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Uberto

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Sonntag, 7. April 2013, 12:56

BMW 320dA Cabrio | HERTZ München



Farbe:
Mineralweiss metallic
EZ: 3/2013
km-Stand: 513km (Abgabe)
gefahrene Strecke: 508km
Nutzungsprofil: 15% Stadt / 35% BAB (140-170km/h) / 50% Überland
Verbrauch: 6,2l/100km (lt BC: 6,0l/100km)
Leistung: 184PS
Drehmoment: 380Nm
Hubraum: 2,0l 4-Zylinder Turbodiesel
0-100km/h: 8,4s
Vmax: 226km/h

LP (Testwagen): 58.560€


Ausstattung:
- Comfort Paket (Klimaautomatik - PDC hinten - Radio Professional - Innespiegel aut abbl. etc.)
- Innovationspaket (adaptives Kurvenlicht - Fernlichtassistent - LED Lichtelemente - Komfortzugang)
- Navi Professional & Handyvorbereitung Bluetooth
- Durchladeeinrichtung
- PDC vorn & hinten
- Innen- und Außenspiegel automatisch abblendend
etc.


Karosserie / Innenraum:
Nach 6 Jahren Bauzeit steht nun langsam die Ablöse eines der schönsten Cabrios auf dem aktuellen Markt an und so kam es, dass ich genau mit diesem Modell die Cabriosaison 2013 eröffnen konnte. Es handelt sich natürlich bei diesem Fahrzeug um das BMW 3er Cabrio mit dem Baureihenkürzel E93.
Nagelneu mit jungfräulich 5km auf dem Tacho stand es da in seinem unschuldigen Mineralweiß metallic. Innen mit passend zur Außenfarbe abgestimmtem sattelbraunem Leder und dunklen Edelholz Zierleisten, macht es einen sehr eleganten Eindruck. Im geschlossenen Zustand wirkt das Cabrio auf Distanz einem Coupé sehr ähnlich, was natürlich an seinem festen Blechdach liegt. Erst wer etwas genauer hinsieht erkennt die Fugen und Dichtungen, die das Bild des Betrachters dann jedoch etwas stören und nicht so ganz zum sonstigen edlen Charakter passen will.
Das diese Konstruktion Vorteile mit sich bringt ist klar (Schutz vor Vandalismus, bessere Ganzjahrestauglichkeit, besserer cw-Wert), nur konnte ich mich in diesen 6 Jahren nicht an diese Bauweise gewöhnen, da ich einfach zu sehr auf Stoffdächer bei Cabrios setze. Neben der etwas zerstückelt wirkenden Optik außen, bringt dieses Konzept natürlich auch Nachteile mit sich, die viel schwerer wiegen als die vermeintlichen Vorteile. Da wären zum einen das deutlich geringere Kofferraumvolumen im geöffneten Zustand und zum anderen das erhöhte Gewicht dieses Konstrukts.
Ist aber erst einmal das Dach im Kofferraum verschwunden bleibt eine wunderschöne Linie, die jeden zu begeistern weiß! Innen wartet das bekannt hervorragende Interieur aus dem Vorgänger des F30 auf die Passagiere. Gerade die Linienführung mit den zwei Hutzen im Cockpit ist einfach stimmig und die verwendeten Materialien wirken merklich hochwertiger als im Nachfolgermodell. Die Verarbeitung ist sehr gut, nur vereinzelte Schweißnähte am Verdeckkasten waren unschönen gesetzt worden.
Die Seriensitze sind bekanntlich nicht die 1.Wahl für Langstreckenfahrer, wobei ich sie gerne nutze, aber auch nur dann wenn eine Lordosenstütze vorhanden ist, die im gefahrenen Modell fehlte. Ohne diese kommt es doch schneller zu Verspannungen im Rücken, der dann etwas zickig wird. Die Platzverhältnisse vorne sind ausreichend, im Fond können zwar noch 2 Mitfahrer Platz nehmen, allerdings sollten diese eher zierlich und mit kürzeren Beinen gesegnet sein, da die Kniefreiheit im Fond stark eingeschränkt ist. Der Kofferraum ist als solcher nur dann zu bezeichnen, wenn das Verdeck geschlossen ist, ansonsten ist es eher ein etwas größerer Briefkasten mit kleinem Einwurfschlitz.
Was die multimediale Technik im "Auslaufmodell" angeht, so ist diese immer noch auf dem Stand der aktuellen Technik mit dem schnellen Navi Professional und dem riesigen 8,8" Monitor. Das Handy konnte schnell mittels Bluetooth gekoppelt werden und selbst bei offenem Verdeck ist bei Stadttempo die Sprachqualität akzeptabel.




