Gebuchte Klasse: CPMR (mit Wunschmotorisierung 118 oder höher)
Erhaltene Klasse: CDMR (auf Wunsch, da nur ein
116i da war)
Erstzulassung: 05 / 2011
KM-Stand Abholung: 6776km
Mietzeitraum: Freitag 12h - Montag 12h
Gefahrene Strecke: 784.1km
Durchschnittsverbrauch: 7,9 Liter/100km (Bordcomputer), 7,6 Liter/100km (errechnet)
Streckenprofil: 75% Autobahn, 25% Stadt
Ausstattung: Klimaautomatik, Adaptives Kurvenlicht, Start-Stop-Automatik, Tempomat, Panoramadach, Harman/Kardon Soundsystem, Teilledersitze, Navi, Media-Buchsen, BT-Freisprecheinrichtung, PDC hinten, ... (also eigentlich alles außer der Sport-Button)
Vorgeschichte:
Für das vergangene Wochenende waren einige Unternehmungen mit Freunden geplant. Der Hauptmietgrund war dabei ein Ausflug am Sonntag, und zwar nach Karlsruhe, wo eine befreundete Band am Abend beim von der Stadt veranstalteten Festival "DAS FEST" spielte. Hierfür brauchte ich also auf jeden Fall ein Auto, aber weil es sich nur für den Sonntag nicht gelohnt hätte, wollte ich mir ein schönes Wochenende mit dem
Mietwagen machen. So wurde das Fahrzeug auch am Freitag für eine ausgedehnte Discofahrt und am Samstag für die Fahrt zur Arbeit in München eingesetzt. Daraus ergibt sich also insgesamt das oben beschriebene Streckenprofil.
Von der Anmietung wusste ich natürlich lange im Voraus, da speziell der Ausflug nach Karlsruhe schon lange fest stand. Deshalb reservierte ich auch gute 4 Wochen vor diesem Wochenende bei
Sixt online CPMR, und zwar mit Wunsch, keine der Basismotorisierungen zu bekommen. Ich dachte, dieser Wunsch wird gerade noch zu erfüllen sein, da es ja zum Beispiel auch nicht gerade wenige schöne 118 gibt. Aber falsch gedacht.
Kommen wir zur Woche vor der Anmietung: Da ich in München in der Sonnenstraße arbeite und für gewöhnlich mit der S-Bahn bis zum Karlsplatz (Stachus) fahre, ist es für mich vor der Arbeit lediglich ein Umweg von 2 Minuten, kurz in die Stachus-Garage zu blicken. So tat ich es auch fast jeden Tag, um den Bestand ein bisschen zu beobachten. Angefangen habe ich damit am Montag vor der Anmietung. Dabei blieb mir gleich das Herz stehen: In der Garage stand gerade ein wunderschöner Mini Cooper S in der Reinigung. Ich bin natürlich gleich hoch in die Station gesprintet, um zu fragen, ob der noch frei ist. Mir war natürlich klar, dass ich den nicht über 4 Tage hätte blocken lassen können, aber wenn er tatsächlich frei gewesen wäre, hätte ich ihn sofort mitgenommen und eine Wochenmiete daraus gemacht. Aber nun gut, natürlich war er nicht frei. Der ging noch am selben Tag weg, und zwar bestimmt an einen "Der Mietwagen ist mir vollkommen egal"-Mieter, der auch mit einem ranzigen Peugeot 308 zufrieden gewesen wäre...
Trotzdem fragte ich die
RSA, ob ich Donnerstag Abend wiederkommen könnte, um zu erfragen, was ich denn am Freitag bekommen würde. Sie hat mir das auf jeden Fall empfohlen, weil die angeblich Donnerstag Abend dann schon den Freitag weitestgehend geplant haben. Blöd war nur, dass ich Donnerstag nicht arbeiten musste und somit ausschließlich in die Stadt fuhr, um mich zu erkundigen. In der Station angekommen erklärt mir dann eine andere RSA, dass sie ja noch absolut keine Ahnung habe, was es sein könnte und sie mir dazu echt überhaupt nichts sagen kann. Aha okay. Kollegin hat was anderes gesagt.
Ein bisschen sauer fuhr ich nach Hause und sah dann Freitag Mittag die gleiche RSA dort wieder...
Abholung:
... Sie verkündete mir, dass ich einen 116i bekommen würde. Natürlich war ich davor unten in der Tiefgarage und hatte somit im Kopf, dass da ein einziger 116i stand. Und zwar in der FFK-Version. Soweit ich das sehen konnte überhaupt keine Extras, sehr spärliche Ausstattung und einfach traumhafte Stahlfelgen ohne Radkappen!
