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Sundose

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Donnerstag, 25. Mai 2017, 20:31

Mercedes-Benz C200 Cabriolet (A205) | Sixt Aurich



Einleitung
Am vergangenen Wochenende durfte ich von Sixt die Chance wahrnehmen das C-Klasse Cabriolet (Baureihe A205) mit dem 200er Benziner zu fahren. Erst knappe 900 Kilometer auf dem Buckel und ohne Vorschäden stand es optisch wunderschön in Iridiumsilber metallic mit AMG-Line und den dazugehörigen 18“ Felgen da.

Exterieur



Äußerlich bot das Cabrio kaum Raum für Verbesserungen. Mit der AMG-Line und den schicken 18“ Felgen vermutet man auch unter der Haube mehr. Normalerweise wirkt eine silberne Lackierung nicht unbedingt jugendlich und wird daher auch liebevoll „rentnerblond“ genannt. In diesem Falle finde ich die Farbe jedoch überaus schön und passend.



Vor allem die tollen Linien und Kanten im Blech werden hierdurch stark hervorgehoben. Nicht ohne Grund nutzt Mercedes daher auch für (Messe-)Konzeptautos die Farbe Liquid Silver.
Des Weiteren werten auch die ILS-Scheinwerfer die Optik weiter auf.



Auch mit geschlossenem Stoffdach weiß die C-Klasse zu überzeugen.
Die Front ist sportlich, aber auch nicht zu übertrieben und wird durch den Diamantgrill veredelt. Einzig die Frontlippe bietet Potential für Verbesserung, denn diese ist komplett verchromt. Dezentes Chrom ist okay, aber das ist einfach zu viel. Das AMG Nightpaket würde hier für Abhilfe sorgen.



Ähnliches gilt für das Heck. Mir gefallen die Rückleuchten sehr und die Luftauslassattrappen sorgen für ein optisch breites Heck. Der Diffusor wiederum ist leider in Wagenfarbe. Auch hier fände ich einen dunklen Diffusor (Nightpaket) die stimmigere Lösung.
Von der Seite stimmt für mich alles. Die Proportionen sind perfekt.

Interieur



Auch im Innenraum findet sich das AMG-Paket wieder. Dies bedingt unter anderem das abgeflachte Lenkrad und als Mittelkonsolen-Dekor Esche offenporig. Das Lenkrad liegt perfekt in der Hand und fühlt sich klasse an. Auch die Lenkradknöpfe lassen sich optimal bedienen.



Am besten jedoch finde ich das Eschenholz-Dekor. Es sieht wahnsinnig gut aus und fühlt sich schön an. Wer privat eine C-Klasse kauft, sollte unter allen Umständen die 3xx Euro für dieses Dekor in die Hand nehmen, denn es wertet den kompletten Innenraum auf. Ausschließlich beim Cabrio kommt es mit der AMG-Line serienmäßig. Leider fehlte die Analoguhr, die das Ganze für weitere 60 Euro abrunden würde.
Über der Mittelkonsole befand sich lediglich der kleine Bildschirm, sprich Garmin-Navi. Dessen Unwürdigkeit in allen Lagen muss an dieser Stelle glaube ich nicht weiter ausgeführt werden. Für meine lokalen Touren am Wochenende benötigte ich zum Glück kein Navi und so reichte mir das Radio. Die Soundqualität der Standardboxen ist okay, mehr aber auch nicht.



Bei der Limousine und dem T-Modell wäre das Esche Dekor auch in den Türtafeln wiederzufinden. Bei Coupe und Cabrio ist hier stets ein verkürztes Element mit gebürstetem Aluminium zu finden. Hier befinden sich auch die Knöpfe für Sitzheizung und den Airscarf (Nackenheizung). Die Türtafeln sind darüber hinaus beledert und Türgriff und die Bedienung für Fenster und Außenspiegeln erinnern stark an die S-Klasse.



Als weiteres Extra verfügte das Cabrio über den zuverlässigen Gurtbringer. Auch dieser gehört meiner Meinung nach zu einem must have. Ohne diesen müsste man sehr weit nach hinten greifen um an den Gurt zu kommen.



Ungewöhnlich für einen Mercedes Mietwagen unterhalb der S-Klasse war zudem, dass Fußmatten vorhanden waren. Sogar die AMG-Fußmatten.



Ein abschließendes Highlight im Innenraum sind die Sitze. Sie sind an den Seiten beledert und in der Mitte mit Mikrofaser Dynamica bezogen. Sie fühlen sich grandios an, sind komfortabel und bieten dennoch einen sehr guten Seitenhalt. Die Kopfstützen lassen sich sowohl nach oben oder unten, als auch nach vorne oder hinten verstellen. Die Auslässe für den Airscarf befinden sich in der Kopfstütze integriert.
Ein Problem ist jedoch die Kofferraumentriegelung. Es gibt keinen Knopf oder Griff am Kofferraum. Es bleiben lediglich der Schlüssel oder ein Hebel in der Fahrertür um diesen zu öffnen.

