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Chill&Travel

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Sonntag, 9. August 2015, 12:54

Jaguar XE 2.0d (8-Gang Automatik) – Sixt München Stachus

Jaguar XE 2.0d (8-Gang Automatik) – Sixt München Stachus



Fahrzeug- und Technikdaten:


KM bei Übergabe: 59km
Gefahrene KM: 850km
Fahrprofil: 60% BAB, 30% Landstraße, 10% Stadt (meist mit 3-4 Personen)
Verbrauch Landstr. mit Eco Pro: 4,7l
Verbrauch Autobahn bis max. 160km/h: 5,8l
Verbrauch Stadt Berufsverkehr: 8,0l
Verbrauch kombiniert: 5,9l

Ausstattung:
Designlinie „XE Prestige“ inkl. Ledersitzen, PDC und Rückfahrkamera, Sitz-, Lenkrad- und Frontscheibenheizung, Tempomat (ohne Bremsfunktion!), 18“ LM Felgen „Matrix“, Bi-Xenon, Panoramadach, Navigationspaket, Elektrische Heckklappe, Komfortzugang, Elektr. Sitze mit Memory
Leider fehlten: Lendenwirbelstütze, Aut. Abblendender Innen- und Außenspiegel, Meridian Klangsystem
BLP: 51.070 Euro

Exterieur und Interieur

„Außen hui – Innen Pfui“

Viel besser kann man es nicht auf den Punkt bringen: Der neue Jaguar XE ist ein Hingucker! Er hat eine sportliche Erscheinung mit dem Hauch von Luxus und Exklusivität, der viele Blicke auf sich zieht. Die „Matrix“- Felgen machen viel her und zusammen mit dem Xenon Licht und der Aluminium Akzent Leiste wirkt der Englisch-Indische Sportwagen sehr hochwertig.

Das Interieur kann leider nicht mithalten. Fangen wir bei der Fernbedienung an. Die liegt zwar gut in der Hand, die Knöpfe aber möchten kräftig gedrückt werden (Dies ist z.B. „nervig“ wenn man die Öffnen Taste gedrückt hält um alle Fenster und das Dach zu öffnen)

Weiter geht es mit den Sitzen. Das Leder wirkt sehr hochwertig und die rote Ziernaht gefällt, aber dem Sitz fehlt eindeutig Polsterung im Lendenwirbelbereich. Meine Beifahrer und ich hatten relativ schnell Nackenschmerzen, bedingt durch eine ungerade, ja fast schon gebeugte Haltung (Und dies ist wirklich meine größte Kritik am Auto!). Die Lendenwirbelstütze halte ich für Unverzichtbar und sollte in einem Premiumsegment, wie es sich Jaguar wünscht zu befinden, Standard sein!
Wer im Fond Platz nimmt sollte nicht größer als 1,90m sein, denn ansonsten wird es sowohl mit der Bein- als auch mit der Kopffreiheit sehr eng.

Der Kofferraum fasst mit 455l etwas weniger Inhalt als die Konkurrenz aus München und man beginnt sich zu fragen, wieso der Jaguar 5cm länger und 4cm breiter als der 3er BMW ist, aber weniger Platz im Fond und Kofferraum bietet.

Der Blick schweift über das Cockpit und Armaturenbrett. Es ist solide Verarbeitet (soweit ich das als Laie beobachten kann), aber lässt keinen Luxus erkennen - Im Gegenteil, es gibt Plastik soweit das Auge reicht. Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand und die Bedienung des Multifunktionslenkrades ist gut durchdacht, die Knöpfe fühlen sich allerdings nicht hochwertig an.

Das Fahrzeug ist mit einem Komfortzugang ausgestattet, der mir zwar das Öffnen erleichtert, aber mich beim Schließen verunsichert – ist denn wirklich zugesperrt? Im Gegensatz zu Audi und BMW gibt es keine optische Schließbestätigung (wie die einfahrenden Außenspiegel oder die versinkenden Pnöpel in der Tür). Deswegen bin ich bei der klassischen Variante, der Fernbedienung geblieben.

