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Hippias09

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Freitag, 18. November 2016, 00:17

Mini Cooper S Cabrio I Sixt Flughafen München



Einleitung

Auch wenn dieses Auto hinlänglich bekannt ist und die meisten zumindest in der „normalo“ Version auch schonmal unterwegs waren, möchte ich dennoch meine Eindrücke mit euch teilen. Denn - und das sage ich wirklich nicht bei jedem Auto - dieses Cabrio hat mir ein Breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Und ich will diejenigen, die einen krassen 335d für das Non-Plus Ultra halten auch aufzeigen, dass auch 192 PS einen Riesen Spass machen können.

Abholung

Es ist wie so oft. Man reserviert sich eine Klasse, in meinem Fall FDMR und hofft darauf, dass einem ein 335d oder 330d über den Weg läuft. Ganz genau so ging es mir auch. Ich spielte eine FDMR-Resi ein in der Hoffnung auf eine positive Überraschung. 30 Minuten vor Ankunft checkte ich die App. Diese bot mir A4 und 320d sowie einige Zonk-C-Klassen an. Toll. Aber etwas anderes zu erwarten wäre auch fast schon naiv gewesen.
Ich hatte noch etwas Zeit, also streifte ich ein wenig durch das Parkhaus und sondierte mögliche Kandidaten, die statt dem feuchtfröhlichen Vertretertraum in Frage kommen könnten.
Im letzten Eck entdeckte ich dann den Mini. Jackpot!! Kurz den Wetterbericht für das Wochenende gecheckt und mich geistig schon auf den Wagen eingestellt.
Am Counter konnte oder wollte die RSA dann nicht den Mini für FDMR rausgeben. Sie meinte alle Fahrzeuge seien verplant und man müsse direkt CTMR buchen. Gesagt getan. Der Kurs hat auch gestimmt. Nach Kartenroulette und Schlüsselübergabe ins Parkhaus gelaufen und….keinen Schaden nachtragen müssen. Konnte es selbst nicht fassen, aber es war tatsächlich so.

Das Fahrzeug:

Mini Cooper S Cabrio
Leistung: 192 PS
Laufleistung: 5600 km
Gefahrene Kilometer: 800 km
Werksangabe 0-100 : 7,0 Sekunden







Ausstattungshighlights:

John-Cooper-Works-Paket (Sportsitze, Ablagepaket, Lichtpaket, GRA, SHZ, LED-SW)
Navigation Professional
Harman-Kardon Anlage
HUD
Plopp

Motor:

Der Motor ist eigentlich kein Unbekannter. Hier werkelt ein 2 Liter Turbo-Benziner. Und der hat es in sich, zumindest im Mini. Besonders wenn er handgerührt wird. Ganz ehrlich. So geil ein DSG auch sein kann, nichts fühlt sich echter, direkter, ja unmittelbarer an, als ein handgeschalteter „Sportwagen“. Und genau diese Antriebskomibation macht eine Menge Spaß. Unterhalb von 2000 Touren geht - und das kennt man ja von fast alles Turbo-Motoren - nicht so viel. Aber dann, junge junge, dann verbeißt sich der Reifen im Asphalt und es geht stramm nach vorne. Besonders gut hat mir die ausgeglichene Drehzahlcharakteristik gefallen. Er zieht sauber bis in den oberen Bereich durch und belohnt, den Schaltvorgang mit einem kurzen ploppen. Also Motor bekommt einen Daumen hoch.



Fahrmodi:
Der Mini verfügt (klar, ist ja aus dem BMW Konzern) über einen Fahrmodusschalter, der Green, Mid und Sport (maximales Gokart-Feeling) kennt und seinen Zustand unter anderem farbig über die LED-Leiste am Tacho an den Fahrer preisgibt. Ich bin fast immer nur in Sport gefahren, da in diesem Fall, alles schärfer anspricht und der Auspuff bei Lastabfall mit künstlichem ploppen belohnt. Ob man es braucht? Naja ist ein cooles Gimmik.





Ich möchte nun im folgenden Verlauf genauer auf das Fahrverhalten und die Eigenschaften im jeweiligen Fahrgebiet aufteilen.

