Sie sind nicht angemeldet.

Autofreak

Fortgeschrittener

  • »Autofreak« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 449

Registrierungsdatum: 9. April 2012

: 67816

: 7.15

: 284

Danksagungen: 1018

  • Nachricht senden

1

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:02

Ford Kuga 2.0TDCi AWD

Fahrzeug: Ford Kuga 2.0TDCi 104kW 4x4 manuell

Laufleistung: ca. 20.000 km (bei Übernahme)

Gefahrene Kilometer: ca. 3.000 km (bislang)

Verbrauch: ca. 7,5 l/100 km

Fahrzeugpreis (UVP): 35.265 € (nachkonfiguriert auf ford.de)

Sonderausstattungen: Titanium, Panther-Schwarz-Metallic, Easy-Driver-Paket III (Einpark-Assistent, PPS vorne + hinten), Winter-Paket (Scheibenheizung, Sitzheizung vorne), Seitenscheiben ab 2. Sitzreihe dunkel getönt, Notrad, Ambientebeleuchtung, Ford Navigationssystem mit Ford SYNC

Anmietung

Wie bisher immer bei Hertz unspektakulär und zügig. Freundlichkeit der Mitarbeiter sehr angenehm und wie immer der gemeinsame Gang ums Fahrzeug und die Frage ob eine kurze Einweisung benötigt wird.

Das Fahrzeug

Es standen mir nun 4 Wochen Ford Kuga bevor und ich war gespannt, was das Fahrzeug nach den vier Wochen wohl in mir hervorrufen wird – Hass? Liebe? Gleichgültigkeit?
Zunächst ging es bei „winterlichen“ Temperaturen (5-15 °C) auf die Autobahn, um Freunde in Frankfurt zu besuchen. Hier hat sich schnell gezeigt, dass der Kuga von seinem Vorgänger eines (leider) geerbt hat: den Verbrauch. Also, schnell umgeschaltet auf „Cruisen“ und schön bei Tempo 120-140 km/h über die Autobahn gezuckelt. Dies sollte auch in den meisten Situationen die gewählte Reisegeschwindigkeit auf Deutschlands Autobahnen bleiben – den warmen Temperaturen sei Dank.

Innen

Als ich das Auto aufgemacht habe, habe ich mich gefreut wieder eine Leder-Stoff-Kombination in Empfang nehmen zu können. Unabhängig vom Fahrzeughersteller empfinde ich das einfach als die für mich angenehmste Kombination aus sportlichem Look und Sitzkomfort. Ford-typisch waren diese ordentlich gepolstert und haben mir auch auf längeren Strecken keine Rückenschmerzen bereitet. Lenkrad und Schaltknauf in Leder haben das gute Bild abgerundet und stets ein gutes Gefühl gegeben. Leider kam dann der (unvermeidbare) Griff zum Infotainmentsystem. Ja, ich kenne das System aus dem Focus zu genüge und komme gut damit zurecht. D.h. das Koppeln das Smartphones inkl. Nutzung als BT-Audioplayer funktionierte einwandfrei und zügig, aber schön ist weder die Menüführung noch das „Äußere“ mit gefühlten 30 Tasten und Minidisplay „kurz vor der Stoßstange“. Überhaupt hat mir das Raumgefühl im Kuga nach vorne garnicht zugesagt. Es kommt einfach dem typischen Raumgefühl eines Vans gleich, d.h. Windschutzscheibe soweit das Auge reicht und dann kommt, so munckelt man, noch ein Motorhäubchen. Mir persönlich wäre da eine kürzere und steilere Windschutzscheibe lieber gewesen. Auf der Rücksitzbank wie auch im Kofferraum gibt es allerdings „gefühlsmäßig“ nichts zu bemängeln, man saß ordentlich mit ausreichend Platz für 4 Personen, bei Bedarf bzw. auf kürzeren Strecken sicherlich auch mal zu fünft.



