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x-conditioner

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Donnerstag, 8. Dezember 2016, 23:08

Ford Mondeo Vignale Turnier 2.0 TDCi Bi-Turbo | Sixt Flughafen Bremen



Daten der Miete

Fahrzeug: Ford Mondeo Vignale Turnier 2.0 TDCi Bi-Turbo PowerShift
BLP: 54.841,05 €
Vermieter: Sixt
Station: Bremen Airport
gebuchte Klasse: IDMR
erhaltene Klasse: SWAR
Tarif: DE867000
Erstzulassung: 01.08.2016
Kilometerstand Anfang: 13.613 km
Kilometerstand Ende: 14.689 km
gefahrene Kilometer: 1.076 km
Mietdauer: 3 Tage
Getankter Diesel: 85,72 Liter
Errechneter Verbrauch: 7,97 Liter/100 km
BC-Verbrauch: 7,6 Liter/100 km @ 65 km/h




Details zur Anmietung

Darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen, wer sich die Geschichte noch mal durchlesen will findet das hier.
Erfahrungen mit SIXT

Zum Fahrzeug

Mir gefiel der neue Mondeo optisch schon seit er raus kam, bzw eigentlich schon der Ford Fusion (Amerika), der bereits seit 2012 das Design vorgab - aufgrund der Verlagerung des Prouktionsstandortes verzögerte sich die Markteinführung des Mondeo für Europa bekanntlich ja erheblich, womit der Wagen erst Anfang 2015 bei den Händlern stand.

Besonders gut gefällt mir die Front des Fahrzeugs. Grimmig blickend mit Voll-LED Scheinwerfern, Laufblinkern, dem "Aston Martin"-Grill, der recht muskulösen Statur und klarer Linienführung kommt der Wagen besonder in schwarz mit Scheibentönung sehr gut zur Geltung. Elegant und hochmodern, etwas aggressiv aber nicht übertrieben. Sehr gut gelungen!



Beim Heck hat es die Muse den Designer wohl leider verlassen. Nahezu identisch mit dem Vorgänger, setzt bei den Scheinwerfern immer noch auf jede Menge Glühbirnen (LED Laufblinker vorne, aber hinten eine einzelne Glühbirne wie 1991, ernsthaft?) und selbst die Rücklichter an sich, welche immerhin in LED Technik daherkommen, sind als einzelne Lichtpunkte mit Reflektorflächen ausgeführt, so kommt dieser "Kirmesbudengirlanden"-Look auf, den man bei Fahrzeugen welche im Jahre 2015 auf den Markt gekommen sind, eigentlich nicht mehr erwarten.
Irgendwie arrangiert man sich damit, doch bei der sehr gut gelungenen Front hatte ich immer wieder das Gefühl, dass Front und Heck zwei unterschiedliche Autos sind...








Das Vignale Konzept




Besonders mit der neu eingeführten Vignale Version und dem Topdiesel mit 210 PS wirkte der Mondeo besonders verlockend.
Das Vignale bedeutet hier besonders Service, Exklusivität und Beweihräucherung für den Erstkäufer. Vignale Stores und Lounges, ein persönlicher Kundenbetreuer, 24h Hotline, Aufbereitung bei der Inspektion, kostenlose Fahrzeugwäschen und so weiter.

Nun hat man da als Mieter natürlich nichts von, doch auch das Fahrzeug ist natürlich anders:

- Mehr Chromzierrat vorne und hinten (gerade an der Front etwas zu viel/zu breite Leisten)
- Kühlergrill im Wabendesign
- Nett gestaltete Vollbelederung im Innenraum
- Zusätzliche Dämmung (Radläufe zusätzlich ausgekleidet, Akustikverglasung)
- Und sogar eine Gegenschallanlage (Active Noise Cancellation) um den Geräuschpegel zu senken

Natürlich ist das ganze mit einer sehr reichhaltigen Serienausstattung verbunden, die von LED-SW, PDC + Rückfahrkamera über Keyless und Tempomat bis hin zu Spurhalteassistenten und Memorysitzen wenig Wünsche offen lässt.

