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Party-Palme

aka Paxton-Vin Palme @ chantalisator

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Mittwoch, 28. September 2016, 18:16

Dodge Charger |National Detroit Int. Airport

Prolog
Die erste Maihälfte - ja der Bericht kommt spät - war reserviert für eine Reise ab London, ON nach "irgendwohin wo es schön ist". Für meine Wenigkeit galt es einen Flug nach Detroit, Buffalo oder Toronto zu finden und dann das passende Vehikel für eine Mischung aus Roadtrip und Urlaub.
Es wurde ein Flug nach Detroit und es wurde FCAR bei National - der mir vom :206: bekannte Trick über die UK-Seite in Übersee zu buchen brachte sehr passable Preise, und das Highlight: Das erste Mal Choice Lane.
Die Choicelane begutachtet, stand die komplette Palette an Reisschüsseln dort und eben der Dodge, die Entscheidung war in <3 Sekunden gefällt und ich saß in einem sehr schwarzen Dodge Charger mit dem 3,6l V6 :thumbsup: . Ab zum Ausfahrtshäuschen Fuel Option und Navi abgelehnt - hatta bestimmt eh - und ab die Luzi.

Roadtrip go East: Detroit - London, ON - Quebec - Halifax
Nach 100m angehalten um erst mal Musik und das Navi ans Laufen zu bringen. Die Musik ging recht schnell, das Infotainment ist sehr ordentlich, halt kein Idrive etc., aber dafür bin ich auch nicht her gekommen; das Navi..... ja das Navi... verdammt verzockt. Keine Mobilen Daten in den Staaten, kein Navi und echt vorbereitet bin auch nicht.
Es ging dann trotzdem ich bin bis auf eine kleine Schleife glatt durch Detroit nach Kanada rein gekommen (Dauert insgesamt ca. 30min an der Grenze), ab dann ging's über den Highway 401 Richtung Osten, und es wurde recht zäh, ich müde vom Flug und nichts los auf der auf 100km/h beschränkten Autobahn - Inzwischen wummert Robert Earl Kean durchs Auto es kommt Feeling auf.
Nach 2,5h Fahrt war ich dann in London, wo bis zum Vortag meine Freundin studiert hatte. Erst mal 2h geschlafen - Abends in die Stadt, Burger essen bei Moxie's - ich war angekommen, der Trip konnte beginnen.
Der nächste Tag startet für uns früh um 6 - ging prima,Jetlag kann auch positiv sein - es sollten 1000 lange Kilometer nach Quebec werden. Wir passieren Toronto nach 200km - nichts war passiert, wir passieren Kingston nach 400km nichts war passiert - der Charger pendelt sich jetzt bei 7l/100km ein die Musik - Bluegrass - passt zum Landschaftsbild. Für uns war es erst mal wirklich nicht so spannend da wir ein großes Stück davon von unserem Trip nach Ottawa schon kannten.
Nach 700km passierten wir auch Montreal und entschieden uns für das Nordufer des Lorenzstroms - eine Gute Entscheidung wie wir später noch feststellen sollten.
Auf den letzten 100km vor Quebec fahren wir noch ein kleines Stück am Ufer des Lorenzstroms bevor wir nach ca. 10,5h Quebec erreichen - noch immer kein Navi gestaltet sich die Hotelsuche etwas spannend, ich scheuche unser Schiff 2x den zentralen Berg hoch und wieder runter, Anfahren bei wahnwitzigen Steigungen werden klaglos akzeptiert. Ich hab einen Heiden-Spaß auf der rechten Seite ist die Stimmung etwas weniger enthusiastisch.

Quebec-City, 2 Nächte
Das Hotel gefunden checken wir ein und geben den Autoschlüssel beim Valet Parking des Hotels ab, so ganz glücklich bin ich damit nicht, aber es gibt keine andere Möglichkeit.
Das Best Western Plus ist ca. 10min vom Kneipenviertel und von der Innenstadt entfernt, jedoch unten, was mir als Schwarzwälder Jung nichts ausmacht, aber man sollte sich der Topografie von Quebec dabei bewusst sein.
Wir schauen uns in 1,5 Tagen eigentlich alles Sehenswerte in Quebec an, der Dodge bleibt derweil ungenutzt. Am Nachmittag fahren wir noch auf die Ile d'Orleans kaufen dortigen Apfelwein, queren diese auf dem Rückweg über eine gerade nicht mehr gesperrte Straße :rolleyes: (offen ab dem 1. Mai), auf der wir auch prompt auf ein Schneefeld treffen - unser Charger fährt jetzt trotz vorsichtiger Bedienung der Pedalerie mehr quer als vorwärts, ich hab schon wieder Spaß, wir fahren vorsichtig und sind allein weit und breit. Auf dem Rückweg stoppen wir noch am Chute Montmorecy und beenden danach auch gerne den Tag draußen. Es ist wirklich kalt, was den Vorteil bringt, das recht wenig los ist und wir auch touristische Hot Spots recht unbehelligt besichtigen konnten. Den Abend lassen wir im hervorragenden Toast Restaurant ausklingen, etwas pricy aber sehr hochwertige Küche in grandioser Atmosphäre.

