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Fahrtwind

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Montag, 5. September 2016, 19:51

Weitervermietung bei verspäteter Abholung. Frist von 59 Minuten nicht in den AGBs erwähnt.

Hallo ins Forum,

ich habe letztes Wochenende via Check24 einen PKW für 10:00 in Wien (Fa. Buchbinder) angemietet, direkt bezahlt und bin dann aufgrund diverser Verspätungen erst gegen 11:30 beim Vermieter eingetroffen. Bevor man mich dort hinausgebeten hat, wurde mir mitgeteilt:
  • wenn ich mehr als 59 Minuten Verspätung habe, ist mein Geld futsch und das Auto weg
  • das stünde in den AGBs, die müsste ich eben lesen
  • meine Bezahlung wäre bei Check24, da könne man beim Vermieter sowieso nichts machen
Bei der Check24 Hotline wurde mir ebenso mitgeteilt, wenn ich die AGBs nicht lese, bin ich selber Schuld.

Zurück im Hotel habe ich dann die AGBs von Check24 und die des Vermieters durchgesehen. Kein Wort von 59 Minuten. Lediglich der Verweis, Ich solle bitte rechtzeitig beim Vermieter sein bzw nach zwei Stunden hätte der Vermieter das Recht, den Wagen weiter zu vermieten.

Meine Reklamation bei Check24 mit der Bitte um Information, wo sich besagter Passus in den Vertragsunterlagen befindet wurde nicht beantwortet. Stattdessen wurde mir mitgeteilt, ich hätte den Vermieter über meine Verspätung informieren müssen, ansonsten könne er das Fahrzeug weitervermieten. "Dies ist üblich, wenn man über einen Broker bucht."

Verspätung hin oder her widerspricht dies meinem Rechtsempfinden. Was üblich oder nicht üblich ist, kann ich nicht wissen und warum schickt man mir 10 Seiten Vertragsunterlagen, wenn wesentliche Punkte nicht enthalten sind.

Frage in die Runde:
Ist das eine gewöhnliche "Masche", bei der wenig Aussichten bestehen, mein Geld wieder zurückzubekommen? Wobei es mir nach der flapsigen Antwort von Check24 schon fast mehr ums Prinzip geht.

Vielen Dank für etwas Fachwissen und Erfahrungswerte.

Sven

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Kami1 (06.09.2016)

Nocturn

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Montag, 5. September 2016, 19:56

https://www.buchbinder.de/fileadmin/user…bedingungen.pdf

HIer sind die 59 Minuten schon erwähnt.

Ansonsten, musst du selbst entscheiden ob sich ein Gang zum Anwalt lohnt oder nicht...
Aktuelle Miete:
Mieten 2016: :203: :122: BMW 535 xDrive :123: Audi A8L 3.0. TDI Quattro :124: Audi Q7 3.0 TDI Quattro

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koelsch (05.09.2016)

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Montag, 5. September 2016, 19:59

Nicht so ganz einfach die Situation wegen der Vorauszahlung. Du hast ja bezahlt und in dem Moment ist ein Vertrag zustandegekommen.

Das ist etwas anderes als wenn du nur eine Reservierung hättest, dann gelten schon Dinge in Richtung, Pech gehabt, wenn nicht pünktlich.

Aber bei einem Vertrag ist es ja auch fraglich ob der Vermieter einfach weitervermieten darf.

Allerdings: ja, ein Anruf zur richtigen Zeit hätte das Problem behoben.
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Fahrtwind

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Montag, 5. September 2016, 20:10

Danke für die AGBs der Firma Buchbinder und zu Recht, ein Anruf wäre nicht verkehrt gewesen...


Allerdings, die Buchbinder-AGB habe ich von Check24 nicht erhalten. Weder bei der Bestätigung der Reservierung noch beim Versand des Vouchers.


Stattdessen wurden mir die AGB einer Firma "Vehicle Rent" aus Ljubljana geschickt. Letztere weisen als "Supplier" die Fa Buchbinder in Wien aus. Vermutlich auch der Grund, warum man bei der Firma Buchbinder meine Reservierung nicht im System hatte.











Södner

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Montag, 5. September 2016, 20:41

Ich verstehe nicht warum die Autovermietung das überhaupt darf.. Klar wenn es in denn AGBs steht ist das halt so..
Abbber das ist keine Reservierung gewesen die noch nicht bezahlt wurde und der Vermieter vielleicht einen Verlust hätte wenn niemand aufgetaucht wäre und der AV das Fahrzeug extra zurück hält...

Der Vermieter hat für seine Leistung bereits das Geld erhalten. Und ob ich jetzt mein Fahrzeug Pünktlich abhole oder erst Stunden später kann dem Vermieter doch egal sein?! Wenn er das Fahrzeug Vermietet dann hat er das doppelte daran verdient...