Außen

Im Gegensatz zum Vorgänger werden die Scheinwerfer nicht mehr so weit in die Motorhaube gezogen, sondern stehen steiler im Wind und ziehen sich in Richtung Kotflügel. Das steht dem Auto meiner Meinung nach gut und passt gut zu dem vergleichsweise sportlichen Auftritt inkl. 2-Rohr-Auspuffanlage und den farblich abgesetztem „Unterfahrschutz“ an Bug und Heck. Im Vergleich zu seinem Konkurrenten, dem allseits beliebtem VW Tiguan, gefällt mir die Linie sehr gut. Wirkt der Tiguan doch eher wie ein „Legoauto“, so kann der Kuga mit einer sportlichen Linie überzeugen. Er wirkt speziell von der Seite und vorne deutlich stimmiger als der Tiguan. Hier kommt ihm die lange Windschutzscheibe, wie von mir unter „Innen“ kritisiert, zu gute. Man muss wohl einen Tod sterben und sich für „sehen“ oder „gesehen werden“ entscheiden.





Fahren

Man könnte das Fahrverhalten des Kuga wohl am besten mit einem Wort beschreiben: „unaufgeregt“. Solange man cruist und ihm nicht zu sehr die Sporen gibt, fährt er sich sehr manierlich und angenehm. Das Fahrwerk ist weder zu weich noch zu hart abgestimmt und bietet einen guten Kompromiss für einen solchen hochbeinigen Artgenossen. Treibt man es jedoch zu wild, wird man mit teils recht heftigem Untersteuern zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. So musste ich lernen, dass Autobahnauffahrten doch eher in normalen Tempi durchfahren werden wollen, knackig um die Kurve liegt ihm nicht. Das Verhalten mag aber auch den Winterreifen gelegen haben. Der Allradantrieb, hier verheißungsvoll als „intelligent All-Wheel-Drive“ bezeichnet, bliebt hier eher unscheinbar und war höchstens auf dem Bordcomputer „in Aktion“ zu sehen. Einen besonderen Einfluss, speziell in dynamischer Hinsicht, konnte ich im Trockenen nicht feststellen.

Aber dann, völlig „unvorbereitet“ holte der Winter zum Erstschlag aus und beschenkte uns mit 20 Zentimeter Neuschnee (im Dezember!!!). Der übliche Weg zum Bäcker (3 km), wurde schnell auf knappe 10 km erweitert und der Kuga wusste ein Lächeln in mein Gesicht zu zaubern. „Intelligent“, wie angekündigt, war der Allradantrieb nunmehr permanent verfügbar und das Fahrzeug herrlich um die Kurve zu ziehen, in Fahrtrichtung wie auch quer. So macht der Winter Spaß und das Interesse nach mehr war geweckt. Wie viel kann der Kuga? Wo kommt der denn noch hoch? So früh am Morgen war natürlich keine der netten, eher unbekannten einspurigen Sträßchen im Schwarzwald geräumt und man konnte wunderbar durch den Schnee pflügen – „Tiefschneefahren“ im Kuga. Und dann die erste Rampe, wohl bekannt vom biken und mit guten 10% Steigung nicht unanstrengend, doch was ist das? Man hat das Gefühl der Kuga sieht bzw. spürt sie nicht. Ohne mit der Wimper zu zucken geht es absolut spurtreu zügig den Berg hoch. Also nächste Rampe, deutlich steiler mit knapp 20% und ein paar Kurven, doch auch hier blinkte noch nicht einmal die ESP-Lampe. Sicherlich hat man in den Kurven gemerkt, dass das Heck etwas leichter wurde, aber mit ruhiger Hand absolut angenehm und spaßig. Insgesamt muss ich der ESP-Abstimmung von Ford beim Kuga wirklich ein Lob aussprechen. Auf Schnee ist man sicher aber durchaus mit Spaß unterwegs und wird meiner Meinung nach nicht so früh wie bei einem VW-Fahrzeug eingebremst. Aber auch mit abgeschaltetem ESP war das Fahrzeug mit Gefühl gut zu beherrschen. Das Lächeln wurde dann sogar eher zu einem breiten Grinsen. Und beim Wenden auf einem Wanderparkplatz zeigte sich ein weiterer Vorteil, auf den wohl alle Oberklassefahrzeuge mittlerweile verzichten: eine „richtige“ Handbremse. Viele schwören auf diese elektrischen Handbremsen aber mir gefällt eine klassische Handbremse einfach immernoch. Allein schon weil man eine klassische Handbremse geräuschlos (ja das geht) anziehen und lösen kann im Gegensatz zu der elektrischen Variante. Darüber hinaus ist ein vollbeladenes Fahrzeug spätestens im Anhängerbetrieb ein Overkill für jeden Berganfahrassistent und ein „gefühlvolles“ Lösen der Handbremse nicht möglich.



