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Theodor

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 16:09

Opel Cascada | Sixt Hildesheim

Für einen schönen Tag am Meer, besser gesagt in Sankt Peter Ording (danke noch mal für den Tipp, das Forum ist einfach super!) musste ein Fahrzeug her. Nach ein wenig hin und her wurde es schließlich ein Opel Cascada, danke Sixt Hildesheim!

Da das Auto im Forum nicht zur Gänze bekannt ist, schreibe ich hiermit ein paar Worte zum Fahrzeug. Vertraut man Wikipedia, so ist der in Polen produzierte Opel Cascada seit dem 20. April 2013 zu kaufen und ein Mix aus dem “Vorgänger” Astra J und dem Insignia, Opel besteht jedoch darauf, dass sich an der Karosserie kein Astra-Teil mehr finden lässt und damit ein Zwischenprodukt zwischen Astra und Insignia...



Das Äußere

Zumindest in den Ausmaßen sind sich Cascada und Insignia sehr ähnlich: Beide sind etwa 1,80 breit und haben einen Radstand von etwa 2,7 Metern, dennoch hat der Insignia mit wenigstens 4,8 Metern den Längeren (Cascada ~ 4,7 Meter). In das Auge des geneigten Autofans schließt sofort die beeindruckende Linie des Fahrzeugs. Die Frontscheibe ist eher waagerecht als senkrecht, die Fenster entsprechend schmal. Alles wirkt so, als würde es nach vorne abfallen und keilförmig unter dem Wind durch tauchen, was nicht gerade wenig Sportlichkeit vermittelt. Ausmaße und Ausblick bedeuten aber auch das Aus für jegliche Übersicht. In enge Lücken traut man sich nur dank des verbauten Parkassistenten und auch das Abschätzen fällt eher schwer. Aber nun gut, immerhin schick.




Sixt bietet dem Mieter den Cascada in der Edition “Cascada Innovation” mit einem Einstiegspreis von 29.545€ an, wodurch an Ausstattung kein Auge trocken bleibt. Für die äußere Hülle des Fahrzeugs bedeutet dies ansprechende 18-Zoll Leichtmetallräder, Bi-Xenonscheinwerfer inkl. Fernlichtassistenten, LED-Tagfahrlicht und ein “sportliches Fahrwerk”.
Opel beschreibt es wie folgt: “Adaptives Fahrlicht (AFL+) Bi-Xenon-Scheinwerfer mit variabler Lichtverteilung für Stadt, Spielstraße, Landstraße, Autobahn und Schlechtwetter, inkl. Aktive Kurvenlichtfunktion, Abbiegelichtfunktion, Fernlichtassistent, Tagfahrlicht LED-Technik “.
Davon war allerdings nichts zu spüren, eher schien der Fernlichtassistent keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen zu wollen.



Das Innere

Negatives:

Kleinigkeiten sind dafür verantwortlich, dass sich der gute Eindruck des Äußeren im Innenraum nicht problemlos fortsetzt.
Die Mittelkonsole ist von Knöpfen mit seltsamen Abkürzungen überfrachtet, ein einfarbiger Bordcomputer wirkt wie aus einer anderen Zeit und zu den Hebeln hinter dem Lenkrad fällt mir bis heute nichts ein – einfach nur furchtbar. Nicht nur, dass sie as klobig aasppossible aussehen, sondern rasten sie auch noch mit einer Wucht ein dass man meint, man würde stets einen dicken Ast umknicken.





Positiv:

Die tief eingebettete Tachoeinheit selbst vermittelt Roadsterfeeling und ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Das Lenkrad sieht zwar auch etwas unhandlich aus, liegt aber gut in der Hand und auch das Leder fühlt sich wertig an, die Bedienung des MFL erfolgt nach kurzer Eingewöhnung intuitiv. Besonders die aufpreispflichtige Lenkradheizung weiß zu gefallen.
Applikationen in Aluminium (um den Schaltknauf, Türgriff, Lenkrad und Lufteinlässe) werten den Innenraum auf, stehen aber im Konflikt mit den orangen Ziernähten auf dem dunklen Armaturenbrett.
Eine elektrische Parkbremse ersetzt die manuelle Handbremse was ich sonst nur von BMW und Konsorten kenne.