Wenn ich ein Hotel buche und bezahle, aber erst am nächsten morgen auftauche würde kein Hotel sagen okay sie können nicht mehr ihr Zimmer da wir das bereits wieder Vermietet haben. Nein ich kann nochmal bis zur Offiziellen Check-Out Zeit in mein Zimmer um mich z.b zu Duschen oder was auch immer..

Das ist für mich reine Abzocke und ein Fall für den Verbraucherschutz. Schließlich kann ICH doch entscheiden wann ich was abhole was ich BEREITS Bezahlt habe...

Wenn ich falsch liege könnt ihr mich gerne Aufklären :)
grüße aus Bonaire

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Fahrtwind (05.09.2016)

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Montag, 5. September 2016, 20:52

Nicht ganz. An einem Flughafen bspw müsste Buchbinder länger den Parkplatz für den Wagen bereithalten.
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Dienstag, 6. September 2016, 07:53

Ich meine, dass es so ein Problem schon einmal irgendwo gab und sogar schon ein Rechtsurteil dazu. Das ganze ist soweit ich mich erinnere so ausgegangen, dass das Fahrzeug eben nicht einfach so vermietet werden darf, bzw. dem Kunden dann auch ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden muss.

Kosten für das bereithalten des Fahrzeugs sehe ich selbst am Flughafen eher kritisch. Die Autovermietungen werden doch eher einen Pauschalpreis für x Stellplätze im Monat bezahlen und nicht für jedes Fahrzeug einzeln nach geparkter Zeit, oder irre ich mich da?

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Fahrtwind (06.09.2016), etth (06.09.2016)

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Dienstag, 6. September 2016, 08:57

natürlich ist das so.

aber gegen die Argumentation kann man erstmal wenig machen.
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Dienstag, 6. September 2016, 10:18

Ich hatte den Streit auch schon mal bei Sixt. Am Counter habe ich dann aber doch ein Auto bekommen. Wenn per prepaid bezahlt wird bezahle ich doch für den gesamten Mietzeitraum und nicht für 59 Minuten Bereitstellungsgebühr. Lass dir das nicht gefallen und streite dich darum. Wir reden über einen Mobilitätsdienstleister. Europcar hat das durchaus besser in seinen AGBs geregelt. Hier wird bei Hinterlegung der Kreditkarte/Kundenkontos das Fahrzeug bis zur Schließzeit der Abholfiliale garantiert.

Aber Hotline anrufen wäre schon gut und fair gewesen. Auch wenn die im Hintergrund nichts macht. Du hättest auch sagen können das du die Hotline angerufen hast und deine Verspätung damit angekündigt hast. Das hätten die niemals prüfen können. Die Hotline gibt das super selten an die Station weiter.

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Dienstag, 6. September 2016, 13:24

Die entscheidende Frage ist, was vertraglich vereinbart wurde und mit wem der Vertrag geschlossen wurde, also ob mit check24, Buchbinder Österreich oder Deutschland, dann die Frage welche AGB in den Vertrag einbezogen wurden, was dort zu einem Erscheinungszeitpunkt geregelt ist und dann noch die Frage, aus welchem Grund derjenige, der das Geld einbehalten hat, glaubt, dazu berechtigt zu sein,obwohl das Auto weitervermietet wurde und damit zumindest dür den Vermieter kein oder zumindest ein geringerer finanzieller Schaden entstanden sein dürfte.

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Dienstag, 6. September 2016, 14:58

Meiner Meinung nach hätten die AGBs von Buchbinder bei den Unterlagen von Check24 bzw. VehicleRent dabei sein müssen um Bestandteil eines Vertrages zu werden. Da hätte ja sonst was drin stehen können - statt Rückgabe kaufe ich den PKW für 100.000€...

WagenMieter

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Dienstag, 6. September 2016, 15:31

natürlich ist das so.

aber gegen die Argumentation kann man erstmal wenig machen.



Eigentlich schon. Die AV muss dir schon den entstandenen Schaden nachweisen können, da müsste man schon Dokumente vorlegen.

etth

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Dienstag, 6. September 2016, 15:32

Und davon ab würde das mit dem "Weitervermieten" mal aus der Debatte nehmen, das ist doch Quatsch. Die haben dir kein Auto gegeben, fertig. Also wäre da zwischen der 58. und der 90. Minute jemand spontan aufgeschlagen und die hätten gesagt "Joa, der Mieter ist nicht gekommen, nehmen Sie doch das Fahrzeug". Die haben, ob nun zur Gewinnmaximierung oder weil sie ihre eigenen Planungsfehler damit ausgleichen, einfach ihren Teil der Vertragserfüllung zurückhalten. Lass das ja nicht auf dir sitzen!
:!:

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Fahrtwind (06.09.2016), schauschun (06.09.2016)

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