Fortsetzung Roadtrip go East:
Detroit - London, ON - Quebec - Halifax

Am nächsten Tag sitzen wir schon wieder gegen 6 im Auto und schwimmen mit dem Berufsverkehr Richtung Rivière-du-Loup, mit jeder Abfahrt wird es weniger. Die Landschaft ist hässlich braun nach 200km biegen wir rechts ab - wir passieren den nördlichsten Punkt unserer Reise, nach 300km erreichen wir New Brunswick, es kündigt sich der erste Geschwindigkeitsrausch an, wir dürfen ab jetzt 110km/h fahren. Der Verbrauch steigt tatsächlich leicht um 0,3l/100km - ansonsten spult der Charger die Kilometer ab wie nix, das Gestühl ist gut, aber nicht sehr gut, der Motor schnurrt souverän. Die Landschaft ändert sich, wir fahren jetzt durch üppige Nadelwälder was sich auch bis kurz vor Moncton nicht mehr ändern wird.
Halifax
Nach insgesamt 10,5h erreichen wir Halifax am späten Nachmittag und wir beziehen unsere Airbnb-Unterkunft in Laufabstand zum Hafen und Downtown.
Am Abend kaufen wir noch im örtlichen Supermarkt unter anderem Craft Beer, auf dessen Etikett wir die Straße unserer Unterkunft entdecken, es zeichnen sich bierreiche Tage ab. Überhaupt ist Craftbeer in Nova Scotia hervorragend.
In Halifax besuchen wir das Immigration Museum, den Markt am Hafen, Downtown, machen eine Tour mit dem Boot über den Hafen und schauen bei der Craft Beer Woche vorbei.



Dazu fahren wir nach Lunenburg, hier wird der Charger dann auch zum Fotoshooting gebeten:




Eigentlich würd ich gerne so viel mehr über diesen tollen Reisewagen schreiben, aber er ist super unauffällig was an dieser Stelle wirklich als Kompliment zu verstehen ist - ab und zu erwisch ich mich dabei wie er zu etwas prolligem Verhalten verleitet und man einfach an einer Autobahnauffahrt oder auch einer Ampel die Pferde laufen lässt, 294 an der Zahl stehen zur Verfügung, sortiert wird die Power von der allseits bekannten 8-Stufen ZF-Automatik, die hier etwas weniger zackig schaltet als bei BMW oder Jaguar, komfortabel eben. Ansonsten bietet Canada mit seinen Verkehrsregeln einfach keine Möglichkeit das Fahrzeug ernsthaft zu prüfen.
Außerdem fahren wir zu Peggy's Cove und an die Bay of Fundy. Wir verbringen herrliche Tage bei meist Sonnenschei und 5-15 Grad.

Auch besuchen wir den Shore Club um dort Hummer für einen lächerlich günstigen Preis zu Essen, ein echtes Muss wenn man in Nova Scotia ist, also der Hummer.


Roadtrip Go West Halifax-Drummondville-Toronto
Der Rückweg war ursprünglich durch die Staaten geplant, da aber leider einer unserer Reisepässe in London zurückgeblieben war, fiel die Einreise in die US aus, und es ging zunächst auf gleicher Route zurück, nur das wir nicht in Quebec stoppen sondern bis Drumondville gefahren sind, um am 2. Tag runter vom Highway zu kommen und über den Trans Canada fahren zu können. In Drummondville erwarten wir nichts Besonderes, und schlafen direkt an der Autobahn. Das Best Western ist auch hier solide aber bei weitem nicht so gut wie in Quebec.
Drummondville hat einen tollen Stadtpark ansonsten beenden wir die obligatorische Stadtrunde in 45min.
Der nächste Tag bringt uns zunächst - mal wieder - auf den Highway, wir passieren Montreal im Süden und fahren weiter Richtung Westen bis Cornwall.
Hier verlassen endlich den Highway, wir freuen uns auf 450km Landstraße bis Aurora,ON.
Wir fahren über Smith Falls nach Perth zum Trans Canada Highway und folgen diesem bis Peterborough, das Fahren ist ein reiner Genuss, der Verkehr mäßig nur ein Infiniti überholt uns, obwohl wir gefühlt auch schon an der Schmerzgrenze unterwegs sind, und auch wissen wir vom letzten Mal das hier jedes County seine Mannen an die Straße stellt und lasert. Den Infiniti sehen wir 20 Minuten später im Interview bei der Rennleitung.
Wir rollen die letzten Kilometer nach Aurora wo wir einige Tage bei Freunden verbringen werden und danach geht es wieder heim, nachdem wir noch einen Tagestrip an die Niagarafälle gemacht haben.

