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koelsch

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Montag, 31. Oktober 2016, 01:59

VW Passat Variant | Starcar Köln Ehrenfeld

VW Passat Variant - die Faszination der Perfektion


Dem ehrgeizigen Plan, an jedem realistisch machbaren STT teilzunehmen, stand eine echt miese Woche gegenüber. Also mit den gesammelten Kennzeichen der Fahrzeuge aus der Kategorie “Wollte ich immer mal fahren” zur Stammstation gestiefelt und nachgefragt, was denn so verfügbar ist. Übrig blieb ein VW Passat mit 150 PS aus einem 2,0l großen Diesel, bei dem mich die Dame hinter dem Schalter schon mehr als fragend ansah warum ich denn ausgerechnet dieses Fahrzeug haben möchte.

Mit etwas Skepsis am Tag der Abholung nochmal über die Hotline in der überaus freundlichen Zentrale die Verfügbarkeit prüfen lassen, und mit der Aussage “Steht laut System auf dem Hof, sollte alles klappen!” also auf den Weg nach Ehrenfeld gemacht.

Exterieur


Bisher hatte ich das Fahrzeug nur in Dunkelheit gesehen, und es bisher immer für schwarz/grau/dunkelblau gehalten. Umso größer die Überraschung:


Mit Infrarot-reflektierender Windschutzscheibe - weswegen sie passenderweise rötlich schimmert.


Für die Fahrzeugklasse insgesamt und das Modell spezifisch eine äußerst ungewöhnliche Lackierung: Crimson Red Metallic. Und ich habe mich sofort ein bisschen verliebt.



Die klaren Linien, die man nahezu zeitlos nennen kann. Oder unauffällig. Oder langweilig. Mir taugt's.



Positiv dazu kommen die Voll-LED-Beleuchtung rundherum, die mir persönlich ja sehr taugen. Mit einem Twist bei den Rückscheinwerfern.



Negativ fällt mir das (nicht abwählbare) Chrom-Gedöns auf. Da es sich aber optisch gut in die bestehenden Linien einfügt, könnte ich damit theoretisch leben. Wo es problematisch wird: das R-Line Exterieur bringt einige zusätzliche Karosserie-Elemente mit - die schwarz eingefärbt sind! So ergibt sich am konkreten Fahrzeug eine Mischung aus rotem Lack, hochglänzendem Chrom und schwarz glänzenden Elementen.



Interieur


Der Passat gilt ja als das Fahrzeug für Vertreter. Außendesign hat damit ja eher begrenzt was zu tun, das Interieur ja schon eher, ist es der Ort an dem sich die Zielgruppe die meiste Zeit befindet.


Dieses Lederlenkrad.


Und hier zeigt sich ganz offensichtlich eine weitere Stärke des Volkwagenkonzerns. Alles ist der Ergonomie untergeordnet. Der Vorteil: man findet alles auf Anhieb, alles lässt sich leicht erreichen, eine Eingewöhnungsphase gibt es de facto nicht. Der Nachteil: dem Fahrzeugpreis angemessene Eleganz zu integrieren, wird dann ein bisschen schwierig.



Versucht wird das hier mit einer optisch durchgängigen Belüftungsdüse und einer analogen Uhr in der Mitte. Ob man den Versuch als geglückt bezeichnen mag, liegt sicher ganz stark im Auge des Betrachters.

Was aber größtes Lob verdient: die Sitze.



Hier handelt es sich um die teilelektrisch verstellbaren ergoComfort-Sitze, zusammen mit der Lendenwirbelstütze mit Massagefunktion. Mit dem R-Line Exterieur wurde hier auch das sportlicheren R-Line Gestühl mit Lederbezug verbaut.



Und mein Gott, selten saß ich dermaßen gut in einem Fahrzeug. Durch die Komfortkopfstütze habe ich die für mich (bis dato) perfekte Sitzposition gefunden. Die sehr intensive Sitzheizung gepaart mit der rudimentären Massagefunktion beugt etwaigen Rückenproblemen äußerst effektiv vor. Für mich ist damit die Frage, warum sich so viele “Vertreter” Vielfahrer für den Passat, ausreichend beantwortet.

