Sie sind nicht angemeldet.

Vermont

Fortgeschrittener

  • »Vermont« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 157

Registrierungsdatum: 6. Juni 2011

: 39113

: 7.80

: 132

Danksagungen: 49

  • Nachricht senden

1

Samstag, 31. Mai 2014, 10:20

Strafbefehl Schweiz

Guten Morgen zusammen,

ich habe heute einen Strafbefehl aus der Schweiz erhalten für einen Geschwindigkeitsverstoß aus dem letzten Sommer (1000 € oder 5 Tage Ersatzhaft). Da es ja kein Vollstreckungsabkommen mit der BRD gibt, würde ich gerne wissen, ob jemand von euch weiß, ob die Verjährungsfrist von 3 Jahren ab dem Zeitpunkt der Straftat oder dem Zeitpunkt der Zustellung des Strafbefehls gilt.

Danke vorab!

JohnDoe

...fährt ohne Windschott...

Beiträge: 4 005

Registrierungsdatum: 27. Januar 2008

Wohnort: Detmold

Danksagungen: 3862

  • Nachricht senden

2

Samstag, 31. Mai 2014, 10:28

Erster Google Treffer... ;)

Bußgeld und Strafbefehl Schweiz - frag-einen-anwalt.de

"Ich gehe jedoch davon aus, dass Sie die Strafe gar nicht bezahlen wollen.
Nachdem die Geschwindigkeitsübertretung in der Schweiz rechtlich eine Übertretung darstellt, verjähren die Strafverfolgung und die Strafe, anders als Verbrechen und Vergehen, in drei Jahren (Art. 109 StGB).
Die Verjährung der Verfolgung beginnt nach Art. 98 a StGB mit dem Tag, an dem der Täter die strafbare Tätigkeit ausführt. Dies hat sich durch den Strafbefehl bereits erledigt.
Die Verjährung der Vollstreckung beginnt nach Art. 100 mit dem Tag, an dem das Urteil rechtlich vollstreckbar wird.
Auf Ihren Fall angewendet bedeutet dies, dass der Strafbefehl frühestens am 13.01.2012 rechtskräftig geworden ist und ab diesem Tag 3 Jahre laufen, bis die Vollstreckung verjährt.

Sie sollten daher vor dem 14.01.2015 nicht mehr in die Schweiz einreisen oder dort kontrolliert werden."


Bitte!

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Vermont (31.05.2014), Leon Jibsnet (31.05.2014)

Mercutio

Fortgeschrittener

Beiträge: 145

Registrierungsdatum: 22. Mai 2014

Wohnort: HAM-DUS

: 9731

: 7.04

: 81

Danksagungen: 75

  • Nachricht senden

3

Samstag, 31. Mai 2014, 10:37

1000€ ist nicht ohne. :103: Was hast du denn gemacht? ;)

oskar

Fortgeschrittener

Beiträge: 564

Registrierungsdatum: 16. Februar 2011

Danksagungen: 333

  • Nachricht senden

4

Samstag, 31. Mai 2014, 10:38

Wie schnell bist Du denn gefahren - 1000EUR ist echt ne Hausnummer, selbst für CH?
Dazukommt, wenn Du das Ding nachhause nach D bekommen hast, sie Deine
Adresse ja schon wissen und entsprechend die dt. Behörden eingeschaltet
haben. Das heisst, das Rechtshilfeabkommen wird schon teilweise umgesetzt -
zuletzt gabs ja immer noch einige Unklarheiten.

Es kann also gut
sein, dass aufgrund des Rechtshilfeabkommens die dt. Behörden bei Dir
das Geld eintreiben bzw. den Bescheid vollstrecken.
Wenn das ganze in D vollstreckt wird, kann analog auch noch die enstprechende Punktestrafe in D dazukommen, da die Behörden ja um Deinen dt.FS wissen!

Verjährung sicher aktuell 3Jahre, aber in Deinen Falle ja irrelevant.

kent ucky

aka kent ucky

Beiträge: 650

Registrierungsdatum: 19. März 2012

Danksagungen: 1187

  • Nachricht senden

5

Samstag, 31. Mai 2014, 10:48

Amtshilfe bei der Fahrerermittlung ist etwas komplett anderes als eine Vollstreckung eines rechtskräftigen schweizer Bußgeldbescheides oder Urteils in Deutschland. Eine solche Möglichkeit für schweizer Behörden, nicht bezahlte Bußgelder in Deutschland zu vollstrecken, gibt es aber nicht.
Beste Lösung des Problems dürfte also tatsächlich sein, das Bußgeld nicht zu zahlen und die Schweiz in den nächsten Jahren zu meiden... ;)

don199

Profi

Beiträge: 1 308

Registrierungsdatum: 25. Juni 2010

Wohnort: STR

Beruf: IT

Danksagungen: 2856

  • Nachricht senden

6

Samstag, 31. Mai 2014, 10:48

Die drei Jahre gelten afaik nicht pauschal, u.U. (afaik bei Strafbefehl, d.h. Verfolgungsverjährung + Vollstreckungsverjährung) können es insgesamt fünf Jahre sein.
Keine Rechtsberatung etc., bitte anwaltlich beraten lassen.