Fazit

Ja, es waren bzw. sind aktuell ganz passable 4 Wochen mit dem Kuga und man könnte es wahrlich schlimmer treffen. Allerdings muss ich sagen, dass wenn schon SUV, dann lieber ein BMW X3 20d. DIeser fährt sich deutlich angenehmer und verbraucht gleichzeitig bei gleichem Fahrprofil weniger. Wenn man den Kuga als "Einstieg" in die Welt der hochbeinigen Autos betrachtet, macht man für das Geld sicherlich keinen schlechten Wurf. Sollte in Zukunft kein Weg um den Kuga (bei einer Anmietung) herumführen, werde ich nicht traurig sein, allerdings sollte es andere Fahrzeuge zur Wahl geben, und sei es "nur" ein gleichmotorisierter Mondeo, dann werde ich doch eher diesem den Vorrang geben. Dafür hat der aktuelle Kuga einfach zu viele Schwächen vom Vorgänger übernommen. Schade eigentlich!




Es haben sich bereits 18 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

dmx (31.12.2014), ambee (31.12.2014), JohnDoe (31.12.2014), Oberhasi (31.12.2014), Il Bimbo de Oro (01.01.2015), koelsch (01.01.2015), th-1986 (01.01.2015), proudnoob (01.01.2015), MasterKI (01.01.2015), Niko (01.01.2015), KoerperKlaus (01.01.2015), dont.eat.me (01.01.2015), franky (01.01.2015), Brabus89 (02.01.2015), Jan S. (02.01.2015), markus_ri (04.01.2015), rulfiibahnaxs (06.01.2015), (06.01.2015)

Autofreak

Fortgeschrittener

  • »Autofreak« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 449

Registrierungsdatum: 9. April 2012

: 67816

: 7.15

: 284

Danksagungen: 1018

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:05

Bitte entschuldigt die teils unterschiedliche Größe. Speziell bei den ersten Bildern hatte ich noch eine max. Größe von 200kb im Kopf - ist wohl schon länger her, dass ich einen Bericht verfasst habe.



und qick & dirty mitm Iphone




Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

nobrainer (31.12.2014), rulfiibahnaxs (06.01.2015)

JohnDoe

...fährt ohne Windschott...

Beiträge: 4 005

Registrierungsdatum: 27. Januar 2008

Wohnort: Detmold

Danksagungen: 3862

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:10

Allerdings muss ich sagen, dass wenn schon SUV, dann lieber ein BMW X3 20d.


Bei so einem Vergleich muss man aber einfach immer sehen, dass der X3 (xDrive20d) gut 9.000 und selbst der X1 rund 4.000 Euro mehr kostet als der Ford in der selben Konfiguration (2.0 TDCI, 180PS, Allradantrieb).

Aber vielen Dank für den tollen Bericht! Der Vorgänger war im Schnee dank AWD auch wirklich spaßig und das scheint sich ja im neuen Modell nicht geändert zu haben.
Wenn ich vor der Wahl stehen würde, dann fiel meine Entscheidung trotzdem jederzeit zu einem Focus oder Mondeo.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

nobrainer (31.12.2014)

Autofreak

Fortgeschrittener

  • »Autofreak« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 449

Registrierungsdatum: 9. April 2012

: 67816

: 7.15

: 284

Danksagungen: 1018

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 19:14

Selbstverständlich, das mit dem Preis ist klar und das man dafür auch etwas anderes bekommt. DIe Aussage sollte mehr bedeuten, dass wenn es denn ein SUV sein muss, mir es die 4.000 oder 9.000€ mehr Wert wären einen BMW X1 oder X3 zu haben.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

nobrainer (31.12.2014)

Ähnliche Themen

Copyright © 2007-2016 - Alle Rechte vorbehalten - mietwagen-talk.de alles über Mietwagen, Autovermietung und Carsharing.