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[Probefahrt] BMW i3

tom.231

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Mittwoch, 20. November 2013, 21:00

BMW i3

Nach relativ langer Wartezeit war es heute endlich soweit: die Probefahrt eines BMW i3 stand an.


Fahrzeugdaten:

Fahrgestellnummer: WBY1Z21080VZ58437
Modellbezeichnung: i3
E-Code: I01
Motor: IB1 - 0,00l (125kW)
Antrieb: Heckantrieb
Getriebe: automatisch
Außenfarbe: Solarorange Met. M. Akzent Frozen G (B78)
Innenraum: Naturled.ko.stellaric/dalbergiabrau (NLFT)
Produktionsdatum: 14.10.2013
Werk: Leipzig
BLP laut Konfigurator: 50.470,-
Bereifung: Bridgestone Blizzard LM-500 155/70 R19 84Q M+S auf BMW i LM Rad Turbinenstyling 428
Amtl. Kennzeichen: M-BI 4056


Ausstattung:

S230A Zusatzumfang EU-spezifisch
S249A Multifunktion für Lenkrad
S2T7A BMW i LM Rad Doppelspeiche 430
S2VBA Reifendruckanzeige
S2VCA Reifenreparatur-Set
S3AGA Rückfahrkamera
S403A Glasdach elektrisch
S423A Fussmatten Velours
S428A Warndreieck und Verbandstasche
S430A Innen-/Aussensp. mit Abblendautomatik
S441A Raucherpaket
S442A Getränkehalter
S473A Armlehne vorne
S493A Ablagenpaket
S494A Sitzheizung Fahrer/Beifahrer
S4T9A Wärmepumpe
S4U7A Schnellladen Gleichstrom
S4U8A Schnellladen Wechselstrom
S508A Park Distance Control (PDC)
S521A Regensensor
S534A Klimaautomatik
S544A Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunkt.
S570A Stärkere Stromversorgung
S5A2A LED Scheinwerfer
S5ARA Stauassistent
S5ATA DRIVING ASSISTANT PLUS
S5DAA Deaktivierung Airbag Beifahrer
S5DPA Parkassistent
P5DUA PARKASSISTENZPAKET
S609A Navigationssystem Professional
S674A HiFi System Harman Kardon
S6ACA Intelligenter Notruf
S6AEA TeleServices
S6AKA ConnectedDrive Services
S6AMA Real-Time Traffic Information
S6APA Remote Services
S6ARA Internet
S6NRA Apps
S6NSA Komforttelefonie mit erw. Smartphone
S7AQA Battery Certificate
P7KZA BMW i Interieurdesign Suite
P7RSA Paket Comfort
L801A Länderausführung Deutschland
S879A Bordliteratur deutsch
S8R9A Kältemittel
S999A Auftragssteuerung "HEA"
S9AAA Aussenhautschutz


Daten zur Probefahrt:

Km out: 279
Km in: 316
Gefahrene Km: 37
Fahrtdauer: 1:30 h
Verbrauch: 16,7 kWh/100 km
Gefahrene Höchstgeschwindigkeit: 153 km/h
Streckenprofil: 50% Stadt, 50% Autobahn, 0% Landstraße


Fahrbericht:

Zunächst einmal muss angemerkt werden, dass die Probefahrten für den i3 zentral von BMW verwaltet werden und auch die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge auf BMW zugelassen sind. Sie dürfen ebenfalls (noch) nicht vom Händler verkauft werden. Es handelt sich also hierbei nicht um einen klassischen Vorführwagen, wie wir es normalerweise gewohnt sind.

Das Design des i3 ist durchaus gewöhnungsbedürftig (und ja, ihr werdet dieses Wort in diesem Bericht noch öfter lesen, denn vieles ist an diesem Auto ungewohnt), mittlerweile kann ich mich allerdings damit anfreunden. Bei der Vorstellung des i3 fand ich das Design doch noch etwas sehr gewagt.