Das Infotainmentsystem “Navi 650” kostet 900€ Aufpreis und bietet dem Fahrer ein Cd-Radio mit Navigationssystem, Bluetooth, 7 Zoll Color Info Display, USB und Aux-In-Buchse sowie 7 Lautsprecher. Das Navigationssystem funktionierte zuverlässig und schnell, erfordert bei der Zieleingabe allerdings etwas Geduld, denn das Scrollen zwischen den einzelnen Buchstaben erfolgt nur langsam. Auch sieht das System recht trist aus, man merkt, dass es nicht 2500€ kostet.



Der Sound der Anlage ist angenehm und lediglich die Basslastigkeit musste justiert werden. Auch wenn man den iPod mit dem USB-Kabel anschließt, können die Titel nur vom Endgerät selbst ausgesucht werden, am Lenkrad selbst kann man nur weiterschalten.
Insgesamt haftet dem Auto immer noch das Opel-Image an und man wird auch beim Öffnen der Tür durch den großen Opel-Schriftzug stets an das eigene Vorurteil erinnert, obwohl es vieles richtig macht und keine große Enttäuschung eintritt. Auch wenn es nur eine Tagesmiete war dachte ich des öfteren, ich hätte auch einfach einen Audi A3 fahren können.

Das Fahren

Wenn ich richtig informiert bin, bietet Sixt derzeit nur den 2.0 CDTI (ecoFlex) mit ausreichenden 165 PS und 350 Nm an, so dass bequem 218 km/h erreicht werden können (laut Tacho deutlich mehr). Die Beschleunigung ist mit 10,4 Sekunden angegeben, es fühlt sich aber nach weniger an, das Drehmoment des Diesels bringt den Wagen im unteren Geschwindigkeitsbericht überzeugend nach vorne. Gleichzeitig ist ein Diesel als Handschalter in Schrittgeschwindigkeit immer etwas bockig, aber damit steht Opel ja nicht alleine da.
Besonders ohne Dach ist der Wagen interessant. Da das Windschott des knapp 500 Kilometer alten Fahrzeuges noch eingepackt im Kofferraum lag, gab es kaum Luftverwirbelung im Innenraum und mit 140 km/h konnte entspannt über die Autobahn gezuckelt werden. Das Motorgeräusch des Diesels war dabei erfreulich passiv und störte nicht, das typische Rattern eines Diesels wurde von den Ingenieuren erstaunlich gut reduziert.
Das Verdeck kann bis 50 km/h geöffnet und geschlossen werden und braucht dabei nur 17 Sekunden, das ist in beiden Belangen schneller als beim Z4 – allerdings werden hier „Apfeldächer“ mit „Birnendächern“ verglichen – es geht schnell auf und zu.

Fazit

Insgesamt bin ich hin und hergerissen. Das Fahrzeug macht nichts falsch, aber als Mietwagen würde ich ihn wohl nicht mehr nehmen. Ich bleibe meiner Linie „Immer BMW und Audi“ von nun an wieder treu und wage mich nur noch selten an solche Experimente. Ich kann euch weder dazu raten noch abraten, das Auto zu mieten, in meinem Kopf bleibt es eine farblose Miete und autotechnisch kam wenig Freude auf. Der Service von Sixt war wie immer klasse, aber nächstes Mal halt wieder BMW/Audi :)

Verbrauch war auch ok: Auf 696 Kilometer 5,8 Liter/100km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95,8 km/h. 85% BAB, 14% Land und 1% „Stadt“.

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Uberto

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 17:13

Also mir gefällt das Cascada Cabrio durchweg sehr gut. Klar, das etwas veraltete Interieur von Astra/Insignia ist nicht der Hit, aber wenn du mal nen ex-118d Cabrio vergleichst, legst du mir gleicher Ausstattung wohl locker ~10k mehr auf den Tisch des BMW Händlers, ohne ein insgesamt deutlich besseres Fahrzeug zu erhalten.
Am ärgerlichsten ist und bleibt bei Opel, dass sie es nicht schaffen mehr Leichtbau einfliessen zu lassen und die Antriebe ordentlich zu moderisieren.