Fahrverhalten

"Der XE ist sofort als Jaguar erkennbar. Er fühlt sich an wie ein Jaguar und er fährt sich wie ein Jaguar.
Der XE ist durch und durch ein echter Jaguar."
(Werbung des Herstellers)

An dieser Stelle folgt ein großes NAJA. Wenn sich alle Jaguar wie der XE fahren lassen, möchte ich die anderen nicht mehr testen.
Eins muss ich ihm lassen: Ein komfortabler Reisebegleiter, das ist er. Die 8-Gang Automatik schaltet ruhig und kaum merklich, das Geräuschniveau ist angenehm niedrig.
Doch soll der Jaguar nicht vor allem „sportlich“ sein? Die Rohkarosserie besteht zu 75% aus Aluminium und wiegt lediglich 251kg, dies senkt den Schwerpunkt. Das Gewicht ist gleichmäßig (50:50) auf die Vorder- und Hinterachse verteilt. Also ab in den Sportmodus! (Es gibt außerdem noch Auto, ECO und Glätte/ Nässe)
Bei zügigem Anfahren, vor allem nicht vom Stand aus sondern bei niedriger Geschwindigkeit braucht die Automatik zu lang zum Gang sortieren und dreht dann unnötig hoch. Abhilfe verschaffen die Schaltwippen, die Serienmäßig verbaut sind und für den Spaßfaktor beim Anfahren sorgen.

Die Lenkung und den Kontakt zur Straße empfand ich als sehr schwammig, was sich auf der Landstraße bei engen Kurven und Ausweichmanövern zeigte (Lag eventuell auch an den Radmuttern :109: oder Winterreifen? Es waren ca. 25 Grad). Kurzum, der Jaguar fährt sich ungefähr genauso sportlich wie der VW Touran von meinen Eltern. :)

Infotainment

Vorweg muss ich sagen: Ich bin kein Freund von Touchscreen Navigationssystemen in Autos. Für Beifahrer durchaus angenehm zu bedienen ist es für den Fahrer eine gefährliche Ablenkung.
Doch das Positive vorweg: Das Menü ist gut strukturiert und für die wichtigen Funktionen gibt es den Schnellzugriff neben dem Bildschirm. Die Rückfahrkamera hat eine gute Auflösung.

… Aber: Für ein Premiumsportwagen ist es ein wenig zu träge. Gebe ich „München“ in die Navigation ein muss ich eben dieses („München Stadt“) erst aus 18 Vorschlägen suchen. Hier könnte man die Vorschläge auch nach Relevanz sortieren:

Ebenfalls etwas nervig: Die Sitzheizung wird erst über eine Taste angesteuert und muss dann über das Touchscreen an, bzw. ausgeschaltet werden. Wieder ein unnötiger Schritt!

Bei den Eco Daten kann man seinen erreichten Highscore („Beste Fahrt“) ansehen, bestehend aus dem Durchschnittsverbrauch sowie der Fahrstilanalyse (Beschleunigung, Vorausschauendes Fahren, Bremsen). Natürlich ein überflüssiges Gimmick, aber davon lebt ein Premiumfahrzeug schließlich auch, dass man sich etwas Überflüssiges leisten kann ;)

Beim verbauten Standartsoundsystem wurde leider der Bass vergessen (wirklich, es gab keinen!), hier sollte man auf jedem Fall zum Höherwertigen Meridian Klangsystem greifen. Wer gerne seine eigene Musik hört sollte einen USB oder AUX Anschluss mitbringen, denn ein CD Laufwerk hat der XE nicht verbaut.

Fazit

Nun, was bleibt nach 4 Tagen im Jaguar XE?
Einerseits eine coole Erfahrung und eine willkommene Abwechslung. Viele Neugierige Blicke und große Augen der Mitfahrer, in einem Jaguar Platz nehmen zu dürfen.
Andererseits etwas Enttäuschung über die Verarbeitung im Interieur, die unbequemen Sitze und das schwammige Fahrgefühl. Und natürlich der fade Beigeschmack, dass ein Tag nach meiner Rückgabe alle XE zurückgerufen wurden.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.

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Tempomat sitzt im rechten Fuß

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Sonntag, 9. August 2015, 13:26

Was ich bis jetzt gehört habe, gehen die Meinungen zum XE stark auseinander. Die einen finden ihn mindestens bis nicht gar besser als der Dreier, dann gibt es aber noch die andere Fraktion. Die findet ihn relativ schlecht. Wird Zeit dass ich ihn mal (er-)fahre.

Dann natürlich am Liebsten als XE S! ;)
https://youtu.be/-3YFTFLmcfk
:203: only

Chill&Travel

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Sonntag, 9. August 2015, 13:33

In meiner F*** Wunschliste kommt er nach dem 3er BMW, aber eindeutig vor X1 und Tiguan ;)
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.

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Sonntag, 9. August 2015, 13:46

In meiner F*** Wunschliste
:126: Is klar, die F*** Wunschliste :120:
Auf der Suche nach des Dudens :|

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