Fahren


Das kann aber noch nicht alles sein. Ja, der Passat ist ein großes Fahrzeug, mit entsprechendem langem Radstand, und daher bauartbedingt bereits für die Langstrecke bestens geeignet. Prinzipiell ist das aber ein Toyota Avensis auch. (Ja, ich habe da wohl ein Trauma zu verarbeiten.) Doch haben die Ingenieure auch das Fahrwerk auf eben diesen Einsatzzweck ausgelegt, trotz R-Line Felgen. Und zwar konsequent.

Anders gesagt: Kurvenräuber ist der große Kombi überhaupt nicht. Trotz des angeschärften Äußeren.

Dafür spricht auch, dass hier das Kreuz beim “Fahrassistenz-Paket Plus” gesetzt wurde.



Auch hier hat der aktive Spurhalteassistent so seine Probleme und Aussetzer, hat er im Passat aber nicht versucht das Auto von der BAB zu schmeißen wie im TT.



Positiv aufgefallen ist der Sideassist bzw. “Toter Winkel Achtung Achtung”. Die LEDs sind sehr gut positioniert, sodass sie nicht durch Spiegelungen untergehen. Zudem ist deren Helligkeit mehrstufig einstellbar, sodass sie selbst bei seitlichem Sonneneinfall zu erkennen sind. Leider gibt es nicht die Möglichkeit, die Helligkeit automatisch an Tag & Nacht anzupassen, ähnlich den Kartenfarben des Navis. So ist der pedantische Autofahrer also doch öfters am fummeln - im Einstellungsmenü.

Ziel


Eine entspannte Alternative zum STT musste her, und nach ein bisschen Recherche habe ich mich für den Nationale Park De Hoge Veluwe entschieden. Hauptsächlich wegen der geringen Entfernung.

Ohne Vorwissen also auf den Weg gemacht. In welchem Fahrzeug sonst kann man so entspannt Kilometer abreißen?!

Angekommen die erste Besonderheit. Man kann mit dem Fahrzeug in den Park fahren, es gibt mehrere ausgezeichnete Parkplätze, man könne aber auch einfach am Straßenrand stehen bleiben, so lange man nicht zum Verkehrshindernis werde.

Da ich etwas spät dran war, also für diese Möglichkeit entschieden, anstatt alternativ am zentralen Parkplatz stehen zu bleiben und mit den kostenlos zur Verfügung stehenden Fahrrädern den Park zu erkunden.

Nachdem ich erstmal das Besucherzentrum unsicher machte und mich über die Besonderheiten des Bodens sowie der Flora und Fauna informierte, wurde ich auf das Kröller-Müller-Museum als auch auf das Jachthuis Sint Hubertus aufmerksam gemacht. Ersteres als auch letzteres waren zwar schon geschlossen, das Jagdschloss sollte aber mit einem kleinen Park aufwarten.

Also den gut ausgeschilderten Straßen durch dicht bewaldetes Gebiet gefolgt, wird man auf einmal mit dieser Aussicht begrüßt:



Parkplatz am Straßenrand gesucht und aufgemacht, zu spazieren. Ja, in meinem “Alter”. Bei beginnend mieser werdendem Wetter einmal um den künstlich angelegten Teich und den eigenen Gedanken nachgehangen.



Insgesamt ist der Nationalpark nur zu empfehlen. Denn als es langsam dunkler wurde und ich mich an die zu Ende gehenden Öffnungszeiten erinnerte, den Einbahnstraßen weiterhin gefolgt, man fährt weiter durch normalen Wald. Biegt um eine Kurve, und wird mit dieser Aussicht begrüßt:



Sandige Dünen, dünne Begrünung, weite Sicht. Gegensatz schlechthin. Faszination pur.

Fazit


Jeder deutsche Autofahrer verbindet sofort etwas mit dem Passat. Bei fast 44 Jahren Produktionsdauer und bereits 2007 über 15 Millionen produzierten Fahrzeugen ist das nun auch kein Wunder. Und so hat nun auch jeder deutsche Autofahrer eine Meinung zum VW Passat.



