Sie sind nicht angemeldet.

Rex

Meister der Effizienz

  • »Rex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 398

Registrierungsdatum: 23. Februar 2010

: 120994

: 7.73

: 377

Danksagungen: 5161

  • Nachricht senden

1

Freitag, 23. August 2013, 04:21

Toyota GT86 | Sixt Dresden Flughafen

Quer geht mehr



Daten zur Anmietung

Vermieter: Sixt
Station: Dresden Flughafen
gebuchte Klasse: SSMR (Wunsch: Toyota GT86)
erhaltene Klasse: SSMR

Erstzulassung: 07.08.2013
Kilometerstand Anfang: 759 km
Kilometerstand Ende: 1818 km
gefahrene Kilometer: 1059 km
Mietdauer: 3 Tage

Technische Daten

Leistung: 147 kW/200 PS bei 7000 U/min
Drehmoment: 205 Nm bei 6400-6600 U/min
Hubraum: 1998 cm³
Zylinder: 4/Boxer
Vmax: 226 km/h
0-100 km/h: 7,6 sek.
Leergewicht: 1305-1333 kg
Bereifung: Michelin Primacy HP, 215/45 R 17 V
Normverbrauch: 7,8 Liter/100 km
Testverbrauch: 8,0 Liter/100 km
Grundpreis: 30.450 €
Bruttolistenpreis: 31.000 €

Ausstattung

● Uni-Lackierung „C7P Racing Red“
7 Airbags (inkl. Knieairbag für Fahrer)
● Beifahrer-Airbagdeaktivierung
● ISOFIX-Kindersitzbefestigung, hinten
● Scheibenbremsen, vorne und hinten, innenbelüftet
Abblendlichtautomatik
● Nebelscheinwerfer, in den vorderen Stoßfänger integriert
● Scheinwerfer (Bi-Xenon) mit Scheinwerferreinigungsanlage
● Tagfahrlicht, LED-Technik
Heckleuchten mit LED-Technik
● Torsen®-Differenzialsperre an der Hinterachse
● 17“-Leichtmetallfelgen
● Reifenreparaturset
● Wärmeschutzverglasung, getönt, mit erhöhter Schutzwirkung gegen UV-/Infrarotlicht
● Außenspiegel, in Wagenfarbe lackiert, elektrisch einstell-, heranklapp- und beiheizbar
Fensterheber vorne, elektrisch, mit Auf-/Abwärtsautomatik und Einklemmschutz
● Heckspoiler, in Wagenfarbe lackiert
● Geschwindigkeitsregelanlage
● Klimaautomatik, Temperatur für Fahrer und Beifahrer separat regelbar
● Lederschaltknauf und Lederhandbremshebel
● Multimedia-Audiosystem Toyota Touch™ mit 6 Lautsprechern und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, inkl. AUX-Eingang und USB-Anschluss
● Navigationssystem Toyota Touch&Go™ (optional für 550 €), inkl. Tempolimit-Anzeige
● Smart-Key-System: schlüsselloses Öffnen/Verschließen der Türen und Starten des Motors per Start-/Stop-Knopf
● Sport-Lederlenkrad, 3 Speichen, mit roten Ziernähten, höhen- und längsverstellbar
● Sport-Pedale und Fußstütze aus Aluminium
● Sportsitze, Stoff, anthrazit
Fahrersitz, höhenverstellbar


Die angespannte Vorfreude

Wenn man heute an Toyota denkt, hat man als allererstes den ökonomischen Prius, den steifen Avensis oder den Stadtflitzer Yaris im Sinn. Doch noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts buhlten gleich drei markante Sportwagen des japanischen Großherstellers um unsere Aufmerksamkeit. Neben dem kraftvoll motorisierten Supra sorgten der kompakte Mittelmotorsportler MR2 sowie die traditionsgeladene Celica für sportliche Gefühle - alles Fahrzeuge, die im Motorsport um Siege fuhren und die Fanszene bereicherten. Doch jäh endete diese Phase, im Jahr 2005 verließ die letzte Celica die Werkshallen. Und selbst der kompakte Paseo war schnell passé. Was war passiert?

Die Zeiten ändern sich - damit müssen wir uns abfinden. Oder vielleicht doch nicht? Denn Toyota und Subaru haben erkannt, dass das alte Konzept eine Wiederbelebung verdient hat und sich ein emotionales Produkt glänzend neben braveren Gefährten im Showroom präsentiert. Schlussendlich siegt mit dem Toyota GT86, dem nahezu identischen amerikanischen Schwestermodell Scion FR-S und dem leicht abgewandelten Subaru BRZ wieder das klassische Konzept: Motor vorn, Antrieb hinten. Und die Reduktion auf das Wesentliche. Herausgekommen ist ein Fahrzeug, welches für unverzögerte Mundwinkelanpassung sorgen soll. Was kann es da Schöneres geben, als sich diesem Reiz hinzugeben?




Back to the 90s


Chapeau und Hut ab für diesen gnadenlose Mut, liebe japanische Freunde! Denn was Toyota mit dem FT-86 und dessen faszinierenden, rudimentären Eckpunten (200 PS Sauger, Boxer, Heckantrieb, geringes Leergewicht) letzten Endes gemacht hat, verdient Respekt. Strahlte das Concept-Car (FT steht für Future Toyota) noch geschliffene, unterkühlte Moderne aus, so wähnt man sich im Serienmodell GT86 direkt in der Zeit zurückversetzt. Und das liegt nicht nur am in den 90er Jahren populären roten Lack. Racing Red heißt er - die restlichen sechs Farben kosten Aufpreis.



