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Sitzheizung

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Donnerstag, 4. Juni 2015, 20:31

Jeep Renegade Longitude 1.6 Multijet | CICAR Teneriffa (TFS)



Jeep Renegade Longitude 1.6 Multijet
Vermieter: Cicar
Abholstation: Flughafen Teneriffa Süd
Rückgabestation: Flughafen Teneriffa Süd
Kilometerstand Abholung: 4539
Gefahrene Kilometer: 1109
Kilometerstand Abholung: 5648
Gebuchte Klasse: H
Erhaltene Klasse: H
Leistung: 88KW/120PS
Preis: ca. 24.000€
Durchschnittsverbrauch: 6,9l-7,4l/100km bei größtenteils zügiger Bergfahrt
Dauer: 7 Tage


"I'm a Renegade" :whistling:

„Keyless and Connected“ - Ausstattung

An Bord waren:

17“ Alufelgen, Komfortzugang mit Keyless-Start, uConnect 5.0 mit Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung samt Audiostreaming, USB/AUX-Anschluss (KEIN! CD-Player), Audiosystem mit 6 Lautsprechern, el. Fensterheber rundum, el. Einklappbare Außenspiegel, manuelle Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Multifunktionslederlenkrad, Tempomat mit Bremsfunktion und Limiter, 6-Gangschaltgetriebe, 230V-Steckdose, Start-Stopp-Automatik

„Wie wäre es mit einem Jeep?“ - Anmietung/Reservierung

Im Februar in die Sonne klingt immer gut, auf Teneriffa waren wir schonmal und es hat uns gut gefallen, also wurde schnell gebucht und nach einem Mietwagen ausschau gehalten. Dabei fiel uns Cicar auf, das Wunschfahrzeug konnte man auf der Website angeben, eine umfassende Versicherung war im Preis inbegriffen und die Günstigsten waren sie auch noch.

Da der Preisunterschied zwischen Kompaktklasse und Renegade nur 60€ betrug und ich den Jeep schon eine Weile mal fahren wollte wurde er gebucht und prompt bestätigt.

Da ich die Zeitdifferenz vergessen hatte kamen wir eine Stunde zu früh zum Cicarschalter am Flughafen, trotzdem wurde der Vertrag bereits fertiggemacht und uns eine Karte der Insel und ein (im Renegade nutzloser) CD-Audioguide überreicht. Der Jeep war auf dem Weg in die Wäsche und 20 Minuten später konnten wir ihn blankgeputzt übernehmen. Der Fahrer versuchte uns noch das Keyless-System zu erläutern, aber das kannten wir bereits von zu Hause.

„Since 1941“ - Das Fahrzeug

Der Renegade war strahlend weiß und mit den aufpreispflichtigen 17“-Felgen ausgerüstet, wodurch er stämmig dastand. Mit knappen 4500km war er noch recht neu, jedoch von den Vormietern ziemlich misshandelt. Der USB-Port war bereits defekt, was der Jeep auch immer wieder meldete und der Dachhimmel war mit Flecken allerlei Farben und Intensitätsstufen verschmutzt. Auffällig ist, dass der Kofferraum kleiner ist als gedacht, für zwei unverformbare Koffer muss die Hutablage schon auf die Rückbank wandern.

„I’m a Renegade“ - Design und Qualitätsanmutung

Ich mag das Design des Renegade. Warum? Er hat einfach die Stilemelemente eines echten Jeeps, kantige Front mit den 7 horizontalen Streben des Grills, hochgebockt, eckige Radhäuser, runde Scheinwerfer. Gleichzeitig wirkt er aber wie ein moderner Crossover SUV, der mit einer gehörigen Portion Chic um die Gunst der urbanen Stadtbevölkerung buhlt, auch wenn man mit ihm, vor Allem als Trailhawk auch die unmöglichsten Pisten in den paradiesischen roten Steinen im amerikanischen Südwesten fahren könnte.