Der Mietwagen verfügte darüber hinaus noch über klimatisierte Sitze mit Massage, Standheizung, Komfort-Paket (ACC, Dämpferregelung, Toter-Winkel-Assistent, etc), Winterpaket (SHZ hinten, Frontscheibenheizung, Lenkradheizung, 220V Steckdose), Beltbags hinten, Active City Stop, Panoramadach, und noch Kleinigkeiten.
Was fehlte? Wie bekannt und bei etlichen anderen Vignale auch, hat man sich bei dem stolzen BLP von fast 55.000 € gedacht, dass die 910 € für das Businesspaket mit Navi einfach zu viel wären, warum auch immer.



Zum Fahren

Die ersten Meter waren für mich als Mondeo-Neuling überraschend: Hoch thront man - Breit wirkt der Wagen noch dazu. Das Rangieren im Parkhaus erinnerte fast an eine S-Klasse.
Doch auch bei erstmals höherem Tempo: Der Wagen ist leise, sehr leise sogar. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von den zusätzlichen Bemühungen der Schallisolation. Man kann nur sagen:
Es ist wunderbar gelungen. Natürlich erahnt man die Geräusche der Lager, Wellen, Reifen und des Motors mehr als in einer Mercedes W222, doch ist das ganze Geräuschniveau schon beeindruckend gut reduziert.
Meiner Meinung nach ist das eigentlich auch der größte Pluspunkt des Vignale-Zaubers.

Die Vollbelederung ist natürlich nett, doch weder von der Materialanmutung, noch von der Verarbeitungsgüte kann die Innenausstattung gesamt betrachtet Überzeugen. Gerade an den Sitzen sieht man vielfach ein unrundes Nahtbild, Faltenbildung und „eckige“ Stellen. Es wirkt ähnlich wie beim Maserati Ghibli eher, als hätte man billige Teile in Sichtweite einfach in Leder eingeschlagen und fertig, das Gefühl lässt sich schwer beschreiben.









Die vielen, natürlich allesamt zerkratzten, „Pseudo-Klavierlack“-Plastikleisten, Focus Bedienhebel und auch die antiguiert wirkende runden Knöpfe rund um das Infotainmentsystem wirken eher wie 2002 anstatt wie 2015. Auch dass man beim rausziehen seines USB Kabels die ganze Einheit in der Hand hat, sollte bei einem 55k € BLP Auto einfach nicht passieren.



Wer die Verarbeitungsgüte von Audi und BMW gerade in den höherklassigen Autos kennt, ist da einfach verdorben und strebt unwillkürlich den Vergleich an. Da kann Ford natürlich nur verlieren.

Das Fahrwerk ist definitiv ein Kuriosum. Alles fühlt sich bei dem Auto nach bequemer, schwerer, entspannter Limousine an. Vom geräuschniveau, über das Getriebe, das dünne Lenkrad oder das undefinierte, weiche Lenkgefühl. Doch die adaptiven Dämpfer wollen gefühlt nur eins: Kurven.
Das Fahrwerk ist bemerkenswert straff abgestimmt, wirkt wie aus einem sportlich angehauchten Focus entnommen, und gibt kleine, wie grobe Unebenheiten mitteilsam weiter. Einen Unterschied zwischen den (seeeeehr versteckten) Modi Sport und Komfort habe ich so nicht feststellen können.

Das Fahrwerk ist nicht unangenehm, aber ganz anders als erwartet, und passt eben nicht zum Rest des Fahrzeugs.
Auch hier folgte die Auflösung später durch einen Artikel: Ford hat das Fahrwerk für den europäischen Markt extra gestrafft, da die Kunden hier nicht so ein Bootfahrwerk wie in den USA wollen, doch mMn ist man hier doch über‘s Ziel hinausgeschossen.