Nein, auch die kompakte Coupé-Form knüpft so kantenlos an alte Zeiten an, als hätte Toyota die Celica niemals zu Grabe getragen. Auf 4,24 m Länge, 1,77 m Breite und nur 1,28 m Höhe verteilt sich ein klassisches Sportcoupé mit auffälligen optischen Zutaten im typisch japanischen Stil. Vorn räumen der angriffslustige Blick aus mit Leuchtdioden bestückten Bi-Xenon-Scheinwerfern und der alles einverleibende Kühlerschlund schnell die linke Spur frei, hinten sorgt der Sakana genannte Heckspoiler zwar nicht für viel Antrieb, dafür aber für hohe Erwartungen. Die zweifarbigen 17“-Leichtmetallräder könnten glatt der Tuningsszene entsprungen sein. Da werden wohlige Erinnerungen an den AE86 wach.




AE86 - das ist der zweitürige Corolla der 80er Jahre, der sich unter dem Namen Sprinter Trueno bzw. Corolla Levin einen festen Platz in der Driftszene etabliert hat. Darauf ist auch der Name des GT86 zurückzuführen, der seine Ahnen des Weiteren im Toyota Sports 800 sowie im 2000 GT aus dem 60er Jahren sucht und findet. Nicht zuletzt dieser heiße Sportwagen, der einem gewissen James Bond auf der Kinoleinwand den letzten Schlif verpasste, leiht dem GT86 seinen kecken Fensterschwung und das knackige Hinterteil. Und auch der neueste Toyota-Sportwagen bekommt muskelgeballte vordere Kotflügel, die ideal als Peilstäbe für Kurven jeglicher Art fungieren. Am Heck plustert sich ein angedeuteter Diffusor auf, umrahmt von zwei Endrohren mit 86 mm Innendurchmesser. Den Showgedanken vollübt auch der mit Fischflossen draptierte Heckflügel, der dem knackigen Fahrzeugabschluss mit seinen förmlich heraustechenden Klarglasheckleuchten im Tokyo-Drift-Style den letzten Schliff gibt. Doch es gibt optisch noch mehr zu entdecken.



Das markante Logo des GT86 findet sich am gesamten Fahrzeug wieder, selbst auf dem Lenkrad und den Fußmatten fehlt es nicht. An der Flanke wird die „86“ von zwei Kolben in die Zange genommen, die - logisch - natürlich in der Waagerechten liegen. Doch da hört die Liebe zum Detail noch nicht auf: Symbolisch stellt das Logo ungeniert zudem vier driftende Räder dar. Da weiß man, wo genau die Entwickler in ihren Gedanken waren.




Geentert durch die rahmenlose Türen, erblickt uns ein kuschelig enges, kunststoffschwarzes und japanisch souverän verarbeitetes Interieur, welches sich unter Zuhilfenahme von roten Ziernähten, echten Aluminiumpedalen, silbernen Verkleidungen und einem Zierteil in Carbon-Optik noch galant der Nüchternheit entzieht. Die vorhandenen Lederimitationen erhöhen auf charmante Weise den Sympathiewert. Und nicht nur die Digitalanzeigen der Zweizonen-Klimaautomatik sind auf der Retro-Welle, auch die Materialien geben ein typisches Fahrzeug aus den 90er Jahren wieder und senden damit sentimentale Botschaften - ein Jungbrunnen sozusagen. Allein schon der etwas zu weiche Stoff der gut passenden Sportsitze könnte glatt als Second-Hand-Schonbezug durchgehen. Nicht einmal der Smart-Key-Funkfernschlüssel strahlt auch nur den Hauch von Noblesse aus. Wer teutonische Akribie erwartet, hat den erschwinglichen Japan-Sportler nicht verstanden. Was hätte aber auch Chromschmuck und luftig aufgeschäumte Lederlandschaften in dieser reduzierten Fahrmaschine verloren? Richtig, nichts.




Und so rückt forschen Blickes die kleine Uhrensammlung in den Fokus, die als zentrales Element - Porsche sei gegrüßt - den Drehzahlmesser in angenehmer Dimension präsentiert, ergänzt um ein Mäusekino. Einmal an richtiger Stelle Platz genommen, wandern die Augäpfel allenfalls noch auf das etwas fummelig zu bedienende Navigationssystem mit Touchscreen und seiner leicht angestaubten Grafik. Immerhin verfügt dieser Weglotse über eine annähernd als zuverlässig geltende Tempolimtit-Anzeige. Das daran angeknüpfte Soundsystem hat den Namen leider nicht verdient, denn die sechs Lautsprecher geben Musikstücke nur sehr dünn wieder oder übertragen bei angepasster Justierung des Equalizers lästige Vibrationen über die Seitenverkleidung. Da bleibt nur zu hoffen, dass vielleicht der Motor nach etwas klingt.



Hoffnungen auf ein gutes Platzangebot kann man dagegen schnell begraben. Vorn wird man bereits von den serienmäßigen Sportsitzen gut in Beschlag genommen und von oben droht der schwarze Dachhimmel. Hinten dagegen - und dafür sollte man extrem gelenkig sein - sind Beine wie Streichölzer von entscheidendem Vorteil. Das Fondabteil kann lediglich als Notlösung oder als zusätzliche Ablage herhalten. Oder aber als ebene Ladefläche, wenn man die Rückbank umlegt. Dann stehen mehr als 600 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Ansonsten kann man lediglich maximale 243 Liter durch die kleine Ladeöffnung zwängen. Für einen kompakten Sportler ist das ein noch ausreichendes Maß, die praktische Seite im Alltag geht demnach nicht komplett unter.