Auf den zweiten Blick fallen einem dann kleine Easter Eggs auf, die eine große Liebe zum Detail aufweisen. Seien es die auffälligen Rückleuchten, die wie die Tankkanister der Army-Jeeps wirken, ein Willys Jeep, der angedeutet die A-Säule herauffährt, die Aufschrift „No-Step“ auf den hinteren Schwellern, die Jeepfrontpartie auf Rückleuchten und Lautsprechergehäusen oder das prägnante „since 1941“ auf dem Touchscreenträger. Der Renegade verfährt hier nach einem ähnlichen Retroprinzip wie Mini oder Fiat 500, nur in einer ganz anderen Gattung.











Die Qualitätsanmutung geht in Ordnung, die Instrumententafel ist weich unterschäumt, kleine Chromakzente an Klimaanlage, Lüftungsdüsen, Lenkrad und Schalthebel lockern das ansonsten schwarze Cockpit auf. Dieses wirkt sehr robust und langlebig, die simple Bedien-und Erreichbarkeit des Touchscreens ist beispielhaft und die einfache Regelung der Klimaanlage wurde bereits aus früheren Chryslermodellen übernommen. Ergonomisch gesehen ist also nix auszusetzen am Italojeep. Das einzig ungewohnte sind die Fernbedienelemente für das Radio, die wie für die Chrysler Group typisch auf der Rückseite des Lenkrades angebracht sind. Nachdem man sich gemerkt hat auf welcher Seite Lautstärke und auf welche der Titelsprung angebracht sind gewöhnt man sich aber dran.

Audio:


Telefon:


Im City-Gewirr hilfreicher Kompass:


einfach zu verstehende Klimabedienung:


„Kommt da noch was, oder war’s das schon?“ – der Motor

Leider war der Motor des Renegade für unsere Zwecke ein wenig unterdimensioniert. Verbaut war der 1,6l Multijet mit 120PS, immerhin schon ein Diesel. Dennoch hatte er mit dem bergigen Terrain zu kämpfen. So hat der Motor eine recht deutliche Anfahrschwäche, am besten ist es auch in der Ebene mit Gas anzufahren, mit viel Gas. Bis 1500 Touren passiert nicht wirklich was, dann fängt der Turbo an einzusetzen, es folgt um die 2000 Touren ein kurzer Punch, dann flaut es wieder ab und ab spätestens 3000 Touren wird er nur noch lauter, jedoch nicht mehr merklich schneller. Auch hier wieder, das fällt insbesondere in den Bergen auf, im Flachland war es nicht so stark ausgeprägt.

Sollte man sich also für einen Renegade entscheiden, wäre einer der größeren Motoren definitiv ratsam.

Auf unserer Bergfahrt erreichten wir einen Schnitt von 6,8-7,4l Diesel auf 100km, bei Spritpreisen von 79cent/Liter verschmerzbar ;) .

„To new adventures“ – Fahreindruck



Obwohl der Jeep statt „Imported from Detroit“, durch seine Verwandschaft mit dem Fiat 500X „Made in Italy“ ist, so merkt man doch, dass es sich um ein amerikanisches Auto handelt. Erstens ist die gesamte Kofferraumseite mit einem dicken Subwoofer durchzogen, so macht schon das kleine Audiosystem ordentlich Druck und Spaß beim Hören. Das Zweite sind beleuchtete Getränkehalter :107: .

Durch den SUV-typisch hohen Schwerpunkt ist er natürlich nicht für die Kurvenhatz bestimmt, wie manch andere Fahrzeuge. Federungstechnisch hingegen ist der Jeep dabei jedoch recht hart abgestimmt um doch akzeptable Kurveneigenschaften zu erreichen.

Die Sitze im Jeep-Design haben bei mir keine besonderen Erinnerungen hinterlassen, sie waren also nicht unbequem, aber sicher auch nicht wie auf einem Wolkenbett schwebend.

