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lka

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Donnerstag, 15. November 2012, 11:02

Mietausfall bezahlen ?

Hallo,

ich fasse mal kurz zusammen: Ein Fahrzeug wurde gemietet( Vollkasko mit 520 SB), Unfall mit Schaden am Fahrzeug sowie an einem Fremdfahrzeug. Nun bekomme ich eine Rechnung in der ich der Autovermietung die Selbstbeteiligung in Höhe von 520 euro und einen Mietausfall in Höhe von 160 euro zahlen soll. Die Rechnung ist ohne Reparaturnachweis, Gutachten etc. Die Frage die sich mir aufdrängt ist, muss ich trotz Vollkasko und vollem SB-Anteil auch noch für Mietausfälle aufkommen? Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß lka

EUROwoman.

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Donnerstag, 15. November 2012, 11:05

welche Autovermietung? was sagen die AVB dazu?
Dies ist nicht das Forum, wo man kostenlos Hinweise erhält, wie man kostenlos ECMR an jeder beliebigen Station bucht und ohne Aufpreis XDAR erhält.

Sachdienliche Hinweise, wo es dieses Forum gibt, dürfen jederzeit hier gepostet werden.

lka

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Donnerstag, 15. November 2012, 11:15

Die Autovermietung ist ein Kleinunternehmen in Bonn und in der AVB steht nichts zu einem Mietausfall.

jimmy

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Donnerstag, 15. November 2012, 11:26

Mietausfall muss nur gezahlt werden, wenn auch ein tatsächlicher Mietausfall entstanden ist. Das muss die Autovermietung nachweisen, sprich sie muss dir beweisen können, dass durch den Unfall der Wagen nicht mehr vermietbereit gewesen ist und in der Zeit in der der Wagen ausser Gefecht war Kunden weggeschickt werden mussten da sie genau das Fahrzeug hätten bekommen sollen was durch dich in einen Unfall verwickelt wurde und somit der AV ein finanzieller Schaden entstanden ist. Pauschal einen Mietausfall zu berechnen ist nicht möglich. Das ist jedenfalls mein Wissensstand ohne das ich Experte, Jurist o.ä. bin.

lka

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Donnerstag, 15. November 2012, 11:55

Danke für die Antworten.
Generell ist es aber Möglich einen Mietausfall in Rechnung zu stellen auch wenn es nicht in den AGB steht und die SB ausgeschöpft?

jimmy

Meister

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Donnerstag, 15. November 2012, 12:12

Nehmen wir mal ein anderes Beispiel:

Ferienwohnung. Der Vermieter einer Ferienwohnung vermietet diese an eine Großfamilie. Einen Tag nach Abreise dieser soll die Wohnung wieder an neue Gäste vermietet werden. Nun hat die Großfamilie die Wohnung komplett zugemüllt, die Wände sind voller Essensreste und Farbe etc sodass eine Revovierung von ca. 1 Woche ansteht. Daher können die nachfolgenden Gäste nicht in diese Wohnung und müssen bei einem anderem Vermieter eine Wohnung nehmen. Der Vermieter kann nun also zusätzlich zur Bezahlung der Renovierung einen Mietausfall der Großfamilie berechnen, da er ja nachweisen kann das ihm dieser auch wirklich entstanden ist und zwar durch das Handeln dieser Familie. Bei ner Autovermietung ist das nen bisschen komplizierter, denn man kann nicht nachweisen das das Fahrzeug auch tatsächlich zu einem Fixpreis von xy,-€ vermietet worden wäre und der Kunde nicht 10 Minuten vor Mietbeginn storniert hätte bzw. nicht mit einem anderem Fahrzeug versorgt werden kann welches sowieso schon auf dem Hof steht.....Deswegen berechnen die "Großen" wie Hertz und Sixt etc. in solchen Fällen nie einen Mietausfall, da er wie gesagt sehr kompliziert in Höhe und tatsächlichem Eintritt zu beschreiben ist.....

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Freitag, 16. November 2012, 22:32

meiner bescheidenen Ansicht nach ist Mietausfall in der Tat Schaden resultierend aus dem Unfall und damit zu ersetzen ebenso wie der primäre Sachschaden oder andere sekundäre Schäden wie zB. die Abschleppkosten. Damit einhergehend sollte dieser Schaden jedoch nicht zusätzlich zur SB der VK bezahlt werden müssen, es sei denn, die Verischerungsbedingungen sagen explizit anderes.
Daher lässt sich die Frage "Mietausfall bezahlen?" wohl nur unter Kenntnis des konkreten Vertrages beantworten, also wäre mindestens die Nennung des Namens der AV erforderlich...

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LZM (20.11.2012)

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Samstag, 17. November 2012, 01:22

wobei ich beim Thema 'Mietausfall' auch noch den Begriff 'Vorhaltekosten' in den Raum werfen mag :D
wer reitet so spaet durch Eis und Gischt? Schietwetter, aber macht mir nischt!

