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vonPreußen

Vornehm geht die Welt zugrunde

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Mittwoch, 8. September 2010, 17:56

mag denn niemand auf meine Ursprungsfrage eingehen, wie Inklusivkilometer und Mehrkilometerpreise kalkuliert werden?


Das kann dir hier keiner sagen, nur derjenige bei der AV der das Yield-Management (und damit auch die Kalkulationen) betreibt. Und die Person wird sicherlich nicht so dumm sein, das öffentlich in einem Forum zu posten, um der Konkurrenz so Informationen über die Kosten etc. der Firma zu verschaffen.
nun, ich erwarte ja keine Zahlen, keine quantitativen Aussagen, nur qualitative Aussagen, so wie sie hier auch zur Frage von roz getroffen wurden, zu diesen beiden Fragen:

1)
Ich würde gerne mal eine nachvollziehbare Erklärung dafür bekommen, warum ein Mehrkilometer teurer als Mietpreis geteilt durch Inklusivkilometer ist...


wie gesagt, keine haarkleine Kalkulation, nur ein paar verständliche Argumente dafür

2)
Im übrigen stellt sich mir die Frage, ob es nicht grundsätzlich fairer für beide Seiten wäre, gar keine Inklusivkilometer reinzunehmen, den Mietpreis an den Fixkosten und den Kilometerpreis aber an den Marginalkosten der Mehrkilometer zu orientieren?


auch hier bitte keine haarkleine Kalkulation, sondern nur eine qualitative Aussage


1)

Die Mehrkilometer waren ja nicht in erster Linie dazu gedacht den Gewinn zu steigern, sondern um die gefahrenen Kilometer zurückzufahren. Das dabei dann auch noch etwas extra verdient werden konnte, war eher nebensächlich, die hohen Laufleistungen der Fahrzeuge was das große Problem. Und darum sind die Mehrkilometer vergleichsweise auch teurer, aber du kannst den Preis der KM-Inklusive und KM-Mehr nicht vergleichen.

2) Nein, es geht darum ein algemeines Angebot zu erstellen, und um die KM-Schrubber zu entmutigen viel zu fahren.
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crazy01

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Mittwoch, 8. September 2010, 17:58

Natürlich muß im Kleingedruckten geregelt sein das eben erst ein Bonus gibt wenn man z.B. mindestens 3h vor eiigentlicher Mitrückgabe abgibt. Diese Zeit, hier 3h, zählt nur während der Öffnungszeiten der Station.
Bsp. Rückgbe geplannt 9:00 Uhr, tatsächlich 5 Uhr, folglich wurde der Wagen 5h vorher abgegeben aber der Kunde erhält keinen Bonus da die Station erst 2h offen (7Uhr) hatte. Wenn er erst um 10:01 hätte abgeben müßen dann gebe es einen Bonus.

Währe ein ganz tolle sache, aber wenn die AV´s es nicht mal hinbekommen für kurzzeit einwegmieter einen Wagen bereitzustellen wird das wohl auch nichts. Hertz macht da schon einen gute Sache mit der 3, 6, 12 h Option. Mann wiviel würde ich unter der Woche mieten wenn mann mir einen Wagen für 3 h geben würde und nur der halbe Mietpreis anfällt.
Die letzten von Europcar
Leon 1.4 TSI, A5 3.0 TDI, X3 20d, Fabia 1.4 TDI, C 220CDI :202:
Die letzten 5 von SIXT
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Mittwoch, 8. September 2010, 19:15

9-5 zu rechnen, lernen wir aber nochmal. :whistling:

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Mittwoch, 8. September 2010, 19:42

Rückgbe geplannt 9:00 Uhr, tatsächlich 5 Uhr, folglich wurde der Wagen 5h vorher abgegeben
Sind trotzdem nur 4 Stunden ;)

roz

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Mittwoch, 8. September 2010, 19:46

Zitat

Das würde den Mietwagenmarkt nur durcheinander bringen.


Ja. Das stimme ich vollkommen mit Dir überein.
Sehe ich aber positiv.


Für die Kunden ist es positiv, aber für die AV's nicht, weil dadurch ihr Ertrag zurückgehen würde.

Wenn du etwas verkaufst bei Ebay, verkaufst du es doch auch an den Meistbietenden, und nicht an die Person die am 3. meisten geboten hat?


Logo. Aber wenn ich bei eBay ein bestimmtest Produkt verkaufe, und ein anderer Anbieter verkauft das selbe Produkt ohne Versandkosten, dann werde ich wohl oder übel nachziehen, es sei denn ich spezialisiere mich auf die Kunden, die Selbstabholer sind.


Ja, aber wenn jeder Versandkosten in Rechnung stellt, wird keiner diese nachlassen, denn das würde nur den eigenen Profit verkleinern.


