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wieeinkleinerjunge

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  • »wieeinkleinerjunge« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 14. September 2014, 22:45

Mercedes Benz SLK 200 Cabriolet | Sixt Hamburg Flughafen

Vermieter: Sixt
Anmietstation: Sixt Hamburg Flughafen
Rückgabestation: Sixt Hamburg Flughafen
erhaltene Klasse: PTMR
erhaltenes Fahrzeug: Mercedes Benz SLK 200 Cabrio
Leistung: 135kW
Gewicht: 1435kg
Gefahrene Kilometer: ca. 500km
Dauer: Do-So Wochenendtarif



Anmietung/Miete:

Für einen Tag am Meer war mal wieder ein Auto nötig, daher war für Samstag eine Reservierung für eine Tagesmiete an der Reeperbahn eingespielt. Donnerstag Abend hat es mich dann zu sehr in den Fingern gejuckt schon früher das kaufbare Glück – die kleine kindliche freudige Erregung der Ungewissheit am Tresen – zu haben. Entsprechend eine ECMR Wochenendmiete von Donnerstag Abend auf Sonntag Abend eingespielt. An der Reeperbahn war recht viel auf Stop-Sell – daher für den Flughafen entschieden. Die Rate über .at war auch recht gut und lag deutlich unter dem .de Preis. Mit ECMR bei tendentiellen Spaßmieten habe ich mich inzwischen recht gut angefreundet – manchmal gewinnst du, manchmal verlierst du. Und ein Zonk zum ECMR Preis falls es gar keine Upsale Möglichkeit gibt ist mir lieber als ein 316i für FDMR zum FDMR Preis.

Beim Kartenspiel und über den RQ angemerkt, dass ich gerne was größeres oder offenes mitnehme. Und ich habe bei den letzten Mieten wohl zu oft gewonnen (von ECMR auf SSMR bzw.XSAR via günstigem Upsale). Der Upsale Vorschlag der RSA um auf ITMR zu kommen lag dann in Summe über dem Preis über den ich über .at + SH ITMR regulär hätte Mieten können. Dies entsprechend kurz angemerkt und mich mit der RSA darauf geeinigt nochmal eine neue Resi einzuspielen. Für ITMR gab es einen Cascada. Passt – wollte ich schon immer fahren. Und als Kind wollte ich ja immer Pilot werden. Von daher finde ich die 143 Knöpfe im unaufgeräumten Cockpit des Cascadas bestimmt auch toll.


Im Parkhaus angekommen war der Cascada schon recht boese runtergeramscht, roch nicht so schoen wie man es sonst gewöhnt ist und war weinrot. Gegenüber hat mich die schöne Front eines SLKs angelächelt. Mir war nach Männlichkeit und gemäßigtem grau weshalb ich nochmal zurück bin. Nach Rücksprache und beeindruckend langen technischen Schwierigkeiten beim Drucken des veränderten Mietvertrages zum PTMR Preis den Schlüssel des lt. RSA stationsgebundenen SLK (warum eigentlich bei einem nicht-Special Auto?) mitgenommen. Im aktuellen Miete Thread habe ich dann kurz haue bekommen unisono erfahren, dass ein SLK deutlich weiblicher ist als ein weinroter Cascada. Hmm ja. Da muss man dann durch. Ist bisschen so wie wenn man betrunken abends in künstlicher Dunkelheit mit der naturblonden Finnin tanzt. In der rechten Hand die Bierflasche, die Linke ins Strobo-Licht gereckt. Und dann wird man von seinen Freunden am nächsten morgen gefragt was das denn für eine Aktion mit der dicken rothaarigen mit dem schwäbischen Dialekt war. Entsprechend habe ich mich das Wochenende beim anschauen des Wagens jedesmal ‚ist er echt so weiblich‘ gefragt...




Ausstattung:

Blinker links, Blinker rechts und eine Hupe. In Wirklichkeit noch Nackenföhn, Sitzheitzung, elekt. Abklappbare Seitenspiegel, Mufu-Lenkrad, Tempomat, Bluetooth und das HBA System. (Hupen beim abschließen). Kann sein, dass ein Großteil davon Serie ist – zufrieden war ich so oder so, da der SLK auch nicht als Reisemobil dienen sollte und auch kein Kilometerbolzen anstand. Am ehesten hätte ich mir noch Sitze gewünscht bei denen man elektrisch ein wenig rumspielen kann und die Sitzwangen bisschen enger ziehen kann. Und das öffnen des Verdecks über die Fernbedienung aus der Ferne wäre charmant gewesen. Ansonsten habe ich bei einem Roadster ausstattungstechnisch nichts vermisst.