Ganz objektiv gesehen, gibt es aber keine zwei Meinungen über diesen Dauerbrenner. Er ist der große Bruder des VW Golf, und das merkt man. Egal welche Aufgabe man dem Mittelklassewagen stellt, er meistert sie bravourös. Alleine entspannt Kilometer fressen? Mit 4 mehr oder weniger großen Personen bequem reisen? Viel Gepäck oder lange Gegenstände transportieren? Als Diesel zügig und verbrauchsarm vorankommen?



Das kann man subjektiv furchtbar langweilig finden, absolut nachvollziehbar. Oder eben auch faszinierend. Als jemand, den die Briten petrolhead nennen würden, bin ich von diesem Trieb nach Perfektion begeistert, über 40 Jahre hinweg mit jedem neuen Modell ein Fahrzeug zu verbessern. Und dabei nicht an der ultimativen Fahrmaschine, dem absoluten Geländefahrzeug oder jedem anderen Gefährt mit Superlativen zu entwickeln, sondern am perfekten Alltagsauto zu basteln.


Selbst edel kann der Passat in Details.


Und nichts anderes ist der Passat für mich. Durch die Liste der Sonderausstattungen kann man das Fahrzeug zum Familienauto machen, oder zum (halbwegs) edlen Businessgleiter. Zum Lastesel mit Anhängerkupplung oder zum schnellen, 280 PS starken Kilometerfresser. Diese Vielfältigkeit begeistert mich.

Anmerkung


Viele Teile aus dem Passat kennt der geneigte Mieter aus nahezu allen anderen Modellen des Konzerns. Vom verbauten Navigationssystem “Discover Media” über die Lautsprecher, den Motor gepaart mit dem 6-Gang-DSG bis hin zu den Assistenzsystemen hat man sich aus dem Konzernregal bedient. Das Activedisplay war nicht verbaut, ist aber aufgrund des Virtual Cockpit aus den Audis nun auch nicht mehr die Neuheit, wie sie es noch zur Markteinführung war.

Insofern habe ich mich mit großartigen Ausführungen diesbezüglich zurückgehalten. Somit gilt wie immer: bei Fragen fragen. ;)

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Montag, 31. Oktober 2016, 07:33

Sehr schöner Bericht zu einem langwei... ähm zeitlos designten Allroundtalent.
Trotz großer Abneigung muss ich gestehen, dass du die positiven Punkte gut herausgearbeitet hast.
Von Perfektion würde ich beim Passat aber nicht sprechen wollen.
:118:

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Montag, 31. Oktober 2016, 09:33

Ich weiß nicht, was Passatkritiker immer am Design auszusetzen haben. Es kann nun mal nicht jedes Fahrzeug von Sportlichkeit sprühen oder vor Eleganz glänzen. Der Passat sieht genau so aus wie er aussehen muss. Einzig das Heck bei der Limousine finde ich nicht ganz stimmig. Ansonsten ist das einfach ein ganz wunderbares Auto. :)

Die Farbe ist natürlich echt hübsch. Danke für den Bericht!
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Montag, 31. Oktober 2016, 10:08

Von der Ausstatung bei einem Passat kann man als Sixt Kunde leider nur träumen..... :112:

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Montag, 31. Oktober 2016, 12:29

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Im Innenraum merkt man erst, was für ein Klassenunterschied es zwischen Passat und Insignia und Mondeo gibt.
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Montag, 31. Oktober 2016, 16:50


Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen. Im Innenraum merkt man erst, was für ein Klassenunterschied es zwischen Passat und Insignia und Mondeo gibt.


Ja und nein. Highline gegen Vignale finde ich relativ auf Augenhöhe, bei uns in der Firma wird beides gefahren, es ist dann eher eine Geschmacksfragen, finde ich.
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Mittwoch, 9. November 2016, 21:53

Herzlichen Glückwunsch @koelsch:! Du hast mit deinen Zeilen zum wohl bestlackierten Miet-Passat aller Zeiten den Erfahrungsbericht des Monats Oktober abgeliefert. Der Gutschein für eine Instruktorfahrt mit einem Porsche 911 oder wahlweise Audi R8 von @MotionDrive: ist zu dir unterwegs.