Das ist die Theorie eines perfekten Kartells, in dem alle Anbieter die selben Preise und Konditionen haben. In der Tat kann man unter solchen Umständen den Profit für alle gigantisch steigern. Funktioniert nur in der Praxis meistens nicht. Das zeigt auch die Erfahrung bei eBay.
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vonPreußen

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Mittwoch, 8. September 2010, 19:48

Zitat

Das würde den Mietwagenmarkt nur durcheinander bringen.


Ja. Das stimme ich vollkommen mit Dir überein.
Sehe ich aber positiv.


Für die Kunden ist es positiv, aber für die AV's nicht, weil dadurch ihr Ertrag zurückgehen würde.

Wenn du etwas verkaufst bei Ebay, verkaufst du es doch auch an den Meistbietenden, und nicht an die Person die am 3. meisten geboten hat?


Logo. Aber wenn ich bei eBay ein bestimmtest Produkt verkaufe, und ein anderer Anbieter verkauft das selbe Produkt ohne Versandkosten, dann werde ich wohl oder übel nachziehen, es sei denn ich spezialisiere mich auf die Kunden, die Selbstabholer sind.


Ja, aber wenn jeder Versandkosten in Rechnung stellt, wird keiner diese nachlassen, denn das würde nur den eigenen Profit verkleinern.


Das ist die Theorie eines perfekten Kartells, in dem alle Anbieter die selben Preise und Konditionen haben. In der Tat kann man unter solchen Umständen den Profit für alle gigantisch steigern. Funktioniert nur in der Praxis meistens nicht. Das zeigt auch die Erfahrung bei eBay.


Nein, die AV´s befinden sich in einem Oligopol. Da die AV´s wissen das sie in der oben beschriebenen Situation alle weniger verdienen werden, wird auch keine AV dieses System einführen.

Und genau darum passiert das in der Praxis wohl.
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Donnerstag, 9. September 2010, 12:08

nun, ich erwarte ja keine Zahlen, keine quantitativen Aussagen, nur qualitative Aussagen, so wie sie hier auch zur Frage von roz getroffen wurden, zu diesen beiden Fragen:

1)
Ich würde gerne mal eine nachvollziehbare Erklärung dafür bekommen, warum ein Mehrkilometer teurer als Mietpreis geteilt durch Inklusivkilometer ist...


wie gesagt, keine haarkleine Kalkulation, nur ein paar verständliche Argumente dafür

2)
Im übrigen stellt sich mir die Frage, ob es nicht grundsätzlich fairer für beide Seiten wäre, gar keine Inklusivkilometer reinzunehmen, den Mietpreis an den Fixkosten und den Kilometerpreis aber an den Marginalkosten der Mehrkilometer zu orientieren?


auch hier bitte keine haarkleine Kalkulation, sondern nur eine qualitative Aussage


1)

Die Mehrkilometer waren ja nicht in erster Linie dazu gedacht den Gewinn zu steigern, sondern um die gefahrenen Kilometer zurückzufahren. Das dabei dann auch noch etwas extra verdient werden konnte, war eher nebensächlich, die hohen Laufleistungen der Fahrzeuge was das große Problem. Und darum sind die Mehrkilometer vergleichsweise auch teurer, aber du kannst den Preis der KM-Inklusive und KM-Mehr nicht vergleichen.

2) Nein, es geht darum ein algemeines Angebot zu erstellen, und um die KM-Schrubber zu entmutigen viel zu fahren.
soweit absolut nachvollziehbar, jedoch nicht unbedingt eine Antwort auf meine Fragen. Wahrscheinlich habe ich mich unverständlich ausgedrückt. Daher will ich nochmal die Frage in anderer Formulierung stellen:

Nehmen wir mal als Beispiel drei Fälle:

1) Mieter A mietet ein Fahrzeug einen Tag, bezahlt dafür einen Tagespreis, fährt das Doppelte der Tages-Inklusivkilometer, bezahlt dafür den Mehrpreis für Mehrkilometer
2) Mieter B mietet ein Fahrzeug zwei Tage, bezahlt dafür zwei Tagesmieten, fährt gleich weit wie Mieter A, also gerade soviel wie Inklusivkilometer drin sind, muss also keinen Zuschlag zahlen
3) Mieter C mietet einen Tag und fährt damit soviel, wie Tages-Inklusivkilometer drin sind und Mieter D mietet anschliessend einen Tag und fährt ebenfalls soviel wie Tages-Inklusivkilometer drin sind

Am Ende hat das Fahrzeug in allen drei Fällen gleichviele Kilometer drauf.

