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NeverEver

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Donnerstag, 2. Juli 2015, 16:41

Subaru WRX STI | FSZ Hockenheimring



Da ich nicht wusste, wohin sonst damit, also ein kleiner Erfahrungsbericht bei den Probefahrten - ich hoffe das passt einigermaßen.

Zum Geburtstag hatte ich einen Gutschein zu einem Fahrsicherheitstraining auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum-Gelände am Hockenheimring geschenkt bekommen - anders als die 2 Mal vorher allerdings nicht mit dem eigenen Fahrzeug, sondern mit einem gestellten Subaru WRX STI.

Ich möchte hier nicht großartig auf das Fahrsicherheitstraining selber eingehen, nur so viel sei gesagt: Es macht immer wieder eine Menge Spaß und man lernt unglaublich viel dabei, weil man hier einfach mit Situationen konfrontiert wird, die man (zum Glück!) im echten Straßenverkehr kaum erfährt.



Nun aber zum Fahrzeug selber:

Da ich schon seit Ewigkeiten ein Autonarr bin, sind natürlich auch Rallys nicht spurlos an mir vorbeigegangen und übten eine durchaus starke Faszination auf mich aus. Als es dann noch in das Computerzeitalter ging und tolle Spiele wie Need for Speed oder auch Colin McRae rauskamen, gab es kein Halten mehr.

Demnach wollte ich schon länger mal einen Subaru Impreza fahren, wozu sich mir jetzt die Möglichkeit bot.
Konkret handelt es
sich also um einen Subaru WRX als STI Variante in klassischem Blau. Leider ohne goldene Räder, wie die Klassiker, aber darüber kann man hinweg sehen. Befeuert wird der Wagen von einem Boxer Motor, der aus seinen 2,5 Liter Hubraum 300 PS mobilisiert. Das maximale Drehmoment liegt bei 4000 u/min an und erzeugt 407NM. Klingt gar nicht mal so viel, wenn man vergleichsweise motorisierte Fahrzeuge anschaut. Ist es auch nicht. Dazu aber später mehr.


Der Wagen beschleunigt mit seinen rund 1530kg in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 255 km/h.

Erscheinung:

Understatement wird beim WRX STI ganz klein geschrieben. So fällt man schon von weitem mit der großen Lufthutze in der Motorhaube auf, von hinten thront die Frittentheke/Cocktailbar/Dorftheke auf der Heckklappe, die Radhäuser sind ausgestellt und mit Luftgittern versehen. Dazu eine nicht wirklich dezente blaue Lackierung mit Folierung und Felgen in dunkelgrau, voilà, der Subaru als WRX STI Version ist angerichtet. Ob einem nun die 4-Auspuffrohre besser gefallen, als das stylische armdicke Ofenrohr der Vorgänger, sei jetzt mal dahin gestellt.

Man fällt jedenfalls auf und das darf bei diesem Auto auch gerne so sein.





Interieur:



Wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch Schatten. Wo ich beim Exterieur mich jederzeit als Fan des Autos lauthals geoutet hätte, würde ich mich beim Interieur am liebsten beschämend wegdrehen.

Hier gibt es zwei gute Sachen:

1) Angenehme Sportsitze, die auch genügend Polsterung für die Langstrecke bieten sollten, ansonsten aber mit gutem Seitenhalt punkten.



2) Das obere rechte Display mit der Anzeige für die Turboleistung, sowie der recht gefällige Tacho mit roter Hintergrundbeleuchtung.



Dann wären da noch Plastik, mehr Plastik,ein bisschen Hochglanzplastik mit Carbonoptik, Plastik in Aluminiumoptik, Plastik mit Softtouch-Oberfläche. Ja, ich könnte so weitermachen. Der Innenraum ist einfach minderwertig und es knarzte und rappelte schon nach 4400km im Innenraum! Leider war das nicht nur bei meinem Fahrzeug so, das zog sich durch alle 6 Fahrzeuge durch. Als Privatkäufer würde ich da wohl bei meinem Subaru Händler einziehen. Dann gibt es einen Materialmix im Innenraum, der weit abseits von weltweiten Geschmacksakzeptanz anzusiedeln ist. Carbonoptik, Alumiuniumoptik, ein bisschen Chrom und Klavierlack, mit roten Akzenten.

Manch einer mag jetzt vielleicht sagen, ja, ist ja nur ein Japaner, da kann man eben keine Interieure von Deutschen Premiumherstellern erwarten. Das es anders geht, beweisen aber auch asiatische Hersteller wie Mazda oder auch Hyundai. Und dann wäre ja noch der Preis von 48000 Euro, in dem ich mich im Bereich von BMW, VW und auch Audi befinde.