Ich bin ja generell kein Automatikfan, auch hier merkte ich wieder, dass es schon ein fast perfektes Getriebe braucht, um mich überzeugen zu können. Das für den 210 PS Motor serienmäßige 6 Gang PowerShift DKG des Mondeo raubt ihm einfach zu viel kraft, das Anfahrverhalten wirkt fast wie bei einem schnarchigen Wandlergetriebe und vermittelt irgendwie wenig Vortrieb. Vor und in Kurven stimmt die Gangwahl selten und man muss per Wippen oder Kickdown nachhelfen, das nervt schon in Autobahnauffahrten, und verstärkt sich entsprechend bei „sportlicher“ Ambition.
Gerade auf der Autobahn, wo man das Revier des Mondeo vermutet wirkt der Motor doch recht Blutleer. Besonders im Alltag häufig vorkommende Situationen, wie den Sprint von 80 auf 120 km/h zB bekommt jeder Passat 150 PS TDI MAN objektiv genau so schnell (aus Videos abgelesen brauchen beide um die 6 Sekunden), und rein subjektiv vom Gefühl her sogar besser hin.
Selbst in höheren Tempi bringt ein Passat 150 PS MAN den Sprint von 120 auf 160 km/h, wo die Leistung mehr zählen sollte, ebenso in 8 Sekunden hinter sich wie der 60 PS stärkere Mondeo.
Das gepaart mit dem ungleich höheren Verbrauch, hinterlässt die Antriebskombination keinen guten Eindruck bei mir.
Dabei wirkte der Motor auf der Landstraße beileibe nicht langsam, und hatte in bestimmten Drehzahlen auch einen ordentlichen Punch, doch alle die ich mitgenommen haben können bestätigen: Das fühlt sich eher nach 150 als nach 210 PS an, der Verbrauch würde jedoch eher zu über 300 PS passen.

Wer bis hierhin noch ausgehalten hat kann sich nun entweder die Aufzählung weiterer Negativpunkte über sich ergehen lassen, oder einfach zum Fazit springen ;)

Weitere Negativpunkte
(geordnet nach Relevanz von wichtig nach unwichtig)

1. Die Sitze sehen sehr bequem und schick aus, und sind mannigfaltig einstellbar, aber die Seitenwangen sind dermaßen hart und unnachgiebig, dass sie selbst in der weitesten Stellung stark drücken und bei mir zu einer unnatürlichen Haltung der Wirbelsäule führten.
Ich bin sonst vom Rücken her eher unproblematisch, aber dieser Mondeo war das erste Auto überhaupt, bei dem ich nach dem WE einen Tag später wirklich Rückenschmerzen hatte, als hätte ich in einer sehr ungesunden Haltung geschlafen.

2. Die LED Scheinwerfer haben zwar eine ganz gute Ausleuchtung von der Homogenität her und gerade mit Fernlicht waren sie brauchbar, aber sie haben eine extrem scharfe Hell-Dunkel Grenze und in meinem Fall auch eine sehr geringe Leuchtweite. Gerade auf der Autobahn ist die Kombination so, dass man kaum mehr als 40-70 Meter auf Sicht fährt und danach aufgrund der harten Grenze pechschwarze Nacht herrscht. Auch wenn man es auch hier mehrfach gelesen hat, dass es damit Probleme gab, gehe ich davon aus, dass der Scheinwerfer bei einigen verstellt ist, da der Mondeo in Tests von der Leuchtweite sehr gut abgeschnitten hat.
Gerade der Wechsel vom Mondeo in den A8 und dann wieder eine Woche später in den Passat mit Halogen haben gezeigt, dass ich mich nicht getäuscht habe, sondern dass die Leuchtweite wirklich extrem schlecht war und einen deutlicher Sicherheitsverlust darstellte.

3. Der Verbrauch. Der Mondeo erzeugte bei mir vom Fahrgefühl her ein Gefühl der Tiefenentspannung, ähnlich wie ich es bei Mercedes habe. Und trotz dieser Fahrweise bin ich im Verbrauch deutlich über 7 Liter gekommen. Ich dachte es liegt am hohen Gewicht, doch mit 1619 kg fiel der Mondeo leichter aus als er sich anfühlt.
Zum Vergleich: ein dynamischer gefahrener A4 190 PS S tronic brauchte mit 5,7 Liter fast 2 Liter weniger, eine S350d bei vergleichbarer, entspannter Fahrweise mit 6,8 immerhin 0,8 Liter weniger. Und das bei deutlich über 300 kg mehr Gewicht, 2 Zylindern mehr und fast 50 PS mehr.
Sehr ruhig gefahren auf der Rückfahrt vom Harz mit maximal Tempomat 150 hat sich der Kübel 7,4 Liter im Schnitt gegönnt.
Meiner Meinung nach, gerade für das wie schlapp sich der Wagen oft anfühlt, einfach insgesamt eine desaströse Vorstellung, das kann bei der Fahrweise jeder 535dxT genau so oder besser.



