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Uberto

Always Ultra

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Dienstag, 8. Oktober 2013, 22:02

Range Rover Evoque SD4 Aut. | Hertz 24/7 München-Flughafen

Farbe: Santorini Black metallic
EZ: 6/2013
km-Stand: 5.700km (Abgabe)
gefahrene Strecke: 145km
Nutzungsprofil: 20% Stadt / 20% BAB (140-180km/h) / 60% Überland
Verbrauch: 8,2l/100km
Leistung: 190PS
Drehmoment: 420Nm
Motor: 2,2l 4-Zylinder Turbodiesel
0-100km/h: 8,5s
Vmax: 195km/h

LP (Testwagen): 58.910€

Ausstattung:
- Technic Paket und Prestige (Navigationssystem, el.Heckklappe, PDC vorn, Sprachsteuerung, 2-Zonen Klimaautomatik)
- Winterkomfortpaket (Sitzheizung vorn, Lenkradheizung, beheizte Windschutzscheibe)
- Panormaglasdach
- Meridian Soundsystem
- Rückfahrkamera
- LMF 20" LMF Shadow Chrome
etc.


Karosserie / Innenraum:
Das kleinste Modell der Land Rover Familie, der Evoque, ist aktuell das wohl stylischste SUV auf dem Markt. Gerade dieses individuelle Design zeichnet den Evoque ebenso aus, wie sein absolut luxuriöses und hochwertiges Interieur. Der Auftritt des Evoque zieht viele Blicke von Passanten und Nachbarn auf sich. Er wirkt von allen Seiten extrem bullig und mit seinen viele Ecken und Kanten eigen und unvergleichbar. Im Innenraum dann erwartet die Insassen ein hervorragend verarbeitetes Interieur. Alle Passungen sind absolut sauber, hochwertige Materialien sind überall zu finden und das verarbeitete Leder wirkt absolut hochwertig. Hier gibt es absolut nichts auszusetzen und gefühlt liegt das Niveau hier über dem von BMW, Audi und Co.
Die Rundumsicht ist durch die stark abfallende Dachpartie und die kleinen Fensterflächen eher schlecht. Doch hier hilft die optionale Rückfahrkamera positiv, denn sie bietet ein sehr gutes Bild auf dem hochauflösenden Monitor und zudem einen sehr weiten Winkel, den sie aufnimmt. Die Sportsitze bieten sehr guten Seitenhalt und sind ausreichend straff gepolstert. Dank serienmäßiger Lordosenstütze dürften sie auch langstreckentauglich sein.
Im Infotainmentbereich bietet das optionale Navigationssystem mit dem großen Touchscreen einen guten Durchschnitt. Die Bedienung ist mit dem der größeren Modelle identisch und zu kompliziert für eine schnelle Bedienung, weshalb ein kurzes Studium der Bedienungsanleitung durchaus hilfreich sein kann. Besonders gut ist hingegen das optionale Meridian Soundsystem. Es bietet saubere Bässe und eine klare Klang Wiedergabe. Das am Dachhimmel wie nachträglich angeklebte Mikrofon der Freisprecheinrichtung hingegen trübt den ansonsten guten Gesamteindruck minimal.
Was den Evoque hingegen zu einem Range Rover tadelt ist der Allradantrieb mit Terrain Response System, welches eben so in seinem großen Bruder zu finden ist. Bei einer kleinen Vorführung auf der IAA konnte ich schon erkennen wie hervorragend sich der kleine Range Rover im Gelände schlägt. Doch leider werden die meisten Range Rover Evoque nie so im Gelände eingesetzt werden, wozu er eigentlich fähig wäre.




