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Mittwoch, 8. September 2010, 14:57

Kalkulation Inklusivkilometer / Preise für Mehrkilometer

Hallo

anknüpfend an den Thread Unrentabel für Autovermieter durch zu viele Kilometer? habe ich mal ein wenig über die Zahl der Inklusivkilometer und die Kalkulation der Preise für Mehrkilometer nachgedacht. Da hier ja auch Vermieter lesen und schreiben, hoffe ich, vielleicht ein paar Fragezeichen dazu beantwortet zu bekommen---

Zunächst vorweg: ich verstehe, dass Mehrkilometer Mehrkosten für den Vermieter bedeuten, da die Fahrzeuge dadurch ja schneller an Wert verlieren bzw. früher ausgeflottet werden müssen. Insoweit sind für mich als Mieter unlimited Angebote zwar wunderschön, können aber auch nur durch eine Mischkalkulation sich rentieren. Mir geht es also nicht um die Frage, ob Kilometergrenzen und Aufpreise für Mehrkilometer gerechtfertigt sind, das sehe ich ohne Probleme ein, mir geht es um die Frage, wie diese Grenzen und Preise kalkuliert werden. Das verstehe ich nämlich nicht.

Um das an einem Beispiel zu erläutern, nehme ich mal ein aktuelles, für jeden zugängliches Angebot von Sixt (bei anderen AVs sieht es aber ähnlich aus):

ausgewählt: Sixt CLMR für kommendes Wochenende, drei Tage, Flexitarif: Mietpreis 86 EUR, 900km inklusive, 21ct/Mehrkilometer

Jetzt rechne ich mal ein wenig mit diesen Zahlen:
- wenn man statt 900km 1309km fährt, zahlt man danach bereits das Doppelte
- fährt man statt 900km 1800km, also doppelt soviele Kilometer, bezahlt man bereits 275 EUR, also das 3,2fache
- 86 EUR entspricht nur 409km

Wenn man also mal annimmt, dass die 21ct tatsächlich einen unmittelbaren kalkulatorischen Zusammenhang mit den Mehrkosten für die AV durch Mehrkilometer besitzt, bedeutet dies, dass die Kalkulation davon ausgeht, dass der Durchschnittsmieter an einem Wochenende weniger als 400km fährt, genaugenommen deutlich weniger, weil der ganze Fixkostenanteil ja immer anfällt. Demnach würde eine AV bereits kräftig Verlust machen, wenn ein Mieter die Inklusivkilometer ausnutzt... Kann ich mir kaum vorstellen...

Ich würde gerne mal eine nachvollziehbare Erklärung dafür bekommen, warum ein Mehrkilometer teurer als Mietpreis geteilt durch Inklusivkilometer ist...

Im übrigen stellt sich mir die Frage, ob es nicht grundsätzlich fairer für beide Seiten wäre, gar keine Inklusivkilometer reinzunehmen, den Mietpreis an den Fixkosten und den Kilometerpreis aber an den Marginalkosten der Mehrkilometer zu orientieren?

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roz (08.09.2010)

roz

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Mittwoch, 8. September 2010, 15:32

Sehr interessante Frage. Hier vielleicht noch eine weitere: Warum eigentlich werden MW praktisch ausschließlich immer nur tageweise und nicht stundenweise vermietet? Wenn ich nunmal nicht vermeiden kann, einen MW für 25 oder 26h zu nutzen und ihn daher für 48h miete, kann ich ihn entweder 22 bzw. 23h unnütz vor meiner Tür stehen lassen oder ihn dem Vermieter vorzeitig zurückbringen. Letzteres würde ich natürlich nur dann tun, wenn es dafür auch einen Rabatt o.ä. gäbe. Das wäre eine win-win Situation. Gibt's aber praktisch nicht.
"Jeder Kopf ist gleich wertvoll. Vorausgesetzt, man hat einen." Felix Dserschinski.

