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koelsch

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Dienstag, 3. November 2015, 17:04

Meines Erachtens sind die Verteidiger des Systems einfach nur konservativ "war schon immer so" und rationalisieren das. Wenn der hohe Bedarf an Tatort und Tagesschau wirklich da ist, dann halten die auch auch privat finanziert.


Und für mich sind die, die das System so vehement angreifen, irrationale Wirtschaftsliberale, die den Markt als Allheilmittel sehen (wollen). Dass das nicht immer sinnvoll sein kann (wie bspw. bei Wasser, oder aber auch Informationen), wird da selten (ein)gesehen.

Und dann auch noch (förderungswürdige) Kultur gegeneinander ausspielen. Als ob die 20€ im Monat dann auf einmal für Opernbesuche ausgegeben werden würden. :rolleyes:

Wie gesagt, ich halte es da wie mit @Terrorhorst: (übrigens wäre das so ein Satz der im echten Leben nie funktionieren würde :D ) : Einzelne Aspekte des Systems sind absolut, nein, unbedingt zu kritisieren und anzumahnen, aber an sich ist das ÖR-System gut und wichtig. Das ist ein Windmühlenkampf neoliberaler Vorkämpfer, mit dem man tumb die Massen mobilisieren kann. Steuerthemen werden nämlich zu schnell zu kompliziert! :whistling:


PS: Psssst, @etth:, in Deutschland und Österreich gibt es aus genau diesem Grund diese "Buchpreisbindung". Damit Verlage auch kulturell wichtige Werke mit schwacher Nachfrage verlegen und nicht nur die großen Cashcows. Und so einem gewissen querfinanzierten Bildungsauftrag nachkommen können. ;)

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etth

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77

Dienstag, 3. November 2015, 20:28

Touché. Als neoliberaler Vorkämpfer lasse ich mich aber auch treffen, ich bin schon der Ansicht dass zu viele Menschen auf die ein oder andere Weise auf der Payroll des Staats stehen.
:!:

Party-Palme

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Dienstag, 3. November 2015, 20:50

@LordBongo: das siehst du vollkommen richtig und wie ich schon sagte - die Umsetzung ist absolut Angriffswürdig und dagegen sollte protestiert werden, aber dagegen protestieren die wenigsten, die meisten wollen einfach gar nix zahlen. Für mich ist aber nicht die Konsequenz weil ich unzufrieden mit dem ÖR bin, will ich nix mehr zahlen, sondern ich will, dass ich für meinen Beitrag ein vernünftiges Programm geboten bekomme. Bzgl. Länderspiele von sportlichen Großereignissen sehe ich es anders, weil das Veranstaltungen von großer gesellschaftlicher Bedeutung sind, daher sollten die auch im ÖR zu sehen sein. Anders als z.B CL, wo ich es völlig falsch finde, dass dafür alle herhalten müssen.

@Party-Palme: doch das gibt's, das nennt sich Öffentlicher Personennahverkehr, der eine Grundversorgung an Mobilität garantiert. Wer lieber alleine fahren möchte, der muss es selbst finanzieren.


ändert aber halt nichts an der XDAR-Aussage! und nichts anderes ist der ÖR
Gone West

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Gravi

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Mittwoch, 4. November 2015, 08:55

Erich ziehts durch :203:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/S…nz-2869269.html

Zitat

Der Autovermieter Sixt will im Rechtsstreit über den neuen Rundfunkbeitrag nicht nachgeben, sondern vors Bundesverwaltungsgericht ziehen. "Es war uns von Anfang an klar, dass wir den Weg durch die Instanzen werden gehen müssen", teilte der Vorstandsvorsitzende Erich Sixt am Dienstag mit.

scdhn

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Mittwoch, 4. November 2015, 08:57

Vielleicht sollte sich der gute Mann einfach mal ans SMT wenden:

https://de-de.facebook.com/Bundesregierung/
(Der Bundesrat hat leider keine Facebook Seite)

Geht meistens schneller

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Mittwoch, 4. November 2015, 09:01

heise Forum stronk!

Zitat

Du hättest aber die Möglichkeit, wenn du vor der Glotze abhängst durch dein offenes Fenster Radiomusik von einem vorbeifahrenden Sixt-Cabrio zu hören.
Also zweimal gehört, zweimal zahlen!
:120:

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Mittwoch, 4. November 2015, 09:30

@Party-Palme: Da hast du Recht, aber bzgl. der Ausgestaltung des Programmes habe ich mich ja auch mehrmals geäußert hier. Damit bin ich ebenfalls nicht zufrieden. Mir gehts ja um das System an sich, welches ich richtig und wichtig finde.

Ich glaube die meisten hier stören sich an derselben Sache, ziehen aber eben unterschiedliche Konsequenzen daraus. ;)
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etth

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83

Mittwoch, 4. November 2015, 11:07

meisten hier stören sich an derselben Sache

Wenn der ÖR exakt meinen Geschmack spielen würde, wäre ich noch immer nicht der Ansicht, dass man das jetzt allen anderen (zu zahlen) aufzwingen sollte.
:!:

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Mittwoch, 4. November 2015, 11:18

Und wenn man sich für die Fußball Welt- und Europameisterschaften alle zwei Jahre ein Sky-Abo für 30 € im Monat mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten leisten müsste, dann wäre das Geheule auch wieder groß. Auch wenn die öffentlich-rechtlichen sicher einen ziemlich teuren Overhead haben und dort bestimmt auch viel Geld verschwendet wird - so dämonisch wie hier dargestellt sind die dann doch nicht immer.

