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Montag, 11. August 2014, 23:47

Panne ohne Ersatzwagen

Hallo zusammen,



ich hatte kürzlich einen oberen Mittelklassewagen einer deutschen
Verleihfirma gebucht. Mitten auf dem Land machten wir Pause, dann
startete der Wagen nicht mehr. Wir, darunter meine über 80jährigen
Großeltern, mussten bei sommerlichen Temparaturen unangekündigte vier
Stunden auf den ADAC-Partner warten. Dieser beschneigte den Defekt des
Anlassers, und damit unsere Unschuld.



Bis dahin gab es seitens der Verleihfirma kein Angebot eines
Ersatzwagens, man müsse erst auf den Technikerbericht warten. Da wir
einen wichtigen Termin im Krankenhaus hatten und sofort weiter mussten,
empfahl uns der Techniker den Start durch Anrollen und Tausch am
Krankenhaus. Telefonisch wurde uns aber nur der Tausch am Flughafen
angeboten, der ca. 45 min davon entfernt lag. Aufgrund der langen
Wartezeit auf den ADAC-Partner konnten wir das Angebot daher nicht
annehmen. Wir fuhren den Wagen gezwungenermaßen noch den Rest des Tages,
in der Hoffnung er möge nicht ausgehen, und gaben ihn noch am selben
Abend einen Tag früher als vereinbart ab.



Meine Frage an die MietwagenexpertInnen im Forum: wieviel Schadensersatz
sollte ich verlangen und bis wann? Zählt das Angebot der Tauschs am
Flughafen als Ausgleich? Wie hätte die Verleihfirma korrekterweise
reagieren müssen? Wie regele ich die Angelegenheit, ohne mich auf einen
kostspieligen Rechtsstreit einzulassen?

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baumeister21

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Montag, 11. August 2014, 23:58

Was für ein Schaden ist dir denn entstanden, welcher eine Schadenersatzforderung rechtfertigt?

Der defekte Anlasser ist ja laut ADAC nicht dir anzulasten und die AV hat dir eine Tauschmöglichkeit eingeräumt. Dass du diese nicht wahrnimmst ist m.E. dein Problem.

Grün07

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Dienstag, 12. August 2014, 03:53

Was für einen Schaden möchtest Du geltend machen? Hast Du einen Termin verpasst? Konntest Du in der Zeit nicht arbeiten? Hast Du Transportkosten (z.B. Taxi) durch den Defekt am Mietwagen? Wo liegt Deiner Meinung nach ein Verschulden der Autovermietung vor? Daß der ADAC-Partner manchmal einige Zeit braucht, weil noch andere Kunden warten - vier Stunden ist natürlich unschön -, kann passieren, ist aber nicht der Autovermietung anzulasten. Gab es eine Station, die besser für einen Tausch geeignet wäre, als die 45min entfernte Flughafen-Station?

Letztendlich fuhr der Wagen nach den Ratschlägen des Technikers wieder, wie Du im anderen Thema geschrieben hast. Warum hast Du dann das Tauschangebot nicht wahrgenommen, u.U. nach dem Termin im Krankenhaus?

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Dienstag, 12. August 2014, 10:07

Wenn ein Wagen defekt und nicht vor Ort reparabel ist, wie es hier der Fall war, muss die Verleihfirma doch kurzfristig und vor Ort einen Ersatzwagen anbieten? Oder muss man erst als Gruppe ohne Auto spontan zu irgendeiner abgelegenen Station kommen, um dort 6 Stunden nach Schadensentstehung einen Wagen selbst abzuholen? Zählt das wirklich noch als Tauschmöglichkeit? Genau das war nämlich bei uns der Fall. Dabei hätte es in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses auch eine Station gegeben.

Zum Schadensersatz: das Mindeste sollte denke ich sein, dass ich für den Tag der Panne und den nicht genutzten darauffolgenden Miettag nicht auch noch bezahlen muss, d.h. den Mietpreis erstattet bekomme. Zusätzlich könnte ich die entstandenden Fahrtkosten durch Zug etc geltend machen, die bei funktionierendem Wagen nicht entstanden wären.

(Von der riskanten, unangekündigten Wartezeit mit alten Leuten im Auto bei über 30 Grad, der verspäteten Ankunft im Krankenhaus, der Weiterfahrt mit defektem Auto mal ganz zu schweigen.)

Howert

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Dienstag, 12. August 2014, 10:17

Und noch einmal: Der Vermieter kann ja nichts dafür, dass der ADAC 4 Stunden brauchte. Ist zwar ärgerlich aber halt einfach Pech.