Der Komfortzugang des Jeeps funktionierte tadellos wie man es gewohnt ist (Entriegeln durch Türgriffziehen, verriegeln mittels Sperrfläche), zudem gab es praktischerweise an der Kofferraumgriffleiste eine zusätzliche Verriegelungstaste.

Unser Mietrenegade war lediglich eine Frontantriebsversion, mit Vierradantrieb oder gar gleich als Trailhawk (als letzterer ist der Jeep dagegen sogar Trail-Rated) hat man es hier mit einem Crossover zu tun, der sich auch vor teureren Geländewagen nicht verstecken muss, was die Offroadeigenschaften angeht.

Die Ausstattung war recht einfach, aber zweckmäßig, ich persönlich hätte mir noch eine Klimaautomatik, Licht-/Regensensor und eine Einparkhilfe für das Jeepheck gewünscht, ansonsten war alles dran, was man zum entspannten Fahren benötigt.

Ein Manko hingegen war die Lichtanlage. Das Abblendlicht war durchaus annehmbar, jedoch wurde es beim Einschalten des Fernlichts deaktiviert, dabei war aber das Fernlicht zu hoch, so dass der Bereich vor dem Auto ziemlich dunkel blieb, ein ziemliches Sicherheitsrisiko (eine Art Land Rover Defenderlicht light :106: ), hielt man hingegen den Hebel für die Lichthupe gezogen hatte man eine gute Ausleuchtung (war auf Dauer nur nicht möglich, also blieb es beim Abblendlicht). Das Abbiegelicht brauchte außerdem einen ziemlich großen Lenkradeinschlag um anzugehen.

„uConnect“- Infotainment

Leider war das Infotainment eher ein „uConnected?“, wie ich bereits schrieb, hatte der Vormieter das Auto ganz schön misshandelt und auch einige Funktionen, wie z.B. den Beifahrerairbag dauerhaft deaktiviert (konnte man aber im Menü wieder herausnehmen). Auch der USB-Anschluss war bereits defekt und das Bluetooth-Audio funktionierte nur, wenn man das Handy an einer ganz bestimmten Stelle lagerte.

Funktionierte dies war das Infotainmentsystem sehr einfach bedienbar, der Touchscreen hatte unglaublich schnelle Reaktionszeiten und lieferte ein akustisches Feedback. Mit den physischen Knöpfen ringsherum erreichte das System quasi maximale Bedienerfreundlichkeit.
Der integrierte Kompass erleichterte die Orientierung in verwinkelten spanischen Städten mit einem begriffsstutzigen Navi und ohne Karte erheblich und die Anschlussmöglichkeiten, wenn sie denn funktionierten, waren mit BT-Audio, USB und AUX zahlreicht vorhanden, das Soundsystem hatte fantastische Tiefen und klang auch sonst für ein Basissystem ziemlich gut.

Der Bordcomputer war in diesem Modell nicht die große 7“ Variante, sondern ein halb so großer Bildschirm zwischen den Instrumenten. Die Funktionen waren sehr umfangreich (neben den Klassikern wie Geschwindigkeit, Audioinfos, Temperatur/Zeit und Verbrauchs-/Reichweiteninfos auch Öl-/Kühlwassertemperatur, Reifendruck, etc.) und die Struktur war einfach zu durchschauen.

Dieses System verdient eine klare Empfehlung.

Anschlussmöglichkeiten:



Fazit zum Auto:

Ein cooles, rustikales Retrodesign und funktionales Interieur kombiniert mit einem gut klingenden Audio- und einfach zu bedienenden Infotainmentsystem sind wirkliche Pluspunkte des Wagens, Details wie die Fernlichtschaltung und der recht behäbige Motor stehen dem aber entgegen. Als 2,0l Diesel mit Xenon- oder verbesserten Halogenscheinwerfern wäre ich aber nicht abgeneigt ihn noch einmal zu testen.

Bilder des Jeeps gibt es auch noch ein paar:











Interieur:

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