Rein qualitativ betrachtet erscheint es mir logisch, dass die "Last" für die AV in Fall 3 am höchsten ist, nämlich zwei Vermietvorgänge (administrativer Vorgang, Fahrzeugchecks, Reinigung etc.) und zwei Tage Fahrzeug belegt, in Fall 2 geringer (nur ein Vermietvorgang), in Fall 1 am geringsten ist (nur ein Vermietvorgang, Fahrzeug nur einen statt zwei Tage belegt)
Trotzdem aber muss Mieter A am meisten bezahlen. Und das eben erscheint mir unlogisch.

Vielleicht würde ich es eher verstehen, wenn mal ein "Wissender" nur ganz grob sagen würde, wie sich die Kosten für AV überhaupt auf die drei Blöcke (Kosten pro Vermietung, Kosten pro Fahrzeugbelegungsdauer und Kosten pro Fahrzeugfahrkilometer) etwa aufteilen, ob vielleicht einer dieser drei Blöcke gegenüber den anderen praktisch vernachlässigbar ist?


Oder nochmal anders argumentiert:

nehmen wir mal an, eine AV beschliesst (bzw. vereinbart mit dem Hersteller, der die Wagen bereitstellt), ihre Autos nach 25.000km oder 180 Vermiettagen auszuflotten (die Zahlen sind rein fiktiv, dienen nur der Illustration). Nun gibt es zwei Extremfälle: ein Fahrzeug A wird 180 Tage angemietet, in dieser Zeit aber überhaupt nicht bewegt, ein anderes Fahrzeug B wird nur einen Tag angemietet, an dem Tag aber 25.000km bewegt (OK, solche Extremwertbetrachtungen neigen immer dazu, etwas unrealistisch zu klingen...)
Warum müsste der Mieter im Fall B mehr zahlen als der Mieter in Fall A?

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Donnerstag, 9. September 2010, 12:16

(OK, solche Extremwertbetrachtungen neigen immer dazu, etwas unrealistisch zu klingen...)

Liegt häufig daran, dass sie es auch sind :whistling:
Warum müsste der Mieter im Fall B mehr zahlen als der Mieter in Fall A?

Weil Mieter B 25TKM gefahren ist und Mieter A 0 TKM. :116:
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Skoda Octavia Combi 2.0TDI DSG PDF PD [BJ 2008] folgt...

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Donnerstag, 9. September 2010, 12:18

Oder nochmal anders argumentiert:

nehmen wir mal an, eine AV beschliesst (bzw. vereinbart mit dem Hersteller, der die Wagen bereitstellt), ihre Autos nach 25.000km oder 180 Vermiettagen auszuflotten (die Zahlen sind rein fiktiv, dienen nur der Illustration). Nun gibt es zwei Extremfälle: ein Fahrzeug A wird 180 Tage angemietet, in dieser Zeit aber überhaupt nicht bewegt, ein anderes Fahrzeug B wird nur einen Tag angemietet, an dem Tag aber 25.000km bewegt (OK, solche Extremwertbetrachtungen neigen immer dazu, etwas unrealistisch zu klingen...)
Warum müsste der Mieter im Fall B mehr zahlen als der Mieter in Fall A?


Das ist ganz einfach zu erklären, denn die AV möchte gerne das Verhalten von den Mietern beinflussen. Damit ist gemeint, sie möchte gerne das pro Miete nur die Inklusivkilometer gefahren werden bzw. die Anzahl der gefahrenen Kilometer die darüber liegen zurückbringen. Und genau darum muss der Mieter der an einem Tag 25.000km fährt mehr bezahlen, als der der keine Fahrten unternimmt.

Genau wie z.B. der Staat mit Tickets versucht das Verkehrsverhalten von Autofahrer zu beinflussen, es geht in erster Linie um die Verhaltensänderung, und nicht um Geld damit zu verdienen.
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Donnerstag, 9. September 2010, 12:31


Das ist ganz einfach zu erklären, denn die AV möchte gerne das Verhalten von den Mietern beinflussen. Damit ist gemeint, sie möchte gerne das pro Miete nur die Inklusivkilometer gefahren werden bzw. die Anzahl der gefahrenen Kilometer die darüber liegen zurückbringen. Und genau darum muss der Mieter der an einem Tag 25.000km fährt mehr bezahlen, als der der keine Fahrten unternimmt.

Genau wie z.B. der Staat mit Tickets versucht das Verkehrsverhalten von Autofahrer zu beinflussen, es geht in erster Linie um die Verhaltensänderung, und nicht um Geld damit zu verdienen.
OK, das sehe ich ein. Bringt mich aber zurück zu der Eingangsfrage:

Zitat

..., ob es nicht grundsätzlich fairer für beide Seiten wäre, gar keine Inklusivkilometer reinzunehmen, den Mietpreis an den Fixkosten und den Kilometerpreis aber an den Marginalkosten der Mehrkilometer zu orientieren?