Motor / Getriebe:
Unter der Motorhaube meines E93 werkelte ein guter Bekannter, der bereits Einzug in fast jede Modellreihe gefunden hat. Es ist der bekannte 2,0l 4-Zylinder Turbodiesel mit stolzen 184PS und 380Nm Drehmoment. Oder kurz gesagt ein BMW 320d Cabrio.
Diesen Motor konnte ich bereits letztes Jahr schon in dieser Karosse testen und war schon damals sehr angetan von ihm. Er bietet gute Fahrleistungen bei günstigem Verbrauch. Kleiner aber bedeutender Unterschied zwischen diesem 320d und dem von letztem Jahr ist das Getriebe. Während ich letztes Jahr vom 320d mit Handschaltung so angetan war, durfte ich ihn diesmal mit dem 6-Gang Automatikgetriebe testen. Und genau bei diesem Getriebe merkt man eigentlich, wo einzig der Fortschritt angekommen ist. Denn das neue 8-Stufen Automatikgetriebe in der neuen F-Baureihe ist wirklich traumhaft und bietet durch die zusätzlichen Fahrstufen einfach ein entspannteres gleiten und auf der Autobahn bietet es die Möglichkeit die Drehzahl nochmals zu senken, was den Verbrauch positiv beeinflusst.
Im E93 arbeitet aber nun einmal noch das Vorgängermodell die 6-Stufenautomatik. Diese arbeitet angenehm sanft, aber mit merklichen Zugkraftunterbrechungen. Zudem fällt schnell auf wie weit teilweise die Gänge gespreizt sind, weshalb eine Fahrstufe oft länger eingelegt bleibt als es der Fahrer eigentlich möchte. Nichts desto weniger verrichtet dieses Getriebe immer noch seine Aufgabe standesgemäß und vorbildlich. Gegenüber anderen Herstellern ist dieses Getriebe sicherlich immer noch weit überlegen, nur eben nicht mehr gegen das neue 8-Stufengetriebe. Dies ist auch das einzige, was man sich in dieses Fahrzeug wünschen würde.
Den Motor hat man ja bereits schon und er arbeitet zwar etwas knurrig, aber noch angenehm kernig für ein Cabrio. Durch das hohe Drehmoment und sein gutes Ansprechverhalten fühlt man sich nie untermotorisiert sondern ist meist flott unterwegs. Überholmanöver sind schnell abgehandelt und fast unangestrengt und wie am Gummiband zieht der Motor die schwere Karosse in Richtung angegebene Vmax von 226km/h. Diese habe ich nicht ausgetestet auf Grund des jungfräulichen Antriebs, aber bis 200km/h ging es kurzzeitig mal und dies in angenehm kurzer Zeit.
Wer den 320dA flott über Stadt/Land/Autobahn bewegt kommt mit guten 6l/100km locker über die Runde! Erst wer vorwiegend Kurzstrecke oder Autobahn mit viel Vollgasanteil absolviert, der wird mit Werten von 7-8l bestraft. Ansonsten bleibt der Motor immer unter 7l/100km was ein genialer Verbrauch ist und einmal mehr beweist, wie hervorragend der 2l-Diesel von BMW mit allen Komponenten und Karosserien zusammenspielt.



Fahreigenschaften:
Hier kann man sich ebenfalls recht kurz fassen und sagen, dass sich dieses 3er Cabrio noch genau so fährt wie es die Fans von einem 3er BMW auch erwarten. Dies liegt aber auch an der serienmäßigen Servolenkung, die ein tolles Feedback bietet und den Fahrer immer über die Radstellung informiert. So lässt sich jede Biegung optimal anvisieren und dank des straffen Fahrwerks flott durcheilen. Die straffe Auslegung des Fahrwerks passt sehr gut, nur bei Querfugen in Kurven gibt die Federung diese nur leicht gedämpft an die Insassen weiter. Üble Teerflicken oder Schlaglöcher bringen die Karosserie nur leicht zum zittern und hier wird zudem die Steifigkeit der Cabriokarosserie eindrucksvoll demonstriert.
Wer gemütlich durch die Lande cruist hat also ebenso viel Spaß mit diesem Cabrio wie ein sportlich ambitionierter Fahrer, da sich das Fahrwerk beiden Charakteren sehr gut anpasst. Einzig dem sportlichen Fahrer sei noch das M Fahrwerk ans Herz gelegt, da sich dadurch die Karosserie noch weniger in Kurven neigt und so das spät einsetzende Untersteuern noch einmal etwas herausgezögert wird.



Fazit:
Ja, die E9x-Baureihe war und ist eigentlich die beste je gebaute 3er Baureihe! Gerade bei Fans ist sie besonders beliebt, da hier das Fahrverhalten zwar etwas komfortabler als im Vorgänger geworden ist, aber nicht vergessen wurde um welche Marke es sich hier handelt. So gehen Lenkung, Fahrwerk und Motor eine perfekte Symbiose ein und schaffen es einen richtigen BMW zu repräsentieren. Was man dem Cabrio allerdings anlasten kann ist sein hohes Leergewicht von rund 1,8t! Wäre das Cabrio noch einmal 200kg leichter, wäre es noch besser und handlicher, als es aktuell schon ist.
Good-bye geliebte E9x-Baureihe, du wirst mir sehr fehlen, aber mir immer in bester Erinnerung bleiben...

