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Jonny17192

\m/ Wacken \m/

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Montag, 15. August 2016, 13:35

VW California | Starcar Köln Dellbrück



VW California
Die Freiheit auf Vier Rädern



Vorwort

Wenn man California hört, verbindet man damit meist einen sonnigen Ort und viel Strandlandschaft. Und um solche Orte sorgenfrei zu erreichen und sie einfach zu genießen hat man in Wolfsburg bereits 1989 ein Fahrzeug auf den Markt gebracht, dessen grundliegender Aufbau sich bis heute nicht mehr verändert hat. Reisen ohne Rücksicht auf viel Komfort, der in einem Multivan so umfunktioniert wurde, dass man auch gemütlich nächtigen kann. Ein Erfolg, den VW mit Recht nach über 25 Jahren sich mit Recht erarbeitet hat.



Die Anmietung


Montag bis Montag war der Plan. Einmal Wacken Open Air und wieder zurück mit Zeit dazwischen um das Auto auch noch etwas zu begutachten und am Ende wieder zu reinigen.
Trotz eingeplanten Berufsverkehr kamen wir, das sind meine bessere Hälfte und Ich, um 16:10 Uhr an der Station auf der Bergisch Gladbacher Straße an.
Bereits vorgefahren: Unser California.
Nach einer Wartezeit in der Station, bei der die RSA auch nicht so ganz wusste, wie sie am effektivsten zwei Kunden schnell abfrühstückt, ging es dann nach dem Austauschen von den üblichen Dokumenten hinaus zum guten Stück.
Für die Einweisung in das Fahrzeug wurden sage und schreibe Fünfundfünzig Euro fällig. Dafür sollte man in einem kleinen Crashkurs sämtliche Funktionen des rollenden Gefährtes kennenlernen. Leider war die Kollegin selbst nicht wirklich fit am Fahrzeug und es haperte bereits mit der richtigen Entriegelung des manuellen Aufstelldaches.
Ärgerlich, wenn man in dem Fall selbst zum Handbuch greifen muss.
Nach einer guten halben Stunde war dann die Checkliste abgefrühstückt, ich war zumindest ein klein wenig schlauer und konnte mit dem Fahrzeug vom Hof fahren.




Exterieur


Der VW California basiert auf den T6 und sieht entsprechend auf von Außen so aus.
Was macht also den Unterschied? Den erkennt man auf den ersten Blick bei der Beifahrerseite.
Dort ist eine Markise verbaut, die sowohl vor Regen, als auch vor Sonne schützen kann. Ausfahren sollte man Jene allerdings nur bis ca. 50cm. Der Grund liegt in der Naht, die VW seit dem T5 nicht wirklich ausgebessert hat. Entsprechend kann die Markise an dieser Stelle leider ziemlich leicht reißen.
Der nächste Unterschied zum gewöhnlichen Multivan ist das Aufstelldach. zugeklappt verschließt es luftdicht und fällt gar nicht auf.
Dafür kann man sich im geöffneten Zustand bei hochgeklappter Matratze sogar ein 2m-Mensch problemlos in den Innenraum stellen.




Interieur


Im Gegensatz zu außen erkennt man den Unterschied bereits, sobald man die Schiebetür öffnet: Man findet einen kleinen Wohnraum mit Küchenzeile vor.
Ausgestattet mit Kühlschrank, zwei Gasherdplatten und einem Waschbecken ist man für viele Situationen gerüstet. Da sollte mindestens eine Dose Ravioli in der Wildnis drin sein.
"Leider" nicht mit dabei sind Kochtöpfe und Geschirr. Aber das ist bei einem Mietfahrzeug doch noch zu verkraften. Noch mehr "Leider" gab es dann allerdings bei der fehlenden Gasflasche. Das leider nicht-geläufige Maß 2,8kg gibt es nur an einem Ort in Köln. Und dort auch nur selten. Entsprechend hätte man den Gasherd auch nicht nutzen können.




Um nun von der Küche wieder auf den restlichen Innenbereich zu kommen gibt es das oben angehangene Bild.
Wenn es dem California an etwas nicht mangelt, dann ist es doch definitiv Stauraum. VW hat sich doch schon Gedanken gemacht, wo man immer noch etwas Platz schaffen kann.
Insgesamt habe ich zehn Orte gezählt, an denen ich Sachen ablegen kann. Hinzu kann man theoretisch noch die Verstecke von Tisch und Stühlen zählen, womit wir dann bei der Zahl Zwölf angekommen wären. Umso mehr habe ich mich geärgert, als ich diese 10 Fächer allesamt am Abgabetag leeren musste. Manchmal ist zuviel eben auch nervig, wenn das Wohnmobil ein Mietfahrzeug ist.