Exterieur

Gerade im Vergleich mit dem alten eckigen SLK, den man zuhauf noch auf der Straße sieht finde ich das aktuelle Modell tatsächlich recht hübsch. Zumindest die recht wuchtige Front mit viel Kühlergrill, mit großem Stern und noch mehr Kühlergrill gefällt er mir gut. Auch wenn ich ansonsten einen Propeller dort schöner finde. Der muss dann auch nicht so groß sein. Wenn der SLK von der Seite und von Hinten auch noch so aussehen wuerde wie ein SLS – das wäre was. Von der Seite sehe ich das mit dem Sekretärinnenporsche dann doch auch ich wieder stärker gegeben. In der
Rückseite mit dem leicht geschwungenen Kofferraumdeckel kann man dann mit ein wenig Fantasie auch einen Kussmund erkennen..






Interieur und Knöpfe

Ein Mercedes. Nachdem ich bei vorherigen Mercedes Mieten (E-Klasse mit und ohne Dach) andere Verkehrsbeteiligte mit einem Blinken meinerseits auf jede Betätigung des Scheibenwischers aufmerksam gemacht habe ging das inzwischen. Dennoch für mich beeindruckend wie stark Mercedes hier auch mit der ‚Handbremse‘ in Schubladenfunktion auf der linken Seite und dem auf der rechten Seite sehr aufgeräumten Lenkrad vom sonst üblichen abweicht. Und wenn man schon bei den Knöpfen ist. Das Radio schalte ich sehr gerne durch einen Klick auf den großen mittigen Button an. Tatsächlich schalte ich dadurch aber das kleine Becker Navi aus. Ein komplettes Nummernpad für die Telefonie ist für mich gefühlt auch eher
ein Relikt aus vergangener Zeit.



Da scrolle ich deutlich lieber durch das iDrive und sehe meine Telefonbucheinträge auf einem größeren Display oder im HUD. Die Integration des Becker Navis ist natürlich sowieso immer eher medium und das ganze aus meiner Sicht auch nicht intuitiv. Das umstellen der Karte von Fahrtweisend auf nicht-Fahrtweisend war eine nach sehr langem Suchen und Klicken bewältigbare Aufgabe. Das abstellen des Hupens beim Abschließen ist mir hingegen nicht gelungen. Umso überraschender war es für mich als ich beim Koppeln des Handys auf dem Display die direkte Möglichkeit bekommen habe mit dem Service zu telefonieren, da in x-km eine Wartung ansteht.


Bisschen spricht das Fahrzeug also doch mit dem Bildschirm und vielleicht ist ein Großteil der Bedienung ja doch eher Gewöhnung und man ist ein bisschen Subjektiv beim Schwärmen für das iDrive. Der Knopf für den ECO-Fahrmodus versteckt sich auch ein wenig irgendwo in der Leiste bei der Sitzheitzung und
dem Nackenföhn. Da ist ein Fahrerlebnisschalter präsenter. Da erlebt man beim Klicken gefühlt aber auch mehr.



Die Ablagemöglichkeiten in den Türen, der Armkonsole und im Handschuhfach sowie den kleinen Netzen und dem kleinen Stauraum hinter den Sitzen finde ich gut. Gerade unter der Armkonsole kriegt man problemlos Handys, Schlüssel und einen Geldbeutel unter. Strom per USB gibt es in dem Fach auch – AUX leider nicht. AUX mag zwar ein wenig 90ies sein aber Musik über das Handy von Spotify über BT zu streamen ist
mir nicht gelungen.


Die kleine Klappe unter der sich der Schalter des Verdecks, das sich leider nur im Stand bedienen lässt mag ich. Ich weiß gar nicht wieso. Vielleicht hat es ein wenig was James Bond-mäßiges. Wenn der Wagen über einen Raketenantrieb oder ausfahrbare Maschinengewehre verfügen würde wären die beiden Knöpfe dafür auch genau an der Stelle.

Der Kofferraum ist ohne Liter-Zahlen zu kennen sowohl mit als auch ohne Dach deutlich kleiner als der des TTs. Die Weekender Tasche bietet sich eher an als der Koffer aus Aluminium.




Motor und Fahrverhalten


Die Sache mit dem Motor (auch in der Größe) sehe ich beim Roadster ein wenig so wie die Sache mit der Ausstattung. Er hat einen – man hoert ihn auch in angemessener Ausstattung und wenn man die Spur wechseln muss kann man auch mal kurz draufdrücken und die Lücke weiter vorne nutzen. Der Verbrauch war ohne den BC zu beachten auch im Rahmen. Zumindest bin ich an der Tankstelle nicht erschrocken. Von daher habe ich die Mischung aus 135kw und 1435kg als passend empfunden. Auch wenn man bis 170-180 noch in angenehmer Zeit hochbeschleunigen konnte hat das schnell Fahren auf der Autobahn auch bei geschlossenem Verdeck gar nicht mal so viel Spaß gemacht. Lag neben der Lautsärtkenentwicklung auf
der Rückfahrt vermutlich aber auch an komisch eingestellten Scheinwerfern. Erst am nächsten Tag hatte ich gesehen, dass es tatsächlich ein Oldschool Drehrad gab mit dem ich vielleicht Abhilfe hätte schaffen können.