Und dran denken - die meisten Schweizer Hotels melden die Ausweisdaten ihrer Gäste direkt an die Kantonspolizei.

Zitat

Es kann also gut
sein, dass aufgrund des Rechtshilfeabkommens die dt. Behörden bei Dir
das Geld eintreiben bzw. den Bescheid vollstrecken.
Wenn das ganze in D vollstreckt wird, kann analog auch noch die enstprechende Punktestrafe in D dazukommen, da die Behörden ja um Deinen dt.FS wissen!

Bei allem Respekt, aber das ist Quatsch.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Leon Jibsnet (31.05.2014)

koks

Fortgeschrittener

  • »koks« wurde gesperrt

Beiträge: 286

Registrierungsdatum: 6. Dezember 2012

Danksagungen: 185

  • Nachricht senden

7

Samstag, 31. Mai 2014, 10:51

Herrlich, jetzt kommen wieder die Hobbyjuristen!

Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

oskar (31.05.2014), Lenn86 (31.05.2014), AyCarumba (31.05.2014), Herr-Mueller (31.05.2014), dmx (31.05.2014), Niko (01.06.2014)

oskar

Fortgeschrittener

Beiträge: 564

Registrierungsdatum: 16. Februar 2011

Danksagungen: 333

  • Nachricht senden

8

Samstag, 31. Mai 2014, 10:54

Die drei Jahre gelten afaik nicht pauschal, u.U. (afaik bei Strafbefehl, d.h. Verfolgungsverjährung + Vollstreckungsverjährung) können es insgesamt fünf Jahre sein.
Keine Rechtsberatung etc., bitte anwaltlich beraten lassen.

Und dran denken - die meisten Schweizer Hotels melden die Ausweisdaten ihrer Gäste direkt an die Kantonspolizei.
Ich bin jetzt mal vom Standard für Geschindigkeitsübertretung ausgegangen. kA, was für die 1000EUR gemacht wurde - dann könnens auch 5Jahre sein.
Letztendlich wird die Höhe ja von einem Richter festgelegt.

oskar

Fortgeschrittener

Beiträge: 564

Registrierungsdatum: 16. Februar 2011

Danksagungen: 333

  • Nachricht senden

9

Samstag, 31. Mai 2014, 10:55

Zitat

Es kann also gut
sein, dass aufgrund des Rechtshilfeabkommens die dt. Behörden bei Dir
das Geld eintreiben bzw. den Bescheid vollstrecken.
Wenn das ganze in D vollstreckt wird, kann analog auch noch die enstprechende Punktestrafe in D dazukommen, da die Behörden ja um Deinen dt.FS wissen!

Bei allem Respekt, aber das ist Quatsch.
So im Januar 2014 von einem ehemahligen Kollegen erlebt. Er hat 3 Punkte bekommen. Wohnort grenznah.

oskar

Fortgeschrittener

Beiträge: 564

Registrierungsdatum: 16. Februar 2011

Danksagungen: 333

  • Nachricht senden

10

Samstag, 31. Mai 2014, 10:59

Amtshilfe bei der Fahrerermittlung ist etwas komplett anderes als eine Vollstreckung eines rechtskräftigen schweizer Bußgeldbescheides oder Urteils in Deutschland. Eine solche Möglichkeit für schweizer Behörden, nicht bezahlte Bußgelder in Deutschland zu vollstrecken, gibt es aber nicht.
Beste Lösung des Problems dürfte also tatsächlich sein, das Bußgeld nicht zu zahlen und die Schweiz in den nächsten Jahren zu meiden... ;)
Es gibt ein Rechtshilfeabkommen zwischen D und CH, welches in Teilen schon aktiv ist.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

koks (31.05.2014)

oskar

Fortgeschrittener

Beiträge: 564

Registrierungsdatum: 16. Februar 2011

Danksagungen: 333

  • Nachricht senden

11

Samstag, 31. Mai 2014, 11:01

Herrlich, jetzt kommen wieder die Hobbyjuristen!
Naja, Rechtsberatung by MWT - mehr als Hinweise kanns da ja nicht geben. Ich hoffe, niemand ist so dumm und verlässt sich darauf.