Um bei geöffneten Dach in das Obergeschoss zu gelangen sollte man am besten den Beifahrersitz um 180° wenden.
Leider hat VW an dieser Stelle nicht ganz mitgedacht. Der Weg zur 180° Wende bedeutet, dass ich den Sitz erst nach vorne ziehen muss, die Rückenlehne gerade stelle und dann erst wenden kann. Das mag vielleicht noch beim Beifahrer problemlos funktionieren, treibt einen allerdings beim Fahrersitz in den Wahnsinn. Da ist nämlich unglücklicherweise noch ein Lenkrad verbaut, was den Prozess etwas behindert.




Und wenn wir doch gerade schon bei Sitzen sind, dann kann ich mich an dieser Stelle über die Design-Abteilung des Wolfsburger Konzerns so richtig auskotzen.
Wie ihr bereits gesehen habt sind die sitze mit einem hellen Stoff bezogen. Dass sowas in einem kleinen Wohnmobil ungünstig ist kann sich sicherlich Jeder denken.
Das Problem an der ganzen Sache: VW bietet keine alternativen Sitzbezüge an. Möglich wäre nur noch helles Teil-Alcantara, womit man gegen das schnelle Verschmutzen der Sitze leider auch nichts ausrichten kann.
Aber VW setzt noch einen drauf, indem heller Stoff in Sitzfarbe im Fahrerraum verlegt wird. Schmeichelt vielleicht die Füße, wenn man ohne Schuhe nach oben klettert, hält aber im Alltag garantiert auch nicht soviel aus. Deswegen kann man in diesem Punkt auf jeden Fall froh sein, dass Starcar noch ein Häkchen bei zusätzlichen, schwarzen Fußmatten gesetzt hat.




Das restliche Interieur ist dann wieder so, wie man es aus dem T6 kennt. Einfach und simpel aufgebaut.
Worüber ich mich jedoch am Meisten gefreut habe: Connected Drive war aktiviert und ich konnte Apple Carplay benutzen.




Fahren mit dem Dickschiff


Wir sind mit dem California genau 1.163km gefahren. Über diese Strecke hat er sich laut dem Bordcomputer 8,1l / 100km gegönnt. Errechnet kamen 9,1l zum Vorschein. Wird wohl mit an der Standheizung gelegen haben, wobei das einen reinen Heizungsverbrauch von über 11l ausmachen würde. Da traue ich dem Braten nicht so wirklich.
Mit 150kW auf der Vorderachse ist der Gute auch ausreichend bestückt. Meiner Meinung nach sogar zu gut. Wenn der Tritt auf das Gaspedal nicht sachte kommt, drehen die Räder gerne durch. Da wäre mir etwas Mehrverbrauch beim Sprit der bessere Kompromiss gewesen um dafür dann mit Allrad unterwegs zu sein.
Auf der Autobahn kann man zumindest kaum entspannter fahren. Man muss sich nur mit dem Reisetempo 130 km/h zufriedengeben. Ansonsten muss man mit ca. 2l je weitere 10 km/h rechnen.




Was gibt es sonst noch zu sagen?


Der California ist ein Begleiter, der seinen Job auf jeden Fall gut macht.
Wir haben Vorrat für eine Woche in Kühlschrank und einer separaten Kühltruhe unterbringen können. Und beim Reisen zu dritt war hinten auf der Rückbank mehr als genug Platz.
Auf alle Fälle mehr, als ich vorher von Bildern her erwartet hatte.
Das Bett ist bequem und man kann, wenn man das Auto wirklich nur als Rückzugsort benutzt, einfach entspannt schlafen.
Zu warm wird es unten dank des Aufstelldachs auch nicht. Die Luft kann gemütlich zirkulieren und man wacht nicht in seinem eigenen Dunst auf.

Noch mehr Bilder?











Und zu guter Letzt:
Vielen lieben Dank an @koelsch: für die Fotos und den netten Austausch über die Veränderungen seit dem T5 :)

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