Sehr beachtlich fällt die umfangreiche Serienausstattung hierzulande aus, die kaum Wünsche offen lässt. Für nur 30.450 € wird daraus demnach ein faires Angebot. Lediglich heckseitige Parksensoren könnte man sich wünschen, denn mit der Übersichtlichkeit ist es aufgrund des hohen Heck, der dicken B- und C-Säule sowie der störenden dritten Bremsleuchte nicht sonderlich gut bestellt. Die Parkhilfe steht für 390 € in der Optionenliste. Für zusätzliche 1700 € kann man es sich auf Leder-Alcantara-Sitzen bequem machen. Freunden des Fremdschaltens wird eine 6-Stufen-Wandlerautomatik mit Schaltwippen am Lenkrad gegen einen Aufpreis von 1550 € angeboten. Am gefahrenen Testwagen wird es zur Euphorie des aktiven Fahrers jedoch bei der serienmäßigen 6-Gang-Handschaltung belassen.



Ungefilterte Fahrfreude


Im Lastenheft stand wohl nur so viel: Spaß muss er machen. Und zwar - anders als mit der dominierenden Idee - nicht durch blanke Power, sondern durch ein ausgeklügeltes Balancing. Da der GT86 auf keinem Serienmodell aufbaut, konnte man komplett bei Null beginnen und Sportlichkeit in jeden Winkel einfließen lassen. Schnell war geklärt, dass wiederum ein 2-Liter-Motor wie in seligen Celica-Zeiten für den Antrieb sorgen soll. Wie ehedem wurde ein quadratisches Maß gewählt - Hub und Bohrung betragen wie im alten Toyota-Block exakt 86 mm. Da wäre sie also wieder, diese ominöse Zahl. Nur diesmal hat man sich Subaru mit ins Team geholt, der Spezialist für Allradsysteme und Boxermotoren.



Der Vierradantrieb war mit Sicherheit nie ein Thema, denn die Kraftübertragung auf alle Räder kostet in erster Linie Gewicht. Und genau dieses sollte unter Berücksichtung moderner Anforderungen so niedrig wie möglich ausfallen. Zudem stand Traktion nie groß im Lastenheft, auch wenn ein Torsen-Differenzial mit bis zu 25 % Sperrwirkung beim GT86 zum Serienumfang gehört und für ungemeine Neutralität auch in schnell gefahrenen Kurven sorgt. Uneingeschränkt folgt der GT86 der Ideallinie: Die Lenkung arbeitet chirurgisch messerscharf, präzise wie ein Schweizer Uhrwerk, liefert einen Berg an Rückmeldung und lässt uns von Antriebseinflüssen verschont. Das ideal geformte Lederlenkrad liegt griffig in der Hand und lässt sich behände zirkeln. Mit diesem Werkzeug nimmt der GT86 Züge einer blechgewordene Marionette an, die sich in Höchstform von Kurve zu Kurve schlängelt.

Es sei denn natürlich, man will es nicht anders. Quer geht schließlich mehr. Dafür sorgen an dieser Stelle die zu recht gescholtene Michelin Primacy HP-Bereifung, die im gleichen Format den Prius Hybrid Synergy Drive zu Sparsamkeitsrekorden antreiben. Das kann eigentlich nicht funktionieren. Soll es wohl aber auch nicht. Und so kommt es, wie es kommen muss: Die Hinterräder erhalten bei liebevoller Behandlung des Gaspedals ohne Zögerung rasch eine Überdosis Schlupf und verlieren ihre Seitenführungskraft, da sie bereits vom gar nicht so drehmomentschwachen Antrieb malträtiert werden. So sorgen die nur 215 mm breiten Pneus für spätpubertäre akustische Aufmerksamkeit und setzen im Hänsel und Gretel-Stil kleine Markierungen auf den Asphalt, damit man nach getaner Arbeit am Volant den Weg wieder nach Hause findet. Wer mit dieser Bereifung Bestzeiten auf dem Rundkurs erwartet, glaubt wohl auch noch an freie Wahlen in der DDR. Nicht zuletzt dieser Standardbereifung ist es zu verdanken, dass sich der kesse Japaner unter Freudentränen immer lang genug im Grenzbereich aufhält. Überraschungsmomente? Die gibt es auch mit komplett deaktivierter Fahrdynamikkontrolle nicht, denn das Handling ist an Ausgewogenheit kaum zu übertreffen. Dass der Wagen vollgetankt und mit einem schlanken Fahrber bepackt bereits über 1,3 Tonnen wiegen soll, wird vom Gefühl schnell als unwahr abgestempelt. Angesichts dieser ungefilterten Agilität ist die Operation geglückt.



Doch einen Sportwagen zeichnet naütrlich auch ein kraftvoller Motor aus. Als Maßzahl sind 200 PS gesetzt - eine Zahl, die auch noch heute zu beachtlichen Fahrleistungen anspornen kann. Die Wahl fiel beim Volkssportler auf einen im Wesentlichen von Subaru stammenden Boxermotor, der dank seiner Konstruktion den Schwerpunkt auf niedrige 460 mm senkt und damit das sprichtwörtliche Brett auf der Straße zurück in den Kopf des Fahrers bannt. Dank waagerecht arbeitenden Hubkolben ist ein innermotorischer Massenausgleich nicht notwendig. Der Verzicht auf eine Aufladung kommt der Ansprech- und Dosierbarkeit zugute. Der rechte Fuß scheint unmittelbar am Gashahn zu sitzen und befiehlt dem auf höhere Drehzahlen ausgelegten Saugmotor in erquicklicher Spontanität den jubelnden Ritt in den roten Bereich bei 7400 U/min, nachdem der mit kombinierter Saugrohr- und Direkteinspritzung ausgerüstete Vierzylinder bei 7000 U/min seine Höchstleistung von immerhin 200 PS erreicht hat. Begleitet wird die Drehzahlorgie von einem sonoren Grummeln, welches bestimmend - aber nie krawallig - für sportliches Flair sorgt. Der Motor klingt jedoch trotz des angebrachten Resonanzrohres nach nicht viel, gibt sich am Drehzahllimit eher gequält und unterscheidet sich akustisch kaum von einem herkömlichen Reihenvierzylinder. Den sprotzelnden, muskulösen Sound eines Subaru Impreza WRX STi sucht man vergeblich.