Fahren



Los ging es an einem regnerischen Abend und Dunkelheit. Daher konnte ich als erstes wieder das phänomenale ILS erleben. Es bleibt für mich (trotz neuem Multibeam beim w213) das beste Lichtsystem, das der Markt zu bieten hat. Dabei ist auch egal, dass es sich nicht um ein Matrixsystem mit „Segmenten“ handelt, sondern um ein mechanisches System. Die Erkennung des übrigen Verkehrs funktioniert weitestgehend verlässlich, das Ausblenden tadellos, Helligkeit und Ausleuchtung sind sehr gut und auch das Kurvenlicht ist genial. Auch tagsüber haben die ILS-Scheinwerfer ihre Vorteile. Der komplette Scheinwerfer sieht aus wie ein Kunstwerk. Es sind meiner Meinung nach die am besten designten, die es gibt.



Am nächsten Tag besserte sich das Wetter und das Dach konnte dauerhaft weichen. Um es vollständig zu öffnen (oder zu schließen) dauert es relativ lange handgestoppte 22 Sekunden. Auch während der Fahrt lässt sich dies problemlos erledigen.



Anschließend lassen sich noch Aircap und Windschott elektrisch ausfahren. Sieht das Windschott noch einigermaßen okay aus, ist das Aircap rein optisch ein Reinfall. Dazu kommt ein Problem, welches sich auf dem Bild erahnen lässt. Im Netz des Aircaps sammelt sich alles an fliegenden Tierchen. Beim Netz eines Panoramadaches beispielsweise sammeln sich nur die Tierchen, die direkt erfasst werden. Beim Aircap hingegen auch alles, was auf die Windschutzscheibe trifft. Dadurch füllt sich das Netz sehr schnell. Das Problem, was dies mit sich führt, ist, dass beim Anhalten die Tierchen wieder zurück auf die Scheibe fallen. Sehr unschön. Was jedoch außer Frage steht, ist die Funktionalität. Es gibt kaum Verwirbelungen im Innenraum. Dies ist sehr beeindruckend.



Verbaut war der 200er Benziner. Hierbei handelt es sich um einen 2l 4-Zylinder mit 184 PS. Das Drehmoment von 300 nm liegt zwischen niedrigen 1.200 u/min und 4.000 u/min an, was man auch merkt. Der Motor klingt ordentlich und im Sport+ Modus gibt die Abgasanlage (keine Sport-Abgasanlage, welche es mittlerweile optional zu ordern gibt) über 4.500 u/min ein Schalt“knallen“ von sich. Nicht wie bei einem GTI mit DSG, aber doch durchaus gut hörbar.
An sich ist der Motor also nicht verkehrt. Er hat jedoch mit zwei Problemen zu kämpfen: das hohe Fahrzeuggewicht und der Verbrauch. Das C-Klasse Cabrio wiegt mit diesem Motor satte 1.645 kg. Das sind fast 200 kg mehr als die Limousine (C200 Lim: 1.450 kg). Das Gewicht ist omnipräsent. Sowohl beim Beschleunigen, als auch in jeder Kurve. Der Vortrieb des Cabrios grenzt etwas an eine Wanderdüne und in Kurven ist ein stetes Untersteuern zu spüren. Hinzu kommt der Verbrauch. Bei gefahrenen 550 Kilometern lag mein Verbrauch bei 10,26 l/100km. Der Bordcomputer wies wiederum 9,8 l/100km aus. Gefahren bin ich zu 80% Überland, 20% Stadt und 0% BAB. In Abschnitten sportlichen, aber zum Großteil eher gecruist. Minimal kam ich so auf 8,1 l/100km, maximal auf über 12 l/100km.



Gekoppelt ist der Motor an die bekannte 9-Gang Wandlerautomatik. Diese wurde vermutlich wenig schonend eingefahren, da direkt merklich war, dass die Gänge deutlich zu lange gehalten wurden im Comfort-Modus. Weiterhin gab es zwischenzeitlich einige unerwartete Ruckler, die ich bisher so von der 9G-tronic nicht gewohnt war. Nichtsdestotrotz verrichtet sie vor allem beim komfortablen Cruisen und im Alltagsbetrieb ihre Dienste außerordentlich gut und angenehm.
Zum guten Alltagsbetrieb passt auch das sehr gut funktionierende Start-Stopp-System. Das Ausgehen des Motors lässt sich sehr gut mit dem Bremspedal steuern und passiert generell erst bei Stillstand. Drückt man das Pedal anschließend stärker durch, setzt Autohold ein und man kann an der Ampel entspannt von der Bremse gehen. Tippt man dann das Gaspedal an, springt der Motor unverzüglich wieder an und man rollt los ohne jegliche Ruckler und innerhalb eines Wimpernschlages. Gleiches gilt bei dem Loslassen der Bremse, wenn man das Autohold-feature nicht nutzt.
Auch die Lenkung kann überzeugen. Sie ist in allen Modi relativ leichtgängig aber sehr präzise.



