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MaxPower

Fortgeschrittener

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Dienstag, 4. September 2012, 22:27

Mercedes SL 500 | SIXT München

Anmietung: München
Rückgabe: München
Erhaltenes Fahrzeug: Mercedes SL500
Erhaltene Klasse: XTAN
Mietdauer: 3 Tage
Gefahrene Kilometer: 867
Verbrauch: 12,9l/100km
Listenpreis: 142.897 Euro



Anmietung:
Meine gebuchte Klasse war leider nicht verfügbar. Der RA meinte aber, er hätte dennoch etwas da, was mir bestimmt Spaß machen würde. Er wäre das Auto selbst ein paar Tage gefahren. Nach der Frage, ob mir ein Zweisitzer reichen würde präsentierte er mir stolz den Schlüssel des SL 500. An dieser Stelle ein großes Danke an :203:

Ausstattung:
Ich gestehe gleich, bei Mietwagen ist es mir egal, was zur Serienausstattung gehört und was Sonderausstattung ist. Letztlich zählt nur was er kann. Deshalb kann ich nur aufzählen was mir aufgefallen ist, auch wenn davon einiges sicherlich Serie ist:
- AMG-Paket
- Sportautomatik mit Schaltwippen am Lenkrad
- Navi mit Verkehrszeichenerkennung
- Distronic Plus
- Rückfahrkamera
- Sportsitze mit dynamischer Seitenwangenverstellung
- Toter-Winkel- und Spurhalteassistent


Außen:
Von vorne fällt zunächst der mächtige Kühlergrill auf. Und dann, wie breit dieses Fahrzeug ist. Mit 1,87m ohne Spiegel ist er sogar etwas breiter als eine E-Klasse. Lediglich beim Scheinwerferdesign bin ich mir noch nicht sicher, ob es mir gefällt. Was mir aber definitiv nicht gefällt ist das Heck und hier vor allem die Rückleuchten, die für meinen Geschmack zu lieblos aussehen und zu weit nach vorne gezogen wurden. Hier hätten sich die Designer mehr Mühe geben können. Die Schokoladenseite ist eindeutig die Seitenansicht: Die lange und flache Motorhaube steht dem Auto!



Innen:
Hier kann mich der SL deutlich mehr überzeugen. Mir gefällt das sternförmige Design der Lüfter. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, das lederbezogene Armaturenbrett ist tadellos verarbeitet. Ist man erstmal in die Ledersitze geschlüpft findet sich schnell eine angenehme Sitzposition. Hier wird der SL dem Premiumanspruch absolut gerecht.
Der Kofferraum fällt für das große Heck eher bescheiden aus. Mehr als zwei Bordtrolleys können bei geöffnetem Dach nicht verstaut werden. Zusätzlicher Stauraum findet sich aber noch hinter den Sitzen. Die Übersicht, gerade nach hinten, ist nicht unbedingt die beste. Mit Rückfahrkamera und toter Winkel Assistent schafft die Elektronik hier aber effektiv Abhilfe.


Bedienung:
Der letzte Mercedes ist eine Weile her. Das merke ich sofort als ich im Navi eine Adresse eingeben will. Die Bedienlogik des Command ist aber auch deutlich weniger intuitiv als die des BMW iDrive oder des MMI von Audi. Abgesehen von ein paar weiteren Mercedes-Eigenheiten (Stichwort Scheibenwischerhebel) findet man sich aber schnell zu recht. Auch das koppeln des Smartphones über Bluetooth und das abspielen von Musik klappt ohne Probleme.

Motor:
Der Motor ist ganz klar das Sahnestück des Autos. Der Schub aus allen Lebenslagen ist einfach enorm. Egal ob beim überholen auf der Landstraße oder beim beschleunigen auf der Autobahn, wenn man das Gaspedal voll durchdrückt geht es brachial voran. Auch jenseits der 200 km/h ist jederzeit genug Reserve vorhanden. Kurzzeitig bin ich auf der Autobahn hinter einem BMW M3 hergefahren, die Autos schienen dabei auf Augenhöhe zu sein.
Der Verbrauch ist dabei für ein Auto mit annähernd zwei Tonnen Gewicht und 435 PS mehr als angemessen. Wenn man sich extrem anstrengt sind laut Bordcomputer sogar unter 10l möglich. Da das aber bei einem SL 500 sicher nicht das Ziel ist, sind es am Ende 12,9l geworden.
Die acht Zylinder ergeben ein feines brabbeln beim Kaltstart. Ist der Motor aber erstmal auf Temperatur, ist bei niedrigen Drehzahlen kaum noch was zu hören. Und auch wenn man ihn ausdreht bleibt die Klangkulisse eher dezent. Dennoch ist der V8-Sound einfach ein Genuss.