Ersatzkosten für eine Zugfahrt brauchst du garnicht erst verlangen, da du ja anstatt den Mietwagen an der Station zurückzugeben auch einfach an der Station hättest tauschen können - mit voheriger Absprache. Das Tauschangebot am Flughafen war vllt nciht das beste, aber schonmal daran gedacht dass die KH-nahe Station schlichtweg keine Fahrzeuge mehr zur Verfügung hatte? Ein Vermieter ist auch nur begrenzt Handlungsfähig- wenn kein Fahrzeug da ist, dann ist keins da. Die können ja keins herzaubern.

Die ganze Geschichte ist ziemlich vetrackt, allerdings trifft hier meiner Meinung nach auch dich ein wenig Schuld an dem Schlammassel, da deine Mitarbeit an einer annehmlichen Lösung für beide Seiten ja anscheinend gering war.

edit.: Auf Kulanz bezüglich der Mietage und der Onewaygebühr kannst du natürlich hoffen. Und der einfachheit halber könntest du auchmal mitteilen um welche Region und vor allem um welchen Vermieter es sich gehandelt hat.
:209: Wer am Fahren keinen Spaß hat, der sollte es lieber bleiben lassen :D :203:

lindor56

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Dienstag, 12. August 2014, 10:19

Manchmal muss ich echt Kopf schütteln. Sicher Anbieter X muss dich mobil halten. Aber wenn jedem Kunden der eine Panne hat sein Ersatz Fahrzeug direkt an den Ort des Geschehen geliefert wird,werden die nicht mehr fertig. Das die Station nicht sofort einen Ersatz wagen losschickt bloß weil der Kunde liegen bleibt sollte doch auch einläuten? Wie viele Autos werden nach einer Panne wieder fahrbereit gemacht? Ich meine mal was von 2/3 gelesen zu haben. Auch dein Auto war wieder fahrbereit. Sollte das Auto nicht mehr fahrbereit sein dann kannst du natürlich die Transport kosten zu der Station geltend machen die dir ein neues Auto gibt. Dies wird aber meist auch die Hotline so anbeiten( fahren die zu Station Z wir schicken ihnen ein Taxi/nehmen sie die Bahn) das du hierfür die kosten wieder bekommst is machbar. Da ein Tausch angeboten wurde und du selbstständig abgegeben hast wirst du die anschließenden kosten (restlicher miettag und Bahn) nicht geltend machen können. Bei der Station wo abgegeben wurde nach einem Tausch zu fragen war nicht möglich???
:203: und dienstlich meist :202:

lindor56

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Dienstag, 12. August 2014, 10:20

Edit: howert war schneller aber wir sind geleimter Meinung
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Dienstag, 12. August 2014, 11:07

Der Wagen war selbstverständlich nicht mehr fahrbereit, deswegen die Diskussion um den Ersatzwagen. Dieser wurde 6 Stunden später und m.E. zu weit entfernt angeboten. Wir hatten noch andere Termine und mussten schnell weiter, sonst wäre es alles noch viel teurer geworden, einer von uns musste noch einen Flug kriegen etc, deswegen mussten wir mit dem defekten Auto weiterfahren. Ich habe es dann abgegeben sobald es ging, die Station war aber schon geschlossen und kein Tausch mehr möglich.

Die ganze Sache war sehr anstrengend, für meine Großeltern war sie gesundheitsgefährdend. Ich rechne mir keine großen Chancen auf Schadensersatz aus, aber es kann auch nicht sein, dass wir für diesen Stress soviel bezahlen, wie wenn garnichts passiert wäre, oder? Der Wagen war defekt und es gab keinen Ersatz. Was wären denn 6 Stunden Verspätung bei z.B. nur 24 h Anmietung? Ist das noch als Ersatz zu werten? Wenn ja, muss ich auch einen Ersatzwagen z.B. in München am nächsten Tag annehmen, wenn ich gerade in Hamburg liegengeblieben bin, weil sonst leider keine Station Autos frei hat? Darf die Deutsche Bahn Ersatzzüge in München anbieten, wenn in Hamburg gerade einer ausgefallen ist? Nicht dass ich wüsste...

lindor56

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Dienstag, 12. August 2014, 11:13

Zitat

Der Wagen war selbstverständlich nicht mehr fahrbereit, [...]deswegen mussten wir mit dem defekten Auto weiterfahren.
Ich hoffe du siehst den wiederspruch. Nochmal alle haben immer "wichtige" Termine. Wenn es für deine Großeltern zu gefährlich war dann hatte ich anstatt die 4 Stunden beim Auto sitzen zu lassen. Auf eigene Faust ein Taxi/Transport organisiert und das bezahlt. Da is mir die Gesundheit wichtiger das mit dem Geld kann man hinterher Regeln.
:203: und dienstlich meist :202:

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Dienstag, 12. August 2014, 11:28

Ein Wagen mit defektem Anlasser ist defekt, und daher nicht fahrbereit. Dass man mit vielen Defekten ein Auto fahren kann/muss, ist offensichtlich, und so war auch bei uns. Aber ich bin kein Jurist, vielleicht sind das die falschen Begrifflichkeiten.

