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Uberto

Always Ultra

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Montag, 29. Juli 2013, 21:34

VW Golf VII 2.0TDI DSG Comfortline | SIXT München Flughafen


Farbe:
Tungsten Silber metallic
EZ: 2/2013
km-Stand: 23.744km (Abgabe)
gefahrene Strecke: 283km
Nutzungsprofil: 20% Stadt u. Kurzstrecke / 40% BAB (140-180km/h) / 40% Überland
Verbrauch: 5,7l/100km
Leistung: 150PS
Drehmoment: 320Nm
Motor: 2,0l 4-Zylinder Turbodiesel
0-100km/h: 8,6s
Vmax: 212km/h

LP (Testwagen): 30.535€

Ausstattung:
- Tempomat
- Navigationssystem Discover Media
- Mobiltelefoneinrichtung Comfort
- Einparkhilfe vorn und hinten
- Sitzheizung
etc.


Karosserie / Innenraum:
Nach sechs erfolgreichen Generationen des Volkswagen-Bestellers, ist seit wenigen Monaten die 7.Generation Golf erhältlich. Optisch hat sich bekanntlich kaum etwas getan, so ist auch der neue Golf optisch sofort als Golf zu erkennen und sieht dem Vorgänger auch sehr ähnlich. Unter dem Blechkleid wurde jedoch wesentlich mehr verändert als das nur kosmetische Äußere vermuten lässt.
Eine komplett neue Plattform wurde für ihn und seine Geschwister entwickelt, die so genannte MQB-Plattform auf der auf der Seat Leon, Audi A3 oder der Skoda Octavia basieren. Im Innenraum gibt es nun etwas mehr Raum für alle Mitfahrer, wenn auch nur unmerklich wenn man nicht mit dem Maßband vergleicht. Alles befindet sich am rechten Fleck und die Materialien wirken durch die Bank sauber eingepasst und haptisch ansprechend.
Die Seriensitze sind bequem, bieten guten Seitenhalt und lassen sich für jede Statur optimal einstellen. Die Bedienung erfolgt ebenso problemlos wie man es von einem Golf erwartet. Im Multimediabereich wurde endlich etwas getan und das verstaubte Navigationssystem RNS315 in Rente geschickt. Das neue System namens Discover Media, welches einen 6,5" TFT-Touchmonitor mit guter Grafikauflösung bietet. Das System arbeitet schnell, zuverlässig und ist leicht zu bedienen, so dass es eine wirkliche Empfehlung dar stellt und ein größeres System unnötig macht.
Die Koppelung von Mobiltelefonen klappt problemlos, nur das löschen von Endgeräten erschloss sich mir leider nicht. Was die Sprachqualität der Freisprecheinrichtung angeht, so ist diese ebenfalls sehr gut und der Anrufer versteht einen ebenso gut wie man den Anrufer im Fahrzeug versteht.



