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RKB

Anfänger

  • »RKB« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 17. Februar 2009, 16:53

Erfahrungsbericht ALAMO Mietwagen Mexico

Hi,

Habe über das deutsche Portal von ALAMO einen Geländewagen der Kategorie SRAR (GM Tracker) angemietet, einschließlich aller Versicherungen, insbesondere CDW, und aller Gebühren. Kosten in D über das Webportal von Alamo: 341 € für 7 Tage.

Bei der Vertragsunterzeichnung wurde mir mitgeteilt, daß die CDW eine SB von 1000 USD vorsieht (im Kleingedruckten steht etwas von "variiert von Land zu Land", auf der Webseite war nichts davon zu lesen). Ein Ausschluss der Selbstbeteiligung sollte 20 USD am Tag kosten. Für diese SB wurde eine Kreditkartenbelastung von 1.000 USD vorgenommen, zusätzlich musste ich noch einen Blankobeleg meiner Kreditkarte unterzeichnen, also einen Blankoscheck für Alamo ausfüllen. Wofür? Laut Aussage des Vermietagenten für das Vertrauen, mir einen Wagen anzuvertrauen. Von alledem stand nichts auf der Webseite und in der Reservierungsbestätigung, fühlte mich schon bei der Vertragsgestaltung etwass über den Tisch gezogen. Dieser Blankobeleg wurde bei mir schon bei Avis in Miami (Tankfüllung, obwohl vollgetankt, 40€) und Thrifty/Italy by car in Bari (Notfallservice aufgrund defekten Automatikgetriebe, 380 €) mißbraucht.

Zustand des Fahrzeug GM Tracker 2.0 (nur in Mexico erhältlich): Kilometerstand 47.000 km, notdürftig aussen gereinigt, innen total dreckig. Ein Arbeiter wurde erst mit der Bereitstellung und Reinigung beauftragt, als alle Papiere unterschrieben waren. Für Mexikanische Mietverträge empfiehlt sich Faksimile mit der Unterschrift, da ca 20 Passagen einzen unterzeichnet werden müssen.

Schadensbericht: So viele Schäden, daß weder der Vermietagent noch ich nachvollziehen konnten, wie viele Macken das Fahrzeug insgesamt hatte, laut Schadensbericht 21 Kreuze. Unversehrt waren lediglich Frontscheibe und Scheinwerfer.

Personal absolut unfreundlich und patzig (das einzige Mal in Mexico, dass ich auf unfreundliche Menschen gestossen bin), ich sollte gefälligst alles akzeptieren, um die Siesta des Mitarbeiteiters nicht weiter zu stören. Barscher Hinweis auf die "FINES" Karte, die von der Polizei für Strafen genutzt werden muß (Seither gibts viel weniger Kontrollen, da die Polizei nicht direkt kassieren darf). Alles in schludrigem mexikanisch, meine mittelmäßigen Spanischkenntnisse reichten dafür leider nicht aus.

An Kartenmaterial wurden mir die Werbeprospekte diverser Vergnügungsparks ausgehändigt, alles vollkommen unbrauchbar.

Der technische Zustand: schief ziehende, immer quietschende Bremsen, eine vollkommen ausgelutschte, ruckelige 3 Gang Automatik, eine vollkommen undynamische Motorisierung, (in etwa Mexico-Käferniveau) kein ABS, kein ESP, eine laute Klimaanage, nahezu nicht regulierbar, dafür zugig und lästig. Eine Federung, die bei jeder Bewegung 10 mal nachwippte (in Mexico gibt es ina nahezu allen Orten unzählige Topes, also verschiedenartige Hindernisse, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, nach 10 dieser Topes war man seekrank). Verbrauch im Durchschnitte 14 Liter, und das bei einer maximalen Geschwindigkeit von 110 km/h über großteils autofreie Landstrassen bzw. Autobahnen!

Bei der Fahrzeugrückgabe musste ich den Vermietagent drängen, die Kaution zu stornieren und mir den Blankobeleg wieder auszuhändigen.

Fazit: ALAMO ist absolut inakzeptabel, sowohl von den Bedingungen als auch vom Fahzeug. Für nur 10 Euro mehr am Tage hätte ich bei Hertz laut Werbung am Flughafen (ungeprüft) kurzfristig eine Mercedes M-Klasse bekommen, was bei der aktuellen Besuchslage in Mexico (Hotelauslastungen < 50%, die Amis bleiben gerade weg) durchaus wahrscheinlich ist.

Gruß

Rainer

luetze

Schüler

Beiträge: 43

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

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Dienstag, 17. Februar 2009, 21:42

Fazit: ALAMO ist absolut inakzeptabel, sowohl von den Bedingungen als auch vom Fahzeug. Für nur 10 Euro mehr am Tage hätte ich bei Hertz laut Werbung am Flughafen (ungeprüft) kurzfristig eine Mercedes M-Klasse bekommen, was bei der aktuellen Besuchslage in Mexico (Hotelauslastungen < 50%, die Amis bleiben gerade weg) durchaus wahrscheinlich ist.
In der absoluten Form würde ich das so nicht unterschreiben wollen.

