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12nine

Rotstiftschwinger und Ex-Finanzkrisenauslöser

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Donnerstag, 9. November 2017, 20:29

BMW S1000R (Modelljahr 2016 & 2017)

Nachdem ich dieses Jahr 8 Monate mit der S1000R verbracht habe wollte ich ein Fazit ziehen - vll. ist es für den ein oder anderen interessant.
Während der ersten fünf Monate fuhr ich noch das 2016er Modell, von August ab die aktuelle 2017er Version.
Mit der ersten Maschine habe ich 6.000km zurück gelegt (inkl. einem Wechsel des Hinterreifens bei ca. 4.000km) und 3.000km mit der zweiten Maschine.
Ein paar Unterschiede gibt es zwischen den beiden Modellen, dazu später mehr, erst einmal zu den Gemeinsamkeiten.

Bereits beim Einschalten der Zündung versprüht das Leuchten aller Lampen und das Ausdrehen des Drehzahlmessers einen Hauch Rennsport.
Die ersten 1000km wollen beiden Maschinen eingefahren werden, die Reifen brauchen hingegen nur ein paar hundert Kilometer bis sie voll belastbar sind.
Nachdem obligatorischen Service und der Aufhebung der Drehzahlbeschränkung fährt sich die Maschine wie entfesselt.
Hat man davor schon in so gut wie jeder Lage ausreichend Durchzug gehabt, musste man doch immer noch ein Auge auf den Drehzahlmesser haben, damit nicht mitten im Überholvorgang bei 9.000 U/min. die Beschleunigung ein jähes Ende hat.
Nun aber gibt es kein Halten mehr. Jede Beschleunigung kann jetzt auch in das letzte Viertel des Drehzahlmessers geschossen werden, bevor der Schaltblitz darauf hinweist hochzuschalten.
Am besten funktioniert das mit dem Quickshifter, mit dem man nur kurz die Fußspitze nach oben zucken lassen muss und die Drehzahlorgie beginnt von vorne. Schluss ist erst irgendwann jenseits der 260km/h, wo genau kann ich nicht sagen, bei 250 km/h war für mich persönlich Schluss.
Das liegt vor allem an der Bauform des Nakedbikes. Bis 180 km/h kann man gut fahren, ab dann wird es ein Kampf gegen den Fahrtwind, dem man nur ein wenig entkommen kann indem man sich auf den Tank legt.
Am wohlsten fühlt man sich allerdings eh auf Landstraßen mit langgezogenen Kurven, aber auch engere Kurven sind kein Problem da die Maschine äußerst wendig ist.
Beim Beschleunigen aus engen Kurven macht sich die Leistung der Maschine wieder bemerkbar - positiv wie auch ein bisschen negativ.
Positiv ist die bereits beschriebene Leistung in jeder Lage, negativ ist, dass sie dann nicht immer von den Reifen beherrscht werden kann.
Einen wegrutschenden Hinterreifen muss man allerdings nicht fürchten, da die Maschine bis unter die Sitzbank voller regelnder Elektronik ist, die unter anderem den Hinterreifen einbremst.
Daneben ist natürlich ABS verbaut, eine elektronische Dämpfer- und Federeinstellung (genannt ESA), sowie die Möglichkeit verschiedene Fahrmodi einzustellen. Gerade bei schmierigen oder nassen Straßen war der Regenmodus hilfreich, da er die Leistung der Maschine drosselt und zudem die Schlupfregelung deutlich früher einsetzt.

Unterschiede zwischen den Modellen:
Der wohl auffälligste Unterschied ist der deutlich größere Endschalldämpfer am 2017er Modell.
Dank der neuen Abgasnorm lies sich das wohl nicht anders lösen, um den Unmut etwas zu dämpfen hat man mit Akrapovic zusammengearbeitet. Akustisch finde ich die Umstellung gut gelungen, mir gefällt der Klang fast besser als beim alten Modell - allerdings war ich im Freundeskreis mit der Meinung ziemlich alleine.
Im Zuge der geänderten Abgasnorm hat man dem neuen Modell ganze vier PS mehr spendiert, macht 165 PS in Summe.

Nirgends gelesen, aber das Popometer hat mir eine leicht veränderte Sitzposition gemeldet. Gefühlt ließ sich das 2017er Modell dadurch besser kontrollieren.

ESA hat seit dem 2017er Modell nur noch zwei statt wie davor drei Einstellungen. Die Comfort-Einstellung ist leider nicht mehr vorhanden. Gerade auf der Rückfahrt von langen Tagestouren oder bei längeren Autobahnabschnitten war eine weiche Abstimmung angenehm, um nicht mehr jede Bodenwelle zu spüren.
Das ABS kann nun auch in Schräglagen besser agieren und nennt sich seitdem ABS Pro.

Das Beste zum Schluss - der Schaltassistent. Konnte man ihn bis zum Modelljahr 2016 nur zum Hochschalten nutzen, geht das nun auch zum Runterschalten. Das Zwischengas und Blubbern dabei … :love:

Unterm Strich hab ich mich in die Maschine verliebt, deshalb wird nächstes es Jahr vermutlich wieder die selbe geben. Ich freu mich jetzt schon drauf. :thumbsup:

Noch ein paar Fakten zur Maschine (Modell 2017):
  • 165 PS
  • 114 NM bei 9.250 U/min.
  • 205kg vollgetankt
  • Dynamik-Paket
  • Sport-Paket
  • BLP 16.250€

Bilder habe ich nur wenige, da ich lieber gefahren bin ;)
Wenn ich die Tage noch Lust habe, verlinke ich noch ein Video.
index.php?page=Attachment&attachmentID=80260index.php?page=Attachment&attachmentID=80258
Auf dem ersten Bild ist die 2016er Version, gefolgt von der 2017er Version.


P.S.: Da es sich um keine frei verfügbare Miete handelt, hab ich den Bericht mal unter Probefahrten eingestellt (wenn auch eine sehr lange) und hab auch die Einzelheiten zur Miete weggelassen.

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Donnerstag, 9. November 2017, 22:51

Cool, dass es hier auch Motorradfans gibt. Danke für den Bericht. Leider finde ich die BMW allesamt vom Design viel zu altbacken und überhaupt nicht interessant. Auch Amaturen sind für mich eher ein Graus. Wenn ich da mit Ducati, Triumph, Kawasaki vergleiche... Schade eigentlich. Ich würde sogar gerne das Mehr bezahlen für ein deutsches Motorrad, BMW ist mir als Marke einfach sehr sympathisch. Einzige Ausnahme für mich ist hier die R NineT Serie, die finde ich richtig gelungen, ist aber mit dem Boxer-Motor eher nicht so meins.
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Freitag, 10. November 2017, 12:42

Danke :thumbup:

hast du auch schonmal die S100 RR probiert?

12nine

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Freitag, 10. November 2017, 16:47

Ich finde die Armaturen bzw. Kombiinstrumente bei anderen Herstellern auch ansprechender.
Bei der R1200R ist es mit volldigital ein bisschen moderner, allerdings immer noch monochrom.
Kleiner Lichtblick ist das Display, welches jetzt bei GS verfügbar ist. Klick!

Gefahren bin ich die RR nicht, nur Probe gesessen @RainerWörs:
Ich fand das relativ unbequem, da die der Winkel in den Handgelenken recht extrem ist, wie bei allen Supersportlern.
Aus meiner Sicht macht die RR nur Sinn, wenn man schnell fahren möchte, da sie besser verkleidet ist. Da ich das nicht brauche, ist für mich eine angenehme Sitzposition entscheidend :)

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