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peak_me

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Samstag, 30. März 2013, 19:48

Peugeot iOn von Flinkster Berlin


An Flinkster schätze ich, dass die Fahrzeugvielfalt hoch ist und man die vielen unterschiedlichen Fahrzeuge kostengünstig ausprobieren kann. Leider bietet Flinkster nicht mehr den Mini-E an, hat aber etwa zehn andere Elektrofahrzeuge in Berlin im Programm, meistens C-Zero. Ein Peugeot Ion ist jedoch auch darunter und da ich den C-Zero schonmal hatte, habe ich den Ion für zwei Stunden ausprobiert.

Die seitliche Erscheinung spricht mich so garnicht an, die Flinksterbeklebung kann das jedoch etwas mildern. Heck und Front sehen schon besser aus, doch sieht man hier schon, dass das Fahrzeug recht schmal ist. Das fällt einem auch gleich beim Einsteigen auf.

Weil der iOn recht schmal ist, ist das seitliche Raumgefühl vorn eingeschränkt. Doch auch in der Länge ist er auf den hinteren Sitzplätzen recht eng.

Der Kofferraum ist nur ein kleines Fach, was nicht in die Tiefe geht. Zwei kleine Rucksäcke passen vielleicht rein.

Für mich sind Elektroautos mit besonders innovativer, futuristischer Innenraumtechnik verknüpft, der iOn erfüllt diese Erwartung nicht. Die Instrumente sind schlicht gehalten und ein Multimediadisplay in der Mittelkonsole gibt es nicht. Der Renault Zoe ist da mit den abgefahrensten Multimediaspielereien das genaue Gegenteil. Jedoch waren die überwiegend baugleichen i-MieV, C-Zero und iOn eine der ersten Elektrofahrzeuge der Großkonzerne und waren schon ab 2011 verfügbar und sind somit auch etwas älter.

Das Fahrgefühl ist angenehm und man zieht mühelos durchschnittlichen Fahrzeugen an der Ampel weg. Das maximale Drehmoment von 180 Nm steht aber wohl nicht im Stand zur Verfügung, man merkt wie der Motor erst nach einigen Sekunden die volle Kraft an die Räder schickt. Um Energie zu sparen ist der Motor hier am Anfang wohl elektronisch begrenzt. Die Beschleunigung ist insgesamt zwar für einen maximal 49 kw leistenden Motor stark, jedoch recht unemotional. Man zieht davon, doch kommen die Räder nie in die Nähe des ESP-Regelbereichs. Die Stärke von Elektroantrieben ist ja eigentlich das sofortige Anliegen des Drehmoments aus dem Stand. Der iOn ist ja nicht als emotionales Kompaktfahrzeug konzipiert, doch habe ich dies bei bisher allen gefahrenen Elektrofahrzeugen festgestellt. Durch eine bessere Motorsteuerung könnte man den Vortrieb viel emotionaler gestalten. Aus diesem Grund bin ich auch sehr gespannt auf die Elektro-Interpretation von BMW in Form des i3.


Die vordere Haube ist übrigens sehr klein und der Hebel, der sie hält, noch kleiner. Das liegt unter anderem daran, dass der iOn Heckantrieb hat.

Die Produktion des C-Zero und des iOn wurden vorrübergehend eingestellt. Die Gründe dürften der recht hohe Preis von rund 30.000 € sein, für den man zwar ein gut fahrendes Elektrofahrzeug bekommt, jedoch ein schmales Platzangebot und eine einfache Verarbeitung. Für 30.000 € erwartet man im Allgemeinen mehr. Dennoch haben Peugeot, Citroen und Mitsubishi mit der frühen Serienreifen der Modelle dazu beigetragen, die Elektromobilität voranzubringen. Für Flottenlösungen vielleicht eine gute Option, Multicity zB hat vor ein paar Tagen ja eine große Ladung Neufahrzeuge geliefert bekommen.
In der Flotte von Flinkster ist der iOn auch eine stimmige Wahl. Im urbanen Verkehr kommt man gut mit ihm ans Ziel und die Reichweite von etwas über 100 km reicht dafür auch aus. Nach ein paar Stunden stellt man ihn dann wieder ab und kann sich nach einem Fahrzeug umsehen, dass die eventuell höheren Innenraumansprüche besser umsetzt.

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