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Sonntag, 7. April 2013, 13:49

Vielen Dank für den Bericht und die tollen Fotos! :)

Ich kann dir im Bezug auf die E90-Generation auch nur zustimmen. Dazu habe ich letztens auch einen sehr netten Satz bei Bimmerpost gelesen, als es um den neuen BMW 135is ging:
"The 135is doesn’t have a single “Sport” button in its cockpit, because a proper sports coupe doesn’t need a button to tell it when to be sporty."

Genau das verkörpert die letzten E-Generationen (E87 und Derivate, E90, E60, E63) unglaublich gut. Wenn man in einen E90 einsteigt und losfährt fühlt man sich direkt in einem "Fahrerauto". Der F30 ist auch gut, keine Frage. Aber die ganzen elektronischen Spielereien, Fahrerlebnisschalter, adaptive Fahrwerke, adaptive Lenkung und so weiter, verstärken meiner Ansicht nach das Gefühl, dass man eher abgekoppelt vom Auto ist.

Nun gut, wir werden ja zum Glück noch einen Sommer lang das Vergnügen haben E92/93 und E82 Cabrios fahren zu dürfen... ;) Aber ein bisschen traurig macht mich das schon.

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Sonntag, 7. April 2013, 20:33

Wahrscheinlich hat mir auch gerade wegen seiner Direktheit der E93 wieder so viel Spaß gemacht. Bei der F-Generation stört mich genau das, was du auch geschrieben hast @JohnDoe:
Zudem fühlt sich die E-Generation auch im Bezug auf die verbauten Materialien deutlich wertiger an. Selbst der viel gescholtene E87 wirkt auf mich wertiger als der F20.
Das selbst die ältere Technik keinen höheren Verbrauch besitzt beweißt der 323Ci E46 von meinem Dad immer wieder im Sommer mit einem tollen Verbrauch von durchschnittlich 8l/100km :thumbup:
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MichaelFFM (07.04.2013)

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Sonntag, 7. April 2013, 21:37

Danke für den Bericht. Ich teile deine Meinung, dass die neuen F-Modellreihen den Fahrer zu sehr vom Fahrgeschehen entkoppeln und die Marken DNA dadurch verwässern. Leider scheinen wir damit in der Unterzahl. Ich hatte letztes Jahr sowohl den 320dA und 330dA als Cabrio und fand beide auf ihre Art grandios.
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Gr3yh0und

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Sonntag, 7. April 2013, 21:51

Ich hatte letztes Jahr sowohl den 320dA und 330dA als Cabrio und fand beide auf ihre Art grandios.
Wo ist denn der Unterschied? Verbrauch ist doch beim Cabrio ja jetzt nicht der Knackpunkt, oder?
Bye
Gr3yh0und

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Sonntag, 7. April 2013, 23:46

Ich hatte letztes Jahr sowohl den 320dA und 330dA als Cabrio und fand beide auf ihre Art grandios.
Wo ist denn der Unterschied? Verbrauch ist doch beim Cabrio ja jetzt nicht der Knackpunkt, oder?

Der 320d spurtet zwar auch relativ gut aber der 330d mimt den Sportler bei weitem besser.
Für mich war es daher klar:
320d = Cruiser mit super Handling
330d = Cabrio mit Sportwagenanlagen
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Montag, 8. April 2013, 13:30

In dem Hertz Newsletter von letzter Woche wird mit Eröffnung der Cabrio-Saison geworben und in Klasse Y mit Fahrzeuggarantie:
Reservieren Sie genau dieses Modell (Y) BMW 3 Series Convertible 3.0

Schade, dass es nun doch "nur" 320d ohne Sportsitze (bzw. M Sportpaket) sind. Als 330d mit M-Sportpaket oder zumindest Sportsitzen hätte ich wie letztes Jahr auch dieses Jahr wieder gemietet. Aber so ist es für mich nicht attraktiv genug. Hatte da schon sehr gespannt auf die ersten Infos zu den Y Cabs bei Hertz gewartet.

Aber wenn man da nicht so wie ich etwas anders tickt, ist es bestimmt auch ein richtiges Spaß-/Genießerauto!
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Montag, 8. April 2013, 14:31

Der 320d macht schon ausreichend Spaß, aber der R6 Diesel ist natürlich nochmal ne andere Hausmarke. Letztes Jahr habe ich diesen von Sixt gehabt und kam mit sportlicher Fahrweise auf 7,4l, was schon traumhaft ist für das gebotene :)
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