LZM

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Samstag, 17. November 2012, 11:49

Hallo,

ich fasse mal kurz zusammen: Ein Fahrzeug wurde gemietet( Vollkasko mit 520 SB), Unfall mit Schaden am Fahrzeug sowie an einem Fremdfahrzeug. Nun bekomme ich eine Rechnung in der ich der Autovermietung die Selbstbeteiligung in Höhe von 520 euro und einen Mietausfall in Höhe von 160 euro zahlen soll. Die Rechnung ist ohne Reparaturnachweis, Gutachten etc. Die Frage die sich mir aufdrängt ist, muss ich trotz Vollkasko und vollem SB-Anteil auch noch für Mietausfälle aufkommen? Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß lka
Hallo!

Wenn du mit der Autovermietung (egal ob groß oder klein, im nachfolgenden: Vertragspartner) einen Mietvertrag über ein Fahrzeug mit einer Vollkasko-Versicherung geschlossen hast, welcher nur einen Selbstbehalt von 520 EUR vorsieht, dann hat dein Vetragspartner in einem Schadensfall gegen dich auch nur einen Anspruch von höchstens 520 EUR. Sofern vertraglich oder in den AGB (AVB wären Allgemeine Versicherungsbedingungen) keine weiteren Kosten vereinbart wurden, kann dein Vertragspartner auch keine höheren Kosten geltend machen.

An deiner Stelle würde ich die volle SB erstmal nicht bezahlen, sondern auf Beweisfotos und einem Gutachten über die Höhe des Schadens bestehen und erst im Anschluss leisten. Einen Reparaturnachweis hingegen muss dein Vertragspartner nicht erbringen, da er auch berechtigt ist, mit der SB nur den Wertverlust auszugleichen.

Weiterhin solltest du allen weiteren Forderungen - insbesondere einem Schadenersatz für Mietausfall - schriftlich widersprechen und darauf bestehen. Da dein Vertragspartner keinen vertraglichen Anspruch gegen dich hat, kann er auch keinen gerichtlich geltend machen, sodass er von dieser Forderung absehen wird. Für die SB hingegen wirst du aller Voraussicht nach aufkommen müssen. Weise deinen Vertragspartner auf den Mietvertrag und dessen AGB hin und bestehe darauf, dass Sie dir nachweisen sollen, wo du einen Schadenersatz für Mietausfall anerkannt hättest. Selbst wenn dir ggf. ein Mietausfall nachgewiesen werden könnte, haftet dafür die Versicherung, welche du ja abgeschlossen hast. Nicht du!

Ein deliktischer Anspruch ist hier ebenfalls auszuschließen, da Schäden ja vertraglich durch die Vollkasko-Versicherung abgedeckt sind.

Grundsätzlich musst du erstmal für gar nichts aufkommen. Wenn ein Schaden in entsprechender Höhe nachgewiesen werden kann (auch die Kosten für das Gutachten muss der Vertragspartner tragen) musst du evtl. die volle SB bezahlen. Mehr nicht!

Bei Kenntnis des konkreten Vertrages bzw. der AGB gerne mehr per PN.

Flowmaster

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Samstag, 17. November 2012, 12:14

(auch die Kosten für das Gutachten muss der Vertragspartner tragen



War in deinem Text nicht die AV der Vertragspartner?

Bezweifel ja das die AV die Kosten für das Gutachten nicht dem Mieter anlasten darf
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Samstag, 17. November 2012, 12:50

War in deinem Text nicht die AV der Vertragspartner?

Bezweifel ja das die AV die Kosten für das Gutachten nicht dem Mieter anlasten darf
Richtig, die Autovermietung ist vorliegend der Vertragspartner. Kosten für ein Gutachten, um eigene Ansprüche durchzusetzen trägt jedoch in erster Linie der Anspruchsgläubiger, ggf. kann die Forderung gegen den Anspruchsschuldner geltend gemacht werden, welcher jedoch einen vertraglichen Versicherungsschutz genießt, der im Zweifel wiederum für die Kosten haften würde. Daher sollte man immer auf einem Gutachten und Beweisen (Fotos, Protokolle etc.) bestehen, wenn höhere SB-Forderungen von AVs erhoben werden.

Flowmaster

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Samstag, 17. November 2012, 12:56

In meinen Augen missverständlich formuliert,

ja die AV trägt die Kosten für das Gutachten oder sollte man sagen das sie dafür in Vorleistung geht,

weil am Ende des Tages gehen ja die Kosten für das Gutachten auch in die Summe mit rein die der Mieter zu zahlen hat. (Natürlich nur bis zum Erreichen der SB Grenze)
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Dienstag, 20. November 2012, 18:57

Sofern vertraglich oder in den AGB (AVB wären Allgemeine Versicherungsbedingungen) keine weiteren Kosten vereinbart wurden, kann dein Vertragspartner auch keine höheren Kosten geltend machen.
[...]
Weiterhin solltest du allen weiteren Forderungen - insbesondere einem Schadenersatz für Mietausfall - schriftlich widersprechen und darauf bestehen. Da dein Vertragspartner keinen vertraglichen Anspruch gegen dich hat, kann er auch keinen gerichtlich geltend machen, sodass er von dieser Forderung absehen wird. Für die SB hingegen wirst du aller Voraussicht nach aufkommen müssen. Weise deinen Vertragspartner auf den Mietvertrag und dessen AGB hin und bestehe darauf, dass Sie dir nachweisen sollen, wo du einen Schadenersatz für Mietausfall anerkannt hättest. Selbst wenn dir ggf. ein Mietausfall nachgewiesen werden könnte, haftet dafür die Versicherung, welche du ja abgeschlossen hast.