Viel Spaß damit!
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Donnerstag, 10. November 2016, 12:05

Der Passat ist eines der besten Autos die es gibt. Ich mag den Passat.
Tolle Farbe und Ausstattung.

Erich sowas wollen wir auch bei Sixt! Nicht die mausgrauen 0815 Comfortline mit Halogen.
Auch wenn das gute Langstreckenautos mit ausreichender Ausstattung und passender Motorisierung (150 PS TDI) sind.
:203: :202:

Jeden Tag den ich auf der Straße bin frisst mein Diesel 1.000 Kilometer!

koelsch

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 20:32

Nachschlag & die Sache mit dem Display

Wer sich wundert warum ich im "Meine aktuelle Miete"-Thread aktuell so kurz gefasst bin, findet hier die erste Antwort. ;)



Erneut habe ich das Glück, nicht einen der 08/15-Passat abzubekommen, sondern ein Einhorn zu fangen. Dieses Mal wurden die Kreuzchen ein bisschen anders verteilt. So ist hier der größere 190 PS-Diesel an die Automatik gekoppelt, dazu kommt das große Navi "Discover Pro" inkl. Dynaudio-Soundsystem und der volldigitale Tacho namens "ActiveDisplay". Dafür musste das HUD, der Totwinkel-Warner und eine besondere Lackierung weichen.



Bleiben durfte netterweise das R-Line-Paket innen & außen, die großen LED-Scheinwerfer mit dynamischen FLA, die unfassbar guten ErgoComfort-Sitze und die 3-Zonen-Klimaautomatik.



Für das kleine Fotoshooting hat sich der Vertreterkombi im Wolfspelz extra nochmal fein gemacht. :love:















Kommen wir noch zu dem Thema, dass ich mangels Kreuzchen auf der Liste der Sonderausstattungen beim letzten Fahrzeug nicht testen konnte - das ActiveDisplay. Und um das Fazit vorweg zu nehmen: man merkt deutlich dass man den Sicherheitsabstand zum Virtual Cockpit von Audi halten wollte, sich aber gleichzeitig von den Konkurrenzmodellen Ford Mondeo, Opel Insignia und Hyundai i40 absetzen musste.



So lassen sich lediglich die Bereiche in den Rundinstrumenten mit vier vorgegebenen Informationsclustern belegen. Oder halt klassisch gar nicht.



"Classic" ganz ohne zusätzliche Informationen. Wobei sich mir dann der Sinn nicht ganz erschließt. Dazu dann aber später mehr.



"Verbrauch & Reichweite" - ziemlich selbsterklärend. Der blaue Balken der Verbrauchsanzeige dreht sich ähnlich der Verbrauchsanzeige zum BMW. Optisch ganz nett.



"Effizienz" - ebenfalls selbsterklärend.



"Navigation" - dadurch wird dauerhaft eine Pfeilansicht sowie ETA angezeigt. Ob bspw. Verkehrsinformationen angezeigt werden konnte ich nicht feststellen.



"Assistenz" - neben der Verbrauchsanzeige die einzige Option, die für mich einen Mehrwert bietet. Das ACC-Symbol im unteren Bereich ist zu klein, um auf einen Blick zu erkennen, ob das vorausfahrende Fahrzeug jetzt erkannt wurde oder nicht. Bei der aktuell noch vorherrschenden Fehlerquote ist das leider noch sehr wichtig.

Neben diesen Optionen bietet das ActiveDisplay noch die wohlbekannte Möglichkeit, die Karte des Navigationssystems im Blickfeld des Fahrers darzustellen.


Hier bereits mit "verkleinerten" Rundinstrumenten.


Im Gegensatz zum Virtual Cockpit ist diese Karte aber nicht interaktiv. Das Menü dahinter gibt nur die Möglichkeit die vier letzten Ziele auszuwählen, die Routenführung ggf. abzubrechen und die Karte ein klein wenig größer/kleiner darzustellen. Das war's. Kein Zoomen, das funktioniert automatisch. Und das nicht immer gut.