Kaffeemännchen

Herr der Ringe

Beiträge: 28 171

Danksagungen: 23805

  • Nachricht senden

12

Samstag, 31. Mai 2014, 11:09

An dieser Stelle passt einmal mehr unser (eigentlich bekannter) Hinweis:

Zitat

Wir beobachten zunehmend, dass es zum Teil in die Richtung einer Rechtsberatung im Einzelfall geht. Einige Aussagen sind dabei direkt bezogen, klingen verbindlich und suggerieren vorallem oft funderte und "wasserdichte" Aussage und damit eine direkte Rechtsberatung.

Wir möchten daher nochmal darauf hinweisen, dass ein User, der seine Sichtweise der Rechtslage darlegen möchte, die persönliche Interpretation auch dahingehend kennzeichnet und in seinem Posting ausdrücklich darauf hinweist.

Bezüglich der rechtlichen Beratung im Einzelfall auch noch einmal die Bitte an den Fragesteller, ein Anliegen möglichst neutral zu formulieren. Bei aller Diskussion und Sichtweise ist es darüber hinaus generell ratsam, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen.


Allen, die hier mit juristischem Hintergrund sprechen oder rechtliche Tipps kund tun, sei das noch mal ganz ausdrücklich 'ans Herz gelegt'.
Und auch dieser Tag geht wieder mal langsamer vorbei als Reiner Calmund am Buffet...

Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

don199 (31.05.2014), nobrainer (31.05.2014), Leon Jibsnet (31.05.2014), x-conditioner (31.05.2014), AyCarumba (31.05.2014), Jan S. (31.05.2014), Grün07 (31.05.2014), Herr-Mueller (31.05.2014)

Radio/Active

Lieber tot als den Schwung verlieren.

Beiträge: 664

Registrierungsdatum: 1. März 2010

Wohnort: Bonn

Beruf: Redakteur

: 64194

: 6.99

: 243

Danksagungen: 1647

  • Nachricht senden

13

Samstag, 31. Mai 2014, 12:12

Wie schnell bist Du denn gefahren - 1000EUR ist echt ne Hausnummer, selbst für CH?


Also wenn man dem Schweizer Bußgeldrechner glauben kann, muss man da gar nicht sooo viel zu schnell fahren.

Zitat

Bei 20 km/h mehr als erlaubt, ausserhalb einer geschlossenen Ortschaft, müssen Sie 300 bis 2200 Franken (205 bis 1501 Euro) Strafe zahlen.

Grün07

Profi

Beiträge: 1 131

Registrierungsdatum: 8. November 2009

Danksagungen: 572

  • Nachricht senden

14

Samstag, 31. Mai 2014, 12:45

Seit wann betreffen denn Verkehrsverstöße im Ausland den Führerschein und nicht nur die Geldbuße? Meines Wissens und so steht es auch beim ADAC werden für Verstöße in anderen EU-Ländern keine Führerscheinmaßnahmen wie Sperren oder Punkte verteilt. Das soll ausgerechnet für die Schweiz als nicht EU-Land anders geregelt sein? Außerdem werden m.E. nach dem EU-Abkommen nur Verstöße, die dem Fahrer zuzuordnen sind, verfolgt. Also müssten die Schweizer schon den Fahrer eindeutig identifizieren. Gibts ein Foto zu dem Verstoß?

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

LZM (31.05.2014)

Turboman

Tempomat sitzt im rechten Fuß

Beiträge: 2 977

Registrierungsdatum: 17. Februar 2011

: 26186

: 8.75

: 110

Danksagungen: 983

  • Nachricht senden

15

Samstag, 31. Mai 2014, 12:47

Naja 5 Tage Vollpension sind ja auch nicht zu verachten.
Das verstehe ich bis heute nicht, dass man in den Alpenländern seine Strafe auch einfach absitzen kann, was ja den Steuerzahler wiederum belastet und kein Geld in die Kasse spült.

Was passiert eigentlich wenn man in der Verjährungsfrist mal z.B. kurzfirstig doch mal in die Sschweiz muss und die Polizei einen kontrolliert? Sofortkasse oder Festnahme?
:203: only

Copyright © 2007-2016 - Alle Rechte vorbehalten - mietwagen-talk.de alles über Mietwagen, Autovermietung und Carsharing.