Zu guter Letzt noch zum Fahrwerk und den Bremsen. Verbaut ist durch die AMG-Line das Sportfahrwerk. Es bietet mehr als ausreichenden Restkomfort und fängt auch Stöße sehr gut ab. Auch in Kurven liegt das Fahrwerk klasse (wenn nur das Gewicht nicht wäre). Gepaart mit der guten Lenkung ist das Einlenkverhalten sehr gut. Ebenfalls bedingt durch die AMG-Line sind an der Vorderachse größere Bremsen verbaut. Alles andere als kleine gelochte Scheiben blitzen somit durch die 18“ Felgen. Das Bremspedal lässt sich gut dosieren und die Bremsen können ordentlich zupacken. Beim Bremsen merkt man daher das hohe Fahrzeuggewicht eher weniger.

Fazit



Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen, dass das C-Klasse Cabrio in dieser Konfiguration ein wunderschönes Auto ist, welches für den Cruisbetrieb auch ausreichend motorisiert ist. Will man jedoch auch auf der Autobahn vom Fleck kommen oder gelegentlich etwas sportlicher fahren, sollte man unbedingt zu einem größeren Motor greifen. Der 300er Benziner sollte es da schon mindestens sein. Die Ausstattung ist grundsätzlich ausreichend, wobei mehr natürlich immer besser wäre, besonders bei den Preisen, die für LTMR aufgerufen werden.

Tolle Optik, tolles Interieur, tolles Fahrverhalten (beim Cruisen) und einfach ein sehr angenehm zu fahrendes Cabrio.

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Donnerstag, 25. Mai 2017, 21:10

Hallo, sehr schöner Bericht. Das Problem mit der Eingruppierung hatten wir letztes Wochenende auch. Für eine LTMR Buchung gabs das C-Klasse Cabrio als 180er Benziner. Ausstattung ebenfalls AMG Line aber in Rot gehalten. Sah echt schick aus, aber 156 PS waren schon etwas mau für L...

Sundose

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Sonntag, 28. Mai 2017, 11:27

Da der Bericht leider sehr schnell in die Bedeutungslosigkeit versunken ist und ich mich über weiteres Feedback sehr gefreut hätte. Vor allem auch über Kritik würde ich mich sehr freuen.
So reiche ich an dieser Stelle nochmal etwas zum Kofferraum nach:





Dieser ist ziemlich tief, aber eben auch sehr flach. Um bis zu den Rücksitzen greifen zu können, muss man sich schon sehr strecken.
Die Bestandteile des Ablagepakets waren zudem auch noch komplett vorhanden, sprich Klappbox und Gepäcknetz.

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Sonntag, 28. Mai 2017, 12:04

Schöne Bilder, nett geschriebener Bericht.
Die Front gefällt mir, das Heck ist allerdings :108:
Auto insgesamt langweilig und eine Frechheit in der eingruppierten Klasse aber Premiumanbieter Sixt weiß ja was sie tun :)

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Sundose (28.05.2017)

LeTrac974

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Sonntag, 28. Mai 2017, 12:30

Ich fand deinen Bericht auch sehr schön, gerade die Detailbilder gefallen mir. Dazu bin ich während der Miete immer zu faul und nach der Miete wünschte ich mir ich hätte welche.. :D

Was mich interessieren würde wäre die gebuchte Kategorie und ob ein Upsell nötig war, evtl noch was klassengerecht angeboten wurde.

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Sundose (28.05.2017)

tobias.S

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Sonntag, 28. Mai 2017, 12:44

Ich glaube wir hatten ja oft genug die Diskussion, dass man für LTMR ein Fahrzeug erwartet, das in Motorisierung und Ausstattung etwas mehr als nur ausreichend ist. In Fxxx wäre der sehr gut aufgehoben, für einen F-Preis würde ich den auch gern mal mitnehmen.

Optisch stimme ich zu, ein wirklich gelungenes Design mit schönen Proportionen und auch das Stoffdach passt perfekt. Aber für mich wird der Charakter eines Fahrzeugs schon recht stark vom Motor bestimmt. Warscheinlich hätte ich wenig Spaß an einer längeren Tour mit dem Auto, wenn 10L Super durchlaufen (was nicht das schlimmste ist) und v.a. das Ding trotzdem nicht vom Fleck geht.

Ich würde mir bei Sixt auch öfters einen Mercedes wünschen, traue es mich aber nicht einen solchen Wunsch zu äußern. Das Wanderdünen-Risiko ist einfach zu hoch (im Verhältnis zur gebuchten Klasse).

Wendson

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Montag, 10. Juli 2017, 10:55

Netter Bericht!
Die vorherigen Kommentare haben meine Vermutung bezüglich der Kategorisierung leider bestätigt.
Heute wollte man mir ebenfalls ein C-Klasse Cabrio für LDAR geben. Upgrade?!
Bei EC läuft der Wagen unter FTMR, was auch Sinn macht. Bei einer geplanten LDAR Miete und benötigtem Platz, war das
ein Luftschuss. Gut das meine Reservierung schon vor einem Monat vorausgezahlt war. :thumbdown:

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