Und auch der viel gewünschte Turboschub ist - irgendwie logisch - nicht vorhanden. Immerhin 205 Nm sind als Höchstwert angegeben. Über einen weiten Drehzahlbereich liegen bereits 200 Nm an. Tja, wäre da nicht der schwache mittlere Sektor, den bereits das Drehzahldiagramm offen herausstellt und im Fahreindruck deckungsgleich wiedergegeben werden kann. Zwischen 3000 und knapp 5000 Touren fällt der Motor in ein tiefes Drehmomentloch - da erfolgt der Wechsel von Saugrohr- und Direkteinspritzung - und erzeugt damit schnell einen schlappen Eindruck. Hat man es erst einmal durch das Tal gebracht, macht der Boxer helle Freude und bringt den wuseligen Japaner in gemessenen 7,1 Sekunden auf Landstraßentempo. In diesem Zusammenhang ist es umso verwerflicher, dass statt einer angebrachten Öl- nur eine Wassertemperaturanzeige vorhanden ist. Bevor es also richtig zur Sache geht, bleibt man vorsichtshalber einige Zeit im Schongang.

Doch auch das lässt sich aushalten, denn im unteren Drehzahlbereich bietet das Triebwerk kein Quäntchen weniger, als man von einem 2-Liter-Saugmotor erwarten kann. Die Fahrbarkeit im Alltag ist ausgesprochen gut, zumal die Anschlüsse der harmonischen Handschaltung passen.



A pro po Handschaltung: In Zeiten von immer besser werdenden Wandlerautomaten mit inflationell steigenden Gangzahlen und flipperigen Doppelkupplungsgetrieben ist sie ein Relikt alter Tage. Und sie funktioniert bestens. Über kurze Wege und mit knackiger Präzision serviert sie Gang um Gang, das Zusammenspiel mit der strammen Kupplung ist perfekt abgestimmt. Auch wenn das länger gestufte Automatikgetriebe auf irrsinnige Weise optional angeboten wird: Im Handschalter findet sich der Clou des gesammten Konzepts. Der Fahrer wird unmittelbar ins Geschehen eingebunden, hält den Hochdrehzahlsauger mit motorischem Feingefühl im idealen Lustlevel und schaltet lieber einmal zuviel als zuwenig. Der VSC Sport-Modus erlaubt einen sicheren Vorgeschmack auf die fahrdynamischen Qualitäten. Es vergeht nicht viel Zeit und die Fahrdynamikkontrolle VSC wird komplett in den Ruhemodus geschickt und das Zwischengas perfekt dosiert, so dass man im Adrenalin förmlich schwimmt und hektisch nach dem Rennfahrerhelm kramt. Nur - ist man wirklich schnell?



Nein, da sieht der doch etwas schlappe GT86 oft nur noch das Heck seiner Mitstreiter, zumal den Bremsen der entscheidende Biss fehlt. Die perfekt harmonisierten Automatiksportler heutiger Zeit mit ultrakurzen Schaltzeiten und beinahe ohne Turboloch agierenden Winzmotörchen mögen zwar objektiv schnell sein, haben mit dem ungefilterten Fahrerlebnis vergangener Tage jedoch nicht mehr viel gemein. Einzig im GT86 (und freilich dessen Geschwister) wird man als Fahrer noch gefordert und selbst der Beifahrer wird etwas in Mitleidenschaft gezogen. Die Federung spricht auf kurzen Wellen eher holprig an und federt straff aus, Straßen mit Kopfsteinpflaster sollte man seinen Zahnfüllungen zuliebe besser meiden. Über längere Wellen dagegen gleitet der Toyota weitaus besser, ein sportlich ausgelegter Kompaktklassewagen federt dann auch nicht geschmeidiger. Selbst, wenn der Rücken nach einer Weile meckert: Lechzend carvt man sich durch die blühende Landschaft und lässt touristische Attraktionen gern links liegen. Trotz des klein bemessenen 50-Liter-Tanks sind auch bei motivierter Fahrweise angemessene Verbräuche zu erzielen. Toyota verspricht 7,8 Liter - und hier wären wir wieder bei der vielzitierten Ehrlichkeit, die seinen EU-reglimentierten Downsizing-Konkurrenten komplett abgeht. Pro 100 km fließen durch die Spritleitungen des GT86 auch bei genüsslicher Auskostung des Hochdrehzahlkonzeptes und der - man beachte den dafür ungünstig abgestuften ultralangen 6. Gang, der theoretisch bis knapp 300 km/h reicht - akzeptablen Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h moderate 7,5 bis 8,5 Liter Super Plus. Spätestens nach rund 600 km müsste man dann also doch aussteigen und nachtanken.



Aussteigen? Wieso?


Leider hat jede Fahrt mal ein Ende, so auch diese im GT86. Doch Umwege werden mit Freuden in Kauf genommen und auch die Ausfahrt im Kreisverkehr verpasst man gern. Er begeistert, das alte Konzept nach längst vergessener Schule in unserer reglimentierten, glattgeschliffenen Zeit funktioniert immer noch. An alle Wettbewerber ist folgender Ratschlag gerichtet: Der Hüftspeck muss weg! Andernfalls gibt es im Preisbereich im 30.000 € schlichtweg keine annähernd so spaßige, grundehrliche Alternative. Und so bleibt der GT86 sympathisch einzigartig.