Dementsprechend begann ich, ein wenig rot anzulaufen und Teekesselgeräusche von mir zu geben, als dieser Satz über ihre Lippen kam. Ich beschwerte mich erst einmal, dass ich ja meine Wunschfahrzeuge nicht einmal auf ein einziges Modell beschränkt habe (z.B. 123d) sondern nur die zwei 116-Krücken ausschließen wollte und die mir dann trotzdem GENAU DAS hinstellen. Flottensituation .... bla.... bla.... nichts anderes da... Okay, schon okay! Für mich stand klar: das Ding nehme ich nicht mit nach Hause. Ich verabschiedete mich kurz in die Tiefgarage, um nach Alternativen zu suchen. Dann wurde mir auch relativ schnell klar, auf was es hinausläuft. Ein Mini musste her. Es standen drei Cooper dort herum und ein weißer mit bombastischer Ausstatttung hatte es mir sofort angetan. Also ging ich wieder hoch und fragte nach dem Fahrzeug. Nach ein bisschen hin und her rückte die RSA dann den weißen Mini raus und ich verließ dann doch recht zufriedengestellt die Station.
Erster Kontakt mit dem Auto:
Mini ist für mich generell kein Neuland und deshalb freute ich mich auch auf das Wochenende mit dem Auto. Mini kannte ich schon lange aus dem Bekanntenkreis und den Cooper habe ich vor zwei Monaten sogar schon für ein Wochenende gehabt, damals aber vom Händler.
Dementsprechend fühlte ich mich sofort zu Hause, als ich beim Mini in der Tiefgarage ankam. Von außen etwas schlichtere Felgen, schwarzes Dach und Spiegel (was exzellent zum Panoramadach passte) und das minitypische Pepper White. An sich alles schön stimmig, nur leider war das Auto von außen nicht ganz sauber, was beim weißen Lack zum Teil extrem auffiel. Innen war jedoch alles bestens. Der Innenraum war perfekt gereinigt und noch wie neu. Als ich den Motor startete und den KM-Stand sah, wusste ich auch warum. Ein schöner, gerade mal zwei Monate alter Mini mit nicht einmal 7000km. Ich ließ noch meine Blicke im Innenraum schweifen und staunte nicht schlecht. Da gab es kaum etwas aus der mir sehr gut bekannten Sonderausstattungsliste, was ich nicht wiederfand.
Das Wochenende mit dem Auto:
Mir würde es jetzt sehr schwer fallen, ausführlich über die Fahreigenschaften zu berichten. Erstens gibt es dazu schon sehr tolle Berichte hier im Forum und zweitens war mir der Mini wie gesagt absolut bekannt und somit nichts Neues. Zum Cooper muss ich sagen, dass er als Motorisierung im Mini das absolute Minimum ist. Ich bin zwar noch keinen One gefahren, aber das stelle ich mir ein bisschen träge vor. Im Gesamtpaket ist der Cooper nicht zu aufdringlich und man kommt sehr gut vom Fleck. In der Stadt und zum gemütlich von
A über
B nach
C zu kommen ist er flott und bequem. Möchte man das ganze sportlicher angehen, kann man ja noch ein rotes S dazu packen oder gleich auf JCW zurückgreifen.
Bei meinem weißen Wochenend-Mini war mir aber die Ausstattung viel wichtiger und ausschlaggebender als die Motorisierung. Das Navi hat stets perfekt funktioniert, der Tempomat war auf der Autobahn ein Traum, das Soundsystem ist ja bekanntlich eines der besten und das Panoramadach sorgte für den einen oder anderen offenen Augenblick.
Fazit:
Ich war top zufrieden mit dem Fahrzeug. Aufgrund meines U21-Daseins habe ich natürlich eine sehr beschränkte Auswahl als Mieter aber ich habe mich gefreut, so etwas rausholen zu können. Ich gehöre hiermit wohl tatsächlich zu den Leuten, die sich wahnsinnig über so einen Cooper freuen können. Klar, ich hätte schimpfen können dass der Cooper S nicht mehr da war und dass der doch viel besser gewesen wäre aber der Cooper war in dem Moment einfach das Beste, was ich an der gegebenen Station mit meinem Alter rausholen konnte und auf jeden Fall besser, als irgendeine CPMR-Krücke, die diese Klasse gar nicht verdient hat.
Der Verbrauch vom Mini war im Hinblick auf das ganze Wochenende gerade noch so erträglich. Knapp 8 Liter müssen für einen Kleinwagen meiner Meinung nach nicht sein und diesen Wert habe ich auch nur durch die über 600km auf der Autobahn mit Mühe und Not hinbekommen. In der Stadt habe ich ums Verrecken nicht geschafft, das Auto unter 8,5 Liter zu bewegen.
Das war also meine erste Automiete und gleichzeitig auch mein erster kleiner Bericht. Ich finde ihn nicht so wahnsinnig toll und werde mit Sicherheit noch viel „üben“ müssen, aber wenn ihr noch Fragen habt, dann könnt ihr sie gerne stellen!
Hier noch das (leider) einzige Bild, das ich an dem Wochenende mit meinem Handy gemacht habe: