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Hippias09

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 11:17

Mercedes-Benz E350 Cabrio - Hertz München Flughafen

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und die ersten Blätter fangen an den Boden zu schmücken. Darum sollten die letzten sonnigen Tage des Jahres mit einen Ausflug in die Alpen verabschiedet werden. Mit dabei war ein Freund mit einem 430d GranCoupe Drive von Sixt. Deswegen werd ich hier und da einen kleinen Vergleich ziehen - auch wenn man die Fahrzeuge nicht 1zu1 vergleichen kann.

Für die Reise spielte ich am MUC eine Reservierung ein. Mich empfing am MUC ein Mercedes E 350 CDI Cabrio.
Die Abholung bei Hertz war ein hervorragend reibungslos...das kann Sixt auch nicht besser.


Daten:

Fahrzeug: Mercedes-Benz E350 CDI Cabrio
Leistung: 258PS
Strecke: 856 km
Verbauch: 8,1 Liter
Der Mercedes war mit allem ausgestattet was ich -abgesehen von Distronic- erwartet habe.

- COMAND
- Harmann-Kardon Anlage
- Lederpaket
- ILS
- Sport-Exterieur-Paket
- 360 Grad Kamera





Und vor allem der neuen 9G-Tronic in Verbindung mit dem 258PS starken V6-Diesel-Motor.

Zu Beginn erstmal die Autobahneigenschaften auf Herz und Nieren geprüft.
Dank Airscarf, Aircap und Windschott und Sitzheizung konnte ich die gesamte Zeit offen fahren.Für echte Cabrio-Fans mag das eine Schande sein, ich für meinen Teil finde es grandios auch bei 180 noch das Dach offen lassen zu können ohne auszusehen wie Struwelpeter.
Der Motor in Verbindung mit der neuen Automatik ist meiner Meinung nach hervorragend. Endlich hat es Daimler geschafft eine einigermaßen schnelle Automatik zuverbauen. Kurz an der Schaltwippe gezogen lässt das neue NAG3 Getriebe den Gang wirklich schnell, aber leider auch etwas verschliffen einlegen. Kein Vergleich zur lahmen 7G-Tronic.
Der Motor zieht sauber und mit ordentlich Druck an und lässt eigentlich nie Drehmoment vermissen. Allerdings merkt man dem Wagen ab 190 an, dass er Chassis und Co von der C-Klasse bekommt. Er ist bei langem nicht so stabil und massiv wie eine E-Klasse oder ein CLS. Und das liegt meiner Meinung nach nicht nur an den V-Index Winterreifen. Aber wer will auch dauernd damit 200+ fahren?


Langsam wurde es Zeit für die ersten Kurven.
Über die Landstraßen konnte die E-Klasse ihre Qualitäten als Cruiser unter Beweis stellen. Im neunten Gang entspannt dahingleiten und dazu den Sound der wirklich hervorragenden - aber lange nicht an eine Burmester oder B&O heranreichenden- Anlage genießen…ja, das ist die Paradedisziplin dieses Autos.



Auf den Passstraßen:
Hier kommt das bärige Drehmoment des Benz zum tragen. Er schiebt aus niedrigen Drehzahlen wirklich traumhaft linear an und belohnt manuelles runterschalten mit schnellen Gangwechseln. Dem 430d fährt er aber trotzdem nicht davon.
Das liegt aber nicht nur an dem Mehrgewicht des Benz, sondern echt auch an seinem Fahrwerk. Während der BMW wie auf Schienen um die Kurven gezirkelt ist, hat der Benz schon - trotz Heckantrieb -den Drang zum Untersteuern, nicht stark, aber im Vergleich zum BMW (auch wenn ich nur Beifahrer war) schon spürbar. Außerdem hat er ein mehr als rigoroses ESP. Da weiß man erst, was man an einem Fahrprogrammschalter bei BMW hat.
Brilliant waren die zum Sportpaket gehörenden Bremsen (vorne gelocht) mit einem wirklich optimalen Bremspunkt.




Als langsam auf den engen Passsträßchen die Dämmerung einbrach, bot sich die optimale Gelegenheit die beide Lichtsysteme zu vergleichen.
Der BMW war mit dem LED Licht ausgestattet. Insofern haben beide Fahrzeuge technisch gesehen die selben technischen Vorraussetzungen.
Auffällig ist dabei, dass der Mercedes deutlich flüssiger und ruhiger die einzelnen Bereiche anleuchtet bzw. auslässt. Auch die Leuchtweite kam mir sehr viel besser und heller vor. Dafür ist der BMW schneller, wenn es darum geht nach engen Kurven wieder aufzublenden oder einzelne auszublendende Bereiche zu erkennen. Wenn er sie auch ab und zu nicht richtig erkannt hat.