Mich würde der Wagen auf jeden Fall reizen. Vielleicht hat ja ein RSA irgendwann mal ein einsehen mit mir und reicht mir den Schlüssel zu dieser Schüssel :thumbsup:
Leute, lasst Euch nicht hybridisieren! Und bleibt hart am Gas! :117:
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Theodor

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 17:18

Nach dem Lesen deiner Worte kann ich dir zustimmen. Leider bin ich ja ein Spaßmieter und miete sonst nur 6 Zylinder (bis auf ein paar Zweckausnahmen), das verzerrt meine Sichtweise wohl ein wenig. Interessant wäre der Preis eines gebrauchten Cascadas, da ich über 30.000€ immer noch niemals für ein Auto bezahlen würde. 1er Cab bin ich leider noch nie gefahren :(

Wilhelm

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 19:34

Nach dem Lesen deiner Worte kann ich dir zustimmen. Leider bin ich ja ein Spaßmieter und miete sonst nur 6 Zylinder (bis auf ein paar Zweckausnahmen), das verzerrt meine Sichtweise wohl ein wenig. Interessant wäre der Preis eines gebrauchten Cascadas, da ich über 30.000€ immer noch niemals für ein Auto bezahlen würde. 1er Cab bin ich leider noch nie gefahren :(
Bin gespannt, wie sich die Gebrauchtpreise vom Cascada entwickeln werden. Optisch reizt er mich von außen schon - aber leider hat er wie alle aktuellen Opel Modelle das leidige Problem des Innenraums, der mittlerweile doch arg in die Jahre gekommen ist.

kent ucky

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 19:43

Dem Cascada fehlt einfach das Intellilink-System, dass der neue Insignia und der Adam schon haben. Das scheint vom Funktionsumfang deutlich moderner zu sein und sieht auch viel besser aus als die Knöpfesammlung im Cascada.

Wundert mich eigentlich, dass der Cascada das Intellilink-System noch nicht bekommen hat - das ist schließlich mit dem Adam schon vor dem Cascada eingeführt worden...

Theodor

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 20:33

Eigentlich fand ich den Innenraum sogar recht schön und auch mit der Knopfansammlung in der Mitte käme ich klar, wären da nur nicht diese Kleinigkeiten. Mein Onkel fährt einen Vectra 3.2 GTS von 2003 und der hat genau die gleichen Hebel hinter dem Lenkrad, die einfach schrecklich aussehen.
Die Preissituation ist schwer vorhersehbar. Man sieht den CAscada ja wirklich selten bis nie. Während der Miete haben sich einige Köpfe umgedreht und vor allem andere Opelfahrer haben den Wagen aufmerksam verfolgt, überschwemmt wird der Markt mit dem Auto sicherlich nicht.

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 21:40

Vom Außendesign her hat mir der Cascada, insbesondere die Front eigentlich immer gefallen. Die Navigationseinheit im Innenraum wirkt jedoch wirklich etwas gealtert, das mylink/Intellilink von GM würde das Ganze denke ich schon ziemlich aufräumen. Ich hatte das System im Camaro und Equinox zur Probe und es reagiert wirklich gut und schnell auf Eingaben.

Die Hebel sind ganz klar typisch GM, die hatte das Camaro Cabrio auch und die brauchten auch einen gewissen Druck um einzurasten :106: . Genauso auch das Lenkrad, fühlte sich zumindest im Chevy sehr angenehm an.

Hast den Cascada schön in Szene gesetzt :)

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Theo. (08.05.2014)

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 21:45

Man sieht den CAscada ja wirklich selten bis nie.



Das sieht zumindest im Rhein Main Gebiet leicht anders aus.
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Donnerstag, 8. Mai 2014, 21:48

Man sieht den CAscada ja wirklich selten bis nie.



Das sieht zumindest im Rhein Main Gebiet leicht anders aus.


Hier am Niederrhein auch. Dürfte hier aktuell das beliebteste Cabrio aus der Kompaktklasse sein.

Theodor

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 21:58

:D Gut, die Niedersachsen wollen wohl kein Cabrio fahren

Wilhelm

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 22:04

Hier in Nordhessen sieht man ihn aber auch kaum.

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Freitag, 9. Mai 2014, 10:30

Könntest du evtl. nochwas dazu sagen, wie du den Platz speziell auch auf der Rückbank wahrgenommen hast?

Danke Dir!

PeterK

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Freitag, 9. Mai 2014, 10:47

Einfach mal selber umparken und Platzangebot checken....;-)

http://www.umparkenimkopf.de/

https://www.youtube.com/watch?v=NI8SKLlN-r0

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