4. Die Qualität.
Die Vignale Reihe wurde eigentlich etabliert um sich als Hersteller der Mittelklasse auch mit Premiumanspruch verkaufen zu können. Das klappt teils ganz gut, aber andererseits eben nicht, wie Eingangs schon erwähnt.
Dabei mag ich gar nicht von der Verarbeitung in versteckten Ecken anfangen (Türdichtungen und Dachhimmelränder), sondern wirklich die Sachen die man sofort merkt und draufschaut. Die Lederqualität ist spürbar von dem Entfernt was Audi und Konsorten anbieten, aber zumindest besser als das grausige Dakota Leder von BMW.

5. Die vielen Kleinigkeiten.

a)Sei es der Punkt „Verbrauch“ im BC, der nur den Wert Anzeigt den es auch im BC gibt, sowie eine völlig unbrauchbare Balkenanzeige, die auf einer Höhe von 2 cm den Wert zwischen 0 und 30 Litern erahnen lässt. Das heißt im Dieselrelevanten Teil von 0-15 Litern muss man um zwei Milimeter unterscheiden können, ob er nun bei 150 km/h eher 7 oder eher 9 Liter braucht.
Da kann man sich den Punkt auch ganz sparen.
b) Nicht funktionierendes DAB



c) Das Sony Soundsystem ist absolut schwach, das schafft es nicht mal an ein Audi Sound System oder BMW Hifi ranzukommen.
d) Die Scheibenwischer sind, wie bei vielen Fahrzeugen wegen des CW-Werts unter der Motorhaube in Ruheposition. Wenn der Wischer nun aktiviert wird, bleiben Sie auf der Scheibe stehen, um den Weg zu verkürzen und dabei aber einerseits im peripheren Sichtfeld und andererseits bildet sich dann ein Rinnsal, welches beständig auf die Scheibe gedrückt wird und dort vom Fahrtwind hin und her tanzt, absolut nervig.



e) Der Fernlichtassistent ist nur statisch, extrem hektisch und Ungenau und kann nur sehr umständlich über das Menü aktiviert/deaktiviert werden, ist sonst immer an, oder immer aus.
f) Das ACC verliert schon in leichten Kurven häufiger den Vordermann und beschleunigt dann stark um direkt wieder zu bremsen. Generell arbeitet es sehr hektisch.
g) Der Spurhalteassistent lenkt teils viel zu spät, erst nachdem man quasi schon mit dem halben Fahrzeug über die Linie ist, und manchmal gibt er dann auch schnell auf und bleibt dann auf der neuen Spur.
h) Die Sitzheizung braucht bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, trotz Verwendung der Standheizung gut 3 Minuten bis sie überhaupt spürbar ist. Bis dahin habe ich den Sitz schon gefühlt mit dem Körper auf Temperatur gebracht.


Fazit:

Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob das Aufzählen dieser ganzen Punkte einem Verriss gleichkommt. Das kann ich nur mit einem klaren Jein beantworten. Einerseits begibt sich Ford mit dem ziemlich ambitionierten Preis von 55.000 € (ohne Navi) und dem Anspruch in starke Nähe zur Premiumklasse, und muss dann auch dem Vergleich standhalten. Andererseits bekommt man natürlich einige Features dazu, die einen A4 zb dann in völlig abgehobene Regionen entschwinden lässt (Memorysitze, Standheizung, Sitzbelüftung, alle Assistenten hauen richtig rein).
Aber man muss natürlich sagen: Beim A4 funktioniert dann auch alles sehr gut, oder zumindest sehr viel besser als beim Mondeo, zb die Assistenten. Dazu ist die Verarbeitung und Lederqualität eher auf Luxusklasseniveau.

Ich denke, die meisten und gröbsten Schwachstellen lassen sich vermeiden, indem man einfach einen normalen Mondeo mit 180 PS Diesel und Handschaltung kauft, sich die Automatik und die ganzen nicht so gut funktionierenden Assistenten an den Hut steckt und so einfach mal 10.000€ spart.
Der Vignale-Zauber war eine nette Idee, mit einigen brauchbaren Ansätzen. Jedoch taugt das Konzept eher für Leute die keinen so hohen Anspruch an die Perfektion eines Autos haben.
Doch dann frage ich mich: Wenn einem das egal ist, warum sollte man den Vignale dann überhaupt kaufen?
Wahrscheinlich wenn einem das oberflächliche Chichi genügt, und man dafür bereit ist sehr tief in die Tasche zu greifen.















