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GENE

Pro Audi

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Mittwoch, 25. September 2013, 17:30

Jaguar XF Sportbrake 2.2D | HERTZ Northeim(Han)


Vermieter: Hertz
Anmietstation: Northeim
Abgabestation: Hanau
gebuchte Klasse: X6
Erhaltene Klasse: V
Erhaltenes Fahrzeug: Jaguar XF Sportbrake
Motor: 2.2 Liter Vier-Zylinder Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung 147 kW/200 PS
Hubraum: 2.179 cm³
max. Drehmoment: 450 Nm bei 2000 U/Min.
Getriebe: 8-Gang-Quickshift-Automatikgetriebe
Farbe: Ultimate Black Metallic
Erstzulassung: Mai 2013
Sonderausstattung:
  • 19-Zoll-Leichtmetallfelgen „Caravela“
  • Spiegel-Paket
    Elektrisch einstellbarer und beheizbarer Außenspiegel, elektrisch einklappbar,
    Umfeldbeleuchtung und automatisch abblendende Außen- und Innenrückspiegel.
  • Elektrische 6/6 Wegeeinstellung
  • Beheizbare Vordersitze
Kilometerstand Abholung: 24808
Gefahrene Kilometer: 361
Tarif: FRE1DE, Selbstbeteiligung 1.500 EUR


Anmietung
Dank des Freifahrt-Threads ist mittlerweile bekannt, dass die Abgabestation Hanau/Bad Homburg immer wieder für nette Fahrzeuge gut ist. Da passenderweise auch von Hanau zurück ein Fahrzeug überführt werden musste, habe ich gleich die entsprechende Tour gebucht. Belohnt wurde ich mit einem JAGUAR (GB) XF_SW 2.2 D A N, den ich am nächsten Morgen in Northeim abgeholt habe.
Die Station besteht lediglich aus einem kleinen Büro, sodass ich während des Anmietprozesses bequem bei einer Tasse Kaffee platz nehmen konnte. Trotz der Tatsache, dass es für den RSA die erste Freedriver-Tour war, ging die Anmietung sehr zügig vonstatten. Nachdem alle Unterlagen fertiggestellt waren, ging es gemeinsam zum Fahrzeug, welches als Verkäufer in der hinterletzten Ecke des Geländes abgestellt war.
Die obligatorischen Felgenkrater, sowie zwei weitere kleine Beschädigungen waren soweit schon eingetragen, einzig ein Steinschlag in der Stoßstange musste noch nachgetragen werden. Da das Fahrzeug zur Ausflottung zurück nach Hanau ging, war es nicht mehr gereinigt worden und auch nicht zu 100 Prozent vollgetankt.


Fahrzeug
Der Jaguar XF Sportbrake gefällt, mir persönlich sogar besser als die XF-Limousine. Mit seinem gestreckt-geduckten Karroseriedesign wirkt der auf 19 Zöllern stehende schwarze Kombi sehr ellegant und zieht immer wieder die Blicke auf sich. So hat die Gruppe Schuljungen auf dem Heimweg ebenso interessiert hinterhergeguckt, wie die Insassen eines M6 Cabrios.
Neben dem wabenförmigen und mit Chrom umfassten Kühlergrill befinden sich die markanten Xenon-Scheinwerfer, welche umrahmt durch die kristallweißen LED-Tagfahrleuchten in Sichelform das aktuelle Firmendesign darstellen. Gepaart mit der deutlich ausgeformten Motorhaube entsteht von vorne ein sehr sportlicher Eindruck. Die 4,97 Meter lange Seitenlinie wird durch die ansteigende Gürtellinie und recht kleine Fensterflächen betont, sodass die Rundumsicht, insbesondere nach hinten etwas zu wünschen lässt. Die Dachlinie fällt nach hinten flach ab, ehe das durch eine breite Chromleiste und große Rückleuchten geprägte Heck folgt.
Mit seinen Ausmaßen orientiert sich der Brite an den deutschen Konkurrenten aus Ingolstadt, München und Stuttgart, namens A6 Avant, 5er Touring und E-Klasse T-Modell. Der Kofferraum mit 550 Litern Volumen bietet nahezu die identischen Ausmaße und ist dank niedriger Ladekante und breiter Öffnung gut zu erreichen. Allerdings muss man die Gepäckraumabdeckung, als auch die Heckklappe manuell öffnen und schließen, eine Automatik ist nicht eingebaut.