Nun gut, nachdem der Papierkrieg abgewickelt war und man mich zu meinem Probe-i3 gebracht hatte, folgte eine nicht allzu ausführliche Einführung in das Fahrzeug. Hierzu muss gesagt werden, dass es ausführlicher durch mich nicht gewollt war; die ConnectedDrive Dienste kenne ich von meinem eigenen 118d und über den i3 im Allgemeinen habe ich auch schon sehr viel gelesen und erfahren; lediglich die Fahrt fehlte noch. Danach durfte ich zwischen diversen 5ern und 7ern hindurch die Halle, in dem das Fahrzeug geparkt war, verlassen.

Zunächst kam mir das Fahrgefühl vom BMW ActiveE bekannt vor. Dieser arbeitet im Grundsatz mit dem gleichen Antriebsstrang wie der i3, wiegt jedoch bedingt durch die konventionell aufgebaute Karosserie auf Basis des BMW 1er Coupés und dem nachträglich eingebauten Akkumulator-Block ca. 1.800 kg. Nach den ersten paar 100 Metern allerdings brachte mich der i3 zunehmend zum Grinsen. Auf die schon beim ActiveE bemerkenswerte Beschleunigung setzt der i3 ohne Anstrengung noch eins drauf. Alle, die den ActiveE kennen bzw. fahren konnten, werden auf ein Neues begeistert sein. Alle, die den ActiveE nicht kennen, werden so ein Fahrgefühl wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Bspw. in der ersten Reihe an der Ampel wird es nur sehr sehr wenige Fahrzeuge geben, die mit dem i3 mithalten können. Man ist quasi sofort bei Tempo 60 und muss aufpassen, dass man das Gaspedal nicht zu sehr loslässt, denn dann nimmt die bei geringeren Geschwindigkeiten doch recht starke Rekuperation ihren Lauf und verzögert den i3 vergleichbar mit dem moderaten Bremsen bei einem konventionellen Fahrzeug.

Die Dämpferabstimmung und der tiefe Schwerpunkt passt perfekt zum i3 und fährt sich auch so. Einen solchen Fahrkomfort bieten in der Klasse der Kleinwägen nur wenige Konkurrenten. Selbst der 1er kann hier gerade so mithalten.

Sobald man im i3 Platz nimmt, merkt man, dass es sich hier um ein von Grund auf für die Stadt konzipiertes Fahrzeug - von BMW genannt MEGACITY VEHICLE - handelt. Dies soll nicht heißen, dass der i3 für ländliche Gegenden komplett ungeeignet wäre; theoretisch ist der Einsatz natürlich auch dort möglich. Weiterhin fängt dies dabei an, dass der i3 einen für seine Fahrzeugklasse sehr kleinen Wendekreis (9,86 m) hat. Die Rundumsicht ist sehr gut; man hat mitunter das Gefühl, in einem "Glaskasten" zu sitzen. Besonders die Frontscheibe erweckt einen Van-artigen Eindruck. Lediglich die Sicht nach vorne beim Einparken ist etwas eingeschränkt bzw. durch die sehr kurze "Motorhaube" ungewohnt. Die PDC kann aber natürlich hier Abhilfe schaffen. Für die Sicht nach hinten ist eine Rückfahrkamera nicht unbedingt notwendig; sie ist Teil des Parkassistenzpakets, das auch das vollautomatische Einparken enthält. Also in das nächste Wohngebiet gefahren, Parklücke gesucht und Knöpfchen gehalten. Den Rest erledigt der i3 selbst. Diese Situation war für mich sehr ungewohnt, denn man überlässt das gesamte Auto einem System und kontrolliert den Vorgang nur durch das Halten der PDC-Taste. Nach dem nahezu perfekt absolvierten Einparkvorgang bot sich die Gelegenheit für einige Fotos, die am Ende meines Berichts gefunden werden können.