Pro

+ neutrales Handling mit hoher Kontrollierbarkeit
+ komplett abschaltbares ESP
+ präzise, rückmeldungsstarke Lenkung
+ knackige Schaltung
+ angemessener Verbrauch
+ umfangreiche Serienausstattung
+ fairer Preis




Contra

- Motor bei mittleren Drehzahlen lustlos
- kleine Anfahrschwäche
- zu lang gestufter letzter Gang
- teilweise etwas umständliche Bedienung
- knapp bemessener Tank
- etwas tristes Ambiente
- geringes Platzangebot
- wenig komfortables Fahrwerk
Das Leben ist zu kurz, um langsame Autos zu fahren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rex« (23. August 2013, 04:52)


Es haben sich bereits 63 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Hobbes (23.08.2013), Oberhasi (23.08.2013), Dr@gonm@ster (23.08.2013), Humax (23.08.2013), dmx (23.08.2013), sosa (23.08.2013), Touaregstef20 (23.08.2013), Pieeet (23.08.2013), detzi (23.08.2013), olmedolme (23.08.2013), Mietkunde (23.08.2013), Satrian (23.08.2013), Il Bimbo de Oro (23.08.2013), idakra (23.08.2013), Sportii (23.08.2013), EUROwoman. (23.08.2013), Jan S. (23.08.2013), Stepen (23.08.2013), rulfiibahnaxs (23.08.2013), Philipp (23.08.2013), Fabulant (23.08.2013), Grün07 (23.08.2013), mauro_089 (23.08.2013), Mechnipe (23.08.2013), passi_g (23.08.2013), Baaken89 (23.08.2013), Uberto (23.08.2013), ehrenfried (23.08.2013), Esox (23.08.2013), Gran Turismo (23.08.2013), Ricardo (23.08.2013), El Martino (23.08.2013), Niko (23.08.2013), (23.08.2013), Brabus89 (23.08.2013), Kurt. (23.08.2013), masterblaster123 (23.08.2013), FeloLux (23.08.2013), charly250 (23.08.2013), Theo. (23.08.2013), KoerperKlaus (24.08.2013), Geigerzähler (24.08.2013), Bluediam0nd (25.08.2013), Kami1 (25.08.2013), fangio (25.08.2013), RosaParks (25.08.2013), nsop (25.08.2013), Timbro (25.08.2013), upgrade (25.08.2013), Driver_123 (25.08.2013), doncarlo (25.08.2013), markus_ri (26.08.2013), nic-o (26.08.2013), Hotroad1312 (26.08.2013), spooky (26.08.2013), th-1986 (26.08.2013), gwk9091 (26.08.2013), Turboman (27.08.2013), FlashGordon (28.08.2013), Symmy (28.08.2013), Thofei (02.09.2013), Radio/Active (06.09.2013), (12.09.2013)

sosa

If you want to save the planet: Drive fast...

Beiträge: 1 140

Registrierungsdatum: 5. September 2012

Aktuelle Miete: Was für 1 Miete?

Danksagungen: 1812

  • Nachricht senden

2

Freitag, 23. August 2013, 06:09

Danke für den ausführlichen Bericht, liest sich gut!

Bin den Subaru BRZ bei Markteinführung mal für nen Tag gefahren, war auch sehr angetan! Aber von der Leistung etwas enttäuscht... Dachte der hätte 250-350 PS... :D
Ich weiss, wir hatten das schonmal. Aber so ist es nen cooles Auto. Für 30k würde ich mir gebraucht doch etwas anderes kaufen.

DENNOCH: Gutes Fahrzeug was Spaß bringt.

Edit: Ach, das liest sich komisch. Ich bin zu früh wach..

Ist der Motor kalt . . . gib ihm Sechs'nhalb


Rex

Meister der Effizienz

  • »Rex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 398

Registrierungsdatum: 23. Februar 2010

: 120994

: 7.73

: 377

Danksagungen: 5161

  • Nachricht senden

3

Freitag, 23. August 2013, 18:23

Bin den Subaru BRZ bei Markteinführung mal für nen Tag gefahren, war auch sehr angetan! Aber von der Leistung etwas enttäuscht... Dachte der hätte 250-350 PS... :D
Ich weiss, wir hatten das schonmal. Aber so ist es nen cooles Auto. Für 30k würde ich mir gebraucht doch etwas anderes kaufen.

Ich weiß auch nicht, warum die Kritik an der Leistung beim BRZ/GT86 so immens ist. Klar, er ist ein Sauger und hat damit nur 205 Nm - das spezifische Drehmoment von fast 103 Nm je Liter ist für einen Saugmotor aber völlig okay, zumal schon recht früh rund 200 Nm anliegen (Verweis auf das Drehmomentdiagramm sowie der Leistungsmessung im Supertest der Sport Auto 04/2013). Ein Turbo mit einem breiten, sehr frühzeitigen Drehmomenthoch ist es nun mal nicht - eben noch klassischer Motorsport. Die "Luftpumpen" von Civic Type R und Clio R.S. (beide rund 200 PS) fand ich schon immer faszinierend. Nunmehr ist der Clio ein 1,6-Liter Turbo mit Doppelkupplungsgetriebe und auch Motorspezialist Honda muss beim neuen Civic Type R (wie der Clio nur noch als 5-Türer) auf einen Turbo-Vierzylinder umschwenken. Das ist doch langweilig! So gut wie jeder Hersteller bietet R4-Turbobenziner an, die sich immer weniger voneinander unterscheiden.

Die Konkurrenten des BRZ/GT86 sind wohl der Peugeot RCZ (den gibt es aktuell nur bis max. 200 PS, 1.6 THP, stärkere Sportversion folgt noch in diesem Jahr) und der VW Scirocco (ab 122 PS TSI/140 PS TDI, max. 265 PS im Sportmodell), der jedoch optisch einen anderen Weg geht. 200 PS, egal ob aus einem Sauger oder einem Turbo, sind für diese Größen-, Gewichts- und Preisklasse meines Erachtens völlig okay. Der MX-5 (ja, der ist noch etwas leichter!) macht mit 160 PS aus seinem Zwoliter auch schon tierisch Spaß. Mehr Power könnte man sich trotzdem wünschen. Mein Wunsch wäre ja, dass sie das Drehmomentloch stopfen (dann ist der Sprint 0-100 sicherlich auch in nur 6,5 Sekunden drin) oder aus dem Hochdrehzahlkonzept durch Drehzahl- oder Hubraumerhöhung mehr Leistung schöpfen. So verbindlich in der Gasannahme ist eben nur ein Sauger, der leider ausstirbt (obwohl er sauber nach EU5 ist und dank DI einen sehr niedrigen Minimalverbrauch hat, plus geringe Verbrauchsstreuuung nach oben), auch wenn ein Kompressor sicherlich die Charakteristik des Zwoliters deutlich verbessern könnte. Mittlerweile sind wir bloß alle irgendwie turboverseucht...