Beste Mieten seit 2011:
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Freitag, 9. Dezember 2016, 08:23

Vielen Dank für den ausführlichen und sehr lesenswerten Bericht! Die zum Schluss gestellte Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Vignalekonzepts kann ich nach dem Lesen des Berichts und Betrachten der Photos absolut nachvollziehen. Zwei Sachen noch von meiner Seite: grundsätzlich frage ich mich auch immer wieder, warum andere Hersteller wie eben z.B. Ford mit dem Mondeo Vignale oder Renault mit dem Talisman zwar versuchen in die obere Mittelklasse vorzustoßen und damit an der Phalanx der vornehmlich deutschen Marken zu rütteln und dann doch wieder ihr Konzept nur so halbseiden durchziehen. Es genügt eben nicht, einfach alles in Leder zu kleiden und ein paar hübsche Blinklichter zu montieren. Weil sie dann eingestehen müssten, dass es eben doch recht teuer ist, so einen Wagen auf die Beine zu stellen und man daher nicht mehr so sehr auf die ja angeblich völlig überteuerten deutschen Marken schimpfen könnte? Ich finde es schade, dass das andere Hersteller nicht so umsetzen können, selbst beim Jaguar fragt man sich manchmal - ernsthaft? Und das ist Premium?

Wobei man fairerweise dagegen halten muss, dass auch woanders mal Verarbeitungsmängel zum Vorschein treten. Beim X1 des Freundes meiner Mutter fällt z.B. immer mal wieder die Einheit nach hinten, in welcher der Lichtdrehregler verbaut ist. Sollte auch nicht passieren.

Die zweite Sache ist: sehe ich das richtig - da sind zwar klimatisierte Sitze vorn verbaut und auch Sitzheizung hinten, aber es gibt keine drei Zonen Klimaautomatik? (mal abgesehen davon, dass die Konsole mit den Lüftungseinheiten für hinten einfach nicht schön aussieht :/
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Dauerpendler

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Freitag, 9. Dezember 2016, 08:44

Vielen Dank für den Bericht, ich war zu faul bzw. hatte bisher keine Zeit :-)

Die bescheidene Haptik verschiedener Bedieneinheiten kann ich ebenso bestätigen. Auch das massive Problem mit den Scheinwerfern ist mir aufgefallen, das war selbst auf der Landstraße bei leichten Kurven ein echtes Problem. Die Sitze waren auch nach 4 Tagen für mich angenehm und die Verstellung klappte super. Die selbst in Stufe 3 sehr schwache Sitzheizung ist mir ebenfalls im Gedächtnis geblieben und kenne ich so bisher von Ford nicht. DAB bzw. der Radioempfang an sich ist definitiv noch ausbaubar. Sehr positiv ist tatsächlich die Geräuschkulisse im Fahrzeug. Für mich war der Motor ausreichend spritzig genug, es täte im aber, auch hinsichtlich des Verbrauchs, ein 7. Gang gut. Die Schildererkennung funktioniert sehr zuverlässig. Allerdings lässt die Darstellung zu wünschen übrig. Das Schild 100 km/h bei Nässe ist im Display nicht mehr erkennbar. Man kann nur das 100 km/h lesen, der Rest ist allenfalls zu erahnen. Beim Rangieren tat ich mich ebenso schwer, trotz pdc vorn und hinten sowie der Rückfahrkamera.
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Freitag, 9. Dezember 2016, 08:58

Ich hab das jetzt richtig verstanden, in dem Eimer für 55k ist KEIN Navi drin gewesen? ?(

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Freitag, 9. Dezember 2016, 08:58

Danke für den Bericht! Schön geschrieben und bebildert!

Was ich mich beim Lesen aber die ganze Zeit gefragt habe: Wann kommt endlich der wirklich spannende den Mustang betreffende Abschnitt ;)
Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
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Freitag, 9. Dezember 2016, 09:04

@Dresdner: Richtig, vorne und hinten Sitzheizung, vorne dazu die Belüftung, aber keine 3 Zonen Klima.
Hat nun auch ein schwarzes Kärtchen - Privilege Elite VIP. Das Ende der Welt kann jetzt kommen :106:

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Freitag, 9. Dezember 2016, 09:39

Das sich das DKG wie ein Wandler Getriebe fährt ist leider (von den Amerikaner) so gewollt und dementsprechend programmiert. Verstehen tut das in Europa natürlich niemand.

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Freitag, 9. Dezember 2016, 09:49

In Amerika gibt es kein DKG im Fusion, warum sollten die die also anpassen wollen?