Ansonsten bietet das große Display keinen Mehrwert gegenüber dem farbigen Multifunktionsdisplay. Ja, optisch macht es deutlich mehr her, aber funktional schöpft es nicht das volle Potential aus. Ich wäre damit ein großer Freund aus der Kombination des roten Fahrzeugs: HUD & farbiges Multifunktionsdisplay.



Was mich ebenfalls überrascht hat wie klein der Unterschied zwischen "Discover Media" und "Discover Pro" doch ist. Der Touchscreen reagiert einen Ticken schneller, die Routen werden einen Hauch schneller berechnet und man kann zwei Kontakte zusätzlich als Verknüpfung setzen. Ob dies alles zusätzliche 1.430€ wert ist, muss sich jeder Kunde selbst überlegen.



Mir persönlich wäre es das durchaus wert, weil es sich optisch so viel besser macht. Zudem sollte man im Hinterkopf behalten, dass VW für das große Navigationssystem Softwareupdates in Aussicht stellt, das "Discover Media" allerdings auf dem aktuellen Stand verharren wird. Und wenn man schon so viel Geld für so viel Auto ausgeben wird... :126:

Und wo wir gerade bei Geld ausgeben wären: selbst mir als absoluter Akustiklaie sind die 1.325€ für das Soundsystem von Dynaudio ein absolutes Muss.



Durch den zusätzlichen Subwoofer ist der Passat das Auto für Liebhaber basslastiger Musik. Ohne dabei dumpf zu werden, Höhen werden nämlich nicht vernachlässigt. Und mit einem Druck in den Einstellungen lässt sich das System punktgenau für sprachlastige Inhalte konfigurieren. Ein Träumchen!



So langsam kristallisiert sich eine persönliche Traumkonfiguration für den Passat heraus. R-Line rundherum, die famosen Ledersitze und die wirklich entlastenden Assistenzsysteme (inkl. HUD) haben sich bewährt, das Panoramadach und große Navi wären ein i-Tüpfelchen. Das beim weißen Fahrzeug verbaute DCC braucht es hingegen nicht, denn das Standardfahrwerk ist bereits auf einem hohen Niveau. Das damit eingesparte nicht ausgegebene Geld wäre somit frei für die LED-Beleuchtung inkl. Dynamic Light Assist:



Und wer kann diesem Blick schon widerstehen?! :love:

Abschließende Bemerkung: ich konnte das Virtual Cockpit von Audi ausschließlich im Audi TT nutzen, in welchem es ja einen zentralen Bildschirm des Infotainmentsystems ersetzt. Inwiefern die beschriebenen Funktionen (zoombare Navigarte) auch in Fahrzeugen mit zwei Bildschirmen vorhanden sind, entzieht sich also meiner Kenntnis. ;)



PS: Ich möchte mich schon im Vorhinein bei allen entschuldigen, die diese Seite mobil öffnen. ~40 Bilder à ~ 2 MB geht ganz schön an das Inklusivvolumen im mobilen Internet. :109:

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 20:46

Irgendwie mag mir das ActiveDisplay nicht gefallen. Ansonsten natürlich wieder ein sehr hübsches und tolles Auto.
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Dienstag, 6. Dezember 2016, 20:58

Schließe mich Dir an.
Wenn man mal das VC im Audi erlebt hat kommt einem das hier im VW ein wenig....karg vor.

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koelsch (06.12.2016)

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 21:04

Verstehe auch nicht, warum man ein volldigitales Display verbaut, um dann ausnahmslos zwei große analoge Anzeigen abzubilden. Bei Audi fand ich die Möglichkeit, die km/h als kleine Angabe in die Ecke zu verbannen, ziemlich sinnvoll.

Ansonsten Danke für den Bericht, man kriegt nen guten Eindruck davon, wie es ist, mit dem Wagen unterwegs zu sein! :thumbup:

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koelsch (06.12.2016)

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