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Perisher

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Donnerstag, 7. Mai 2015, 08:09

Schadensforderung bei widersprüchlichen Mietverträgen und Schadensminderungspflicht

Hallo zusammen,

ich hätte gerne eine Einschätzung von euch zu folgendem Sachverhalt:

Derselbe Mietwagen wurde an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden von mir gemietet. Zu MV 1 erhielt ich eine Schadensmeldung. Die Mietverträge selber wiesen neben anderen Schäden folgende Beschädigungen aus:

MV 1 (Zeitraum 13.03.-16.03.2015)
Alufelge hinten: Fahrerseite Kratzer > 10 cm (bis Grundierung)
und einen weiteren Eintrag
Alufelge hinten: Fahrerseite Kratzer > 10 cm (bis Grundierung)

MV 2 (Zeitraum 20.03.-23.03.2015)
Alufelge hinten: Fahrerseite Kratzer > 10 cm (bis Grundierung)
und weitere Einträge
Alufelge hinten: Beifahrerseite Kratzer > 10 cm (bis Grundierung) - angeblich durch mich verursacht
Alufelge hinten: Beifahrerseite Kratzer < 5 cm (bis Grundierung)

Zwischen den beiden Mieten wurde das Fahrzeug weitere 423 km bewegt (nicht durch mich). Die Schadensmeldung erhielt ich am 19.03.2015 gegen 17:30 Uhr (mehr als drei Tage nach Rückgabe am 16.03.2015, 07:17 Uhr). Ein Rückgabeprotokoll gab es für beide Mieten nicht.

Das tatsächliche Schadensbild entspricht der Auflistung im MV 2. Ist es plausibel wenn ich argumentiere, dass im MV 1 der Schaden falsch angelegt war (2x Fahrerseite).

Leider kann ich nur das Schadensbild von MV 2 nachvollziehen, da ich bei MV 1 wegen verspäteter Übergabe seitens der AV in Zeitnot und die Tiefgarage schlecht ausgeleuchtet war. Ich weiß, meine Schuld, hätte mir eben die Zeit nehmen müssen.

Weiter bewegt mich die Frage, ob ich allein für die Instandsetzung der Felge hinten rechts aufkommen muss oder ob ich eine Kostenteilung (der zweite Schaden wird mir ja nicht zur Last gelegt) für diverse Positionen in der Reparaturkalkulation geltend machen kann. Die AV macht auch noch Nutzungsausfall geltend, der m.E. nur greift, wenn das Fahrzeug tatsächlich repariert wurde. Auch hier die Frage, ob die AV zur Schadensminderung verpflichtet ist und die Reparatur im Zusammenhang mit der Behebung anderer Schäden erfolgen muss.

Danke fürs Lesen

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Tob (07.05.2015)

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Donnerstag, 7. Mai 2015, 08:11

Kurz und Knapp: Frag einen Anwalt, nur dieser wird dir nach Würdigung aller Umstände eine verbindliche(und damit brauchbare) Aussage geben können.

MfG Jan
Jan S.
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Vorausschauendes Fahren: Guck da vorn ist die Baustelle zu Ende, ich geh schonmal wieder aufs Gas.

Perisher

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Donnerstag, 7. Mai 2015, 08:21

Ich habe bewusst nicht nach einer "rechtlich verbindlichen" und demnach brauchbaren Aussage gebeten. Jede Einschätzung zu dem Thema ist hilfreich, damit ich die Angelegenheit für mich entscheiden kann. Also entweder Gang zum Anwalt oder Bemühen der Leihwagenversicherung.

Benny85BO

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Donnerstag, 7. Mai 2015, 10:20

Der Felgenschaden, wird Dir komplett ( in Höhe der SB) in Rechnung gestellt. Da ist Sixt sehr unkooperativ, da für mich auch eine Kostenteilung sinn machen würde.