Die Abgabe verlief schnell, nach 15s-Check des Mitarbeiters hab ich den entgültigen Mietpreis angezeigt bekommen, ich hab unterschrieben und ab dafür.

Fazit:
Der Osten von Kanada hat uns wahnsinnig gut gefallen. Bis zur Abgabe in Detroit waren es fast 6000km, und trotzdem hatten wir das Gefühl nicht echt viel gesehen zu haben.
Quebec ist ganz nett aber nach einem Tag waren wir durch. Halifax ist nicht so pittoresk hat uns aber sehr gut gefallen, und wir wollen nochmal wieder kommen. Der Charger ist eine etwas krawallige Limousine die für uns zu zweit ein Luxuriöser Transporter war. Den Kofferraum empfand ich als sehr knapp, sodass wir meist einiges auf die Rückbank geschmissen haben, der Koffer meiner Freundin fällt allerdings auch in die Kategorie XXL. Ansonsten ist der Charger einfach sehr amerikanisch, und verschwenderisch in seinen Ausmaßen.
Die Ausstattung war in der SXT-Version recht mager, aber außer ein Glassschiebedach und ab und an ein Navi haben wir eigentlich nichts vermisst.
Das Fehlen des Navis hat uns übrigens dazu gebracht ganz altmodisch morgens eine Routenplanung auf Papier zu schreiben und diese ab zu fahren. Das hat prima geklappt, und es beruhigt mich, dass ich auch noch ohne Navi im Leben klar komme.
Gone West

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Paolo Pinkel

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Mittwoch, 28. September 2016, 18:41

Danke für den Reisebericht ;-) Schon alleine für das Craft Beer gibt es :118:

Party-Palme

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Mittwoch, 28. September 2016, 23:34

da jetzt von mehreren Seiten die Frage nach dem "wie hast du den Karren günstig bekommen" kam, hier kurz die Details:

War ich erst bei Herz gewesen, zu ähnlichem Preis wollte ich unbedingt zu National, zum einen weil andere Mieter hier mit National in den US zufrieden waren und sich jeder zum Emerald anmelden kann und damit einfach und zuverlässig Zugang zur Choice Lane hat.

Ich habe bezahlt:

542 USD all-in - ob das ein guter Kurs ist oder nicht müsst ihr selber wissen, günstiger wäre nur Sixt gewesen, deren Reisebeschränkungen waren für uns aber nicht praktikabel.

Ich habe einige Zeit den Markt sondiert über billiger-mietwagen.de sowie alle großen Vermieter. Da ich kein Fan von Brokern bin war ich froh am Ende zu vergleichbaren Kurs direkt mieten zu können.
SUV oder sogar Pick-Up hätte ich gerne genommen, war aber immer und in allen Varianten ca. 20-30% teurer und so war immer FCAR das beste Angebot, oberhalb stiegen die Preise unverhältnismäßig.
Das einzie SUV wäre ein RAV 4 oder vergleichbar, das war dann irgendwie auch keine Perspektive.
Gebucht hab ich dann ganz simple via die UK-Seite. Der Service war top die Fahrzeugauswahl im Rahmen der Erwartung, besser ging eigentlich nicht.
Gone West

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BorisV6

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Donnerstag, 29. September 2016, 10:55

Moin!

Toller Bericht, tolles Auto!

Kannst du noch was zu Detroit sagen?
Ich als USA- und speziell Detroit-Fan wäre interessiert daran, ob es wirklich besser dort geworden ist. Oder bist du nur einmal fix durch die Stadt gefahren?

Gruß,
Boris

Party-Palme

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Donnerstag, 29. September 2016, 18:53

@BorisV6:
Ich bin nur 2x durch gefahren. Lediglich auf dem Hinweg hatte ich mich verfahren und auf dem Rückweg hab ich in Dearborn getankt. Dort war die Hälfte der Häuser unbewohnt und es war insgesamt eine extrem üble Gegend.
Ob besser oder schlechter kann ich nicht sagen, da Erst-Durchfahrt.

ps. Danke für die Blumen.
Gone West

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Freitag, 30. September 2016, 00:05

Detroit ist leider wirklich runtergekommen. Insgesamt ist die Stadt verloren.

Bin nur daran vorbei gefahren (auf dem Hinweg auch etwas durch), auf dem Weg nach Kanada. Wurde aber vorher gewarnt, bloß nicht in Detroit liegen zu bleiben, kann aber auch am Range Rover HSE gelegen haben...

BorisV6

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Freitag, 30. September 2016, 13:43

Moin!

Danke für die Einschätzung. Es geht deutlich aufwärts in Detroit und die schlimmste Zeit ist überstanden. Klar gibt es immer noch Probleme und Viertel, die nicht toll sind.
Seitdem der Insolvenz der Stadt hat sich sich aber sehr viel getan in Bezug auf Reduzierung der Kriminalität, das Schaffen von Jobs, etc.

Dennoch stimme ich zu, dass ich auch nicht unbedingt alleine nachts in bestimmten Vierteln liegenbleiben möchte.

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