Ich muss zugeben, dass ich den GT86 reizvoll finde. Die aufgerufenen 31.000 € für das Standardmodell mit dem günstigen Navisystem (ich würde aber noch mal 550 € für die Metallic-/Perleffekt-Lackierung investieren, plus Lederausstattung) sind trotz der umfangreichen Serienausstattung (in D gibt es nur die GT-Version, in Japan oder USA ist die Ausstattung abgespeckt) schon eine Hausnummer. Aber wer zahlt heute schon den BLP? Als Cabrio ist der GT86 sicherlich sehr reizvoll und ein toller Konkurrent des Mazda MX-5. Kleine, bezahlbare, aber spaßträchtige Wägelchen gibt es nicht gerade viele. Der GT86/BRZ hat durchaus wie der MX-5 Klassikerpotenzial.

Leider hat der GT86 auch noch einen verdeckten Nachteil: Er nutzt das brandgefährliche Kältemittel R-1234yf!
Das Leben ist zu kurz, um langsame Autos zu fahren.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

dd-study269 (23.08.2013), Geigerzähler (24.08.2013), fangio (25.08.2013)

Il Bimbo de Oro

auf der Suche nach dem Bööööp...

Beiträge: 10 468

Registrierungsdatum: 28. Juni 2009

: 18652

: 8.22

: 60

Danksagungen: 10054

  • Nachricht senden

4

Freitag, 23. August 2013, 20:43

Mittlerweile wird wieder das alte Kältemittel verwendet. Toyota beruft sich darauf dass irgendein Subaru Wrx Sti von 98 der Vorgänger sei.

Es sagt ha keiner was gegen das Konzept. Ich fände es nur toll, gäbe es optional (!!) ne Turbo Version.
THE KING OF ROME IS NOT DEAD

Rex

Meister der Effizienz

  • »Rex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 398

Registrierungsdatum: 23. Februar 2010

: 120994

: 7.73

: 377

Danksagungen: 5161

  • Nachricht senden

5

Freitag, 23. August 2013, 20:57

Der Testwagen hatte jedenfalls noch den Sticker an der Motorhaube. Ich habe es heute aber auch in den Nachrichten gehört, dass unter anderem auch Toyota wieder das alte Kältemittel verwendet. Das geht allerdings nur über den Umweg einer alten Typengenehmigung - so, wie es Mercedes mit der neuen A-Klasse gemacht hat.

Man kann sich eigentlich recht sicher sein, dass der 200 PS-Boxer noch nicht das Ende vom Lied ist. Mir persönlich würde der 2,5-Liter-HDZ-Sauger wohl am besten schmecken, beim Turbo hätte ich Zweifel, ob er mitsamt Ladeluftkühler unter die flache Motorhaube passt. Zudem sollte man die Thermik beachten und den Antriebsstrang samt Getriebe auf das höhere Drehmoment auslegen. Optional werden ja schon jetzt Turbo- und Kompressor-Kits angeboten. Die Tuningszene weiß sich eben zu helfen...
Das Leben ist zu kurz, um langsame Autos zu fahren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rex« (23. August 2013, 22:54)


Uberto

Always Ultra

Beiträge: 9 555

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2009

Wohnort: Bayern bei Deutschland

Beruf: Querdenker

Verbrauch: Spritmonitor.de

: 171487

: 7.11

: 824

Danksagungen: 20850

  • Nachricht senden

6

Freitag, 23. August 2013, 21:19

Danke für den hervorragenden Bericht zum GT86 :118: :118:
Ich glaube als Handschalter muss ich ihn noch einmal fahren, aber nach der Automatik-Version hatte ich eigentlich genug von ihm :106:
Die Kombination aus leichter Coupé Karosse, Saugmotor mit Hochdrehzahl und Heckantrieb ist wirklich sehr, sehr reizvoll. Aber wenn Saugmotor, dann würde ich mir einen BMW-R6 mit 3,0l-Hubraum wünschen :love:
Dafür einfach die Rückbank raus und als 2-Sitzer ausweisen und fertig ist ein wahrer Traumsportler! Das BMW Z4 Coupé E86 wäre solch ein Fahrzeug gewesen, nur war die Karosserie leider zu schwer (~1,5t Leergewicht).
Leute, lasst Euch nicht hybridisieren! Und bleibt hart am Gas! :117:
Mein Auto Test-Blog

Beiträge: 106

Registrierungsdatum: 20. Juli 2013

: 16281

: 10.27

: 60

Danksagungen: 258

  • Nachricht senden

7

Freitag, 23. August 2013, 21:26

Danke für den tollen Bericht, liest sich wirklich sehr gut. :thumbup:

Da das ja nicht der erste Bericht über dieses interessante KFZ ist, sollte man den wohl wirklich mal ein Wochenende testen.
Ich würde ihn allerdings auch nur als Schalter nehmen. :117:
:117:

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Il Bimbo de Oro (25.08.2013)

Rex

Meister der Effizienz

  • »Rex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 398

Registrierungsdatum: 23. Februar 2010

: 120994

: 7.73

: 377

Danksagungen: 5161

  • Nachricht senden

8

Sonntag, 25. August 2013, 00:40

Ich würde ihn allerdings auch nur als Schalter nehmen. :117:
Unbedingt! :thumbup: Es ist sowieso schleierhaft, warum der Wagen überhaupt mit Automatik angeboten wird. Den ganzen "Ich mag nicht mehr schalten wollen"-Trend in allen Ehren, aber bei diesem Konzept ist das blanker Verrat. Ich vermute, dass dann auch viel von der Spontantität im Wandler verloren geht - vom Extra-Gewicht ganz zu schweigen.