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Mittwoch, 4. November 2015, 11:41

Nur derjenige zahlt, dem es den Preis wert ist - ob dann geheult wird, ist mir ziemlich gleich, aber gerechter wäre es. Und wirtschaftlich sinnvoller auch, weil die FIFA z.B. nicht von unserem Staat gepämpert würde, sondern am Konsumenten orientierte Preise einsteuern müsste.

Wrestling kostet aktuell 6 Euro pro Kampf auf Sky und das Geheule hält sich in Grenzen.
:!:

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Mittwoch, 4. November 2015, 11:51

Das Wrestling-Weltmeisterschaftsfinale gucken auch nicht 50% der Deutschen, selbst wenn ein deutscher Wrestler im Finale steht...

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Mittwoch, 4. November 2015, 14:00

Für mich gehören Fußballwelt/-europameisterschaften und auch die Olympischen Spiele zu sportlichen Großereignissen mit so einer großen gesellschaftlichen Relevanz, dass ich es hier als gerechtfertigt ansehe, dass das über die Solidargemeinschaft finanziert wird. Daher ist ausgerechnet Wrestling das unpassendste Beispiel überhaupt. Und für einen Arbeitnehmer mit Familie, dem nicht viele Euro pro Monat übrig bleiben finanziere ich gerne den ÖR-Fußball quer, selbst wenn ich mich nicht für Fußball interessieren sollte. Wie gesagt - bei CL sehe ich es wieder völlig anders. Das ist für mich ein Posten, der nicht ins ÖR Fernsehen gehört!

Am Konsumenten orientierte Preise hätten dann zu Folge, dass sportliche Großereignisse nur noch für die zugänglich sind, die genug Geld verdienen um es sich anschauen zu können. Na herzlichen Glückwunsch - mehr Zweiklassengesellschaft geht dann auch nicht mehr! Gerecht ist das zumindest nach meinem Empfinden jedenfalls nicht.
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Mittwoch, 4. November 2015, 14:55

Was rauskommt wenn man alles über den freien Markt regelt, sieht man am besten in den USA. Die dortigen Nachrichten sind absolut nicht unabhängig und man kann schon beim schauen der Nachrichten die politische Einstellung des Besitzers erkennen. Für einen eingermassen "unabhängigen" Rundfung und Fernsehen bin ich bereit etwas zu bezahlen. Wofür ich nicht bereit bin zu zahlen, ist dass ich damit 30k Mitarbeiter bei 20-30 Fernsehsendern und hunderte von Radioprogramme finanziere. Der Informationsauftrag den der ÖR hat, lässt sich auch locker mit 2 Fernsehprogrammen und max. 10 verschiedenen Radioprogramme mehr als ausreichend erfüllen. Von dem "unabhängig" will ich dabei mal gar nicht reden.
Zudem ist es mir immer ein graus diese Trashnachrichtensendungen der privaten im Fernsehen zu sehen. Für mich hat es überhaupt kein Informationsgehalt wer gerade im Big Brother sitz, den gewinnt oder wer gerade mit wem im Bett liegt oder weiteren solchen unnützen Informationen über irgendwelche Z-Promis die ich nicht kenne und die ich auch nicht kennen will. Mir liegt daran in einer Nachrichtensendung über Weltereignisse, Politik und etwas Sport informiert zu werden. Und diese Nachrichten erhält man nur bei den ÖR.
Steht nicht im Weg.

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Donnerstag, 5. November 2015, 23:56

Wofür ich nicht bereit bin zu zahlen, ist dass ich damit 30k Mitarbeiter bei 20-30 Fernsehsendern und hunderte von Radioprogramme finanziere.

Das Problem sind ja gar nicht die aktuellen Mitarbeiter. Das Problem ist, dass ARD und ZDF mittlerweile eher Pensionskassen mit angeschlossenem Fernseh-Nebenbetrieb sind.

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Freitag, 6. November 2015, 00:59

Für mich gehören Fußballwelt/-europameisterschaften und auch die Olympischen Spiele zu [...] Und für einen Arbeitnehmer mit Familie, dem nicht viele Euro pro Monat übrig bleiben finanziere ich gerne den ÖR-Fußball quer, selbst wenn ich mich nicht für Fußball interessieren sollte. Wie gesagt - bei CL sehe ich es wieder völlig anders.

Ich denke, der Arbeitnehmer mit Familie, dem nicht viele Euro pro Monat übrig bleiben, findet diese Bemutterung ziemlich unwürdig. Vielleicht kann er auch selbst entscheiden, was er mit den 20 Euro im Monat macht, mit denen er aktuell den ÖR finanziert - ob ihm CL mehr liegt als BuLi, ob er die olympischen Spiele für ein langweiliges internationales Korruptionsfestival eines mafiösen IOC hält, ob er das Geld vielleicht besser im Jahresurlaub mit den Kindern auf Malle oder im Ausflug nach Rust angelegt sieht...

Wie so häufig wird doch der Begriff Solidarität hier völlig missbraucht. In Wahrheit macht sich eine gesellschaftliche Elite die Taschen voll auf Kosten der Allgemeinheit.
:!:

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