Die Schaltwege sind kurz und knackig, der SLK liegt gefühlt satt auf der Straße und findet sich in Kurven gut zurecht.

Im Gegensatz zum E-Klasse Cabrio das ich von Sixt schon hatte hat, der SLK nicht das verrückte adaptive System, das den Fahrtwind an der Windschutzscheibe über die Fahrkabine schubst. Dennoch ist das offene Fahren bis ca. 80km/h auch mit dem Nackenföhn recht angenehm und Frisurenfreundlich.





Fazit

Jetzt fehlt mir aus PTMR noch der Z4 – ich war zufrieden auch wenn ich mir ein wenig einreden musste, dass das Wettertechnisch das letzte Cabrio-Wochenende des Jahres sein könnte. Ansonsten ist mir der reguläre PTMR-Preis für den SLK doch ein wenig zu hoch. Und bisschen ist er ja auch ein Frauenauto ;)









Am Rande für Ausfliegende und Fotografie Freunde
Sankt Peter Ording ist sowieso das schönste Fleckchen, das man von Hamburg aus bequem erreichen kann der Welt.



Für echte Hamburger ist das folgende vermutlich nichts neues aber ich als seit-ein-paar-Jahren-Wahlhamburger habe die folgenden Orte südlich der Elbe neu entdeckt und zumindest für einen einmaligen Ausflug als Interessant befunden.
- Die Fährfahrt zwischen Wischhafen – Glücksstadt bei Nacht inmitten von Truckern
- Der Lühre Fahranleger mit den Würstchenbuden scheint ein eigener kleiner ehrlicher Mikrokosmos zu sein. Warum so viele Menschen im Auto sitzend auf dem Parkplatz auch bei schlechter Sicht auf die Elbe schauen verstehe ich nicht. In einem Fall saß auch eine Frau vorne auf dem Fahrersitz und eine andere (auch ältere) auf der Rückbank. Das Internet gab jedoch keine Hinweise auf vermutetes Zwielichtiges.
- Der Elbstrandstreifen vor Stade ist toll. Und abends menschenleer (ich habe dennoch mal davon abgesehen meinem Kumpel einen Antrag zu machen)

Das ein oder andere Bild ist mit meinem Fat Gecko Tripod gemacht. Einem kleinen Stativ mit drei Saugnäpfen, das locker und vertrauenswürdig eine mittlere DSLR während der Fahrt hält. Im Grunde genommen müsste man das ganze im Dunkeln nutzen oder damit auch mal durch ein Tunnel. Dafür hat aber jeweils abends die Zeit nicht gereicht. Daher das ganze bei Tageslicht und mit kurzer Verschlusszeit und dafür nicht soo viel Bewegung. Falls jemand von den Hamburgern mal Lust hat auf bisschen Fahrerei und Fotografie hat gerne melden.








voegeles machen biep biep, autoles machen brumm brumm

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Mechnipe (14.09.2014), TheMechanist (14.09.2014), Zwangs-Pendler (14.09.2014), Radio/Active (14.09.2014), Oberhasi (14.09.2014), Howert (14.09.2014), Hobbes (14.09.2014), EUROwoman. (14.09.2014), Crz (14.09.2014), El Phippenz (14.09.2014), Niko (15.09.2014), Scimidar (15.09.2014), nobrainer (15.09.2014), proudnoob (15.09.2014), deanFR (15.09.2014), Il Bimbo de Oro (15.09.2014), mattetl (15.09.2014), ambee (15.09.2014), masterblaster123 (15.09.2014), Johnny (15.09.2014), Pieeet (18.09.2014), markus_ri (20.09.2014), Brabus89 (21.09.2014)

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Sonntag, 14. September 2014, 22:47

Danke für den schwäbischen Schwedinnen Vergleich ;)
Wer lang hat, lässt lang hängen.

LZM

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Sonntag, 14. September 2014, 22:48

Das "HBA" kann man deaktivieren ;)

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Sonntag, 14. September 2014, 22:52

Der SLK is einfach ne Jurke - mit J wie Jartenkralle!
Kosten seit 2009: 18,1 Cent/km

20d is ok!

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h3po4 (15.09.2014)

Mojoo

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Sonntag, 14. September 2014, 22:57

Optisch ist eine Schlaftablette dagegen der reinste Stimmungsmacher.

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