Der i3 bietet zudem ein völlig neues Raumgefühl und -konzept. Angefangen bei den gegenläufig angeschlagenen Türen bis hin zu den durchgehenden Sitzbänken vorne sowie hinten ist alles perfekt durchdacht und auf den Einsatz in der Stadt ausgelegt. Man kann z.B. in einer engen Parklücke auf der linken Straßenseite als Fahrer auch auf der Beifahrerseite aussteigen, ohne sich ein Dutzend Knochen zu brechen. Dies kann in der Praxis durchaus häufig nützlich sein; z.B. muss nach dem Einparken auf einer stark befahrenen Straße die Tür auch nicht mehr auf der Straßenseite geöffnet werden; der i3 lässt sich einfach auf der Seite des Bürgersteigs verlassen.

Für das Carsharing (DriveNow) eignet sich der i3 nach meiner Meinung nach perfekt. Genug Platz, um innerhalb der Stadt 4 Leute mitzunehmen; genug Platz für den Einkauf und genügend Reichweite, um auch mal längere Zeit damit in der Stadt unterwegs zu sein. Desweiteren wird über BMW ConnectedDrive auch die Mitfahrbörse flinc Integration finden.

Im Gespräch mit meinem Freundlichen kristallisierte sich heraus, dass die meisten Menschen wegen der im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen Fahrzeug relativ geringen Reichweite skeptisch gegenüber der Elektromobilität bzw. dem Project i sind. Meiner Meinung nach ist diese Skepsis allerdings unter keinen Umständen nötig, denn im Durchschnitt fährt man nun mal jeden Tag nicht mehr als 150 km und für alles, was darüber hinaus geht, gibt es mehr als genügend Möglichkeiten und natürlich auch Mietwägen. Desweiteren lässt sich der gesamte Ladevorgang mit dem Ladeverhalten von Handys vergleichen: Hatte man früher sein Handy mitunter ca. ein Mal pro Woche geladen, so lädt man sein Smartphone heute ca. 1 Mal am Tag. Und genauso lässt sich das auf ein Elektroauto übertragen: Tankt man normalerweise ein Mal pro Woche/ein Mal in zwei Wochen/wie oft auch immer (je nach Fahrverhalten), so verbindet man seinen i3 jetzt jeden Tag mit der Steckdose (die auch jeder zu Hause haben sollte).

In meinen Augen halte ich den für 4.500,- Aufpreis erhältlichen Range Extender (REx) für weniger sinnvoll. Dieser ist wohl für diejenigen Gedacht, die den i3 auch mal auf die Langstrecke mitnehmen möchten (bei regelmäßigem Nachtanken kann der i3 quasi unendlich gefahren werden) oder die bezüglich der Reichweite einfach ein besseres Gefühl haben möchten (meiner Meinung nach ist die Sorge, nicht ans Ziel zu kommen, allerdings fehl am Platz, denn der i3 meldet sich rechtzeitig, wenn sich die Batterie dem Ende neigt und lässt sich an die nächste Ladestation navigieren). Sollte man dann sein Ziel noch nicht erreicht haben, bietet BMW über ConnectedDrive eine Intermodale Routenführung (mit dem ÖPNV) an. Desweiteren gibt es für die 4.500€ natürlich eine beträchtliche Menge an Mietwägen, mit denen man eine längere Strecke auch deutlich komfortabler bewältigen kann.

Zu guter Letzt kann ich nur noch sagen, Leute, fahrt einmal einen i3, sei es bei DriveNow, sei es bei einer Autovermietung oder sei es beim Händler - das Fahrgefühl ist einfach einzigartig und sucht seinesgleichen. Während meiner kleinen Fotosession in einem Wohngebiet hatte ich den Eindruck, dass der ein oder andere Anwohner sogar aus dem Haus kam und sich mit dessen Nachbarn in einem kleinen Grüppchen über den i3 unterhalten hat. Auch vorbeikommende Schüler nutzten ihr Smartphone, um das ein oder andere Foto zu schießen. Wenn man mit diesem Auto unterwegs ist, wird man von vielen Leuten angeschaut, als wäre man nicht von dieser Welt, als wäre man mit einem Concept Car o.ä. unterwegs.