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Mittwoch, 8. September 2010, 15:46


Sehr interessante Frage. Hier vielleicht noch eine weitere: Warum eigentlich werden MW praktisch ausschließlich immer nur tageweise und nicht stundenweise vermietet? Wenn ich nunmal nicht vermeiden kann, einen MW für 25 oder 26h zu nutzen und ihn daher für 48h miete, kann ich ihn entweder 22 bzw. 23h unnütz vor meiner Tür stehen lassen oder ihn dem Vermieter vorzeitig zurückbringen. Letzteres würde ich natürlich nur dann tun, wenn es dafür auch einen Rabatt o.ä. gäbe. Das wäre eine win-win Situation. Gibt's aber praktisch nicht.

das ist auch eine interessante Frage, zu der ich aber glaube, eine Art Erklärung zu haben: die Zahl der Fälle, die das betrifft, ist eventuell zu gering:

- für ganz kurze Mietzeiten gibt es ja solche Angebote (zB. Hertz 369), die aber kaum billiger als Tagesmieten sind, verständlich, da jede Miete ja mit Fixkosten unabhängig von ihrer Dauer verbunden ist (Verwaltungskosten, Check, ggf. Reinigung), für Zeiten kleiner ein Tag lohnt sich eine stundenweise Abrechnung daher für den Kunden kaum, da die AV kaum in der Lage sein wird, dafür nennenswerte Rabatte zu geben
- für längere Mietdauer (zB. eine Woche) ist die Sache deshalb kaum relevant, weil selbst bei exakter stundengenauer Abrechnung der relative Unterschied zur taggenauen Abrechnung kaum ins Gewicht fallen würde (ob ich zB. 168h (eine Woche) oder 156h (weil einen halben Tag früher abgegeben) bezahle, macht dann kaum etwas aus)
- insoweit lohnt sich die Sache nur für Fälle wie den von Dir skizzierten. Welchen Anteil solche Fälle an der Gesamtzahl von Anmietungen hat, müsste nun ein im Geschäft tätiger mal abschätzen---

roz

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:07

Auch auf die Gefahr hin, dass wir jetzt OT gehen:
Ist schon klar, dass eine 1h-Miete nicht 1/24 einer Tagesmiete kosten kann. Dennoch.
Wenn ich den Wagen 12h früher zurückbringe, dann hat der AV doch was davon, er kann den Wagen früher wieder einem anderen Kunden geben und damit Geld verdienen. Ob ich den Wagen nach einer Tages-, Wochen- oder LZM zurückbringe, ist da doch total egal.
Beim Carsharing funktioniert das ganz gut, da kriegt man 35% der Zeitkosten erstattet, wenn man vor Mietende zurückbringt. Und im Computerzeitalter kann eine solche Abrechnung ja auch kein Verwaltungsaufwand sein...
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Harald

Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:10

Auch auf die Gefahr hin, dass wir jetzt OT gehen:
Ist schon klar, dass eine 1h-Miete nicht 1/24 einer Tagesmiete kosten kann. Dennoch.
Wenn ich den Wagen 12h früher zurückbringe, dann hat der AV doch was davon, er kann den Wagen früher wieder einem anderen Kunden geben und damit Geld verdienen. Ob ich den Wagen nach einer Tages-, Wochen- oder LZM zurückbringe, ist da doch total egal.
Beim Carsharing funktioniert das ganz gut, da kriegt man 35% der Zeitkosten erstattet, wenn man vor Mietende zurückbringt. Und im Computerzeitalter kann eine solche Abrechnung ja auch kein Verwaltungsaufwand sein...


Und wem willst Du das Auto dann geben?
Nem Walk In Kunden, der mit Wartenummer auf der Parkbank vor der Filiale sitzt?
Oder willst Du Dich vorher festlegen (also schon bei Reservierung)?

vonPreußen

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:10

Warum roz?

Wenn die AV die 12 extra Stunden sicher vermieten kann, warum dann das Risiko eingehen das ein 12 Stunden eher vermietetes Fahrzeug nachher untervermietet rumsteht?

Besser ist es das Fahrzeug 24 Stunden zu vermieten, als es 12 Stunden zu vermieten und dann vielleicht noch mal 12 Stunden extra vermieten zu können.

Edit: genau was Harald sagt. :59:
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gn8

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:17

die hier genannten Kontra-Argumente sehe ich genauso, ABER:
wenn das Fahrzeug z.B. für Montag 09 Uhr gebraucht wird, wäre es bestimmt auch für die AV gut, wenn diese bei Abholung anbieten:
Kunde, wenn du dich drauf festlegst das Auto 1h früher zurückzubringen, dann gibt’s 10% EUR Rabatt.

Problem hierbei ist sicher: Was ist, wenn der Kunde des auto spontan woanders hinbringen will ODER schlimmer, wenn er mit dem auto liegen bleibt oder den Abgabetermin verpasst? Dann hat die AV den nächsten Mieter vergrault.