Wir hatten dies mal mit einem Kratzer an der Heckstoßstange, ein weiterer Schaden an der Stoßstange war auch auf dem MV eingetragen, jedoch wurde die komplette SB berechnet.
Auf Anmerkungen das doch schon ein weiterer Schaden am Bauteil vorhanden war, wollte uns ist Sixt nicht eingegangen und meinte nur "... pro Schadensereignis ....".

Da wir nicht weiter Diskutieren wollten, haben wir die 1.050 EUR überwiesen und die Sache war erledigt. Aber ich war auch der Auffassung,dass wenn bereits andere Schäden am gleichen Bauteil vorhanden sind, es zu einer Kostenteilung kommt. Was auch das sinnvollste und fair wäre.

Aber die AV mag ja auch Umsatz machen, lieber 5 mal das gleiche Bauteil abrechnen und es bei Leasing-Rückgabe einmal austauschen lassen.

Nimm es mit Humor und ärger Dich nicht.

Jedoch sollte der Schaden falsch eingetragen gewesen sein ( falsche Seite) dann würde ich dies auch so beanstanden...
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Donnerstag, 7. Mai 2015, 11:44

Der Schaden bemisst sich juristisch nicht nach dem Willen von Sixt, sondern nach der sog. Differenzhypothese, also dem Vergleich der Vermögenslage nach dem schädigenden Ereignis mit der hypothetischen Vermögenslage ohne das schädigende Ereignis.

Eine Stoßstange, die schon kaputt war, kann folglich nicht mit dem Neuwert berechnet werden. In solch einem Fall ist es sehr empfehlenswert, dies mit einem Anwalt zu besprechen, dadurch kann man sich uU erhebliche Kosten sparen.

Benny85BO

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Donnerstag, 7. Mai 2015, 12:08

Den Zeitaufwand wollten wir uns jedoch ersparen. Um dann nochmal alles mit einem Anwalt zu besprechen, dieser dann tätig wird, sich mit Sixt rumärgert, Briefe über Briefe geschrieben werden und man dann hinterher 200-400 EUR spart.

Zumal man das Geld ja sowieso durch noch bessere Mietpreise und Service, den man Ende 2014 bei Sixt vermisst hat nun schnell bei Europcar wieder rein holt ;-)


Aber dass sollte jeder selbst beurteilen, wie weit jeder einzelne gehen mag. Bzw. welcher Kosten- und Nutzenaufwand es auf sich zieht.
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Donnerstag, 21. Mai 2015, 09:13

Aufgrund des Schadensbildes (Alufelge hinten, Beifahrerseite) mit zwei Schäden, wovon mir einer zugeordnet wird, habe ich mich nun entschlossen, den Schaden zu bezahlen. Da ich aber nicht einsehe, auch für den zweiten Schaden aufzukommen, habe ich die Schadenssumme (laut Gutachten wird die komplette Felge ersetzt) halbiert. Die andere Hälfte soll sich die AV vom anderen Schadensverursacher erstatten lassen.

Habe also der Leihwagenversicherung mitgeteilt, dass Sie mir nur die Hälfte der Schadenssumme überweisen braucht. Antwort der LWV: Bitte weisen Sie nach, dass die AV mit der 50%igen Schadenssumme einverstanden ist, ansonsten gibt es gar keine Kohle. Wie bitte? Da mache ich mir die Arbeit und diskutiere mit der AV tagelang per E-Mail, prüfe selbst die berechtigte Schadenshöhe und dann wird man von der LWV ausgebremst. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die AV keine entsprechende Bestätigung schicken. Bevor ich also die andere Hälfte der Schadenssumme überweise, lasse ich mir eine Kostenübernahmebestätigung durch die LWV schicken.

Merke:
Wenn du eine LWV hast, lohnt es sich nicht, Stress und Streit mit der AV über die Schadenshöhe, Schadensminderungspflicht etc. zu haben. Einfach die geforderte Schadenssumme überweisen und hinterher von der LWV erstatten lassen. Offenbar hat die LWV kein Interesse daran, Schadensregulierungen dem Grunde und der Höhe nach angemessen zu erstatten.

Ist eigentlich eher ein Beitrag für "Erfahrungen mit Leihwagenversicherung"...

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