Mechnipe

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Donnerstag, 9. September 2010, 12:34

Das wäre bezüglich der Gleichbehandlung aller Mieter fairer. Aber das Interesse des Autovermieters liegt in der Gewinnmaximierung und nicht in der Gleichbehandlung aller Mieter. Deswegen gibt es ja auch Firmentarife und ähnliches.
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.

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Donnerstag, 9. September 2010, 12:44

Das wäre bezüglich der Gleichbehandlung aller Mieter fairer. Aber das Interesse des Autovermieters liegt in der Gewinnmaximierung und nicht in der Gleichbehandlung aller Mieter. Deswegen gibt es ja auch Firmentarife und ähnliches.


Jaja, Autovermieter sind kein Samariter. Danke. Ganz so weltfremd ist hier wohl niemand.

Ich verstehe aber nicht, weshalb Du von einem Automatismus ausgehst, dass man mit Firmentarifen höhere Gewinne erzielt, als mit (teureren!) Privattarifen?
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Donnerstag, 9. September 2010, 13:15

Weil die großen Firmen als Mieter eine gewisse Marktmacht haben und deshalb die Preise drücken können. Sie haben die Alternative zu anderen Vermietern zu gehen oder sich einen eigenen Fuhrpark anzuschaffen.
Der einzelne Privatmieter dagegen hat keine Marktmacht, er kann zwar zur anderen Autovermietung gehen, aber die ist (im eingespielten oligopolen Markt) auch teuer und der Wechsel des einzelnen Privatmieters von einer AV zur anderen ist relativ egal.
Die einzelne Anmietung zum Firmentarif erziehlt natürlich nicht mehr Gewinn als die gleiche einzelne Anmietung zum Privattarif, aber die Menge machts in dem Fall.

Wenn die Vermieter keine Inklusivekilometer mehr geben würden, würden die Mieter wahrscheinlich sehr genau auf die gefahreren Kilometer achten (keine Unnötigen Fahrten mehr). Das liegt aber auch nicht im Interesse der Vermieter. Wenn sie ihre Autos nach 180 Tagen wieder ausflotten und nur die Hälfte der vereinbarten Maximalkilometer auf dem Tacho stehen haben sie ja auch was verschenkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die 300km pro Tag kombiniert mit der durchschnittlichen Auslastung der Autos und der durchschnittlichen Nutzung der Freikilometer recht gut auf die 25000km nach 180 Tagen oder was auch immer zwischen Herstellern und Vermietern vereinbart wurde passen.
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.

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Donnerstag, 9. September 2010, 13:31

Die Logik dabei erschließt sich mir nicht (wobei der Markt nicht immer logisch reagiert):

1) Die Privatmieter können ja genauso zur Konkurrenz wechseln oder sich einen "eigenen Fuhrpark" anschaffen. Die Privatanmieter in der Summe haben genau so eine wirtschaftliche Bedeutung wie ein einzelnes Unternehmen.

2) Warum sollte das Oligopol zwar bei Privatmietern die Mieten künstlich hoch halten, aber bei Firmen unterbieten sie sich gegenseitig bis zum Ruin?

Ich befürchte, dass die Erklärung eher darin liegt, dass die Transparenz des Angebots eben doch eine Illusion ist und der 08/15 Privatanmieter sich nicht die Arbeit macht, alle Angebote zu vergleichen.
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Donnerstag, 9. September 2010, 13:44

Wenn die Vermieter keine Inklusivekilometer mehr geben würden, würden die Mieter wahrscheinlich sehr genau auf die gefahreren Kilometer achten (keine Unnötigen Fahrten mehr). Das liegt aber auch nicht im Interesse der Vermieter. Wenn sie ihre Autos nach 180 Tagen wieder ausflotten und nur die Hälfte der vereinbarten Maximalkilometer auf dem Tacho stehen haben sie ja auch was verschenkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die 300km pro Tag kombiniert mit der durchschnittlichen Auslastung der Autos und der durchschnittlichen Nutzung der Freikilometer recht gut auf die 25000km nach 180 Tagen oder was auch immer zwischen Herstellern und Vermietern vereinbart wurde passen.
so habe ich erst auch gedacht, aber das erklärt nicht, warum Mehrkilometer dann mit so hohen Preisen berechnet werden. Nach dieser Argumentation wäre es nämlich egal, ob ein Mieter 600km an einem Tag oder zweimal 300km an zusammen 2 Tagen fährt, dh. dies würde es rechtfertigen, dem Mieter, der doppelt soviel wie inklusiv ist fährt, den doppelten Mietpreis, aber nicht den 3,2fachen Mietpreis (wie in obigem Beispiel aufgeführt) abzuverlangen.
Da erscheint mir die Argumentation, man wolle mit der Preisgestaltung ausdrücklich Kilometer-Schrupper vergraueln, nachvollziehbarer.

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