Im Auto waren auch ein Navi (Nachrüst Navi) und das Harman&Kardon Soundsystem verbaut. Über das Navi lassen sich wirklich nur Audio , Telefon und Navigation steuern. Bordcomputer wie auch Rückfahrkamera sind in extra Displays untergebracht. Selbst für die Klimaanzeige gibt es ein eigenes Display oben links neben der Turboanzeige.

Das Harman&Kardon Soundsystem war für meine Verhältnisse sehr basslastig und ziemlich bei den Mitten orientiert, Höhen kommen verzerrt rüber, trotz neutraler Sound-Einstellung.

Die Klimaanlage kühlt schnell und zuverlässig und es gibt auch eine Sitzheizung, die allerdings vor der Mittelarmlehne sitzt, warum auch immer.

Abschließend lässt sich sagen, dass ich für den Preis deutlich mehr im Innenraum erwartet habe. Es wirkt alles irgendwie unfertig und zusammengewürfelt, einfach unharmonisch.




Technik:

Der Subaru verfügt über einen ausgeklügelten Allradantrieb, der das Fahrzeug (neben dem Boxer-Motor) zu etwas besonderem macht.

Da ich der Meinung bin, dass die Jungs von Subaru das Ganze besser erklären können, als ich, anbei zwei kleine Videos, einmal zum Allrad und einmal zum Boxer:

https://www.youtube.com/watch?v=cbL_zItiSF0

https://www.youtube.com/watch?v=XdTf8DYQ9xQ

das Fahren:

Kommen wir zum wichtigsten Teil, das Fahren. Ich hatte also am Montag von um 10 Uhr bis 17 Uhr die Möglichkeit, auf dem FSZ den Subaru am und über den Grenzbereich hinaus zu bewegen.
Im Stand erwacht der Motor mit einem merklichen brummen und brabbelt dann im Leerlauf vor sich hin, auf Grund des unruhigen Motorgeräuschs erinnert das ein bisschen an ein amerikanisches Musclecar.

Als nächstes fällt die wirklich harte Sportkupplung auf, ohne erkennbaren Schleifpunkt muss man die Gänge richtiggehend reindrücken. Das kann vor allem beim sportlichen Fahren Spaß machen. Der Motor möchte zum Anfahren 2000-2500 u/min haben, sonst würgt man ihn immer wieder ab.

Beim losfahren merkt man dann vom Turbomotor erst mal nicht viel, er legt gemächlich vor, ab ca. 3000-3500 u/min setzt dann der Turbo ein und man nimmt dem Motor die 300PS erstmals ab.

Allgemein lässt sich sagen das der Motor permanent in höheren Drehzahlregionen bei Laune gehalten werden möchte.
Das ausdrehen über 7000 u/min macht dabei wirklich Spaß und wird dabei mit einer interessanten Klangkulisse belohnt. Hier bekommt der Autofanatiker von turbopfeifen, sägen, brummen bis zum hochfrequenten kreischen alles geboten.


Trotzdem muss man sagen, dass sich der Subaru im kurvigen Geläuf am wohlsten fühlt und dort wirklich glänzt. Dank des überragenden Allradantriebs ist wirklich in fast jeder Situation genügend Grip vorhanden und der Subaru beißt sich regelrecht im Asphalt fest. Schön ist hierbei auch die Regelbare Sperre, womit man den Fokus je nach belieben auf Front oder Heck ausrichten kann. So kann man die Sperre automatisch regeln lassen, die Automatik heck- oder frontlastig auslegen oder die Sperre auch komplett manuell regeln. Desweiteren lassen sich hier auch über einen Drehregler (ähnlich einer Fahrprofil-Auswahl) die Parameter des Fahrzeugs nachschärfen.



Als Alltagsfahrzeug kann ich mir den WRX STI allerdings nur bedingt vorstellen, zum einen auf Grund der Kupplung, weiterhin ist es einfach angenehmer wenn man nicht mit viel Drehzahl durch die Gegend gondeln muss und auch der permamanete Allrad erweißt sich vor allem beim Durchschnittsverbrauch (27,4 Liter, was wohl der Extremwert ist. Ich denke aber das man im sportlich gefahrenen Drittelmix immer noch bei der Hälfte ist) als hinderlich im Alltag.

Für ein Wochenende im Schwarzwald/Alpen oder auch im Winter kann ich mir dann aber schon vorstellen, dass man mit dem Subaru eine Menge Spaß haben kann.

Anbei noch ein Video von einem Training und einem Soundtest des Subaru.

Rüttelplatte

Soundtest

Fazit:

Alles in allem war es ein spaßiger Tag und ich würde den Subaru gerne mal für ein Wochenende nehmen, denn er hat wirklich Spaß gemacht und vor allem beim Fahren sieht man gerne über die teils gravierenden Mängel im Innenraum hinweg. Der Bericht ist dieses Mal etwas provisorisch und dementsprechend geschrieben, bitte entschuldigt das. ;)


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