Fazit:

Mit dem Project i beweist BMW, dass Elektro und Mobilität kein Widerspruch ist. Das Produkt aus beidem wird innerhalb des Konzepts 360° ELECTRIC nahe der Perfektion vereint. Dabei herausgekommen ist bis dato der i3 und der i8 - zwei Fahrzeugkonzepte, die bis ins kleinste Detail ausgeklügelt erscheinen. Die größte Hürde ist heutzutage wohl noch der relativ hohe Anschaffungspreis - sollte das gesamte Konzept allerdings Anklang finden und weiterentwickelt werden, wird dieser sicherlich früher oder später zu einem niedrigeren werden. Deswegen sei abschließend gesagt: WEITER SO, BMW!


Anmerkung: Dies ist mein erster Fahrbericht. Sollte ich irgendetwas vergessen haben, darf man mich gerne darauf hinweisen. Danke! :)


Fotos:


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[img]http://www.mietwagen-talk.de/index.php?page=UserGalleryPhoto&photoID=49861[/img] DSC05689

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Freitag, 22. November 2013, 20:34

danke für die ausführlichen Erfahrungen :)

Zitat

Interessant finde ich hier ja den unteren Anschluss. Der obere ist der bekannte Typ2, doch den unteren habe ich bisher nur bei Tesla gesehen. Machen die gemeinsame Sache mit BMW?

tom.231

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Freitag, 22. November 2013, 20:44

danke für die ausführlichen Erfahrungen :)

Zitat

Interessant finde ich hier ja den unteren Anschluss. Der obere ist der bekannte Typ2, doch den unteren habe ich bisher nur bei Tesla gesehen. Machen die gemeinsame Sache mit BMW?
Nein. Beide Anschlüsse bzw. die hier gezeigte Kombination sind genormt. Bei dem unteren handelt es sich um den aufpreispflichtigen Anschluss für das Gleichstrom-Laden (DC). Damit kann die Batterie des i3 theoretisch (ob praktisch, wird sich zeigen und werde ich testen) in unter 30 Minuten auf 80% der Kapazität geladen werden.

Uberto

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Samstag, 23. November 2013, 12:47

Das große Problem bei Elektrofahrzeugen mit einem größeren Strombedarf besteht an der alltäglichen Möglichkeit den Wagen laden zu können. Wenn du deinen i3 jeden Tag an die eigene hausinterne Wallbox hängen kannst und der Strom aus der eigenen Photovolaikanlage stammt, dann ist das durchaus denkbar. Aber sobald du 80km Arbeitsweg hast und in der Firma nicht laden kannst sieht es schon wieder eng aus mit einem rein elektrischen Fahrzeug für den Alltag (Stichwort Akku und Temperaturschwankungen).
Genauso ist es wenn du den Wagen unter Tags auch mal mehr als 150km bewegst, brauchst du eine regelmäßige Möglichkeit dein Fahrzeug schnell und unkompliziert aufladen zu können. Und genau dies ist meist schwer machbar, da du an den Ladesäulen meist nicht so viel Strom in kurzer Zeit in den Wagen bekommst, um damit wieder eine größere Reichweite zu realisieren.

So hatte ich an einem WE mit dem ActiveE mehr Probleme Strom zu bekommen, als dass ich das Fahrzeug nutzen konnte! Aus dem Grund halte ich eine Probefahrt von 1-2Std mit dem i3 für einen potentiellen Käufer als sehr unrealistisch. Wenn ich den Wagen optimal auf die Alltagsbelange testen will braucht es IMHO ein komplettes WE mindestens, was aber wohl kaum ein iAgent machen wird ...
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Samstag, 23. November 2013, 14:43

Laut Bmw on Demand wird er dort übrigens erst spät bis Ende nächsten Jahres eingeflottet.