@Dresdner: Weil nicht jeder einen deutschen Wagen fahren will und man ein paar Kunden abschöpfen will.
Wenn ich mich als Beispiel nehme: Wenn der Vignale nur ein bisschen besser (eigentlich waren nur die Sitze schuld) gewesen wäre, wäre ich weiterhin Ford Fahrer. Auch der Talisman gefällt mir sehr gut, leider ist beim Diesel bei 160PS (und dann auch nur 1.6er) Schluss.
Stattdessen fahr ich eben eine schnöde Limo aus Neckarsulm...aber weckt diese auch nur irgendwelche Emotionen wenn man morgens dort einsteigt...nein, kein bisschen. Da waren Mondeo und Talisman viel emotionaler, allein das Lichtdesign. Was wir uns ebenfalls vor Augen halten müssen: Deutschland ist nicht die Welt, heißt, der Hauptabsatzmarkt von Renault und Ford liegt nicht in Deutschland...meistens reichen eben 160PS oder ein weicheres Fahrwerk.
:209:

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Freitag, 9. Dezember 2016, 10:05

160 PS reichen (inzwischen) auch in Deutschland. Damit fährt man seine 200 km/h, schwimmt mit 160 km/h auch links ohne Probleme mit und muss ab dann nur vereinzelt mal ein paar Sechszylinder vorbei lassen.
Leute die aber wirklich Dauerballern sind in ganz DE (im Gegesnatz zu den Usern hier im MWT) die absolute Ausnahme.

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Freitag, 9. Dezember 2016, 10:41

In Amerika gibt es kein DKG im Fusion, warum sollten die die also anpassen wollen?
Es hat mit dem Getriebe, Gleichteile und co zu tun. Im Fusion gibt es das DKG nicht, richtig. Aber im Focus z.B.

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Freitag, 9. Dezember 2016, 11:28

@rundy: aber genau das meine ich doch. Ich sehe da bei Ford und Renault völlig vertane Chancen. Gerade den Talisman finde ich absolut aufregend im Exterieur und normalerweise gefallen mir französische Autos selten! Aber dann steigt man ein, ist vielleicht noch erst mal beeindruckt von dem großen Bildschirm und den vielen Einstellungen, aber dann gehts auch schon los. Die Türverkleidung wirkt billig, die Haptik der Knöpfe überzeugt nicht usw. und so fort. Und genauso bei dem Ford hier. Da habe ich zwar nicht selbst drin gesessen, aber wenn ich mir da die Gestaltung der Mittelkonsole und der Konsole mit der Lüftung für den Fond anschaue, dann frage ich mich, warum ich dafür 55.000 Euro bezahlen sollte. Da kommen in mir keine Emotionen hoch, also jedenfalls keine sonderlich positiven. Wenn bei deinem Audi keine entstehen, kann ich das wiederum ebenfalls nicht nachvollziehen, mir persönlich gefallen deren Fahrzeuge sehr gut, u.a. gerade wegen des Lichtdesigns. Ist aber vielleicht auch Geschmackssache.
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Freitag, 9. Dezember 2016, 12:34

Ein 0815 3er wirkt allerdings genauso lieblos.
Hat nun auch ein schwarzes Kärtchen - Privilege Elite VIP. Das Ende der Welt kann jetzt kommen :106:

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Freitag, 9. Dezember 2016, 13:05

Für rund 55.000 kriegst du aber dann doch schon mehr als nur nen 0815 3er ;)
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svaeni

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Freitag, 9. Dezember 2016, 13:14

0815 3er ist aber gefühlt auch nur halb so lang. Der Mondeo ist schon ein echtes Raumwunder finde ich. Ansonsten aber leider außen hui (Heck finde ich gar nicht sooo schlimm), innen pfui. Die Sitze haben mich angesprochen, aber der Rest wirkt einfach billig. Gerade die Instrumente … furchtbar.

Bin trotzdem aber großer Mondeo Fan … die Vignale-Version ist halt irgendwie nix halbes und nix ganzes, ansonsten finde ich aber der hat in den anderen Linien ein super Preis-Leistungsverhältnis.
Maach et joot, ävver nit zo off!

Meine :203: Top 8:
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Geigerzähler (09.12.2016)

BorisV6

Schüler

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15

Freitag, 9. Dezember 2016, 13:57

Moin!
Für bedeutend weniger als 55k bekommt man aber auch schon einen Mustang mit vernünftigem V8..... :thumbsup:

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