Meiner Phopie zu jedem unnötigen Gramm Fahrzeuggewicht ist es auch geschuldet, dass ich den roten GT86 bekommen habe. Zu Beginn der Miete wurde ich gleich gefragt: "Rot oder Weiß?"

Ich enthielt mich einer entschlossenen Meinung und ließ wählen. In der Hoffnung, dass sowieso der etwas neuere Rote gewählt wird. Denn dieser verfügt über die standardmäßge Stoffsitzausstattung, die sich im Sommer ja prinzipiell besser macht als schweißtreibende Kuhhaut. Der weiße GT86, mit der optionalen Leder-Alcantara-Ausstattung gesegnet - hätte äußerlich aber ungleich besser ausgesehen. Wenn ich gewusst hätte, dass sich die Stoffsitze so primitiv anfühlen, hätte ich auf besagte Frage wohl lieber "Weiß" statt "Weiß nicht" geantwortet...

Der Z4 sDrive35is - immerhin der heißeste Roadster, den uns BMW zu gegebener Stunde anbieten kann - hat mir offenkundig gezeigt, dass Leistung nicht alles ist. Er fühlt sich leider - im Gegensatz zum GT86 - sehr beleibt an und ist ein großer Freund des Eingangsuntersteuerns, ehe er dann im Ausgang seine Leistung auf den Asphalt wälzt und gnadenlos Traktion verliert. Tut mir leid, da habe ich viel mehr Spaß in einer neutral ausgelegten Fahrwerkskonstruktion wie im GT86, der allenfalls kontrolliert schwänzelt oder den vorneweg geplanten Drift bringt...
Das Leben ist zu kurz, um langsame Autos zu fahren.

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Uberto (25.08.2013), Geigerzähler (25.08.2013), Pieeet (25.08.2013), ehrenfried (25.08.2013), sosa (26.08.2013)

nic-o

Schüler

Beiträge: 58

Registrierungsdatum: 10. Juli 2013

Wohnort: Perth, WA

Danksagungen: 184

  • Nachricht senden

9

Montag, 26. August 2013, 02:39

Danke für den tollen Bericht! Liest sich super. Wie schaut das mit Platz aus, Kopp zur Decke etc? Mit knapp 2 meter hab ich da so meine bedenken, ob das hinhaut, allerdings ist Jeremy Clarkson auch nicht kleiner und bei dem scheints ja auch gepasst zu haben... Denke ich hol den mir auch mal, hab lust auf nen Handschalter mal wieder.

Rex

Meister der Effizienz

  • »Rex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 398

Registrierungsdatum: 23. Februar 2010

: 120994

: 7.73

: 377

Danksagungen: 5161

  • Nachricht senden

10

Montag, 26. August 2013, 14:25

Danke für den tollen Bericht! Liest sich super. Wie schaut das mit Platz aus, Kopp zur Decke etc? Mit knapp 2 meter hab ich da so meine bedenken, ob das hinhaut, allerdings ist Jeremy Clarkson auch nicht kleiner und bei dem scheints ja auch gepasst zu haben... Denke ich hol den mir auch mal, hab lust auf nen Handschalter mal wieder.

Bei mir waren vielleicht noch 20 cm Platz, aber ich bin auch kein Sitzriese und nur 1,70. Ich habe wunderbar hinters Steuer unter die flache Kanzel gepasst. Hinter mir war an Sitzen allerdings schon nicht mehr zu denken (siehe Bild). Das hatte ich so krass meines Wissens auch noch in keinem anderen Viersitzer.

Das heißt also, dass der Verstellbereich - nach vorn oder hinten - nicht üppig ist. Außerdem lässt sich das Lenkrad für Großgewachsene nicht sehr weit in Höhe und Tiefe verstellen. Ich würde dir also als "Langer" raten, vorher eine Sitzprobe im Autohaus zu machen, bevor es unangenehme Überraschungen gibt.

Meine Wenigkeit hat dagegen wie gesagt sehr gut Platz nehmen können, wenn ich den nicht höhenverstellbaren Gurt (zu hohe Führung!) mal außer Acht lasse. Ich habe jedoch auch im Mazda MX-5 super sitzen können. ;)
Das Leben ist zu kurz, um langsame Autos zu fahren.

Uberto

Always Ultra

Beiträge: 9 555

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2009

Wohnort: Bayern bei Deutschland

Beruf: Querdenker

Verbrauch: Spritmonitor.de

: 171487

: 7.11

: 824

Danksagungen: 20850

  • Nachricht senden

11

Montag, 26. August 2013, 15:41

Ich als Vertreter der korpulenteren Personen konnte auch problemlos mit 1,78m sitzen und empfand mich optimal ins Fahrzeug integriert. Ein Fiat 500 beispielsweise war absolut eng gegen den Toyota und die Kopffreiheit sollte bis 1,90m auch keine Probleme darstellen.

Ich bin nun ~350km mit dem kleinen Driftkönig gefahren und bin restlos begeistert von dem Wagen als Handschalter ! Es ist wirklich krass wie unterschiedlich der Wagen nur an Hand des Getriebes ist. Dies hätte ich mir so nie im Leben vorstellen können.
So spricht der Handschalter wesentlich direkter an, hat deutlich passendere Anschlüsse, bietet schon genügend Kraft unterhalb des Drehmomentlochs (3.000 - 5.000U/min) und er klingt merklich besser!
Komischerweise wirkte der Automatik-GT86 auch nicht so leicht zum Driften zu bringen wie der Schalter, der nochmal leichter am Heck wirkte und so eine Ecke handlicher wirkte. Aus diesem Grund würde ich auch nie ein Cabrio vom GT86 fahren wollen, da ich vermute hier würde das sehr gute Verhältnis aus Gewicht, Handling und Leistung kaputt gehen durch die nötigen Versteifungen der Karosserie.

