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  • »Julius-Cäsar« ist der Autor dieses Themas

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 14:53

Haftet Fahrer oder Mieter?

Guten Tag zusammen,

ich miete als geschäftsführender Gesellschafter einer UG gelegentlich bei Sixt.
Die Rechnung lautet auf die UG.
Wenn ich jetzt ein Fahrzeug ohne VK mieten würde und der Schadenfall eintritt, kann ich als Angestellter der UG ja eigentlich nicht dafür haften.
Bleibt die Haftung dann innerhalb der UG, welche ja mitunter sehr stark begrenzt werden kann in Ihrer Kapitalstärke?

Mace

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:07

Was ist denn Zahlungsmittel? Eine Corporate Card oder die Kreditkarte des Fahrers?
Schließt tatsächlich die Firma den Vertrag oder der Arbeitnehmer? Wird das Fahrzeug ausschließlich privat oder auch/ausschließlich für betriebliche Fahrten?

Mal so für`s erste... ;)
i nspiriert

Benny85BO

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:08

Wie steht es denn mit den "Mietern" bzw. Fahrern auf dem MV?
Mietwagen 2013:

MB S 500 L, MB S 350 L, BMW (M) 135i, Audi RS 5 Cabrio, BMW M6 Cabrio, MB S 500 (n.M.), Audi A7, BMW 760LI, BMW M6 Cabrio, Aston Martin DB 9 Volante, BMW M3 Cabrio, Aston Martin DB 9 Volante, MB S 500 L, BMW M3 Coupe, BMW Z4 35is, Aston Martin Vanquish, BMW 550d Lim., BMW M3 Coupe, Aston Martin Rapide ,BMW M5

oskar

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:19

Interessante Frage:
Es übernimmt immer der Mieter die Haftung, dieser wird sie aber im Normalfall immer an entsprechenden Fahrer (vorallem bei fehlerhaftem Verhalten) weiter geben. Die Frage wird wohl sein, ob Dir der Vermieter eine Firmenmiete an eine UG geben wird. Es ist ja leider so, das da ähnlich wie bei der Limited, eine äusserst beschränkte Haftung dahinter steht - und somit kaum etwas wert ist. Alternativ werden sie die Haftung auf den/die Fahrer übertragen. Das würde ja der Mieter (die Firma) auch machen - speziell wenn es um Fehlverhalten o.ä. und richtig Geld geht ;)

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:28

Gezahlt wird mit einer Kreditkarte des Fahrers, also wird von der Buchhaltung her als Verb. gegenüber Gesellschaftern behandelt.
CorporateCard oder KK kriegt man als UG nur schwer wenn keine natürliche Person privat mithaftet.
Alternativ könnte man eine auf die Gesellschaft lautende EC-Karte nehmen, falls das zur Verschiebung der Haftung auf die UG führen würde.
Das Fahrzeug würde ausschließlich zu gewerblichen Zwecken verwendet werden.
Als Mitarbeiter der Firma handel ich im Namen der Firma.
Auf dem MV steht: Mieter: UG, Fahrer: Ich

LZM

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:36

Sixt wird im Schadensfall im Zweifel immer versuchen, beide zu belangen - Mieter und Fahrer (Mieter 2); je nach Situation ggf. auch Zusatzfahrer. Eine einfache Lösung für dein Problem gibt es daher m.E. in der Praxis nicht, wobei man sich in der Theorie natürlich damit beruhigen könnte, dass die UG bereits als Mieter auf dem RA steht.

Mace

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:38

Nur als kleine Randnotiz: Wenn es sich die UG jetzt schon nicht leisten kann die VK zu zahlen würde ich mir ernsthaft über eine Liquidation Gedanken machen. Möchtest du dir selbst die VK sparen und eine eventuelle Haftungs einfach auf die (für den Zweck gegründete?!) UG abwälzen wollen würde ich mir das auch nochmal genau überlegen.

In der Konstellation bist du aber auch persönlich der Mieter und die Firma nur der Rechnungsempfänger. Da ändert auch das Zahlungsmittel nichts dran (eigene KK oder girocard der UG)
i nspiriert

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:40

Also um es klarzustellen, ich will mich hier nicht grundsätzlich um die Haftung drücken.
Es geht eher um die Theorie, denn für einen Unfall möchte man seine UG trotzdem nicht schließen und eine neue gründen, der Aufwand und die Höhe der Kosten dafür sind auch nicht unerheblich.
Mir ginge es eher um die rechtliche Grundlage auf welche sich Sixt berufen würde.

Kaveo

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:46

Sixt wird schon versuchen sein Geld zu bekommen. Im Zweifel schicken sie einen Anwalt der, wenn die UG keinerlei Vermögen hat, auf geplanten Betrug plädieren wird.

Babinho

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:48

Ich kann dazu vll. etwas aus einer ähnlichen Erfahrung beisteuern.

Ich habe eine Zeit lang im Ausland gelebt und nur wg. der Postanschrift die Adresse eines Freundes in Deutschland hinterlegt, das die Post eben nach Deutschland geht. Der Freund war als Zweitfahrer registriert, war so am einfachsten.

Ich hatte dann einen Schadensfall und bin mit Sixt vor Gericht gelandet. Sixt hat ebenfalls meinen Freund verklagt auf Zahlung der Summe.

Also schlußfolgere ich daraus, dass alle die auf dem Mietvertrag stehen im Schadensfall belangt werden.
"unterwegs mit guten Vorsätzen, im Namen des Herren, einem halben Päckchen Zigaretten und Sonnenbrillen"

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:51

Ich kann dazu vll. etwas aus einer ähnlichen Erfahrung beisteuern.

Ich habe eine Zeit lang im Ausland gelebt und nur wg. der Postanschrift die Adresse eines Freundes in Deutschland hinterlegt, das die Post eben nach Deutschland geht. Der Freund war als Zweitfahrer registriert, war so am einfachsten.

Ich hatte dann einen Schadensfall und bin mit Sixt vor Gericht gelandet. Sixt hat ebenfalls meinen Freund verklagt auf Zahlung der Summe.

Also schlußfolgere ich daraus, dass alle die auf dem Mietvertrag stehen im Schadensfall belangt werden.


Hilfreiche Erfahrung, wird vermutlich in den AGB verankert sein.

Demnach müsste ein Fahrer der für seinen Arbeitgeber im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses verunfallt für die Kosten aufkommen wenn der Arbeitgeber nicht zahlen möchte / Zahlungsunfähig ist...

Kaveo

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:55

Genau.
Normalerweise fällt so etwas unter Berufsrisiko und der Arbeitgeber haftet (natürlich nur bei geschäftlichen Fahrten).
Ist das Unternehmen Zahlungsunfähig holt sich Sixt sein Geld. In deinem Fall könnte es dadurch schlimm enden, weil du Gesellschafter bist und dir die finanzielle Situation bekannt sein muss.
Sonst könnte ja jeder mit einer UG Humbug anstellen.

LZM

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 16:18

Hilfreiche Erfahrung, wird vermutlich in den AGB verankert sein.
vgl. AGB Lit. C. Ziff. 4.

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