Mit zwei Stunden Warten hatten wir gerechnet, da uns das so angekündigt wurde. Danach wurden wir permanent vertröstet. Niemand sagte: es dauert vier Stunden. Sondern immer nur: noch eine halbe Std, etc. Auch das ist ein Unding, solche Schätzungen sollten konservativ sein! Sonst hätte ich meine Großeltern selbstverständlich anders transportiert.

Ich bin wirklich verärgert, wenn ich darüber nachdenke. Also, wer Tipps hat, wie ich für den defekten Wagen hier Schadensersatz rausholen kann, bitte her damit.

Howert

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Dienstag, 12. August 2014, 11:36

Um welche Autovermietung geht es denn? Dann könnten wir dir vllt sagen auf welchen Kanälen du eventuell auf Kulanz ein wenig erstattet bekommen könntest.

Schadensersatzansprüche hast du nicht, für dein einen Miettag weniger kann man aber bestimmt was machen.

Und ganz nebenbei: Hamburg-München ist wohl ein wenig übertrieben. Ich persönlich halte 90 Minuten für einen Tausch zwar nicht für super auch nicht unannehmbar. Wenn ich im Harz ne Panne hab, kann ich wählen zwischen Goslar (60 min) Göttingen(120 min) und evntuell noch Wernigerode (90 min), ist halt einfach so. Was würdest du denn machen wenns dein Privatfahrzeug gewesen wäre?
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Grün07 (12.08.2014)

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Dienstag, 12. August 2014, 12:10

Den Namen der Vermietung kann ich hier nicht nennen, da ich die Sache gerne anonym halten würde. Es ist eine relativ bekannte deutsche Firma.

Mir ist schon klar, dass man nicht an jedem Ort tauschen kann, aber wo ist denn da die Grenze? In unserem Fall wären es 45 Minuten Fahrzeit gewesen, aber wir hätten dann aufgrund des späten Eintreffens des Technikers einen anderen wichtigen Anschluss verpasst, was die Kosten deutlich in die Höhe getrieben hätte.

Letztlich liegt das Problem also in der unangekündigten Verspätung des Technikers und der mangelhaften Zeiteinschätzung der Mitarbeiter an der Hotline (ein "weiss nicht, wie lange es dauert" wäre besser gewesen, als mehrmals "noch eine halbe Stunde" zu behaupten und uns damit ans Auto zu fesseln, da wir ja bei Eintreffen des Techniker vor Ort sein müssen). Das Problem ist dann weniger das Angebot des Ersatzwagens, wie schlecht auch immer es sein mag.

Kann da jemand was zu sagen: ist eine unangekündigte (!) Wartezeit von 4 Stunden auf den ADAC-Partner, inkl. der daraus folgenden Konsequenzen, rechtlich einwandfrei?

iMace

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Dienstag, 12. August 2014, 12:14

Wenn der Vermieter so groß ist ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass es auf dich zurückfällt.
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Dienstag, 12. August 2014, 12:15

So wie ich das hier versteh liegt das Problem beim ADAC (den du, wie ich es verstehe, ausserhalb der Vermietung angerufen hast) und nicht bei der Vermietung, die hat dir ja ein Tausch angeboten. Normalerweise (so meine Erfahrungen) sollten auch die Fahrtkosten bis zur Station übernommen werden und 45min sind nun wirklich kein Weg.

Grün07

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Dienstag, 12. August 2014, 12:19

Mit zwei Stunden Warten hatten wir gerechnet, da uns das so angekündigt wurde. Danach wurden wir permanent vertröstet. Niemand sagte: es dauert vier Stunden. Sondern immer nur: noch eine halbe Std, etc. Auch das ist ein Unding, solche Schätzungen sollten konservativ sein!
Was soll die Hotline denn machen? Dem ADAC-Partner Befehle erteilen, geht nicht. Verzögerungen kann es da immer geben.

Wie Howert schon sagte, wenn's ein Privatfahrzeug wäre, hättest Du auch auf den Pannendienst warten müssen. Von einem Mietwagenunternehmen 100% Mobilität zu erwarten, ist übertrieben. Für Pannen an den Mietfahrzeugen kann man den Vermieter u.U. verantwortlich machen, wenn man z.B. mangelhafte Wartung nachweisen könnte. Das ist vermutlich bei dem durchschnittliche jungen Alter der Fahrzeuge kaum möglich. Daß auch diese eher jungen Fahrzeuge Defekte erleiden können, weil z.B. Deine Vormieter das Auto falsch behandelt haben, ist nie ganz auszuschließen, aber sicher kein Grund für Schadensersatz.

Je nach Tageszeit, Wochenende und Öffnungszeiten ist vermutlich auch ein Tausch in 45 Minuten Entfernung zumutbar. Wann und wo ungefähr war die Panne? Wieviel Stationen hat der Vermieter?

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