die Drehtzahl ändert sich von 2.000 rpm nach 4.500 rpm (mit entsprechender Geräuschänderung). Nur so richtig vorwärts geht’s trotzdem nicht sofort. Erst jenseits der 5.000 rpm wird dann nochmal richtig Schub aufgebaut, obwohl das maximal Drehmoment die ganze Zeit über anliegt.

Seltsamerweise ist die Beschleunigung (0-100) handgeschaltet auch deutlich höher als mit dem Direktschaltgetriebe (8,7 zu 9,9). Das kenne ich eigentlich von den deutschen Herstellern anders.

Fahren

Auch hier gilt Komfort zuerst! Der Volvo will nicht wirklich gehetzt werden, kann damit aber gut umgehen. Vom Komfort und Fahrverhalten kann man den V70 eigentlich ziemlich gut mit einer E-Klasse vergleichen. Bei 180 km/h auf der Autobahn zeigt er sich eher unbeeindruckt. Ich bin aber meist (den Spritverbrauch im Auge) so 140 km/h gefahren.

Letztlich ist der Verbrauch von etwas mehr als 11 Litern (200km-Tankstellentest: 10,5) irgendwie nicht mehr zeitgemäß. Wenn – aufgrund von Getriebe und Gewicht – auch erklärbar. Hier in dieses Fahrzeug gehört also deutlich ein Dieselmotor.

Sonst so

Die Ausstattung ist natürlich richtig gut (Summum ist die höchste Ausstattungskategorie). Xenon mir Kurvenfunktion ist sehr lobenswert. Der Sound ist ebenfalls richtig gut (über Mercedes und etwas unter Audi).

Nur mit dem Navi werde ich so schnell nicht warm (daran hat sich also nichts geändert). Die Routenführung ist Nonsense. Ob da ein Stau auf der Strecke ist, kann man irgendwie nicht erkennen. Man muss „Verkehrsbehinderung auf Strecke“ auswählen um Genaueres zu erfahren. Hier ist Volvo der deutschen Premiumkonkurrenz also deutlichst unterlegen.

Fazit

Volvo fand ich immer als nichts Halbes und nichts Ganzes (wie man so sagt)! Man strebt deutlich Premiumniveau an, verfehlt das aber immer irgendwie. Dies ist hier im V70 deutlich besser geworden. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau und wirklich ohne Beanstandung. Das Getriebe scheint allerdings nicht ganz state-of-the-art zu sein. Am Navi muss dringend etwas getan werden.

Somit kann man mit Volvo-Fahrzeugen echt gut unterwegs sein, aber trotzdem gegen die deutschen Premiumhersteller sehen sie keine Schnitte. Leider!

Andere Volvo-Berichte von mir

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Samstag, 3. November 2012, 17:03

Danke für den Bericht! Mit dem großen Diesel würde ich den auch gern mal nehmen.
Maach et joot, ävver nit zo off!

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