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Freitag, 2. Oktober 2015, 15:04

Jaguar F-Type bei Starcar

Es begab sich, das Starcar ein Jaguar F-Type Cabrio zur kostenlosen Überführung anbot und dieses von @invator: im Forum gepostet wurde. Dafür noch einmal ein großes Dankeschön an dich!

Das F-Type-Cabrio stand für dieses Jahr eigentlich noch auf meiner Wunschliste, jedoch findet sich in Dresden selten die direkte Anmietmöglichkeit. Die beste Chance ergab sich noch bei dieser Gelegenheit konnte aber über Sixt leider nicht realisiert werden. Damit hatte ich zumindestens schon einmal im Cabrio Probe gesessen.

Nachdem Starcar die Überführung bestätigt hatte, holte ich den F-Type am Mittwoch Vormittag in Berlin ab, mehr dazu gibt es hier zu lesen. Es handelte sich um die Einstiegsversion des F-Type mit 3.0 Liter V6-Motor und 340 PS. Mit der verbauten 8-Gang-Quickshift-Automatik beschleunigt der Wagen laut Jaguar in 5,3 Sekunden von 0 auf 100km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 260km/h angegeben. An Ausstattung gab es unter anderem: das Standard-Jaguar-Klangsystem, Windschott, Rückfahrkamera, Tempomat, Bluetooth-Schnittstelle, TouchScreen-Navigationssystem, 2-Zonen-Klimaautomatik.

Ein paar Impressionen:



Da Xelebrate und x-conditioner schon ausführliche Berichte verfasst haben, gibt's es von mir nur eine Schnelleinschätzung und ein paar Stichpunkte, die mir noch hängen geblieben sind.

Ich muss sagen, das ich bisher bei keinem Cabrio dieser Leistungsklasse, welche ich dieses Jahr gefahren bin (Z4 35is, 435i, 640d) auch nur annähernd ein ähnliche Fahrleistung gespürt habe. 6er und 4er waren nette Gleiter aber keine Sportler, der Z4 schon eine Stufe sportlicher, aber gefühlt immer noch ein großes Stück vom F-Type entfernt.

Kurzer Überblick, sortiert nach meinem subjektiven Sportlichkeitsempfinden:

Modell - Leistung - Beschleunigung (0-100 km/h) - Gewicht (kg)

Jaguar F-Type - 340 PS - 5,3s - 1.587 kg

BMW Z4 35is - 340 PS - 4,8s - 1.600 kg

BMW 435i - 306 PS - 5,6s - 1.885 kg

BMW 640d - 313 PS - 5,5s - 1.935 kg

Das einzige treffende Wort was mir zum Gesamtpaket einfällt: brachial. Mag sein das meine Sinne vom Gröhlen des Motors in Kombination mit dem wunderschönen Design ein wenig vernebelt sind, aber kein anderes Cabrio hat mir bisher soviel Freude bereitet. Mit den BMWs konnte man zweifelsohne viel problemloser schnell unterwegs sein, der F-Type hatte schon ab Tempo 180 ein leicht flatteriges Fahrverhalten, das hat die Freude aber keineswegs getrübt.


Einige Einzelpunkte, die mir noch besonders aufgefallen sind:

Infotainment-System
Das Schlechteste was ich bisher überhaupt in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Design in dem Bereich erlebt habe. Ich bin sowieso kein großer Freund von Touchscreen im Auto, aber Jaguar spielt da noch mal in einer Klasse für sich. Die Darstellung ist optisch 10 Jahre alt und auch die Benutzerfreundlichkeit lässt deutliche Mängel spüren. Das Einstecken eines USB-Sticks mit MP3-Titeln wurde erstmal mit Fehlermeldungen in Dauerschleife quittiert, obwohl kein anderes Fahrzeug sich bisher an diesem Stick verschluckt hätte. Die Bluetooth-Kopplung mit meinem Handy hat immerhin unkomplizert funktioniert, bietet aber dann nicht den Komfort des direkten Titelzugriffs. Höhepunkt war, das sich das Entertainmentsystem komplett aufgehängt hatte und sich auch nicht durch aus- und einschalten wieder neustarten lies. Erst ein zehnminütiger Zwischenstopp mit ausgeschalteter Zündung hat geholfen. Einem Käufer kann man nur raten sich vorher nach einer Ersatzmöglichkeit zu erkundigen. Für einen Tag war das Ganze noch hinnehmbar auf Dauer aber sicher extrem nervtötend.