EDIT: Dann ists wohl (aus sicht der AV) besser, wenn der Wagen 1 Tag rumsteht (die Kosten sind ja eh auf den Kunden umgelegt). Dann hat die DISPO etwas mehr Zeit was zu reißen.
Suzuki GSF 1200 S [BJ 2001]
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roz

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:18

Na ja, jetzt mal bitte nicht aufregen!
Wenn ich hier im Forum an jeder Ecke lese, wie rar die LDAR sind, dann finde ich es unbegreiflich sich die Frage zu stellen, wozu es gut sein soll, wenn ich einen LDAR 12h früher zurückbringe? Zumal ich den vielleicht Dienstag Abend gemietet habe und dann nicht Freitag Abend, sondern Freitag Vormittag zurückgebe?
Und wenn ich konsequent Eure Argumentation fortdenke, dann könnte man ja auch grundsätzlich nur Wochenweise vermieten...
Ich will ja niemandem sagen, dass sein Vermietkonzept falsch ist. Aber man darf ja mal Fragen stellen...
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Mittwoch, 8. September 2010, 16:20

naja, bei einer Airportstation oder einer anderen Station mit viel Durchsatz könnte sowas schon funktionieren, dass dort der Wagen schnell wieder neu vermietet wird. Aber was soll die kleine Station in Hinterposemuckel mit dem "Frührückläufer" anfangen?

Philipp

Mutti

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:21

Bewirb dich jetzt bei [hier AV einsetzen] und mach die Welt ein bischen smarter.

vonPreußen

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:22

Na ja, jetzt mal bitte nicht aufregen!
Wenn ich hier im Forum an jeder Ecke lese, wie rar die LDAR sind, dann finde ich es unbegreiflich sich die Frage zu stellen, wozu es gut sein soll, wenn ich einen LDAR 12h früher zurückbringe? Zumal ich den vielleicht Dienstag Abend gemietet habe und dann nicht Freitag Abend, sondern Freitag Vormittag zurückgebe?
Und wenn ich konsequent Eure Argumentation fortdenke, dann könnte man ja auch grundsätzlich nur Wochenweise vermieten...
Ich will ja niemandem sagen, dass sein Vermietkonzept falsch ist. Aber man darf ja mal Fragen stellen...


Wenn man Fragen stellt, muss man auch damit rechnen Antworten zu bekommen die einem nicht gefallen bzw. nicht seiner Sichtweise enstprechen. Und wenn dir das unbegreiflich ist, dann würde ich dir dazu raten die Posts von Harald und mir noch mal zu lesen, denn da wird es erklärt.

LDAR ist aber nur in den Wochenenden knapp, in der Woche aber sind die Fahrzeuge ausreichend vorhanden. Daher würde es der AV wenig nützen, um das Fahrzeug schon eher zurück zu erhalten. Denn in der Woche werden die Fahrzeuge meistens an Firmenkunden vermietet, deren Nachfrage nach LDAR seit der Wirtschaftskrise drastisch zurück gegangen ist.
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gn8

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:23

Bewirb dich jetzt bei [hier AV einsetzen] und mach die Welt ein bischen smarter.

Fail :63:

Das hilft der Diskussion nicht weiter...
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Mittwoch, 8. September 2010, 16:24

Bewirb dich jetzt bei [hier AV einsetzen] und mach die Welt ein bischen smarter.

Kann mir mal jemand erklären, wieso das hier so eine Aufregung gibt??? Habe ich irgend jemanden angegriffen???

Ja, mag sein, dass das nur in großen Stationen funktioniert. Ich habe nicht an Hinterpusemuckelstationen gedacht. Asche auf mein Haupt. Kommt nie wieder vor. Bitte 1000 mal um Entschuldigung.
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Mittwoch, 8. September 2010, 16:28

Ich will ja niemandem sagen, dass sein Vermietkonzept falsch ist. Aber man darf ja mal Fragen stellen...
Ganz richtig, genau mit diesem Ziel "Fragen stellen", mal als "normal", "machen wir immer so", "eingefahren" begriffenes zu hinterfragen, habe ich auch diesen Thread gestartet.
Fortschritte, Verbesserungen, Innovationen können in jedem Geschäft nur entstehen, wenn mal jemand "out-of-the-box" denkt!

hat übrigens jemand eine Idee hinsichtlich meiner Ursprungsfrage?

vonPreußen

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Mittwoch, 8. September 2010, 16:31

[Fortschritte, Verbesserungen, Innovationen können in jedem Geschäft nur entstehen, wenn mal jemand "out-of-the-box" denkt!


Da stimme ich dir eigentlich zu, aber wenn man einen Elefanten in den Abgrund stößt mit der Hoffnung das er fliegen wird, nur weil man die Grundgesetze der Schwerekraft nicht anerkennne möchte, dann ist man eher kontroproduktiv. ;)
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