Motor / Getriebe:
Als Antriebsquelle verwendet der, von mir gefahrene, Evoque SD4 den aus dem Jaguar bekannten 2,2l 4-Zylinder Turbodiesel mit 190PS und 420Nm Drehmoment. Der Motor tritt nach Überwindung einer Anfahrschwäche stark an und schiebt den knapp 1,9t schweren SD4 ausreichend kräftig nach vorn. Das Laufgeräusch ist im gesamten Drehzahlbereich dezent kernig, nur unterhalb von 1.700U/min entwickelt der Motor lästige Brummfrequenzen, welche die Automatik versucht durch ein unnötig hohes Drehzahlniveau zu kaschieren. So schaltet die 6-Stufen Automatik zwar zügig und korrekt ihre Gänge hinauf und wieder hinunter, verweilt aber all zu oft zu lang in einem zu niedrigen Gang. So kann man durchaus öfter 2 Gänge manuell höher schalten und das Drehzahlniveau so deutlich senken.
Auf der Autobahn zieht der Evoque bis 170km/h gut an, darüber wird es dann jedoch merklich zäher. Der Verbrauch pendelt sich auf Grund des permanenten Allradantriebs, des schlechteren cw-Werts und dem hohen Drehzahlniveau auf noch akzeptablen 8,2l/100km ein. Da ich jedoch nur eine kurze Strecke absolviert habe, kann ich zum Verbrauch kein endgültiges Urteil abgeben. Die Tendenz hingegen zeigt deutlich in Richtung 7 l/100km.



Fahreigenschaften:
Was das sportliche Äußere verspricht kann der Range Rover Evoque SD4 auch eindeutig halten. Die Lenkung spricht angenehm direkt an und vermittelt ein sehr gutes Gefühl für die Straße. Wer den Evoque über eine kurvige Landstraße scheucht, glaubt anfangs gar nicht, dass er in einem 1,9t schweren SUV sitzt! Wunderbar leichtfüssig lenkt der Brite in enge Biegungen ein, um anfangs zwar noch leicht über die Vorderräder zu schieben, doch mit etwas mehr Gaseinsatz verteilt das Allradsystem sofort merklich die Kraftverteilung und der Evoque schiebt mit viel Grip kraftvoll voran. So gerüstet kommt sogar in der Tat sportliches Fahrfeeling auf, wobei sich der Fahrer dann jedoch mehr Kraft und einen kernigen 6-Zylinder Sound wünscht ...
Neben all dieser Sportlichkeit kann der Range Rover aber auch komfortabel. Trotz der montierten 20" Räder federt er stets verbindlich und die Insassen fühlen sich nie schlecht behandelt. Einzig Querfugen überrumpelt der kleine SUV ungehobelt und gibt die Stöße fast ungefiltert an die Passagiere weiter.



Fazit:
Der erste Eindruck bestätigt, dass der Evoque ein richtig tolles SUV geworden ist und den Namen Range Rover zu Recht trägt. Er verbindet Sport, Komfort und Geländegängigkeit wie kein zweites Fahrzeug in dieser Klasse und stellt neben dem extravaganten Äußern zusätzlich eine Bereicherung für das Straßenbild dar. Leider leidet er merklich unter seinem hohen Leergewicht und der etwas altertümlichen 6-Stufen Automatik. Mit 200kg weniger auf den Rippen und einem klangstarken Antrieb würde der Brite noch mehr Punkte für sich verbuchen können.

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Tim_11

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Samstag, 19. Oktober 2013, 15:12

Kannst du nochwas zur Klasse sagen, in der der Evoque bei Hertz läuft? ;)

LZM

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Samstag, 19. Oktober 2013, 17:17

Kannst du nochwas zur Klasse sagen, in der der Evoque bei Hertz läuft? ;)
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proudnoob

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Mittwoch, 10. September 2014, 13:05

Ein sehr interessantes Fahrzeug. Mit dem 9-Stufen-Automatik würde ich den auch gerne mal fahren.

Danke für den Bericht. Sehr gut und wie immer knackig-präzise geschrieben.

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Uberto (10.09.2014)

sijuherm

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Mittwoch, 10. September 2014, 17:15

Ich wundere mich immer wieder über deine Verbrauchsangaben 8|

Meine Erfahrungen mit dem Auto haben zu der Entscheidung geführt, dass ich NIE so ein Auto auf private Rechnung fahren will. Mein Durchschnittsverbrauch war jenseits von gut und böse, daran hat auch die 9-Gang-Automatik nichts geändert. Neben vielen ärgerlichen Kleinigkeiten war dann der Höhepunkt, dass sich das Auto mit laufendem Motor(!) und Schlüssel innen von selbst ab- und mich somit ausgeschlossen hat.

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Uberto

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Mittwoch, 10. September 2014, 18:23

Also ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die knapp über 8l sicherlich noch etwas hätte problemlos drücken können, da ich ihn ja nur ein paar Std bewegt habe und kaum eine wirkliche Strecke fahren konnte. Aber als Alltagsrichtwert taugt der Verbrauch sicherlich ziemlich gut.
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