Innenraum
Beige Volllederausstattung, Edelholzapplikationen und Aluminiumzierleisten lassen den großzügigen Innenraum sehr edel wirken. Sowohl die Vordersitze, als auch das Lenkrad lassen sich elektrisch einstellen, sodass ich schnell eine sehr bequeme Einstellung gefunden habe. Die Mittelbahn des Sitzes ist sehr angenehm gepolstert und bietet auch über längere Zeit keinen Grund zur Klage. Die Sitzwangen hingegen sind mir schon etwas zu hart ausgelegt.
In der Mittelkonsole fällt als erstes der Drehschalter zur Getriebeeinstellung auf, welcher sich beim Motorstart aus der Versenkung erhebt. Immer wieder habe ich während der Fahrt dort instinktiv hingegriffen, wenn ich Einstellungen am gut ablesbaren und klar auflösenden 7-Zoll-Farbdisplay vornehmen wollte. Leider wird dieser Bildschirm aber vollständig mittels Touchscreen bedient, sodass auch das Zoomen der Navikarte umständlich über den Bildschirm erfolgen muss. Da der Bildschirm nicht in bequemer und direkter Reichweite zum Fahrer liegt, habe ich es vorgezogen, zur Zieleingabe lieber am Fahrbahnrand anzuhalten und alle Aufmerksamkeit dem Navi zuzuwenden. Die Zieleingabe erfolgt über eine angezeigte qwertz-Tastatur, die aber leider recht träge reagiert. Nach jedem Tastendruck genehmigte sich das System erst einmal eine Gedenksekunde, eh es zur Annahme des nächsten Buchstaben bereit war. Die Route hingegen wird sehr schnell geladen und während der Fahrt dem Fahrer stets rechtzeitig und verständlich mitgeteilt.
Unter dem Bildschirm folgen zwei kleine Drehschalter, die links zur Einstellung von Musik und rechts für die Zwei-Zonen-Klimaautomatik dienen.
Die breit und hoch ausfallende Mittelkonsole ist zweigeteilt und beherbergt links den Start-Knopf, den oben schon erwähnten Drehschalter und den Taster zur Parkbremse. Rechts daneben finden sich zwei große und im unbenutzten Zustand verdeckte Fächer, welche unter anderem zur Aufnahme zweier Becher bereitstehen.
Ein wahrer Genuss ist die Musikanlage des Jaguar, welche mit zehn strategisch plazierten Lautsprechern insgesamt 250 Watt liefert und auch an lauter Trancemusik nicht scheitert. Da der Innenraum hervorragend von der Umwelt abgekapselt ist, kann man ruhigen Gewissens an einer innerstädtischen Ampel stehen, ohne die Musik leiserdrehen zu müssen. Wenn die Fenster geschlossen sind, gelangt so gut wie keine Musik nach Außen.
Umgekehrt funktioniert es genauso gut, weder laute Abrollgeräusche, noch nervige Luftverwirbelungen an der A-Säule dringen in den Innenraum ein.


Motor, Getriebe & Fahrwerk
Ein 2.2 Liter Vier-Zylinder Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung (147 kW/200 PS) lässt die schwarze Katze springen, wenn es nötig ist. Naja, nicht ganz, dafür ist sie mit 1,8 Tonnen doch etwas zu schwer. Aber für gleichmäßig guten Durchzug von 0 über 100 -erreicht nach 8,5 Sekunden- bis auf Tacho 235 km/h ist das Aggregat absolut ausreichend. Bereits bei 2000 Umdrehungen erreicht der Motor sein volles Drehmoment von 450 Newtonmetern. An sich ist der Motor recht gut gedämmt, sodass man ihn eigentlich bei der Arbeit kaum wahrnehmen würde. Ja wäre da nicht der Soundgenerator, der von der Beifahrerseite her stets ein übertriebenes Dieselbrummen generiert und in den Innenraum leitet. Das mag zwar beim zügigen Anfahren oder dem Zwischensprint auf der Autobahn ganz spannend sein, ist bei entspannter Landstraßenfahrt aber irgendwann recht nervig.
Hinzukommt, dass das Getriebe auch im Dynamic-Modus viel zu sportlich ausgelegt ist und recht hohe Drehzahlen anvisiert, wenn man nicht mittels Schaldpaddle nachhilft. So zieht es die einzelnen Gänge auch bei gemächlicher Beschleunigung bis auf 3000 Touren und drüber, eh es in den nächsten Gang schaltet. Ist die gewünschte Landstraßengeschwindigkeit erreicht, segelt der Wagen mit teils mehr als 2000 Touren und erst im fünften oder sechsten von möglichen acht Gängen dahin.
Mit der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung ist man jeder erdenklichen Situation her der Lage über das Fahrzeug. Hat man die langgezogene Kurve auf der Landstraße noch schön direkt und straff durchquert, ist es Sekunden später bei der nächsten Spitzkehre wieder ein leichtes, den Wagen in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Insgesamt neigt der Wagen eindeutig zum Übersteuern. Wenn es gewollt ist, kommt das Heck auch schon mal leicht rum, in einer engen Autobahnausfahrt musste die Elektronik hingegen auch mal eingreifen und den Wagen gezielt runtergebremsen.
Das Fahrwerk ist für lange Autobahnpassagen ausgelegt und verrichtet dort hervorragende Arbeit. Auf kurvigen und ungepflegten Landstraßen hingegen wendet sich das Blatt. Viel zu polternd leitet die Vorderachse Unebenheiten an den Innenraum weiter, die Hinterachse hingegen scheint diese etwas besser glattzubügeln. Das adaptive Fahrwerk hätte hier wahrscheinlich abhilfe geschaffen.


Fazit
Der Jaguar XF Sportbrake ist eindeutig das beste Freedriver-Fahrzeug gewesen, das ich bislang dank :205: bewegen durfte. Absolut komfortabel, gut motorisiert und mit schickem Design hat der Brite in jeder Minute Spaß gemacht.

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Mittwoch, 25. September 2013, 18:20

Also das mit der Katze ist dir thematisch außerordentlich gut gelungen!

Danke für den Bericht.

core

Schüler

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Mittwoch, 25. September 2013, 18:34

Cat Content! :101:

Super Bilder, vielen Dank für den schönen Bericht. :8o:

gwk9091

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Mittwoch, 25. September 2013, 18:40

Sozusagen mit CAT-alysator :)

Schönes Auto und sehr netter Bericht.
Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
Otto von Bismarck ( 1815 - 1898 )

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