Verdeck
Öffnet und schliesst sehr zügig, etwa 15 Sekunden würde ich schätzen, und das auch während der Fahrt bis 50km/h. Das ging glaube ich in keinem der anderen Cabrios so schnell.

Windschott
Im F-Type geht es recht windig zu - zumindestens für jemanden mit über 1,90m Körpergröße. Selbst bei Benutzung des Windschotts ist es zugiger als in allen anderen Cabrios, die ich bisher fahren durfte. Je nach Gemütslage kann man das als Mangel oder der Fahrfreude dienlich ansehen. Bei mir eher Zweiteres.

Inneneinrichtung
Gerade im 6er war mir bei rückwärtigen Sonneneinfall die billig wirkende Plastikabdeckung der Mittelkonsole aufgefallen, wogegen ich im Jaguar schon beim Probesitzen von der Innenraumgestaltung sehr angetan war. Daran hat sich auch nach dem Tagesausflug nichts geändert. Das "Light Hex"-Aluminium sieht sehr wertig aus und die geringe Anzahl an billigen Plastikteilen in Klavierlackoptik stört auch nicht wirklich.

Rückfahrkamera
Während diese bei den meisten anderen Autos beim Verlassen der Schrittgeschwindigkeit abgeschaltet wird, kann man die Rückfahrkamera im Jaguar auch bei allen anderen Geschwindigkeiten aktivieren. Dann liefert diese fast eine RaceCam-artige Perspektive, wie man sie sonst von Motorsport-Übertragungen kennt.

Innenraumbeleuchtung
Man sucht zwar erstmal nach den üblichen Tasten um das Innenraumlicht an- bzw. abzuschalten, aber wenn man dann herausgefunden hat, dass diese quasi per Berührung auf die Lampenoberfläche selbst aktiviert werden, ist es ein nettes reduziertes Designgimmick.

oberer Lüftungsauslass
Eine weitere Designspielerei aber nett gemacht ist der obere Lüftungstunnel über der Mittelkonsole. Wenn die Belüftung nicht genutzt wird, liegt er versteckt sonst fährt er motorgetrieben nach oben.

Aufmerksamkeit
Erzeugt der Jaguar und nicht zu knapp. Herren, Damen, Jugendliche - der Jaguar zieht die Blicke auf sich, auch ohne aktiven Dynamikmodus mit entsprechender Geräuschkulisse. Insbesondere in der Dämmerung mit aktiviertem Auffindlicht sieht er bestechend aus. Und er ist ein Einzelgänger, bei allen anderen aufgeführten Cabrios begegnet man ab und zu doch einem Modellkollegen, einen F-Type habe ich nicht getroffen. Dafür ein neues rotes 911 Cabrio, der Fahrer grüßte beim Überholen und wir spielten ein wenig auf der Autobahn. Am Ende ergab sich noch ein netter Plausch auf der nächsten Raststätte - ein Jaguar erhöht den Bekanntenkreis.

Hochdrehen beim Start
Beim Motorstart dreht der Jaguar einmal die Drehzahl nach oben, mit entsprechender Geräuschkulisse. Mittlerweile kann ich das Pärchen verstehen, ein, zwei Tage mag das ja noch ganz nett sein, ständig wäre es mir aber auch zu viel des Guten. Der Jaguar erregt auch so genug Aufmerksamkeit und das Hochdrehen kennt man halt von eher aufmerksamkeitsbedürftigen Jugendlichen. Nicht unbedingt die feine englische Art.

Tankanzeige
Liegt leider mittig und groß zwischen Tacho und Drehzahlmesser. Der Anblick der schnell fallenden Kraftstoffreserve trübt die sportliche Fahrfreude ein wenig.

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