Autobahn:
Ich bin 300km Autobahn gefahren und muss sagen, ja, dass ist nicht der Lieblingsort eines Mini Cabrios. Aufgrund des Gewichts und der zackigen Lenkung, kann von entspannten zügigem Fahren hier nicht die Rede sein. Der Mini hoppelt wie ein aufgescheuchter Hase über Bodenwellen und Querfugen. Das ist auf Dauer anstrengend und macht klar, dass man am besten mit 120 weiter fährt. Da halten sich auch die Windeinwirkungen in Grenzen (hatte kein Windschott, wie alle Sixt-Cabrios). Jaja außerdem war es einwenig zu erwarten, dass ein Mini nicht wie ein 3er auf der Bahn fährt. Deswegen runter von der BAB und rauf auf die Landstraße.

Landstraße:
Ja. Ganz genau das ist es, was MINI mit Gokart-Feeling meint. Der Wagen lenkt sowas von direkt ein und untersteuert so wenig, dass man meinen könnte, man sitzt in einem Hecktriebler. Die erstaunlich verwundungssteife Karosse des Coopers lässt sich traumhaft und wie auf Schienen über Pass-Straßen zirkeln. Und das Beste: Der Motor gibt im Sport-Modus beim runterschalten Zwischengas und brotzelt auch hier aus dem Auspuff. Das Getriebe weiß mit der knackigen Schaltung den Piloten zu begeistern. Es macht einfach Spaß und sagt einem Mini-Fahrer: „Meide die BAB und nimm den Umweg über die Landstraße!“ Auch weil er mehr als straff gefedert ist, hat man ein tolles Gefühl für die Straße.
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Man muss es selber mal gemacht haben.

Stadt:
Jetzt zeigt sich wie gut er sich in der Stadt schlägt. Und hier tritt gleich ein dickes Problem auf. Die Übersichtlichkeit. Wenn das Verdeck zu ist, schaut man auf die C-Säule, die 40 Prozent des Sichtfeldes einnimmt. Das ist bei vielen Autos heutzutage zwar so, aber hier hätte ich ohne PDC echt nur mit Bauchschmerzen eingeparkt. Offen ist es besser, aber dafür verdeckt einem die Verdeckwulst die Sicht nach Hinten. Also klare Ansage: Mini Cabrio nur mit PDC.


Audio-System

Diesen Punkt möchte ich extra erwähnen, weil er mich auch mehr als positiv überrascht hat. Die HK-Anlage ist wirklich jeden Pfennig wert. So klare und kräftige Bässe habe ich zuletzt nur in der B&O in einem 5er gehabt. Auch die Verzerrung bei hohen Pegeln ist erstaunlich gering. Also auch hier die Klare Ansage: Unbedingt mitbestellen.



Licht

Ich bin wenig nachts gefahren, kann aber sagen, dass die LED-SW ihren Job gut machen. Klar, es sind keine Laser-Lights, aber sie leuchten die Straße ausreichend aus.



Kofferraum:

Der Kofferraum ist erwartungsgemäß klein. Mit Mühe würde man vielleicht einen großen Koffer unterbringen, aber das ist sehr sehr unwahrscheinlich. Ich habe mich eigentlich die ganze Zeit über die verflucht kleine Einladeluke aufgeregt, bis ich dann gesehen habe, dass man bei geschlossenem Verdeck den hintren Teil des Verdeckes hochklappen kann und die Luke zu vergrößern. Außerdem kann man die Sitze umlegen, falls man für die nächste Party doch mal einen Kasten mehr braucht.




HUD

Noch ein paar Worte dazu: Ich finde die Lösung mit der Scheibe nicht gut gelöst. Mich hat sie gestört und ich bevorzuge da lieber die Premiumlösung von BMW.



Fazit:

Ich muss abschließend sagen, dass der Mini einfach ein Auto zum Fahren ist. Er ist hart, giftig und ich finde mittlerweile sehr erwachsen. Denn die Anbindung an das BMW-Infotainment-System und die hervorragende Motor-Getriebe-Kombination machen den Wagen zum perfekten Wochenendbegleiter, der aber auch mal längere Strecken bewältigen kann. Auch jeden Fall eine weitere schönes Erfahrung.


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