Mein Verbrauch bei viel Kurzstrecke und Driftfahrten lag bei sehr bekömmlichen 8,0l im errechneten Mix. Der BC spuckte mir einen Wert von 7,6l im Schnitt aus.
Auffällig bei meinem GT86 war jedoch, dass die Kupplung scheinbar schon leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde durch die Vormieter, da sie im Stand nicht sauber trennte, wenn man den 1.Gang einlegte. Zudem hakelte der 4.Gang hin und wieder.
Begeistern tut die Schaltbox auf jeden Fall mit ihren sehr knackigen und kurzen Schaltwegen, wodurch es richtig viel Spaß bereitete die Gänge durch zu laden!

Interessant wird es zu sehen wie diese Fahrzeuge nach 10-20tkm aussehen und vorallem wie es sich hier mit dem Schaltgetriebe und der Kupplung verhält...
Leute, lasst Euch nicht hybridisieren! Und bleibt hart am Gas! :117:
Mein Auto Test-Blog

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Mietkunde (26.08.2013), Sportii (26.08.2013), Geigerzähler (26.08.2013), Xperience (26.08.2013)

svaeni

Erleuchteterer

Beiträge: 5 497

Registrierungsdatum: 13. März 2011

Wohnort: HH Eimsbüttel

: 28607

: 8.82

: 107

Danksagungen: 5788

  • Nachricht senden

12

Montag, 26. August 2013, 15:50

Bin ja nur 3 Stündchen in dem von Testfahrer75 gefahren, aber ich kann dem nur zustimmen. Als Handschalter bringt er wirklich Spaß, wenn man aufpasst dass die Nadel nicht unter 4000 fällt :) Und schön leicht, der Motor ist gut zugänglich und ich kann mir Vorstellen das man an der Leistung noch ein bisschen was tun kann.

Ich würde sagen so mit 300 PS wäre er perfekt, aber auch so ist zumindest das Preis-Leistungsverhältnis top.
Maach et joot, ävver nit zo off!

Meine :203: Top 8:
Mercedes S 500 / 350 L | BMW M3 Cabrio | Mercedes SL 500 | BMW 650i Cabrio| Mercedes CLS 350 CDI | BMW 650i Coupé | BMW Z4 35is | BMW 330i Cabrio

Uberto

Always Ultra

Beiträge: 9 555

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2009

Wohnort: Bayern bei Deutschland

Beruf: Querdenker

Verbrauch: Spritmonitor.de

: 171487

: 7.11

: 824

Danksagungen: 20850

  • Nachricht senden

13

Montag, 26. August 2013, 16:29

Ich wäre auch noch für einen kleinen Turbo- oder Kompressor-Kit, der den Benziner einfach über das gesamte Drehzahlband nochmal ein wenig pushed, dann wäre er nochmal genialer zu fahren. Was die schmale Heckbereifung angeht, so empfand ich diese als passend für den Wagen aus fahrdynamischen Gesichtspunkten. Rein optisch wären breitere Reifen auf der Hinterachse sicherlich besser, aber ob sie die Fahrdynamik verbessern mag ich etwas zu bezweifeln.
Schaut man auch einmal in die einschlägigen Verkaufsseiten im Internet ist der GT86 schon für günstige ~25k als Neuwagen zu bekommen, was wirklich ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis darstellt. Würde BMW hier ein ähnliches Package schnürren, würde man wohl ~60k auf das Konto der Münchner Autobauer überweisen drüfen...
Leute, lasst Euch nicht hybridisieren! Und bleibt hart am Gas! :117:
Mein Auto Test-Blog

EUROwoman.

Erleuchteter

Beiträge: 38 655

Danksagungen: 33663

  • Nachricht senden

14

Montag, 26. August 2013, 16:35

225i nächstes Jahr für 40k sollte doch machbar sein, oder?
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

Uberto

Always Ultra

Beiträge: 9 555

Registrierungsdatum: 29. Oktober 2009

Wohnort: Bayern bei Deutschland

Beruf: Querdenker

Verbrauch: Spritmonitor.de

: 171487

: 7.11

: 824

Danksagungen: 20850

  • Nachricht senden

15

Montag, 26. August 2013, 16:41

225i nächstes Jahr für 40k sollte doch machbar sein, oder?

Nö, denn BMW schafft es sicherlich nicht den 225i auf ein Gewicht von ~1,3t zu drücken. Ich denke hier wird man wohl wieder bei gut 1,5t liegen und zudem durch die Efficent-Dynamics Maßnahmen ist schon alleine die elektromechanische Lenkung nicht mehr so schön verbindlich. Ebenso legt BMW leider immer mehr Wert auf Komfort und so wird auch der 225i kein so neutrales und leicht zum übersteuern neigendes Fahrverhalten haben wie der GT86, sondern brav untersteuern und wohl nicht mal mit Gewalt zu einem schönen Drift zu zwingen sein.
So gerne ich BMW fahre, aber die Zeit in denen sie noch leichte, sportliche und faszinierende Modelle bauten sind eigentlich vorbei. Ebenso fehlt dem 225i einfach der 3,0l R6 aus dem 125i um eine weitere Begeisterung wecken zu können ;)
Leute, lasst Euch nicht hybridisieren! Und bleibt hart am Gas! :117:
Mein Auto Test-Blog

Copyright © 2007-2017 - Alle Rechte vorbehalten - mietwagen-talk.de alles über Mietwagen, Autovermietung und Carsharing.