Fahren:
Ein Sportwagen ist der SL nicht. Das zeigt sich schon nach den ersten Kurven. Dazu ist die Lenkung und das Bremsgefühl viel zu unpräzise. Das schnelle Gleiten ist eher sein Metier. Dennoch kann man das Auto auch schnell um Kurven bewegen, und vor allem sehr zügig wieder rausbeschleunigen. Wenn man es bewusst übertreibt kann man sogar kurzfristig das Heck ausbrechen lassen, das ESP greift hier aber sehr schnell wieder ein. Die 7-G-Sportautomatik hat in fast allen Fällen den richtigen Gang gefunden, lediglich wenn man beschleunigen kurz vom Gas geht und dann wieder Vollgas gibt kam sie kurzfristig durcheinander.
Weniger begeistert war ich vom Verhalten des SL auf der Autobahn. Ab 220 km/h ist das Auto für mein Verständnis zu nervös. Besonders erschreckend fand ich das Abbremsen von ca. 260 km/h, da in etwas größerer Entfernung ein LKW rauszog. Hier wurde der SL beängstigend leicht auf der Hinterachse, so dass man voll damit beschäftigt war, das Auto in der Spur zu halten.

Komfort:
Wenn man es gemütlich angehen lässt ist der SL hier voll in seinem Element. Das Geräuschniveau ist ausgesprochen niedrig und der Wagen federt sauber ab. Zu keiner Zeit kommt Hektik auf. Auch die Sitze erweisen sich als absolut langstreckentauglich. Bei schnellerer Kurvenfahrt hat sich auch die dynamische Anpassung der Seitenwangen der Sitze bewährt, hier bewegt man sich keinen Millimeter. Nervig ist das eher wenn man ganz normal auf einen Parkplatz abbiegt. Hier droht man auch ohne Unterstützung nicht aus dem Sitz zu fliegen.
Die Xenonbrenner leuchten auch nachts die Straße hell aus. Speziell mit Fernlicht war die Umgebung taghell. Auch die automatische Regelung bei Gegenverkehr funktionierte tadellos.
Die Assistenzsysteme funktionieren größtenteils zuverlässig. Einzig beim abstandsgeregelten Tempomat kam es gelegentlichen zu Fehlern. Der Mercedes SL war mein erstes Fahrzeug mit ACC. Dabei hat die Distronic mehrfach in leichten Kurven Fahrzeuge auf der rechten Spur irrtümlich vor mir gesehen und abgebremst. Ich empfand das als nervig, kenne aber die Systeme anderer Hersteller zum Vergleich nicht.

Fazit:
Der Mercedes SL 500 ist ein schneller Gleiter, kein Sportwagen. Das kann er aber richtig gut. Der V8 kombiniert mit dem komfortabel abgestimmten Fahrwerk ergibt hier einen stimmigen Gesamteindruck. Betrachtet man sich die potentielle Käuferschicht dürfte er bei seiner Zielgruppe großen Anklang finden. Für mich dürfte es aber etwas mehr Sportlichkeit sein.





PS: Sorry für die miese Bildqualität, das Wetter + Handy hat leider nicht mehr zugelassen :(

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Dienstag, 4. September 2012, 22:36

Diese analoge Uhr auf dem Armaturenbrett sieht leicht deplaziert aus... ;)

Aber sonst ein sehr netter Wagen, vorallem mit der Gewichtsreduktion die MB im Gegensatz zum Vorgänger erreicht hat.

Vielen Dank für den Bericht!

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LHO (05.09.2012)

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Mittwoch, 5. September 2012, 01:58

Sehr schöner Wagen. Wollte ich diesen Sommer gerne mal in LZM nehmen, aber in Nord- und Ostdeutschland war an dieses Auto kein rankommen. Deswegen freue Dich, dass Du so ein Sahnestück günstig ergattert hast. :thumbsup:

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PeterderMeter

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Mittwoch, 5. September 2012, 08:19

Schade, dass Mercedes den SL inzwischen so dermaßen mit dem SLK verwässert hat.

Sieht m.E. nach nix aus und da nehme ich 1000x lieber einen 6er von BMW.

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