Gruß
Ich miete viel aber lebe immernoch in einer Welt, in der RA Rechtsanwalt heißt, Resi die Bedienung im Bierzelt ist und man Backups "einspielt", aber keine Mietwagenreservierungen...

tom.231

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Samstag, 23. November 2013, 17:10

Das große Problem bei Elektrofahrzeugen mit einem größeren Strombedarf besteht an der alltäglichen Möglichkeit den Wagen laden zu können. Wenn du deinen i3 jeden Tag an die eigene hausinterne Wallbox hängen kannst und der Strom aus der eigenen Photovolaikanlage stammt, dann ist das durchaus denkbar. Aber sobald du 80km Arbeitsweg hast und in der Firma nicht laden kannst sieht es schon wieder eng aus mit einem rein elektrischen Fahrzeug für den Alltag (Stichwort Akku und Temperaturschwankungen).
Genauso ist es wenn du den Wagen unter Tags auch mal mehr als 150km bewegst, brauchst du eine regelmäßige Möglichkeit dein Fahrzeug schnell und unkompliziert aufladen zu können. Und genau dies ist meist schwer machbar, da du an den Ladesäulen meist nicht so viel Strom in kurzer Zeit in den Wagen bekommst, um damit wieder eine größere Reichweite zu realisieren.

So hatte ich an einem WE mit dem ActiveE mehr Probleme Strom zu bekommen, als dass ich das Fahrzeug nutzen konnte! Aus dem Grund halte ich eine Probefahrt von 1-2Std mit dem i3 für einen potentiellen Käufer als sehr unrealistisch. Wenn ich den Wagen optimal auf die Alltagsbelange testen will braucht es IMHO ein komplettes WE mindestens, was aber wohl kaum ein iAgent machen wird ...
Sicherlich sind deine Bedenken berechtigt; da es sich aber um ein Stadtauto handelt und BMW nach jahrelangen Analysen festgestellt hat, dass ein Durchschnitts-Stadtmensch nicht mehr als 150 km am Tag fährt, sehe ich dieses Problem als lösbar an. Dazu kommt noch die immer weiter ansteigende Anzahl an Ladesäulen; wenn du also am Arbeitsplatz keinen Zugriff auf eine Steckdose hast, stellst du den i3 an die nächstgelegene Ladesäule und nutzt das intermodale Routing, um ins Büro zu kommen.

Desweiteren steht für alle, die den i3 öfter auf längeren Strecken einsetzen, der REx zur Verfügung und außerdem werden in naher Zukunft auch DC-Schnellladestationen Einzug in Städte/autobahnnahe Regionen halten. Natürlich ist das heutzutage noch schwer realisierbar, irgendwann muss aber ja mal ein Anfang gemacht werden.

Dass für i3-Probefahrten nur jeweils 1 Stunde zur Verfügung steht (1:30 war schon das Maximum), ist von BMW so bestimmt. Man traut dem Kunden offensichtlich das Nutzen der Lade-Infrastruktur nicht zu. Probefahrt über einen Tag/ein WE war überhaupt unter keinen Umständen möglich. Das wird auch erstmal so bleiben; zumindest so lange wie BMW die Probefahrten zentral verwaltet.

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Samstag, 23. November 2013, 19:27

Zum reinen Pendeln mag es (unter gewissen Voraussetzungen: problemlose Lademöglichkeit zu Hause und am Besten auf der Arbeit) gut sein.

Schließlich ist der normale Arbeitnehmer ja 8-9 Stunden im Büro und in der Zeit nicht aufs Auto angewiesen. In der Zeit könnte es also geladen werden. Bei uns auf der Arbeit ist eine Mennekes Säule an eine PV-Anlage angeschlossen. Man könnte also sogar kostenlos tanken. Aber die hat halt nur zwei Dosen. Und eine davon ist meist vom Ampera besetzt.
Gibt es denn schon Konzepte, um sagen wir mal... 100 Fahrzeuge gleichzeitig auf kompakter Fläche (Firmenparkplatz) zu laden? bei mir daheim könnte ich einen Wagen theoretisch an der Steckdose laden, so der Vermieter mitspielt. Aber auch nur, weil ich einen Tiefgaragenstellplatz habe. Der typische Laternenparker kann das ja nicht.