Habe im letzten Herbst einen Mietwagen über Alamo in Argentinien gehabt. Preis war vergleichsweise günstig, Auto für dortige Verhältnisse in der gebuchten Kategorie ordentlich (gepflegter fünftüriger Peugeot 206 mit weniger als 15.000km auf dem Tacho - hatten uns vorher vor Ort erkundigt, normal bekommst Du da bei den meisten Anbietern 'nen runtergefahrenen dreitürigen VW Gol in Economy - der geht gar nicht), Mitarbeiter bei der Abholung sehr nett. Bei der Rückgabe hatten wir allerdings einen ganz Genauen. Der wollte uns für einen kleinen Riss in einer Radabdeckung (der wahrscheinlich schon vorher vorhanden war) das Ding in Rechnung stellen. Da haben wir mitgespielt und auf einen in Englisch verpassten Schadensbericht für die Versicherung bestanden. Da hat er dann aufgegeben ;)

Geby86

Schüler

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Mittwoch, 18. Februar 2009, 14:02

Also ich denke, dass bei Alamo einfach die Spannweite der Fahrzeugqualität grösser ist.
Alamo ist günstiger, dafür bleiben aber die Fahrzeuge länger im bestand.

So kann man einen fast neuen, einwandfreien Wagen erhalten, oder aber eben auch eine mittelmässige Katastrophe.


Ich hatte schon 2x in den USA gemietet.

1x habe ich Economy gebucht. Da konnte ich für nur 12 Dollar pro Tag auf einen nagelneuen Toyota RAV4 Upgraden. War ein echt tolles angebot, ich konnte mir dort ein Wagen aussuchen und anschauen und sie haben mir dann ensprechende Upgradeangebote gemacht. Und 12USD für ein Upgrade von ner 2 Türigen Economy Classe auf einen RAV4, da kann man nichts sagen. Bin dann über 10000km bis nach Alaska mit ihm gefahren. Ich hatte nicht ein Problem mit dem Wagen.

Das 2. mal hat man mir einen Toyota Corolla gegeben. (Ich habe wieder Economy gebucht) Es hatte Schnee und der Wagen hatte auch kein ABS, was anscheinend ziemlich üblich ist in N-Amerika. Ich habe aber dann an einer anderen Station protestiert und habe einen fast neuen Saturn (baugleich Opel Vectra) bekommen. Mit einem 3.6l Motor. Echt cooles Auto war das. Und für 180EUR die Woche.

Dabei wurde mir immer nur die erste Tankfüllung belastet (einmal hatte ich durch den Wagentausch sogar 2 Tankfüllen kostenlos;)), keine Sicherheiten, nichts.
Aber es ist anscheinend ein grosser UNterschied zwischen Alamo USA und Alamo Lateinamerika (wozu ich Mexiko jetzt hier auch zähle)

Mein Fazit: Die Chance ein ungenügendes Fahrzeug zu bekommen ist bei Alamo etwas höcher, aber mit etwas Verhandlungsgeschick lässt sich (zumindest in den USA) gut das Wunschfahrzeug aussuchen.

Gebucht habe ich übrigens immer über holidayautos.de

Gruss


Gabriel

g0ti

Anfänger

Beiträge: 4

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4

Dienstag, 10. März 2009, 22:06

Ich kann die Erfahrungen von Geby86 soweit bestätigen.
War vor zwei Woche in den USA und hab über Holidayautos (sind wirklich zu empfehlen, alles auf Deutsch, gute Absicherung, günstige Preise) bei ALAMO für rund 180 € eine Woche Economy Stufenheck gebucht.
Meine Vermutung, dass die Sedans nicht so häufig sind, hat dazu geführt dass ich auf Full Size hochgestuft wurde und bekam einen Chevy Malibu.
Gut, der hatte 30000 Meilen, sicher kein Neuwagen, war aber sehr ordentlich zu fahren, ein typischer Ami (mit Opeltechnik ;)).
Die Tankrelgelung ist in den USA ja etwas anders, man bekommt den Tankstand in Rechnung gestellt, bei dem man das Auto in Empfang nimmt (bei mir nur ein Viertel, das waren 9 Dollar) und soll das Auto leer zurück bringen, was gar nicht so einfach ist, da man ja nie so genau weiß und man in den USA üblicherweise wegen der Preise gleich volltankt.
Das Auto hatte zwar Macken, es funktionierte (abgesehen vom Tempomat) aber alles und verdreckt war er auch nicht.

So gesehen kann ich mir gut vorstellen, dass in Mexiko andere Sitten herrschen. Aber der Preis ist doch schockierend oO" Für so ne Laube über 300 €?
Gab's da denn keine Angebote über Reisebüros oder Drittanbieter?

Viele Grüße,

g0ti

maddiekean

Schüler

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Dienstag, 10. März 2009, 22:29

Ich kann die Erfahrungen größtenteils nicht nachvollziehen. In den USA miete ich grundsätzlich bei Alamo. Der günstigste SUV (Chevy Equinox o.ä.) kostet mich umgerechnet rund 130 Euro pro Woche inklusive Masterpaket. Darin enthalten sind unbegrenzte Kilometer, CDW ohne Selbstbeteilung, Extended Protection, alle Steuern und eine Tankfüllung!! Manche Flughafenstationen sind wegen langer Schlangen und verdreckter Autos ziemlich ätzend. Aber man kann die Autos jederzeit (an einer Stadtstation) tauschen, wenn man nicht zufrieden ist. Oftmals bekommt man auch einfach nur einen Mietvertrag, geht dann in die Garage und sucht sich einfach ein Auto aus - die Schlüssel stecken alle. Bei der Ausfahrt muss man dann nur den Mietvertrag vorzeigen.

vonPreussen

Vornehm geht die Welt zugrunde

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Dienstag, 10. März 2009, 22:30

Aber deutsche Marken sind bei den AV's in den USA eher schlecht vertreten, oder?
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

maddiekean

Schüler

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Dienstag, 10. März 2009, 23:01

Aber deutsche Marken sind bei den AV's in den USA eher schlecht vertreten, oder?
Gibt's bei den großen Autovermietern so gut wie nicht, nein.

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