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PeterderMeter

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Dienstag, 10. Juli 2012, 08:26

Erich Sixt zum Thema Werbung: "Man darf keine religösen Gefühle verletzen."

Erich Sixt spricht über die Werbeanzeigen seiner Firma und versucht sich an einem Ethik-Ansatz

Irgendwie mal wieder ein Interview von der Welt, dessen Überschrift nicht das hält was sie verspricht...

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Cruiso

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Dienstag, 10. Juli 2012, 08:38

"In wenigen Monaten können wir mittlerweile unsere Vermietflotte reduzieren."

Los @EUROwoman.: , dein Einsatz!
Cruiso
Team Moderation

Das Forum zum Thema Mietwagen und Autovermietung: www.mietwagen-talk.de

5 kW sind vollkommen ausreichend!

EUROwoman.

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3

Dienstag, 10. Juli 2012, 09:18

viel besser ist doch der Satz:

"Wenn ich den Gewinn maximiere, dann helfe ich den Mitarbeitern und der Volkswirtschaft."

man kann den Gewinn auch so weit maximieren, dass man gar keine Mitarbeiter mehr hat :P
und wenn er den erzielten Gewinn auf dem Konto hortet, dann hilft das auch nicht der Volkswirtschaft. Seine Mitarbeiter hingegen würden es ausgeben und somit die Volkswirtschaft stützen.
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

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gwk9091

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Dienstag, 10. Juli 2012, 09:57

@EUROwoman: Ich habe es immer schon gewusst! Das Forum ist von Kommunisten unterwandert! Wo ist McCarthy wenn man ihn mal braucht! ;)

Natürlich soll Sixt den Gewinn maximieren, da besteht ja kein Dissens. Alle Unternehmen (es sei denn, sie seien non-profit) sollen das. Die Frage ist halt a) was geschieht mit dem so erwirtschafteten Gewinn und b) auf welche Weise wird der Gewinn erwirtschaftet.

Schönes Beispiel waren die Brief-Post-Konkurenten. Die einzige Möglichkeit für die, einen Gewinn zu erwirtschaften war, Ihre Mitarbeiter zu Hungerlöhnen zu beschäftigen. Es ist ja nicht so, dass ein Briefträger bei der Deutschen Post sich tot und dämlich verdienen würde. Aber was die Mitbewerber planten war schon heftig. Als dann ein Mindestlohn bei 9,75 pro Stunde für Allgemeingültig erklärt wurde, war es dann vorbei mit dem Wettbewerb.

Wenn Gewinnmaximierung nur durch immer weiteres Drücken der Löhne oder durch verstärkten Einsatz von Sklaven (oh Verzeihung, Zeitarbeitern) möglich ist, wird ein Unternehmen früher oder später trotzdem in Schwierigkeiten geraten. Derartige Maßnahmen bringen maximal ein wenig Zeit. Außerdem kann man sich damit den Ruf so richtig versauen (siehe Schlecker). Gibt es bei Sixt mittlerweile einen Betriebsrat?

Aber Herr Sixt macht das richtig gut. Das Unternehmen hat (durch die teilweise geniale Werbung) einen guten Ruf (mit kleineren Einschränkungen hier im MWT). Trotz der Art und Weise wie die Mitarbeiter behandelt werden. Die Leute mieten bei Sixt, weil niemand über das "dahinter" informiert ist. Sixt ist deutscher Marktführer - wohl mit Abstand. Also macht Sixt alles richtig. Ich kann nur gratulieren! Ob ich ein herzliches "Weiter so" wünschen soll, ist mir allerdings nicht ganz klar.
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Dienstag, 10. Juli 2012, 10:12

Bezüglich Betriebsrat. Das hier dürfte ja bekannt sein.

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Dienstag, 10. Juli 2012, 12:27

Schlecker hat Zeitarbeiter beschäftigt? Das wäre mir neu, dann wäre ja keine Transfergesellschaft nötig gewesen, weil die überlassenen Arbeitnehmer ja gar nicht arbeitslos geworden wären.

Das schöne an unserem tarifparteilichen System ist ja, dass es den Arbeitnehmern frei steht, solidarisch zu sein. Wären sie dies, hätten Sixt, Lidl und wie sie alle heißen überhaupt keine Gelegenheit auszubeuten. Solange aber nur 15% der Arbeitnehmer bereit sind, 1% ihres Gehaltes (was in Anbetracht der gebotenen Leistung ohnehin lächerlich wenig ist) in eine Gewerkschaft zu stecken, wird das eben nichts und die wenigen, die jeden Job machen, schaden in ihrer (nachvollziehbaren) Verzweiflung am Ende sich selbst und ihren Kollegen.

Allerdings gibt es ja auch moderne Unternehmer (und Branchen), die die Firma nicht brauchen um ihr Ego aufzupolieren und der große Zampano sein zu können. Und die haben durchaus schon gezeigt, dass die Kooperation mit Arbeitgebern und deren Vertretern (ob Betriebsrat oder Gewerkschaft) auch zum beiderseitigen Vorteil sein kann. Aber - was Hänschen nicht lernte, lernt Hans nimmermehr - diese Einsicht darf man von Herrn Sixt wohl nicht mehr erwarten. Hat schon seine Gründe, dass andernorts die Vorstände Ende 50 gehen müssen.

Deshalb würde ich mir nicht anmaßen zu bewerten, ob Herr Sixt seinen Job gut macht. Man weiß ja nicht, wie erfolgreich die Firma, und dazu gehören immer auch ihre Beschäftigten, wäre, wenn es z.B. einen Betriebsrat gäbe.
Maach et joot, ävver nit zo off!

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Dienstag, 10. Juli 2012, 12:31

Schlecker hat Zeitarbeiter beschäftigt? Das wäre mir neu

Habe ich auch nicht behauptet. Schlecker habe ich erwähnt um zu zeigen, dass man sich mit moderner Sklavenhaltung den Ruf versauen kann. Als Schlecker dann endlich umsteuerte und - so die Aussage von Verdi - "vorbildlich in der Branche" wurde, war es bereits zu spät. Der Ruf der Firma Schlecker hat sicherlich mit zum Schicksal des Unternehmens beigetragen. Natürlich nicht als alleinige Ursache, das ist klar.
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