Sprich: aktuell könnte ich sogar damit leben, da ich nicht viel fahre und auf die Arbeit eh meistens mit dem Rad fahre. Für längere Strecken könnte man ja was mieten. Abschreckend sind für mich einfach noch die Preise. Die sind im Vergleich zu Verbrennermodellen einfach viel zu hoch und uninteressant.
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Samstag, 23. November 2013, 20:06

Gibt es denn schon Konzepte, um sagen wir mal... 100 Fahrzeuge gleichzeitig auf kompakter Fläche (Firmenparkplatz) zu laden?
Ob sich das in überall in Deutschland umsetzen lässt, wenn in Pendlertiefgaragen/-parkhäusern plötzlich mehrere 100 Fahrzeuge zusätzlich zu den vorhandenen Verbrauchern (Industrie; Rechenzentren, Büro, Klimaanlagen, etc.) dazukommen. Sind die Stromnetze in Deutschland bzw. vor allem in den Zentren mit vielen Pendlern darauf vorbereitet? Für alle Autos wird eine Schnellladung mit mehreren 10kW oder bis zu 100kW wie bei Tesla u.U. nicht möglich sein.

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Samstag, 23. November 2013, 22:18

Ich denke, dass aktuell immer noch das größte Problem bei den meisten potentiellen Kunden die nicht vorhandene Lademöglichkeit daheim ist. Gerade wenn jmd in München wohnt, ist es meist um einen Tiefgaragenstellplatz schlecht gestellt. Zudem stellt sich auch die Frage ob eine Wallbox in einer Miet-Sammeltiefgarage so problemlos zu installieren ist.
Wenn dann auch am Arbeitsort keine Möglichkeit zum laden besteht ist das ganze eigentlich schon zum scheitern verurteilt, ehe man weitere Aspekte mit einbezieht.
Ebenso problematisch ist es die unterschiedlichsten Ladesäulen nutzen zu können. So braucht es bei der einen Säule eine bestimmte Zugangskarte, die andere ist nicht für die benötigte Strommenge geeignet und wieder eine andere funktioniert nur für interne Firmen. BMW soll ja eine allgemeine Zugangskarte für Ladesäulen mehrerer Hersteller bieten, doch die Frage ist wie viele Ladesäulenanbieter hier inbegriffen sind...
Dann kommen natürlich noch die allgemeinen Anschaffungskosten für solche Fahrzeuge hinzu. So kostet ein i3 eigentlich immer ~40k und die muss man auch erstmal aufbringen bzw. die hohe Leasingrate. Und wie es um die Haltbarkeit der Akkus bestellt ist, kann aktuell leider auch keiner bis dato sagen. Ebenso wie es um den Wertverlust von E-Fahrzeugen bestellt ist, wenn der Wagen mal ~100tkm gelaufen hat...

Der Anfang ist jedoch sehr gut und wohl durchdacht von BMW gemacht. Aber den Kunden einen i3 nicht länger als 1Std zur Verfügung zu stellen ist leider ein schlechter Witz ...
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Sonntag, 24. November 2013, 17:33

Selbst wenn man die 40tsd aufbringen kann.
Da leg ich noch 5tsd drauf und bekomm nen schicken 320d (mit Nachlass, der beim i3 nicht gewährt wird).
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Sonntag, 24. November 2013, 19:30

Klar, nen 320d ist was sinnvolleres, aber den Vergleich darf man so eben leider nicht ziehen sondern mit anderen E-Fahrzeugen (E-Golf, E-Up! Etc)
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Sonntag, 24. November 2013, 20:35

Aber aktuell muss ich das so sehen. Denn ich bin Normalo und kein Pionier.
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Sonntag, 24. November 2013, 21:09

Ich würde wohl auch so denken und könnte es mir trotzdem vorstellen bei einer akzeptablen Leasing-Rate einen i3 zu nehmen. Aber für ~500-600€ sehe ich es leider auch nicht ein den Aufwand mit Wallbax-Installation etc. auf mich zu nehmen.
Zudem sehe ich es einfach noch nicht als passend an aus den oben genannten Gründen. Darum wird es bei mir wohl nach dem Citigo auch kein i3 sondern ein Skoda Octavia Combi, Skoda Rapid SB oder ein Ford Mondeo/Focus Turnier.
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