Der Rückweg über die Östereichische Autobahn bei 120 war problemlos und der Wagen genehmigte sich auf diesem 200 km gerade einmal 6 Liter.
Insgesamt endete die Tour mit einem Duchschnittsverbrauch von ca. 8 Litern. Ein absolut akzeptabler Wert für die Streckenform und dafür, dass ich dauernd offen gefahren bin.


Also ein rundum angenehmer Reisebegleiter. Die Frage, ob er 70000 Euro wert ist, lass ich mal so stehen. Aber es lässt sich jedenfalls sehr gut darin aushalten. Der 430 wird dem Wagen immer wegfahren, aber mit einem GranCoupe muss er sich auch nicht messen. Die neue Antriebsart ist wirklich ein Meilenstein kann man sagen und für die lässige Wochenend-Tour der optimale Begleiter.




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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 11:36

Aber wer will auch dauernd damit 200+ fahren?
Ich :P

peak_me

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 12:00

Der Bericht liest sich sehr angenehm - mit technischen Details unterbaut locker geschrieben, ohne in ein Referat über Fahrzeugbau abzugleiten.
danke dafür und für die schönen Bilder

Zitat

Auffällig ist dabei, dass der Mercedes deutlich flüssiger und ruhiger die einzelnen Bereiche anleuchtet bzw. auslässt. Auch die Leuchtweite kam mir sehr viel besser und heller vor. Dafür ist der BMW schneller, wenn es darum geht nach engen Kurven wieder aufzublenden oder einzelne auszublendende Bereiche zu erkennen. Wenn er sie auch ab und zu nicht richtig erkannt hat.
Bezieht sich dieser Absatz auf die Fernlichtautomatiken?

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 12:58

Wie fandest du die Sitzposition? Beim Vor-Mopf hab ich einfach keine vernünftige Sitzposition für mich einstellen können. Hat mich sehr gewundert, da ich sonst keine Probleme mit Mercedes habe.
:203: only

Hippias09

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 15:22

Wie fandest du die Sitzposition? Beim Vor-Mopf hab ich einfach keine vernünftige Sitzposition für mich einstellen können. Hat mich sehr gewundert, da ich sonst keine Probleme mit Mercedes habe.
Stimmt, das hätte ich noch erwähnen können. Anfangs hab ich nicht nicht so richtig wohl gefühlt..entweder war ich zu tief oder mein Kopf hat schon fast den Windschutzscheibenrahmen berührt. Aber nach langer Rumprobiererei hat es dann optimal gepasst :thumbup:
Als ich das 4er Cabrio gefahren bin, hatte ich aber nicht solche Probleme..

@ peak_me

Ganz richtig :)

solosi

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 16:10

Braucht der mit der 9G immer noch 6,5 Sekunden auf 100? Ich meine trotz des Mehrgewichts zum 430D, der ja 5.6 braucht, kann doch der Unterschied nicht so groß sein, oder?

Kaveo

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 16:14

Die 9G ist viel länger übersetzt als die 8HP, von daher zählt nicht nur Gewicht und Leistung bei der Beschleunigung.

Fabian-HB

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 17:30

Bis zum dritten Gang ist die 9G kürzer übersetzt. Im vierten Gang haben die 9G und 8HP dieselbe Übersetzung. Ab dem fünften Gang ist die 9G länger übersetzt.
Im hier relevanten Bereich bis 100 km/h ist die 9G also theoretisch im Vorteil.

Hippias09

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 17:43

Im hier relevanten Bereich bis 100 km/h ist die 9G also theoretisch im Vorteil.
Aber eben nicht praktisch :P
Es liegt aber auch vielleicht schon einwenig an der Getriebe und Motorsteuerung. So eine Gasannahme wie BMW in Sport, bekommt der Mercedes leider nicht in S hin.

nullstab

unregistriert

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 17:50

bidde?
Wie beschleunigst du denn? Immer schön nach Gnagwechsel vom Gas und die heftige Gasanahme des BMW auskosten? mehr als 100% Gaspedalstellung ist nciht möglich und bleibt bei der Beschleuigung konstant.

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