Motor / Getriebe:
Unter der Haube des 7er VW Golf werkelt ein neuer 2,0l 4-Zylinder Turbodiesel, der 150PS und 320Nm leistet. Diese Kraft reicht locker im Alltag für flottes und sportliches vorankommen aus und bietet einen kultivierten Lauf. Vibrationen sind zwar ebenso stets präsent wie auch das leichte Dieselnageln.
Wie für Dieselmotoren aus dem Hause Volkswagen & Co bekannt, verfügt auch der neue 2l-TDI über den geliebten oder gehassten Turbo-Kick zwischen 2.000U/min und 3.500U/min. So ist auch hier der nutzbare Drehzahlbereich relativ gering, da unter 1.800U/min nur sehr wenig passiert und in diesem Bereich der Motor etwas stärker Vibrationen entwickelt und sie an den Innenraum weiterleitet. Ab 1.900U/min hat der Turbolader dann vollen Druck aufgebaut und schiebt den 1,4t schweren Golf kräftig und nachhaltig nach vorne. Erst ab 3.800/min fällt die Drehmoment und Leistungskurve deutlich spürbar ab und die nächste Fahrstufe wird benötigt.
Für das sortieren der Gänge ist bei dem gefahrenen Golf-TDI das vielfach gelobte Doppelkupplungsgetriebe DSG mit 6-Stufen verantwortlich. Bis auf den zugkraftfreien Anschluss zwischen den Gängen, konnte ich an diesem Getriebe jedoch nicht viel Gefallen finden. Dies lag daran, dass es entweder Gänge zu lang hielt obwohl man beim cruisen schon mit niedrigeren Drehzahlen unterwegs sein könnte, oder aber bei sportlicher Fahrt drehte es die Gänge oft zu weit in den nahe zu leistungsfreien oberen Drehzahlbereich aus. Die Schaltvorgänge selbst waren unter Last angenehm ruckfrei, was sich jedoch bei langsamer Fahrt genau gegenteilig verhielt. Ebenso unpassend ist auch die Spreizung der einzelnen Gänge. So ist der Sprung vom 1. Gang zum 2. sehr kurz und auch der 6.Gang ist deutlich zu kurz übersetzt, was das Drehzahlniveau auf der Autobahn unnötig hoch steigen lässt. Was am meisten jedoch am DSG stört ist sein verzögertes Ansprechen beim rangieren.
So braucht das Getriebe immer eine lange Gedenksekunde bis es die aktuell eingelegte Fahrstufe angenommen hat und den bereits gegebenen Gasbefehl umsetzt! Besonders schlimm ist hier vor allem die Start-Stopp Automatik abgestimmt worden. Steht man an der Ampel und der Motor wird abgestellt schüttelt sich der Wagen erst einmal kräftig. Sprint er dann wieder an und man will anfahren passiert erstmal gar nichts!! Mit einem Schlag dann gibt es einen starken Ruck und der Golf eilt los, weil er weiß den Start gerade verpennt zu haben. Sorry Volkswagen, das geht so definitiv nicht und sollte umgehend überarbeitet werden!
Bluemotion steht ja nun bei jedem Volkswagen für den sparsamen Umgang mit Kraftstoff und so auch dieser 2,0l-TDI. Er ist mit einem Traumwert von 4,4 l/100km angegeben, der in der Praxis nur mit sehr sanftem Gasfuß erreichbar erscheint. In der Praxis steht eine 5 jedoch meist immer vor dem Komma, jedoch selten eine böse 6. Ich kam auf Grund durchweg flotter Fahrweise und viel Kurzstrecke auf einen annehmbaren Wert von errechneten 5,7 l/100km.



Fahreigenschaften:
Die Erwartungen an den VW Golf schraubt nicht nur jeder Kunde besonders hoch, nein der Konzern selbst hat ja für sich den Slogan ausgegeben, DAS Auto zu bauen. Also darf man hier getrost mit etwas strengerem Maß messen, wenn man diesen TDI über die Straßen bewegt.
Um es vorweg zu nehmen, dieser Golf macht alles richtig gut. So beherrscht er den Spagat zwischen Komfort und Sport sehr gut. Im Alltag sprechen die Federelemente sensibel auf jeglichen Untergrund an und schaffen es auch grobe Straßenschäden von den Insassen fern zu halten. Einzig mit Querfugen kommt die Vorderachse nicht ganz so gut klar und rumpelt etwas unbeholfen darüber hinweg.
Hat es der Fahrer eilig und muss von einer Kurve zur nächsten jagen, so wird dies nicht zu einer nervigen Angelegenheit sondern viel mehr zu einem spaßigen Abenteuer. Neutral und mit sehr später Untersteuerneigung durcheilt der Golf selbst enge Biegungen besonders leichtfüßig. Einen großen Anteil an dem guten und spaßigen Gefühl hat die neue Lenkung. Sie ist zwar etwas zu leichtgängig, dafür bietet sie eine sehr gute Rückmeldung und ist auch bei Wechselkurven angenehm direkt in ihrer Arbeitsweise.
Auch auf der Autobahn kann der neue Golf glänzen, da er selbst bei hohem Tempo stabil geradeaus läuft und es auch im Innenraum bis auf nervige Luftverwirbelungen an der A-Säule sehr ruhig ist.



Fazit:
DAS Auto ist der VW Golf sicherlich nicht ganz, aber er kommt einem perfekten Fahrzeug für jeden sehr nahe. Einzig die miese Abstimmung des DSG und der etwas volksunfreundliche Preis trüben das ansonsten sehr gute Bild dieses Beststellers.

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Montag, 29. Juli 2013, 21:56

Jap, Volkswagen kriegt das DSG nicht so richtig in den Griff. Hat mir auch den Spaß am Sharan vor ein paar Wochen ziemlich verhagelt. :60: für den Bericht.
Kosten seit 2009: 18,1 Cent/km

20d is ok!

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Montag, 29. Juli 2013, 21:59

Ich war zugegeben etwas schockiert, dass es so unharmonisch wirkt. In der Fachpresse wird es immer wieder über jeden Klee gelobt und als DAS Getriebe dargestellt. 8|
Da ist die 8-Stufen-Wandlerautomatik einfach nur traumhaft in allen Punkten in dem DSG deutlich überlegen.
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