an der Stelle widersprichst Du Dir: wir kennen nicht den Vertrag, der zwischen der AV und lka geschlossen wurde. Wie Du ja im ersten Satz ganz richtig schreibst, kann es sein, dass in den AVB die Nichtübernahme bestimmter Schäden bzw. Schadensanteile oder andere zusätzliche Kosten im Schadensfall vereinbart wurden, insoweit ist Deine als Tatsache dargestellte Behauptung im zweiten Absatz, dass die Versicherung auf jeden Fall für den Mietausfall haftet nur dann richtig, wenn nicht in den AVB etwas anderes vereinbart wurde. Wie oben gesagt, ohne Kenntnis des Mietvertrages kann keine Aussage getroffen werden.

Gutachterkosten sind übrigens ebenso wie Kosten für Mietausfall Bestandteil des Schadens und sollten daher -sofern nichts anderes vereinbart wurde- abzüglich der SB von der Versicherung beglichen werden. Wenn die Schadenshöhe also über der SB liegt, sollte auf jeden Fall auf ein Gutachten bestanden werden!

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Dienstag, 20. November 2012, 20:47

@otternase:
Ich bin ja immer noch der Auffassung, das vorliegend AGB und nicht AVB Gegenstand der Diskussion sind, aber das nur anbei.
Weiterhin meine, ich mir nicht widersprochen zu haben, wenngleich es verknappt formuliert war: selbstredend kennen wir den gegenständlichen Mietvertrag leider nicht. Allerdings erwähnt lka, dass er eine Vollkaskoversicherung beinhaltete. Vollkaskoversicherungen beinhalten auch Ersatz für Mietausfall, der BGH bekräftigte dies schon mit Urteil vom 17.12.1980, selbst unter widrigen Umständen. Insofern kann es durchaus als Tatsache angesehen werden, dass die Versicherung des gewerblichen Vermieters von Kraftfahrzeugen auch für den Mietausfall aufkommen muss.

Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB), die so etwas ausschließen, wären unwirksam bzw. anfechtbar. Gegenstand der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) dürfte es gar nicht sein, weil konkreter Bestandteil des Versicherungsschutzes und nicht des Geschäftes/Vertrages.
Zuletzt orientiert sich eine Einschätzung der Rechtslage natürlich an den geltenden gesetzlichen Bestimmungen, wie VVG, PflVG und BGB.

Mein erster Satz "Sofern vertraglich oder in den AGB (AVB wären Allgemeine
Versicherungsbedingungen) keine weiteren Kosten vereinbart wurden, kann
dein Vertragspartner auch keine höheren Kosten geltend machen." war daher nicht ausschließlich auf die Selbstbeteiligung im Schadensfall bezogen. Ein gewerblicher Vermieter kann ja auch Kosten für Verwaltung/Telekommunikation o.ä. erheben bzw. auf den Verbraucher umlegen, bekannt auch im Fall von Ordnungswidrigkeiten u.ä. Die vereinbarte Selbstbeteiligung bleibt von solchen weiteren Kosten natürlich unberührt. Kosten, im Zusamenhang mit den von der Versicherung gedeckten Schäden, können nicht über die vereinbarte Höhe hinaus geltend gemacht werden. Das versteht sich von selbst.

Was das Gutachten angeht, stimme ich dir völlig zu: spätestens bei voller SB (die ja i. d. R. bei einem Schaden, der diese übersteigt oder dieser gleichzusetzen ist fällig wird) sollte auf einem Gutachten bestanden werden. Dadurch entstehen ja auch keine Mehrkosten, weil die volle SB ohnehin schon erreicht wurde. Im besten Fall kann durch das Gutachten sogar eine Mithaftung des Gegners konstruiert werden, sodass eine Schadenregulierung nach dem sog. Quotenvorrecht in Frage kommt und den betroffenen Vollkasko-Versicherungsnehmer (Mieter, hier lka) entlastet.

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Dienstag, 20. November 2012, 21:01

Allerdings erwähnt lka, dass er eine Vollkaskoversicherung beinhaltete.


das würde ich aber nicht extrem wortwörtlich nehmen, es kann sich auch um einen CDW, also einen Verzicht des Vermieters auf Haftung, handeln. Dort können die Bedingungen auch anders lauten. Denke zB. an den Ausschluss von Glasschäden, Reifenschäden, Unterboden bei Sixt, denke an die "Bearbeitungsgebühren" von 50-100 EUR bei "0 EUR SB" bei diversen Brockern... Es muss also nicht zwingend _genau_ das gelten, was für eine Vollkasko gilt.

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